Waldheidelbeeren: Natürliche Hilfe bei Migräne und mehr

Die Waldheidelbeere, auch Blaubeere genannt, ist nicht nur eine schmackhafte Sommerfrucht, sondern auch ein vielseitiges Naturheilmittel. Ihre Inhaltsstoffe können bei verschiedenen Beschwerden Linderung verschaffen, darunter auch bei Migräne. Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen gesundheitlichen Vorteile der Waldheidelbeere und ihre Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere im Zusammenhang mit Migräne.

Die Waldheidelbeere: Eine kurze Vorstellung

Die Waldheidelbeere erfreut sich großer Beliebtheit und wird vor allem in den Sommermonaten gerne verzehrt. Ihr süß-säuerlicher Geschmack macht sie zu einem besonderen Geschmackserlebnis. Sie kann frisch gegessen oder zu Kuchen, Marmelade und vielem mehr verarbeitet werden. Inzwischen haben sich viele Bauern auf den Anbau von Heidelbeeren spezialisiert, sodass große Flächen mit Heidelbeersträuchern bepflanzt sind. Die Erntezeit ist im Juli und August. Die Beeren sind direkt beim Bauern oder im Supermarkt erhältlich. Da sie nicht lange haltbar sind, sollten sie schnell verbraucht oder eingefroren werden.

Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

Heidelbeeren enthalten eine hohe Menge an Gerbstoffen sowie weitere pflanzliche Inhaltsstoffe wie Fruchtsäuren, Vitamin C und Flavonoide. Besonders hervorzuheben sind die Anthocyane, die den Beeren ihre dunkle Farbe verleihen. Diesen Substanzen werden entzündungshemmende und zellschützende Wirkungen zugeschrieben.

  • Anthocyane: Diese Farbstoffe wirken antioxidativ und können Muskelschmerzen lindern sowie die Muskelregeneration unterstützen.
  • Gerbstoffe: Sie lagern sich an Proteine in der Darmschleimhaut an und verfestigen deren Oberfläche, wodurch das Eindringen von Durchfallerregern erschwert wird.
  • Vitamin E: Wirkt als Antioxidans, schützt Fettsäuren vor Schäden, stimuliert das Immunsystem und ist entzündungshemmend.
  • Weitere Inhaltsstoffe: Fruchtsäuren, Vitamin C und Flavonoide tragen zusätzlich zur gesundheitsfördernden Wirkung bei.

Waldheidelbeeren bei Migräne: Ein vielversprechender Ansatz

Neueste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Kraft der Heidelbeeren auch bei der Behandlung von Migräne- und Spannungskopfschmerzen genutzt werden kann. Viele Menschen vertrauen inzwischen auf eine spezielle Heidelbeer-Therapie, die Migräneanfällen vorbeugen soll. Hierbei wird das Konzentrat der Heidelbeeren in hohen Mengen verabreicht.

Professor Hademar Bankhofer und die Kraft der Heidelbeere

Professor Hademar Bankhofer, ein bekannter Gesundheitsexperte, empfiehlt die Nutzung der heilenden Kräfte der wilden Heidelbeere. Er betont die Wirksamkeit des blauen Farbstoffs Anthocyan in Kombination mit Vitamin C, Karotenen, Gerbstoffen, Arbutin, Glykosid, Amylum, Lycopin, Lutein und Zeaxanthin.

Lesen Sie auch: MS-Medikamente im Detail erklärt

Weitere Anwendungsgebiete der Waldheidelbeere

Neben der potenziellen Wirkung bei Migräne bietet die Waldheidelbeere noch weitere gesundheitliche Vorteile:

  • Verbesserung der Sehkraft: Der blaue Farbstoff der Heidelbeere verbessert den Blutfluss in den feinsten Blutgefäßen im Bereich der Augen, schützt die Netzhaut und aktiviert die Produktion von Sehpupur (Rhodopsin). Dies ist besonders für Menschen interessant, die viel am Computer arbeiten oder nachts unterwegs sind.
  • Schutz für Diabetiker: Die wilde Heidelbeere kann die Ablösung der Netzhaut bei Diabetikern (Diabetische Retinopathie) bremsen.
  • Hilfe bei Magen-Darm-Beschwerden: Getrocknete Heidelbeeren wirken gegen Durchfall, da die Gerbstoffe die Darmschleimhaut verfestigen und das Eindringen von Erregern erschweren. Sie können auch nach einer Darmgrippe die Darmschleimhaut wieder aufbauen.
  • Senkung des Cholesterinspiegels: Heidelbeeren haben einen positiven Einfluss auf erhöhte Cholesterinwerte.
  • Beruhigung der Nerven: Heidelbeeren können beruhigend wirken und bei Stress helfen.
  • Entzündungshemmende Wirkung im Mundraum: Bei entzündetem Zahnfleisch kann das Kauen von Heidelbeeren und das Einwirkenlassen des Saftes auf das Zahnfleisch Linderung verschaffen.

Tipps zur Anwendung der Waldheidelbeere

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Kraft der Heidelbeere zu nutzen:

  • Muttersaft: Den Muttersaft der wilden Heidelbeere im Reformhaus oder in der Drogerie kaufen und bei Bedarf trinken.
  • Frische Beeren: Zur Erntezeit die reifen wilden Heidelbeeren essen. Wichtig: Immer gut waschen und nie direkt vom Strauch in freier Natur naschen (Gefahr des Fuchsbandwurms).
  • Arzneien: In der Apotheke Arzneien aus dem Extrakt der wilden Heidelbeere für den Diabetiker zum Schutz oder zumindest zum Hinauszögern der Netzhautablösung kaufen.
  • Getrocknete Heidelbeeren: Bei Durchfall über den Tag verteilt 50 bis 100 Gramm getrocknete Heidelbeeren kauen.

Migräne: Ursachen, Auslöser und Vorbeugung

Auch wenn die Ursachen von Migräne noch nicht vollständig erforscht sind, spielen genetische Faktoren eine wichtige Rolle. Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Krankheit auf eine Störung des Gleichgewichtszustandes von Schmerzzentren im Hirnstamm zurückzuführen ist. Bestimmte innere und äußere Reize können eine Migräneattacke auslösen.

Häufige Migräne-Auslöser (Trigger)

  • Stress: Einer der häufigsten Auslöser.
  • Änderungen der Schlafgewohnheiten: Unregelmäßiger Schlaf kann Migräne begünstigen.
  • Hormone: Hormonelle Schwankungen, insbesondere bei Frauen, können Migräne auslösen.
  • Alkohol: Jeder dritte Migränepatient gibt Alkohol als Auslöser an.
  • Wetter: Starke Veränderungen des Luftdrucks oder Hitze können Trigger sein.
  • Dehydratation: Flüssigkeitsmangel kann Migräne auslösen.
  • Licht: Grellem oder flackerndem Licht ausgesetzt sein.
  • Gerüche: Intensive Gerüche können Migräne triggern.
  • Ernährung: Bestimmte Lebensmittel können Migräne auslösen.

Das Kopfschmerztagebuch: Den Auslösern auf der Spur

Ein Kopfschmerztagebuch kann helfen, die individuellen Auslöser für Migräne zu identifizieren. Darin werden der Tagesablauf, das Befinden, die Ernährung und besondere Symptome dokumentiert. Nach einiger Zeit können so Muster erkannt und die persönlichen Trigger identifiziert werden.

Tipps zur Migräne-Vorbeugung

  • Schlafhygiene: Regelmäßige Schlafzeiten einhalten und Fernseher und Handy aus dem Schlafzimmer verbannen.
  • Ausreichend trinken: Flüssigkeitsmangel vermeiden.
  • Lichtschutz: Sonnenbrille tragen und flackernde Glühbirnen meiden.
  • Ernährung: Problematische Lebensmittel reduzieren oder ganz weglassen. Auf Histamin und Glutamat achten.
  • Stress vermeiden: Entspannungsmethoden wie Progressive Muskelrelaxation, Meditation oder Yoga anwenden. Moderater Sport kann ebenfalls helfen.

Medikamentöse Behandlung

Bei häufigen oder schweren Migräneattacken kann der Arzt Medikamente zur Vorbeugung verschreiben. Auch der Migräne mit Aura kann man damit vorbeugen. Es gibt verschiedene Medikamente, die zur Migräneprophylaxe eingesetzt werden, darunter Betablocker, Flunarizin und Medikamente, die sonst zur Behandlung von Epilepsie oder Bluthochdruck verschrieben werden.

Lesen Sie auch: Cortison-Therapie bei Epilepsie im Detail

Ernährung bei Migräne: Was ist wichtig?

Eine ausgewogene Ernährung kann eine wichtige Rolle bei der Migränevorbeugung spielen.

  • Regelmäßige Mahlzeiten: Drei Mahlzeiten pro Tag einnehmen, davon eine warm.
  • Ausreichend trinken: Mindestens 1,5 Liter pro Tag trinken.
  • Histaminarme Ernährung: Vorsicht bei eingelegten Lebensmitteln, Fertiggerichten, Schokolade, Hefe und geräuchertem Fleisch.
  • Glutamat vermeiden: Fertiggerichte mit dem Hinweis „Hefeextrakte“ meiden.

Entzündungen und Migräne

Unterschwellige Entzündungen im Körper können eine Rolle bei der Entstehung von Migräne spielen. Eine entzündungshemmende Ernährung kann daher sinnvoll sein.

Lesen Sie auch: Präventive Maßnahmen gegen Demenz

tags: #waldheidelbeere #gegen #migrane