Weiße Flecken im Gehirn: Ursachen und Zusammenhang mit Depressionen

Die Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfes ist ein bildgebendes Verfahren, das in der Neurologie eingesetzt wird, um Erkrankungen und Verletzungen im Schädel und Gehirn ohne Strahlenbelastung festzustellen. Bei anhaltenden Kopfschmerzen, Schwindel oder Druckgefühl kann eine MRT des Kopfes helfen, die Ursachen zu ermitteln. Ein diffiziles Thema sind weiße Flecken im Gehirn. Während schon die Termini vielfältig sind, gestaltet sich die Differentialdiagnose noch umfangreicher. Es hilft jedoch Prävalenzen zu kennen und zu wissen, welche Mittel zur Diagnose einzelner Erkrankungen zur Verfügung stehen, wie PD Dr.

Was ist eine MRT des Kopfes?

Eine MRT des Kopfes kann aus verschiedenen Gründen angeordnet werden. Bei anhaltenden Kopfschmerzen können die Ursachen von psychischer Belastung über Migräne bis hin zu einem Gehirntumor reichen. Um Erkrankungen zu diagnostizieren und Therapieverläufe zu analysieren, wird die Schädel-MRT eingesetzt. Auch bei Schwindel, Druckgefühl und Gleichgewichtsstörungen kann die Kopf-MRT Aufschluss über die Ursachen geben.

MRT oder CT Kopf?

Die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Computertomographie (CT) sind beides bildgebende Verfahren, die zur Untersuchung des Kopfes eingesetzt werden. Die MRT verwendet Magnetfelder und Radiowellen, um detaillierte Bilder von Weichteilgeweben wie dem Gehirn und flüssigkeitsgefüllten Hohlräumen wie Blutgefäßen zu erstellen. Die CT hingegen verwendet Röntgenstrahlen.

Die CT wird meist nach schweren Verletzungen durchgeführt, da die Untersuchung wesentlich kürzer ist und keine lauten Klopfgeräusche verursacht. Die MRT bildet jedoch genauere Bilder ab, bei denen Tumore beispielsweise besser sichtbar sind als bei der CT. Für viele Untersuchungen des Kopfes eignet sich daher die Magnetresonanztomographie besser.

Vorbereitung und Ablauf einer MRT-Untersuchung des Kopfes

Bei einer MRT-Untersuchung des Kopfes müssen Sie nicht nüchtern sein und dürfen davor normal essen. Falls Sie an Platzangst leiden, teilen Sie dies dem Arzt mit. Da bei der Magnetresonanztomographie Bilder von Geweben und Organen mithilfe starker Magnetfelder erstellt werden, ist es wichtig, kein Metall während der Untersuchung zu tragen. Die Bildqualität könnte dadurch negativ beeinflusst werden. Das bedeutet, dass Sie jeglichen Schmuck, Uhren, Piercings, Haarspangen etc. vor der Untersuchung in der Umkleidekabine ablegen müssen. Außerdem sollten Sie kein Make-up tragen, da dies oft metallische Bestandteile enthält. Bei Ihrer Kleidung sollten Sie darauf achten, dass keine Reißverschlüsse, Nieten oder andere Metallteile angebracht sind. Wir empfehlen bequeme und warme Kleidung, wie beispielsweise Jogginghose und Pullover.

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Bei einer Schädel-MRT wird man auf einer Liege in die Röhre gefahren. Der Patient liegt dabei im Normalfall auf dem Rücken. Wie bereits erwähnt, werden zuvor alle Metallteile in der Umkleidekabine abgelegt. Wichtig ist, während der Untersuchung ruhig zu liegen und sich nicht zu bewegen, damit genaue Schnittbilder erstellt werden können. Um dies zu erleichtern, wird der Kopf mit einem Kissen oder einer Schaumstoffschiene gestützt. Das MRT-Gerät macht während der Untersuchung laute Klopfgeräusche. Bei einer Kopf-MRT befindet man sich bis zum Schultergürtel in der Röhre. Zwischen 15 und 30 Minuten werden nun Schnittbilder erstellt. Der Patient sollte sich dabei nicht bewegen, um eine hohe Bildqualität sicherzustellen.

Kontrastmittel

Die Kernspintomographie liefert Schnittbilder mit hoher Qualität und gilt als sehr genaues Verfahren. Mit einem Kontrastmittel können manche Gefäße und Gewebe noch besser sichtbar gemacht werden. Ob bei einer MRT am Kopf ein Kontrastmittel erforderlich ist, hängt von der Art der Untersuchung ab. Ist eine Kontrastmittelgabe erforderlich, wird dieses während der Untersuchung über die Armvene injiziert. Das Kontrastmittel wird vom Körper selbst über die Nieren ausgeschieden.

Durch das im Kontrastmittel enthaltene Gadolinium können Ablagerungen im Gehirn entstehen. MRT-Untersuchungen mit Kontrastmittel sollten also nur erfolgen, wenn notwendig. Eine MRT kann so oft wie nötig durchgeführt werden, da im Gegensatz zu anderen Untersuchungsmethoden keine Strahlenbelastung besteht. Kontrastmittel sollte jedoch so selten wie möglich gespritzt werden, da es Ablagerungen im Gehirn verursachen kann.

Auswertung der Ergebnisse

Bei der Magnetresonanztomographie werden die Schnittbilder direkt auf dem Computer angezeigt. Im Gegensatz zu anderen Untersuchungsmethoden sind die Ergebnisse gleich sichtbar und können ausgewertet werden. Nach der Untersuchung werden die Bilder mit dem Arzt besprochen.

Was kann eine MRT des Kopfes zeigen?

Mit einer Schädel-MRT lassen sich Weichteilgewebe, wie das Gehirn und flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, wie Blutgefäße untersuchen. Die Hirnstrukturen und -kammern sowie Augen- und Nasenhöhlen werden mithilfe der Schnittbilder analysiert. Die MRT bildet Tumore, Entzündungen, Verletzungen und Veränderungen des Kopfes ab. Krankheiten wie Parkinson, Demenz, Multiple Sklerose, Epilepsie und viele weitere können somit diagnostiziert werden.

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Die MRT des Kopfes bildet genaue Schnittbilder des Gehirns, der Gewebe und der Gefäße ab. Bei einer Kopf-MRT können somit Tumore, Durchblutungsstörungen, Krankheiten wie Parkinson, Demenz, Multiple Sklerose, Epilepsie und viele weitere Erkrankungen diagnostiziert werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Schädel-MRT ist die Abklärung und Beurteilung der Nasennebenhöhlen und Hirnkammern. Diese Untersuchung ist besonders relevant, wenn die Fragestellung auf Entzündungen, Infektionen oder andere Anomalien in diesen Bereichen abzielt. Die MRT ermöglicht eine klare und präzise Darstellung der Nasennebenhöhlen und kann somit entscheidend zur Diagnose von Sinusitis oder anderen nasalen Problemen beitragen.

Weiße Flecken im Gehirn

Weiße Flecken auf einem MRT-Bild bilden Flüssigkeit ab (Liquor, Hirnwasser). Auf Magnetresonanztomografie-Aufnahmen älterer Menschen sind häufig weiße Flecken im Gehirn, sogenannte White Matter Hyperintensities (WMH), zu sehen. Sie können Teil des normalen Alterungsprozesses sein, aber auch einen relevanten Krankheitswert besitzen, zum Beispiel im Rahmen von Demenzerkrankungen. WMH werden heutzutage oft als Indikator für Kleingefäßerkrankungen angesehen, also Schädigungen der feinsten Blutgefäße im Hirn.

WMH sind offensichtlich späte Folgen von Bluthochdruck. Neben höherem Alter gilt Bluthochdruck als wichtigster Risikofaktor für die Entstehung der Kleingefäßerkrankungen. Besonders ein langjähriger und/oder schlecht eingestellter Bluthochdruck schädigt das Gehirn über verschiedene Mechanismen wie zum Beispiel Minderdurchblutung und Entzündungsprozesse. Der in der aktuellen Studie beschriebene deutliche Zusammenhang zwischen WMH und Blutdruck untermauert vor allem die Bedeutung eines gut eingestellten Blutdrucks.

„Ein hoher und vor allem ein schlecht eingestellter Blutdruck verursacht Schäden im Gehirn und kann somit auch die Funktion des Gehirns schädigen“, so Dr. Janine Gronewold, Erstautorin der neuen Studie. „WMH sind offensichtlich späte Folgen von Bluthochdruck. In zukünftigen Studien wollen wir daher frühere Marker für strukturelle und funktionelle Hirnschäden durch Bluthochdruck untersuchen, um schwerwiegende späte Folgen wie zum Beispiel Demenz zu verhindern“, fasst Prof. Dr. Dirk M.

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Es zeigte sich: Das Gehirn der depressiven Probanden war tatsächlich stärker entzündet als das der gesunden. Außerdem schienen die Entzündungswerte mit der Dauer der Erkrankung zuzunehmen. Für die Forscher ist dies ein Zeichen dafür, dass es unterschiedliche Stadien der Erkrankung gibt. Eine länger als ein Jahrzehnt andauernde, unbehandelte Depression geht demnach offenbar in eine neue Phase über. Zwar gehören Depressionen nicht zu den neurodegenerativen Erkrankungen. Die Veränderungen des Entzündungsgrades zeigen aber, dass die Erkrankung keineswegs statisch ist. Womöglich müssten Depressionen in einem fortgeschrittenen Stadium auch anders behandelt werden, vermuten die Forscher - zum Beispiel mit Medikamenten, die gezielt die Entzündung im Gehirn angehen. Von welchen zusätzlichen Behandlungsoptionen betroffene Patienten profitieren könnten, will das Team in Zukunft genauer erforschen.

Multiple Sklerose

Bei entzündlichen Erkrankungen des Gehirns, wie z. B. der MS (Multiple Sklerose oder auch ED- encephalitis disseminata bekannt), kann die MRT- Untersuchung des Kopfes als Primärdiagnostik die Erkrankung feststellen. Auch bei bekannter MS wird die MRT-Untersuchung als Verlaufskontrolle angewendet, um eventuelle Verschlechterungen oder Neubildungen von weiteren Entzündungsherden diagnostizieren oder den Erfolg einer eingeleiteten medikamentösen Therapie dokumentieren zu können.

Multiple Sklerose (MS) betrifft das zentrale Nervensystem und kann weitreichende Auswirkungen auf die körperlichen und kognitiven Fähigkeiten haben.

Zusammenhang zwischen weißen Flecken im Gehirn und Depressionen

Eine MRT am Kopf ist sinnvoll, wenn der Patient an atypischen, anhaltenden Kopfschmerzen, Schwindel oder Druckgefühl leidet. Depression kann mit der MRT nachgewiesen werden. Studien ergaben, dass bei klinisch depressiven Menschen Teile des Gehirns schrumpfen.

Die MRT bildet unter anderem auch Gefäße ab. Durchblutungsstörungen können mit der MRT festgestellt werden.

Risiken einer MRT-Untersuchung des Kopfes

Eine MRT-Untersuchung ist nicht schädlich, da keine Strahlen verwendet werden. Studien belegen, dass die magnetischen Wellen des MRT-Geräts gesundheitlich unbedenklich und ungefährlich sind. Durch das im Kontrastmittel enthaltene Gadolinium können Ablagerungen im Gehirn entstehen. Die MRT-Technik ist besonders wertvoll, um detaillierte Bilder von Hirnstrukturen und Gefäßen im Kopfbereich zu erhalten. Sie wird häufig eingesetzt, um Hirnblutungen und Anomalien in den Blutgefäßen zu diagnostizieren.

Fazit

Die MRT des Kopfes ist ein wertvolles diagnostisches Werkzeug, um verschiedene Erkrankungen des Gehirns zu erkennen. Weiße Flecken im Gehirn können unterschiedliche Ursachen haben und sollten von einem Arzt abgeklärt werden. Der Zusammenhang zwischen weißen Flecken im Gehirn und Depressionen wird weiterhin erforscht.

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