Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch anfallsartige, oft einseitige Kopfschmerzen von großer Schmerzintensität auszeichnet. Sie kann das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen. Glücklicherweise gibt es verschiedene Ansätze, um die Beschwerden zu lindern und die Häufigkeit von Attacken zu reduzieren.
Was ist Migräne?
Migräne ist mehr als nur ein starker Kopfschmerz. Sie ist ein neurologisches Krankheitsbild, das durch sogenannte Schlüsselreize ausgelöst wird. Zu diesen Reizen können Stress, Umweltfaktoren, Ernährungsgewohnheiten, Wetterlagen und hormonelle Veränderungen gehören. Hinter dem Begriff Migräne verbergen sich anfallsartige Kopfschmerzen von größter Schmerzintensität.
Migräne vs. Kopfschmerzen
Der Hauptunterschied zwischen Spannungskopfschmerzen und Migräne liegt in der Intensität der Schmerzen. Migräne schränkt die Betroffenen im Alltag oft stark ein, während Spannungskopfschmerzen meist weniger intensiv sind. Während Spannungskopfschmerzen oft am gesamten Kopf auftreten, beschränkt sich der Schmerz bei Migräne häufig auf eine Kopfhälfte. Starke Licht- und Schmerzempfindlichkeit bei Migräne geht im Gegensatz zu Kopfschmerzen meist mit einer starken Licht- und Lärmempfindlichkeit einher, die Betroffene oft zur Ruhe in abgedunkelten, stillen Räumen zwingt. Auch schlagen allgemeine Maßnahmen wie frische Luft und Bewegung bei Migräne kaum an. Darüber hinaus zeigt sich der enorm starke Migräneschmerz meist nur in einer Schädelhälfte und er wird von Übelkeit und Erbrechen begleitet.
Dauer und Verlauf einer Migräneattacke
Ein Migräneanfall kann unterschiedlich lang dauern, meist zwischen vier und 72 Stunden. Viele Menschen leiden während einer Migräne-Attacke auch unter Reizbarkeit und einem steifen Nacken. Andere haben Probleme, klar zu sprechen. Wenn auch Schwindel und Gleichgewichtsstörungen hinzukommen, bezeichnen Mediziner das als Vestibuläre Migräne. Wie bei den Symptomen gibt es auch bei der Dauer Unterschiede. Meist hält eine Attacke um die vier Stunden an. Eine Besonderheit ist jedoch die Ankündigungsphase der Migräne, die häufig schon zwei Tage vor dem eigentlichen Anfall beginnt und mit diffusen Beschwerden wie Gereiztheit und Müdigkeit einhergeht. Der Migräneanfall kündigt sich bei einem Drittel aller Betroffenen durch Aufgedrehtheit, Gereiztheit und Müdigkeit an. Rund zehn Prozent aller Betroffenen entwickeln zudem vor dem eigentlichen Schmerzanfall neurologische Störungen, die sogenannte Aura. Es kommt zu Sehstörungen wie flackernden Punkten und Blitzen im Gesichtsfeld. Die Aura dauert üblicherweise nicht länger als eine Stunde und wird schließlich von stark pulsierenden, einseitigen Kopfschmerzen abgelöst, die von vielen Betroffenen als durchaus vernichtend beschrieben werden. Zunächst einseitiger Kopfschmerz geht im Verlauf auf andere Bereiche über. Der Kopfschmerz tritt in fast allen Fällen zunächst einseitig auf, im Verlauf des Migräneanfalls wandert er jedoch in andere Schädelbereiche. Die Schmerzqualität ist pochend und drückend und weitaus stärker als die normaler Spannungskopfschmerzen.
Migräneformen
Die Migräne kann in unterschiedlichen Formen auftreten, mit und ohne Aura, als hormonelle Migräne und als chronische Migräne. Diese Formen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Symptomatik, sondern auch im Verlauf. Bei der Migräne ohne Aura steht der einseitige, pulsierende Kopfschmerz im Mittelpunkt. Bei einer Migräne mit Aura kommt es kurz vor dem Schmerz zu Sichteinschränkungen in Form von Lichtblitzen, Flackerlinien und Schleiern. Sehr selten treten außerdem Schwindel, Hautkribbeln und Taubheitsgefühle in einer Gesichtshälfte auf. Eine Migräne wird dann als chronisch bezeichnet, wenn sie mindestens drei Monate in Folge an mehr als 15 Tagen im Monat auftritt. Betroffene leiden quasi unter dauernden Migräneanfällen. Häufig ist der chronische Verlauf die Folge einer zuvor über viele Jahre bestehenden Kopfschmerzerkrankung. Die chronische Migräne ist ein Sonderfall und keineswegs der übliche Verlauf. Der Begriff retinale Migräne leitet sich vom Wort Retina ab, dem Fachbegriff für die Netzhaut des Auges. Im Rahmen der retinalen Migräne kommt es während des Migräneanfalls zu einseitigen Sehstörungen, die nicht den neurologischen Störungen einer Aura entsprechen. Bei einer retinalen Migräne kann es vorübergehend sogar zur Blindheit auf einem Auge kommen. Die Symptome verschwinden jedoch mit dem Eintreten der Kopfschmerzen oder spätestens während der Kopfschmerzphase wieder. Die hormonelle oder auch menstruationsbedingte Migräne betrifft ausschließlich Frauen. Sie tritt, wie der Name schon sagt, kurz vor dem Einsetzen oder während der Periode auf. Ursächlich sind die hormonellen Veränderungen im Verlauf des Zyklus. Die hormonelle Migräne ist schlechter zu behandeln, sie verschwindet erst mit der Normalisierung des Hormonhaushaltes nach Ende der Periode und kehrt zyklisch einmal im Monat wieder. Triptane sind Medikamente zur Behandlung der Migräne. Sie führen zur Verengung der Blutgefäße und dadurch zur Linderung der Migräneschmerzen sowie der Begleitsymptome. Durch die häufige Einnahme der Triptane kann es jedoch zu einem Gewöhnungseffekt kommen, der wiederum neuerliche Kopfschmerzen und Migräneattacken auslösen kann. Diese Form geht mit zusätzlichen motorischen Störungen und Störungen des Gleichgewichts einher. Auch Bewusstseinsstörungen wie Ohnmacht oder sogar Koma treten in Einzelfällen auf. Die hemiplegische Migräne kann sporadisch oder familiär gehäuft auftreten. Bei familiärer Häufung lassen sich häufig Gendefekte im Bereich einzelner Chromosomen nachweisen. Diese tritt vorwiegend bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf und kann mit und ohne Aura entstehen. Klassische Symptome sind neben den Kopfschmerzen auch Tinnitus, Doppelbildsehen, Bewusstseinsstörungen, Schwindelgefühle und Sprachstörungen. Anders als beim klassischen Migränetypus leiden Betroffene im Falle einer Basilarismigräne meist unter beidseitigen Kopf- und Augenschmerzen.
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Ursachen und Auslöser
Forscher haben bisher keine endgültige Ursache für die Migräne identifiziert. Vererbung spielt eine Rolle. Forscher gehen aber auch davon aus, dass bestimmte Botenstoffe im Gehirn im Ungleichgewicht sind. So stellten sie fest, dass der Serotoningehalt in den betroffenen Gehirnbereichen niedriger ist. Außerdem ist das sogenannte Migränezentrum im Hirnstamm aktiviert. Obwohl Migräne als Krankheitsbild längst anerkannt ist, sind ihre Ursachen bislang nicht abschließend erforscht. Eine genetische Vorbelastung scheint ebenso eine Rolle zu spielen wie der körpereigene Serotoninspiegel. Ein unausgeglichener Serotoninspiegel verändert die Reizbarkeit der Nerven, macht die Blutgefäßwände durchlässiger und wirkt sich nicht zuletzt auch auf den Magen-Darm-Trakt aus, sodass Übelkeit und Erbrechen ebenfalls damit in Zusammenhang gebracht werden können. Unabhängig von den Ursachen der Migräne stehen die Auslöser im Mittelpunkt. Als sogenannte Trigger kommen vor allem Stress und ein gestörter Schlafrhythmus infrage. Aber auch Hormonschwankungen, etwa während der Regel oder in der Schwangerschaft, können Migräne begünstigen. Häufig treten Migräneanfalle auch bei bestimmten Wetterlagen auf. Genauer im Rahmen bestimmter Luftdruckverhältnisse. Obwohl wissenschaftlich nicht belegt, reagieren viele Migräniker auf sich zu schnell verändernde Wetter- und Temperaturverhältnisse, genauso wie auf starken Fön. Häufig tritt die Migräne bei Frauen jungen und mittleren Alters auf, die mithilfe der Anti-Babypille verhüten. Speziell in der Pillen-Pause, also kurz vor, während und kurz nach der Menstruation, wenn der Körper stärkeren hormonellen Schwankungen ausgesetzt ist, aber auch während einer Schwangerschaft, sind Migräneanfälle häufig zu beobachten. Viele jüngere Frauen leiden hingegen während der Pilleneinnahme unter Migräne, weil das Gleichgewicht des Körpers unter Zufuhr hormonhaltiger Präparate aus den Fugen geraten kann. Ein weiteres häufiges Phänomen ist außerdem die Wochenend-Migräne. Sie entsteht, wenn der Körper aus der Stress-Phase in die Entspannungs-Phase übergeht.
Symptome
Migräne-Symptome sind vielgestaltig und teilweise unspezifisch, da innerhalb der Migräneerkrankung mehrere Migräneformen bekannt sind. Migräne geht mit unterschiedlichen Beschwerden einher, je nach Form der Migräne können folgende Symptome auftreten. Bei der klassischen Migräne stehen die massiven, einseitigen Kopfschmerzen von pulsierendem Charakter im Mittelpunkt. In vielen Fällen tritt im Vorfeld die Aura auf. Die Kopfschmerzen nehmen im Verlauf des Migräneanfalls zu und werden meist von Übelkeit und Lichtempfindlichkeit begleitet. Darüber hinaus gibt es weitere Verlaufsformen. In seltenen Fällen ist die Aura das einzige Symptom einer Migräneerkrankung, die nachfolgenden Kopfschmerzen bleiben hingegen aus. Die Aura dauert in diesen Fällen nur zehn bis 30 Minuten und geht mit folgenden Symptomen einher: Sehstörungen wie Lichtblitze, Flackerlinien und Schatten, Kribbeln auf der Haut oder in den Gliedmaßen, Schwindel, Sprachstörungen und Lähmungserscheinungen. Das führende Symptom der Augen-Migräne ist das sogenannte Flimmerskotom, welches beidseitig auftritt. Es ist durch folgende Beschwerden gekennzeichnet: kranzartiges Flimmern, Funken, Flackern und Einschränkung des Gesichtsfelds vom Rand zur Mitte. Die Augen-Symptome bilden sich nach etwa 20 bis 40 Minuten zurück. Häufig setzt bei der Augen-Migräne kein anschließender Kopfschmerz ein, sodass das Flimmerskotom das einzige Symptom bleibt. In den meisten Fällen geht eine Migräneattacke mit Übelkeit einher, die bis zum Erbrechen führen kann. Unabhängig davon, ob die Migräne von einer Aura begleitet ist oder nicht. Eine Ausnahme stellt die Migräne ohne Kopfschmerzen dar. Die Übelkeit tritt in der Regel nicht vor der Schmerzphase auf, sondern währenddessen.
Migräne in Phasen
Migräneschübe treten üblicherweise in vier Phasen auf, im Falle einer Migräne ohne Aura sind es hingegen nur drei Phasen. Ein Migräneanfall läuft daher wie folgt ab: In dieser Phase, die von vielen Migränikern nicht wahrgenommen wird, kündigt sich die Migräne an. Typische Vorboten für einen nahenden Migräneanfall sind beispielsweise gesteigerte Müdigkeit und häufiges Gähnen, aber auch Heißhungerattacken, Darmbeschwerden, Verstopfungen und eine bereits erhöhte Licht- und Lärmempfindlichkeit. Die Vorbotenphase kann sich in Einzelfällen über bis zu zwei Tagen erstrecken, dauert in der Regel aber nur wenige Stunden. Bei einer Migräne mit Aura folgt die Auraphase der Vorbotenphase. Die Aura entsteht unmittelbar vor Beginn der starken Kopfschmerzen. Sie ist geprägt von fehlerhaften Sinneswahrnehmungen im Bereich des Sehens. Betroffene verlieren zum Beispiel die Fähigkeit zum räumlichen Sehen, es entstehen Zick-Zack-Linien im Bild, die Konturen werden unscharf und verschleiert. Außerdem können zusätzliche Strukturen im Bild entstehen, oder aber fehlen. Rund 20 Prozent aller Patienten sehen zudem nur noch halbe Bilder, weil das Gesichtsfeld während der Auraphase stark eingeschränkt sein kann. Die Aura ist typischerweise ein dynamischer Prozess, die Sinnesausfälle wandeln sich also innerhalb einer Auraphase mehrmals. Die Aura dauert in der Regel nicht länger als eine Stunde an, sämtliche Symptome verschwinden anschließend wieder gänzlich. Sehr selten tritt eine Migräneaura ohne anschließende Kopfschmerzen auf. In über 90 Prozent der Fälle folgt der Auraphase jedoch die Kopfschmerzphase, die mit einseitigen, starken Kopfschmerzen im Bereich der Stirn und Schläfe einhergeht. Oftmals ist zudem ein Auge betroffen, sodass die Schmerzen in das Augenlid ausstrahlen. Die Migränekopfschmerzen werden von Betroffenen als pochend oder pulsierend, aber auch als stechend und vor allem quälend wahrgenommen. Bei körperlicher Aktivität nehmen die Schmerzen zu, wohingegen sie bei Ruhe und Schonung eher nachlassen. Die Kopfschmerzen werden in der Regel von weiteren Symptomen wie Übelkeit, Brechreiz, Licht- und Geruchsempfindlichkeit sowie Appetitlosigkeit begleitet. In der Rückbildungsphase, wenn der Schmerzanfall bereits überstanden ist, befindet sich der Körper noch in der Erholung. Betroffene fühlen sich müde und abgespannt, die Appetitlosigkeit und die Übelkeit können in dieser Phase noch bis zu 24 Stunden bestehen bleiben, bevor die vollständige Erholung von der Migräneattacke einsetzt.
Ernährung als Schlüssel zur Vorbeugung
Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Migräneattacken. Es ist wichtig, regelmäßig zu essen und ausreichend zu trinken. Welche Faktoren Kopfschmerzen oder Migräne auslösen, ist bei Betroffenen sehr verschieden. Ein Ernährungs- und Schmerztagebuch hilft, die sogenannten "Trigger" zu identifizieren. Darin werden alle Genussmittel, Stressfaktoren und Schmerzereignisse über mindestens vier Wochen protokolliert (Uhrzeit, Essen, Getränk, Besonderheiten, Beschwerden).
Was man essen sollte
- Regelmäßige Mahlzeiten: In Ruhe essen, drei Mahlzeiten pro Tag (Regelmäßigkeit beachten), davon eine warm.
- Ausreichend Flüssigkeit: Mindestens 1,5 Liter pro Tag trinken.
- Vollwertige Mischkost: Eine vollwertige Mischkost, die ausreichend Kohlenhydrate enthält, ist empfehlenswert.
Was man vermeiden sollte
- Fertigprodukte: Wer unter Migräne leidet, sollte Fertigprodukte meiden.
- Histaminreiche Lebensmittel: Vorsicht ist geboten bei Histaminen, die im Verdacht stehen, als "Trigger" für Kopfschmerz-Attacken zu wirken.
- Potenzielle Trigger: Zu den Lebensmitteln und Lebensmittelzutaten, die Auslöser für Migräne sein können, gehören Zusatzstoffe wie Nitrate (Konservierungsmittel in Wurstwaren), Mononatriumglutamat und der künstliche Süßstoff Aspartam. Vorsicht ist auch bei eiskalten Speisen, Schokolade, Zitrusfrüchten und Würstchen geboten. Manche Patienten vertragen zudem Tyramin nicht.
Hausmittel zur Linderung von Migräne
Sofern die Beschwerden nicht zu stark ausfallen, können auch Hausmittel gegen Migräne helfen. Sie lindern zum Beispiel die Kopfschmerzen und sorgen für Entspannung.
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- Pfefferminzöl: Gegen Kopfschmerzen im Allgemeinen hilft Pfefferminzöl, das Sie sich auf die Schläfen, die Stirn oder den Nacken tupfen und sanft einmassieren. Es kann nicht nur Spannungskopfschmerzen lindern, sondern auch die Kopfschmerzphase einer Migräneattacke erträglicher machen. Wichtig ist, dass Sie vorher prüfen, ob Sie das ätherische Öl vertragen - bei manchen Menschen kann es zu Unverträglichkeitsreaktionen wie Hautausschlag kommen.
- Kühle Umschläge und Quarkwickel: Einige Migränepatienten empfinden Kälte während einer Attacke als angenehm. Ein kühler Umschlag oder Quarkwickel auf der Stirn kann die pochenden Kopfschmerzen lindern. Für einen Quarkwickel brauchen Sie ein Küchentuch und kalten Quark.
- Kaffee mit Zitrone: Manchen Betroffenen hilft auch Kaffee mit Zitrone gegen die Kopfschmerzen während eines Migräneanfalls. Das Koffein aus dem Kaffee soll dafür sorgen, dass sich die Gefäße im Gehirn verengen. Früher ging man davon aus, dass die Migränekopfschmerzen durch eine Dehnung der Blutgefäße im Gehirn verursacht würden. Diese These gilt inzwischen zwar als überholt, dennoch scheint Kaffee gegen Migräne bei manchen Menschen Wirksamkeit zu zeigen. Der Zitronensaft soll die Produktion eines schmerzlindernden Botenstoffs im Körper ankurbeln. Ob Kaffee mit Zitrone wirklich die gewünschte Wirkung zeigt, müssen Sie selbst ausprobieren.
- Kräutertees: Verschiedene Kräutertees können vor allem gegen die Übelkeit bei Migräne helfen - dafür eignen sich zum Beispiel Ingwer-, Kamillen- oder Fencheltee.
- Weitere Hausmittel: Wenn der Schmerz hinter der Stirn sitzt, können verspannte Nackenmuskeln die Ursache sein. Ein heißes Bad oder ein Wärmekissen kann hier Abhilfe schaffen. Die Mischung aus Koffein im Espresso und Vitamin C im Zitronensaft kann Wunder vollbringen. Dazu muss man einen Espresso aufbrühen, kurz abkühlen lassen und den Saft einer halben Zitrone hineinpressen. Laut Forschern der Univerity of Michigan sollen 20 Kirschen genauso gegen Kopfschmerzen wirken wie eine Tablette Aspirin 500. Dass das Hausmittel so gut hilft, soll an der roten Schale liegen, welche Farbstoffe besitzt, die Anthocyanen, welche eine schmerzstillende Wirkung haben. Man kann sich ein feuchtes, kaltes Tuch auf die Stirn legen.
Medikamentöse Behandlung
Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) empfiehlt die Substanzen Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Paracetamol und eine Kombination aus ASS, Paracetamol und Coffein. Einnehmen kann man die Tabletten ab zwölf Jahren. Man sollte sie wie alle Schmerzmittel maximal drei Tage am Stück und nicht häufiger als zehn Tage im Monat nehmen. Halten die Beschwerden länger an, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Wenn zu den Kopfschmerzen auch Übelkeit kommt, verschreiben Ärzte manchmal Antiemetika (Medikamente, die das Erbrechen verhindern). Patienten sollten sie bei den ersten Anzeichen der Migräne einnehmen. Besonders wirkungsvoll sind Tabletten mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Paracetamol und eine Kombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein.
Weitere Tipps zur Vorbeugung
- Regelmäßiger Schlaf: Achten Sie auf regelmäßigen Schlaf.
- Stress vermeiden: Versuchen Sie außerdem, Stress zu vermeiden oder zu lernen, mit ihm umzugehen.
- Regelmäßiger Sport: Grundsätzlich zu empfehlen ist regelmäßiger Sport. Denn er trägt dazu bei, Stress abzubauen. Dass man nebenbei Gewicht verliert, kann sich zusätzlich positiv auswirken: Einige Experten glauben nämlich, dass Fettleibigkeit und Migräne verbunden sind.
Was man nicht tun sollte
- Diäten: Diäten sind wirkungslos.
- Allergien als Ursache vermuten: Migräne ist eine eigenständige neurologische Erkrankung, die nicht durch Allergien bedingt ist. Auch besteht keine Vergiftung im Körper, nichts muss ausgeleitet, entschlackt oder entsäuert werden.
Migräne-Test
Obwohl eine sichere Migräne-Diagnose nur von einem Arzt gestellt werden kann, können Sie sich mithilfe einiger Fragen selbst beantworten, ob Sie unter Spannungskopfschmerzen oder Migräne leiden. Die nachstehenden Fragen können bereits erste Hinweise auf eine mögliche Diagnose geben. Falls Sie die folgenden Fragen überwiegend mit ja beantworten müssen, ist eine Migräne wahrscheinlich:
- Ist der Kopfschmerz einseitig?
- Sind die Kopfschmerzen pulsierend?
- Sind die Kopfschmerzen sehr stark?
- Verstärken sich die Kopfschmerzen durch Anstrengung?
- Leiden Sie unter Übelkeit?
- Leiden Sie unter Licht- und Lärmempfindlichkeit?
- Halten die Kopfschmerzen über mehrere Stunden oder Tage an?
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