Wer ist anfällig für Alzheimer? Risikofaktoren und Präventionsmaßnahmen

Die Alzheimer-Krankheit, benannt nach Alois Alzheimer, der sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschrieb, ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die zum Absterben von Nervenzellen im Gehirn führt. Dies führt zu einem Verlust der Hirnmasse und beeinträchtigt die Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten, was letztendlich zu Demenz führt. Betroffene haben zunehmend Schwierigkeiten, sich zu erinnern, zu lernen, Dinge wahrzunehmen und logisch zu denken, bis sie ihren Alltag nicht mehr selbstständig bewältigen können. Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen des Gehirns, wobei Alzheimer die häufigste Form darstellt. Es ist wichtig, die verschiedenen Erscheinungsformen und Symptome dieses Krankheitsbilds bzw. Syndroms zu kennen. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Aspekte zum Thema Demenz. Sie erfahren, was eine Demenz eigentlich ist, welche Demenzformen es gibt und an welchen Symptomen Sie eine Demenz erkennen.

Ursachen und Risikofaktoren der Alzheimer-Krankheit

Bis heute ist die Ursache der Alzheimer-Krankheit nicht vollständig geklärt. Neben der erblichen Veranlagung gibt es eine Reihe weiterer Faktoren, die im Verdacht stehen, die Krankheit auszulösen oder ihren Ausbruch zu begünstigen. Dazu gehören:

  • Gestörter Abtransport von Schadstoffen: Bei Alzheimer-Kranken könnte ein regelmäßig im Körper ablaufender Prozess gestört sein, bei dem Schad- und Abfallstoffe aus dem Gehirn ausgeschwemmt werden.
  • Infektionen: Es könnte einen Zusammenhang zwischen der Alzheimer-Krankheit und Infektionen mit einer bestimmten Bakterienart geben.
  • Kopf- und Gehirnverletzungen: Diese gelten als weitere Risikofaktoren.
  • Stoffwechselkrankheiten: Diabetes, hohe Cholesterin-Werte.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bluthochdruck oder ein erlittener Schlaganfall.
  • Genetische Faktoren: Die Genvariante ApoE4 gilt als wichtigster genetischer Risikofaktor für die Alzheimer-Krankheit. Frauen mit homozygotem APOE4 Gen-Status haben das größte Risiko, später an Alzheimer zu erkranken.

Eine Demenz ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Syndrom. Eine Demenz ist von einem Rückgang der geistigen Leistungsfähigkeit geprägt. Die Betroffenen haben Gedächtnisschwierigkeiten und können ihre gewohnten Handlungen nicht mehr gezielt steuern. Das Wort „Demenz“ stammt aus dem Lateinischen und setzt sich aus den Worten „de“ = „weg“ und „mens“ = „Geist, Verstand“ zusammen. Es gibt aber nicht die eine Demenz, sondern viele unterschiedliche Formen von Demenz. Dennoch gibt es bestimmte Merkmale, die allen Demenzerkrankungen gemeinsam sind. chronische (d.h. Betroffene haben Schwierigkeiten mit der räumlichen, zeitlichen und/oder persönlichen Orientierung, die die Bewältigung des Alltags immer mehr zu einem Hindernisparcours werden lassen.

Symptome der Alzheimer-Krankheit

Die Alzheimer Association hat zehn Hauptsymptome formuliert:

  1. Gedächtnisverlust: Beeinträchtigt das tägliche Leben, vom Nachlassen des Namensgedächtnisses bis hin zum Vergessen wichtiger Daten und Ereignisse.
  2. Herausforderungen bei der Planung und Lösung von Problemen: Erkrankte verlieren den Überblick über ihre finanzielle Situation und sind beispielsweise nicht mehr in der Lage, eine Mahlzeit nach Rezept zu kochen.
  3. Schwierigkeiten mit alltäglichen Verrichtungen: Alzheimer-Patienten können nicht mehr Fahrradfahren oder vergessen die Regeln von Gesellschaftsspielen.
  4. Verwirrung bei Zeit und Ort: Erkrankte wissen nicht, wo sie sich befinden oder können nicht sagen, welches Jahr oder welcher Wochentag gerade ist.
  5. Probleme beim Sehen: Von der Fehlsichtigkeit bis zur Unfähigkeit, das eigene Bild im Spiegel wahrzunehmen.
  6. Eingeschränktes Sprechen und Schreiben: Erkrankte können keine Briefe mehr schreiben, Unterhaltungen nicht mehr folgen und haben Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden.
  7. Verlegen von Gegenständen: Patientinnen und Patienten finden Dinge nicht mehr oder legen sie an ungewöhnlichen Orten ab.
  8. Nachlassendes Urteilsvermögen: Alzheimer-Kranke können Wichtiges nicht mehr von Unwichtigem trennen.
  9. Rückzug: Betroffene haben kein Interesse mehr an ihren Hobbys und ziehen sich von sozialen Aktivitäten zurück.
  10. Veränderung von Stimmung und Charakter: Sie werden verwirrt, misstrauisch, depressiv, ängstlich oder unruhig.

Das Besondere an einer Demenz ist, dass ihre Symptome nicht sofort ins Auge fallen. Eine Demenz beginnt mit genau solchen Symptomen, die von den Betroffenen meist ignoriert und nach Möglichkeit versteckt werden. Hinzu kommen Störungen im Bewegungsapparat. Typisch für eine Demenz sind nachlassende kognitive Fähigkeiten. Betroffene Menschen sind immer weniger in der Lage, sich zu konzentrieren oder sich zu erinnern. Das resultiert in einer steigenden Verwirrtheit, die sich nicht zuletzt an Wortfindungsstörungen zeigt. Aufgrund der oben genannten Symptome finden sich die Erkrankten in ihrer Umwelt nicht mehr richtig zurecht.

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Häufigkeit der Alzheimer-Krankheit

Es sind fast ausschließlich Menschen höheren Alters (65 und höher) betroffen. Etwa zwei Prozent der 65-Jährigen zeigen Krankheitssymptome - und 20 Prozent der 85-Jährigen. In Deutschland sind rund 1,7 Millionen Menschen betroffen. Während laut der Alzheimer Forschung Initiative e.V. nur 1,6% der 65- bis 69-Jährigen von Demenz betroffen sind, sind es bei den 70- bis 74-Jährigen schon doppelt so viele.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Rund zwei Drittel aller Menschen mit Alzheimer sind Frauen. Dies liegt nicht nur an ihrer höheren Lebenserwartung. Auch der Vergleich zwischen gleichaltrigen Frauen und Männern mit Alzheimer zeigt: Bei Frauen ist die Demenz oft weiter fortgeschritten.

Forscher vermuten daher, dass weitere Faktoren eine Rolle spielen - etwa hormonelle oder genetische Unterschiede. Ein zentraler Faktor, der im Zusammenhang mit dem erhöhten Alzheimer-Risiko von Frauen untersucht wird, ist der weibliche Hormonhaushalt. Besonders im Fokus steht dabei Estradiol, ein Hormon aus der Gruppe der Östrogene.

Hormonabfall und Alzheimer-Risiko

Studien deuten darauf hin, dass ein sinkender Estradiolspiegel vor, während und nach der Menopause das Risiko für Alzheimer erhöhen könnte. Umgekehrt könnte ein Ausgleich dieses abfallenden Hormonspiegels durch Hormonpräparate einen schützenden Effekt haben. Darauf deuten Studien an Frauen hin, die aufgrund der Wechseljahre oder einer Brustkrebstherapie eine Hormonersatztherapie erhalten haben.

Mögliche Schutzwirkung von Hormontherapien

Zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden erhalten viele Frauen zu Beginn der Wechseljahre eine Hormonersatztherapie. Studien zeigen nun, dass die Therapie mit Estradiol-Präparaten möglicherweise auch eine vorbeugende Wirkung gegen Alzheimer haben könnte. Bei den untersuchten Frauen fanden die Forschenden weniger Tau-Fibrillen im Gehirn. Andere Studien zeigen aber auch, dass der Effekt der Therapie möglicherweise vom Zeitpunkt abhängt: So tritt der schützende Effekt auf das Alzheimer-Risiko vor allem bei Frauen auf, die während des Übergangs in die Menopause oder in der frühen Postmenopause mit der Hormontherapie beginnen.

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Bei Frauen, die erst später die Hormontherapie begonnen haben (späte Postmenopause), konnte entweder kein schützender Effekt oder sogar ein erhöhtes Risiko festgestellt werden. Die verschiedenen Studien machen deutlich, dass die Hormonersatztherapie zwar eine wichtige Rolle bei der Prävention von Alzheimer haben könnte, aber noch weiterer Forschungsbedarf besteht. Handlungsempfehlungen können daher noch nicht ausgesprochen werden.

Wie genau Estradiol und andere Hormone das Alzheimer-Risiko beeinflussen, ist noch nicht vollständig geklärt. Bekannt ist jedoch, dass Estradiol die Regulierung des Apolipoproteins E (ApoE) beeinflusst, wobei die Genvariante ApoE4 als wichtigster genetischer Risikofaktor für die Alzheimer-Krankheit gilt. Nein, nach heutigem Wissensstand kann eine Hormonersatztherapie Alzheimer nicht generell vorbeugen. Das Risiko für die Alzheimer-Krankheit ist bei Frauen höher als bei Männern und bei Menschen mit APOE4 Gen-Status höher als mit APOE3 Gen-Status.

Nach der Menopause haben Frauen ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, was auch ihr Alzheimer-Risiko erhöht. Obwohl Frauen und Männer heute gleichberechtigt an klinischen Studien teilnehmen, werden geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Auswertung der Daten oft vernachlässigt. Auch in der klinischen Forschung wurden geschlechtsspezifische Unterschiede oft nicht berücksichtigt, obwohl seit langem bekannt ist, dass Alzheimer bei Frauen und Männern unterschiedlich verläuft.

Ein aktuelles Beispiel ist das Alzheimer-Medikament Leqembi (Wirkstoff Lecanemab). Es bekämpft die für Alzheimer typischen Ablagerungen im Gehirn. Studien zeigen jedoch, dass es bei Männern und Frauen nicht gleich wirkt: Bei Frauen verlangsamte sich der geistige Abbau deutlich weniger als bei Männern. Besonders Frauen mit der ApoE4-Genvariante, die ohnehin das höchste Risiko für Alzheimer haben, könnten daher weniger von dieser Therapie profitieren.

Für Kisunla (Wirkstoff: Donanemab) gilt dies bisher nicht: Anders als bei Leqembi gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass das Medikament bei Frauen weniger wirksam ist als bei Männern. Damit bringt die neue Therapie gerade für viele Patientinnen eine hoffnungsvolle Perspektive. Diese Beobachtungen verdeutlichen, dass Alzheimer-Therapien bei Frauen und Männern unterschiedlich wirken können. Auch wenn die bisherigen Studien - wie im Fall von Leqembi - nicht darauf ausgelegt waren, solche Unterschiede im Detail zu untersuchen, liefern sie wertvolle Hinweise. Ein weiterer Aspekt, der bei den geschlechtsspezifischen Unterschieden in Bezug auf die Alzheimer-Krankheit berücksichtigt werden muss, sind neben den biologischen Faktoren (engl. sex) auch sozioökonomische Einflüsse (engl. gender).

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Studien zeigen, dass Frauen (im Sinne von gender) in der medizinischen Versorgung, zum Beispiel bei der Vergabe von Schmerzmitteln, häufig benachteiligt und Vorurteilen ausgesetzt sind. Auch die Bildungschancen unterscheiden sich in manchen Regionen noch immer deutlich zwischen Frauen und Männern.

Prävention und Reduzierung des Risikos

Auch wenn die Alzheimer-Krankheit bisher nicht heilbar ist, gibt es Möglichkeiten, das Risiko zu reduzieren und den Ausbruch der Krankheit hinauszuzögern. Dazu gehören:

  • Herz-Kreislauf-Gesundheit: Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck und ein hoher LDL-Cholesterinspiegel erhöhen ebenfalls das Demenzrisiko.
  • Gesunder Lebensstil: Vermeidung von Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen.
  • Geistige Aktivität: Regelmäßige Gedächtnisübungen und Denksportaufgaben können helfen, das Gehirn zu trainieren.
  • Soziale Kontakte: Pflege von sozialen Kontakten und Teilnahme an sozialen Aktivitäten.
  • Frühe Diagnose und Behandlung von Risikofaktoren: Eine frühe Diagnose bei Alzheimer ist wichtig, auch wenn die Krankheit an sich bislang nicht heilbar ist. Sie bildet die Grundlage für alle weiteren Maßnahmen, die im nächsten Schritt getroffen werden sollten. Gerade zu Beginn führen frühe Anzeichen wie Vergesslichkeit oftmals zu Konflikten. Zu wissen, dass sich hinter diesen Anzeichen eine beginnende Alzheimer-Krankheit verbirgt, schafft mehr Verständnis und kann somit auch Konflikten vorbeugen.

Laut der Livingston Studie kommt die internationale Expertenkommission zur Demenzprävention in der Zeitschrift Lancet zu dem Schluss, dass es neben genetischen und weiteren unbekannten und damit nicht vermeidbaren Ursachen auch etliche veränderbare Risikofaktoren für eine Demenz gibt. Die Vermeidung aller schädigenden Faktoren könnte bis zu 40 Prozent des Risikos senken und dazu beitragen, den kognitiven Abbau zu bremsen.

  1. geringe Bildung in jungen Jahren (7 Prozent)
  2. unbehandelte Schwerhörigkeit (8 Prozent)
  3. Hirnverletzungen (3 Prozent)
  4. Bluthochdruck (2 Prozent)
  5. Alkoholkonsum (1 Prozent)
  6. Adipositas mit BMI über 30 (1 Prozent)
  7. Rauchen (5 Prozent)
  8. Depression (4 Prozent)
  9. Soziale Isolation (4 Prozent)
  10. Bewegungsmangel (2 Prozent)

Behandlung der Alzheimer-Krankheit

Bisher kann die Alzheimer-Krankheit nicht geheilt werden. Eine Behandlung kann jedoch Beschwerden lindern und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. So werden beispielsweise Antidepressiva und sogenannte Antidementiva eingesetzt: Diese können helfen, die Gedächtnisleistung möglichst lange zu erhalten und Begleiterscheinungen zu mildern.

Stadien der Demenz

Eine Demenz durchläuft verschiedene Stadien, anhand derer sie klassifiziert wird. In einem frühen Stadium treten meist nur leichte Anzeichen auf, während im späten Stadium unwiederbringliche Schädigungen auftreten.

  • Frühes Stadium der Demenz: Leichte Störungen treten auf, die meist allgemein auf das Altern geschoben werden. Dazu gehören vor allem Störungen des Kurzzeitgedächtnisses.
  • Mittleres Stadium der Demenz: Alltagsaufgaben werden schwieriger zu meistern. Es kommt mehr und mehr zu Aussetzern bei vereinzelten Aktivitäten. In diesem Stadium werden Angehörige meist auf die Demenzanzeichen aufmerksam.
  • Spätes Stadium der Demenz: Die Sprache und das Gedächtnis sind so stark eingeschränkt, dass auch einfache Aufgaben nicht mehr möglich sind.

Jede Demenz ist individuell ausgeprägt und lässt sich nur schwer in ein Muster pressen. Daher ist es von großer Bedeutung den Verlauf der Krankheit stetig zu überwachen und nach Möglichkeit gegenzusteuern.

Umgang mit Demenzkranken

Mit zunehmender Stärke einer Demenz wachsen auch die finanziellen Herausforderungen für die Betroffenen und deren Angehörige. Wenn zum Beispiel ein Treppenlift in der Wohnung installiert werden muss, ist das mit immensen Kosten verbunden. Aber auch die zunehmende Pflegebedürftigkeit verursacht Kosten. Eine umfassende Pflegeversicherung kann zumindest einen Teil dieser Kosten auffangen. Hinzu kommen rechtliche Fragen, die sich den Angehörigen immer dringender Stellen. Was ist zum Beispiel zu tun, wenn ein demenzkranker Mensch nicht mehr eigenständige Entscheidungen treffen kann? Hierbei spielen die Einwilligungsfähigkeit und die Testierfähigkeit eine wichtige Rolle. Die Einwilligungsfähigkeit meint, dass Demenzkranke in der Lage sind, die Folgen einer Maßnahme abzuwägen und sich bewusst dafür oder dagegen zu entscheiden.

Um Entscheidungen für Demenzkranke treffen zu dürfen, muss eine Pflegeperson von der kranken Person bevollmächtigt oder von einem Gericht eingesetzt worden sein.

Demenzkranke müssen nicht nur physisch versorgt werden, sondern brauchen auch eine mentale Unterstützung. Nur so lässt sich eine größtmögliche Lebensqualität erreichen. Betreuungsangebote für Betroffene leisten hier gute Dienste. Hier kommen verschiedene Menschen mit Demenz zusammen und verbringen gemeinsam eine gute Zeit. Ebenfalls sehr nützlich sind sogenannte Mehrgenerationenhäuser. Hier kommen Demenzkranke nicht nur mit ebenfalls Betroffenen und Pflegekräften zusammen, sondern auch mit Kindern und jungen Erwachsenen. Hierdurch entsteht ein reger Austausch, der die Erkrankten vor Vereinsamung und damit einhergehenden Depressionen schützt.

Auch Angehörige brauchen Entlastungsangebote, wenn sie an der Demenz ihrer Familienmitglieder oder Freunde nicht selbst zugrunde gehen wollen. So ist es zum Beispiel wichtig, dass sie genügend Zeit haben, um Einkäufe zu erledigen, selbst einmal zum Arzt zu gehen oder abends an einer Theatervorstellung teilzunehmen. Deshalb ist es eine gute Idee, bei Bedarf auf Kurzzeitpflege für Demenzkranke oder Verhinderungspflege zurückzugreifen. Diese können stunden- oder tageweise genutzt werden, wenn pflegende Angehörige einmal verhindert sind. Für eine solche Sonderpflege ist in der Regel keine Angabe von Gründen erforderlich.

Häusliche Pflegedienste sorgen dafür, dass Demenzkranke möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und leben können. Sie übernehmen hierbei „Verrichtungen des täglichen Lebens“. Zudem entlasten häusliche Pflegedienste die Angehörigen, indem sie diesen Zeit für private Erledigungen und Ruhephasen ermöglichen. Es gibt sowohl staatlich anerkannte als auch private Pflegeanbieter. Gerade Weiterbildungen und fachspezifische Kompetenzen zum Thema Demenz sind gefragt. Des Weiteren ist vielen Angehörigen wichtig, dass die Zahl der Pflegekräfte begrenzt ist. Gerade Demenzkranke benötigen aufgrund ihrer eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten feste Ansprechpartner, auf die sie sich verlassen können. Regelmäßige Wechsel im Personal sind hier kontraproduktiv.

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