Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch starke Kopfschmerzen, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit, äußert. Zur Behandlung von Migräneattacken stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, darunter auch spezifische Migräne Tabletten. Dieser Artikel beleuchtet das Aussehen und die Eigenschaften verschiedener Migräne Tabletten, ihre Wirkstoffe, Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und weitere wichtige Hinweise.
Frovatriptan: Ein Triptan zur Behandlung von Migräne
Ein Beispiel für eine Migräne Tablette ist ein Präparat, das Frovatriptan enthält. Frovatriptan gehört zur Klasse der Triptane, selektive 5-Hydroxytryptamin-(5HT1)-Rezeptor-Agonisten. Diese wirken gezielt auf bestimmte Serotonin-Rezeptoren im Gehirn und helfen so, die Migränekopfschmerzen zu lindern.
Zusammensetzung und Aussehen
Eine Tablette enthält 3,9 mg Frovatriptansuccinat-1-Wasser als Wirkstoff. Zu den Hilfsstoffen gehören Carboxymethylstärke, Natrium Typ A, hochdisperses Siliciumdioxid, mikrokristalline Cellulose, Opadry weiß und Magnesiumstearat (pflanzlich). Die Tablette enthält außerdem 100 mg Lactose. Das Aussehen der Tablette wird durch die genannten Inhaltsstoffe bestimmt, wobei "Opadry weiß" vermutlich für eine weiße Umhüllung sorgt.
Anwendungsgebiete
Das Arzneimittel wird zur Behandlung der Kopfschmerzphase von Migräneattacken mit oder ohne Aura bei Erwachsenen eingesetzt. Es ist wichtig zu beachten, dass es nicht zur Prophylaxe von Migräneattacken geeignet ist. Die Diagnose einer Migräne muss durch einen Arzt eindeutig gestellt worden sein.
Anwendung und Dosierung
Die Tablette sollte so früh wie möglich nach Einsetzen der Migränekopfschmerzen eingenommen werden. Wenn die erste Dosis keine Linderung bringt, darf während desselben Anfalls keine zweite Dosis eingenommen werden. Bei späteren Anfällen kann das Arzneimittel jedoch wieder verwendet werden. Wenn nach der ersten Einnahme eine Linderung eintritt, die Kopfschmerzen jedoch innerhalb von 24 Stunden erneut auftreten, kann eine zweite Dosis eingenommen werden, vorausgesetzt, es sind mindestens 2 Stunden seit der ersten Einnahme vergangen. Die maximale Dosis von 5 mg Frovatriptan (2 Tabletten) innerhalb von 24 Stunden darf nicht überschritten werden.
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Ein Übergebrauch des Arzneimittels (wiederholte Einnahme über mehrere Tage) kann zu vermehrten Nebenwirkungen und chronischen täglichen Kopfschmerzen führen, was eine Unterbrechung der Therapie erforderlich macht.
Gegenanzeigen
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn eine Allergie gegen Frovatriptan oder einen der sonstigen Bestandteile vorliegt, bei bestimmten Herzkreislauferkrankungen, nach einem Schlaganfall oder einer TIA, bei schwerem oder mittelschwerem Bluthochdruck, bei einer schweren Lebererkrankung oder in Kombination mit Ergotamin oder anderen Triptanen.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung der Herzkranzgefäße besteht. Bei Engegefühl oder Schmerzen im Brustraum, Kurzatmigkeit oder anderen Symptomen, die auf einen Herzinfarkt hindeuten könnten, muss die Einnahme sofort beendet und ein Arzt konsultiert werden. Das gleiche gilt bei Anzeichen einer allergischen Reaktion.
Das Arzneimittel ist nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bestimmt. Aufgrund begrenzter Daten wird die Einnahme bei Patienten über 65 Jahren nicht empfohlen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft oder Stillzeit sollte das Arzneimittel nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden. Nach Einnahme sollte für 24 Stunden nicht gestillt werden.
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Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Das Arzneimittel darf nicht gleichzeitig mit bestimmten anderen Migränemitteln (Ergotamin, andere Triptane) eingenommen werden. Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmern, selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern oder Johanniskraut.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Sowohl die Migräne als auch die Behandlung mit dem Arzneimittel können Schläfrigkeit verursachen. Betroffene sollten daher auf das Führen von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen verzichten.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Brustkorbbeschwerden, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Kribbeln, Schläfrigkeit, Hitzewallungen, Engegefühl im Hals und Sehstörungen.
Naratriptan: Ein weiteres Triptan zur Migränebehandlung
Naratriptan ist ein weiteres Triptan, das zur Behandlung der Kopfschmerzphase von Migräneanfällen eingesetzt wird. Es wirkt, indem es an spezielle Bindungsstellen im Körper, die sogenannten 5HT-1-Rezeptoren, bindet.
Gegenanzeigen
Naratriptan darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe, koronarer Herzkrankheit, Prinzmetal-Angina, Herzinfarkt oder Schlaganfall in der Vorgeschichte, Durchblutungsstörungen der Hirnregion oder der Peripherie sowie bei speziellen Formen der Migräne.
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Warnhinweise
Vorsicht ist geboten bei Bluthochdruck, eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion sowie bei Risikofaktoren für eine Gefäßverengung am Herzen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen das Arzneimittel nicht anwenden, ältere Patienten ab 65 Jahren sollten es in der Regel nicht anwenden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft sollte Naratriptan nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden. In der Stillzeit sollte ebenfalls ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.
Nebenwirkungen
Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, Schwindel, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Sehstörungen, vorübergehender Bluthochdruck, Pulsbeschleunigung oder -erniedrigung, Missempfindungen wie Kribbeln und Wärmegefühl, Muskel-schmerzen und Unwohlsein.
Migräne-Kranit: Ein Arzneimittel mit Phenazon
Migräne-Kranit enthält den Wirkstoff Phenazon und wird zur akuten Behandlung der Kopfschmerzen von Migräneanfällen mit und ohne Aura sowie bei leichten bis mäßig starken Schmerzen eingesetzt.
Gegenanzeigen
Migräne-Kranit darf nicht eingenommen werden bei Allergie gegen Phenazon, Pyrazolone oder Phenylbutazon, bei genetisch bedingtem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel, bei akuter hepatischer Porphyrie sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Für Säuglinge und Kinder unter 12 Jahren ist das Arzneimittel nicht geeignet.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Patienten mit Blutbildschäden sollten Migräne-Kranit nur unter ärztlicher Überwachung des Blutbildes einnehmen. Bei älteren Menschen und Patienten mit akuten Leberschäden sollte die Dosierung an der unteren empfohlenen Grenze orientiert werden.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Bei gleichzeitiger Einnahme mit Warfarin wird die Wirkung von Warfarin abgeschwächt. Die Wirkdauer von Phenazon kann bei längerer Einnahme mit enzyminduzierenden Substanzen verkürzt sein. Cimetidin, Disulfiram, Betarezeptorenblocker, Calcium-Antagonisten, Antiarrhythmika, orale Kontrazeptiva oder Ketoconazol können den Abbau und/oder die Ausscheidung von Phenazon verlangsamen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Da keine Erfahrungen mit der Anwendung von Migräne-Kranit in der Schwangerschaft vorliegen und der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht, darf das Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.
Nebenwirkungen
Gelegentlich können Hautveränderungen mit Rötung und Juckreiz, Entzündungen, Hautausschläge mit verschiedenen Erscheinungsformen, Knötchen, Bläschen und Nesselsucht auftreten. Selten kommt es zu Schwellungen mit Wasseransammlung, Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute sowie schweren allergischen Sofortreaktionen mit Schockanzeichen.
Dolormin Migräne: Ibuprofen zur Behandlung von Migräne
Dolormin Migräne enthält den Wirkstoff Ibuprofen als Ibuprofen-DL-Lysin (1:1) und wird zur symptomatischen Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit und ohne Aura eingesetzt. Es ist für Kinder ab 20 kg Körpergewicht (6 Jahre und älter), Jugendliche und Erwachsene geeignet.
Gegenanzeigen
Dolormin Migräne darf nicht eingenommen werden bei Allergie gegen Ibuprofen oder einen der sonstigen Bestandteile, bei Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen oder Hautreaktionen auf Acetylsalicylsäure oder andere nicht-steroidale Antirheumatika (NSAID) in der Vergangenheit, bei ungeklärten Blutbildungsstörungen, bei bestehenden oder wiederholt aufgetretenen Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüren oder Blutungen, bei Magen-Darm-Blutung oder Durchbruch nach Einnahme von NSAID in der Vorgeschichte, bei Hirnblutungen oder anderen aktiven Blutungen, bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, bei schwerer Herzschwäche, bei schwerem Wassermangel des Körpers sowie im letzten Drittel der Schwangerschaft. Kinder unter 20 kg (6 Jahren) dürfen das Arzneimittel nicht einnehmen.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Eine gleichzeitige Einnahme von Dolormin Migräne mit anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern sollte vermieden werden. Bei älteren Patienten treten häufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von NSAID auf. Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Durchbrüche können während der Behandlung mit allen NSAID auftreten.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Dolormin Migräne kann andere Arzneimittel beeinträchtigen oder von diesen beeinträchtigt werden. Dazu gehören gerinnungshemmende Arzneimittel, Arzneimittel, die hohen Blutdruck senken, Digoxin, Phenytoin, Lithium, entwässernde und blutdrucksenkende Arzneimittel, andere NSAID, Glucocorticoide, bestimmte Antidepressiva, Methotrexat, Ciclosporin, Probenecid oder Sulfinpyrazon, Sulfonylharnstoffe, Tacrolimus, Zidovudin und Chinolon-Antibiotika.
Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Dolormin Migräne nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Mundschleimhautentzündungen sowie zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit und Müdigkeit.
Rizatriptan Schmelztabletten: Schnelle Hilfe bei Migräne
Rizatriptan ist ein Triptan, das als Schmelztablette (orales Lyophilisat) zur Verfügung steht und im Mund zergeht. Es wird zur Behandlung von Migräneanfällen eingesetzt und sollte möglichst früh nach Einsetzen der Kopfschmerzen eingenommen werden.
Gegenanzeigen
Rizatriptan darf nicht eingenommen werden bei Problemen mit dem Herzen, Durchblutungsstörungen in den Beinen, Schlaganfall oder vorübergehenden Zuständen von Minderdurchblutung im Gehirn, hohem Bluthochdruck, schwerer Lebererkrankung, gleichzeitiger Einnahme von anderen Migränemedikamenten (Ergotamin, Methysergid, andere Triptane) oder bestimmten Antidepressiva (MAO-Hemmer).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Besondere Vorsicht ist geboten bei Risikofaktoren für eine Herzerkrankung, Reizleitungsstörungen am Herzen, Erkrankungen der Nieren oder Leber, Kopfschmerzen mit Schwindel, Schwierigkeiten beim Gehen, Koordinationsstörungen oder Schwächegefühl in Beinen und Armen sowie bei Allergien in der Krankengeschichte.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Rizatriptan darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung oder Vorbeugung der Migräne (andere Triptane, Ergotamin, Methysergid) oder Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen (MAO-Hemmer) eingenommen werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft sollte Rizatriptan nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden. Das Stillen sollte nach einer Behandlung 24 Stunden lang vermieden werden.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen sind Missempfindungen, Kopfschmerzen, verminderte Empfindlichkeit der Haut, Konzentrationsstörungen, Zittern, Herzklopfen oder unregelmäßiger Herzschlag, Herzjagen, Hitzegefühl mit kurzzeitiger Hautrötung, Hitzewallungen, Schwitzen, Rachenbeschwerden, Atemnot, Übelkeit, trockener Mund, Erbrechen, Durchfall, Schweregefühl in bestimmten Körperregionen, Bauchschmerzen oder Schmerzen im Brustkorb.
Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne: Ein weiteres Triptan
Sumatriptan ist ein weiteres Triptan, das zur Behandlung von Migräne eingesetzt wird.
Gegenanzeigen
Sumatriptan-ratiopharm® darf nicht eingenommen werden bei Allergie gegen Sumatriptan, Problemen mit dem Herz, Durchblutungsstörungen in den Beinen, Schlaganfall oder vorübergehenden Zuständen von Minderdurchblutung im Gehirn, hohem Bluthochdruck, schwerer Lebererkrankung, gleichzeitiger Einnahme von anderen Migränemedikamenten (Ergotamin, Methysergid, andere Triptane) oder bestimmten Antidepressiva (MAO-Hemmer).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Vor der Einnahme von Sumatriptan-ratiopharm® muss ein Arzt festgestellt haben, dass die Kopfschmerzen durch Migräne verursacht werden. Besondere Vorsicht ist geboten bei Risikofaktoren für eine Herzerkrankung, Krampfanfällen in der Vergangenheit oder Risikofaktoren, die die Gefahr von Krampfanfällen erhöhen, sowie bei Leber- oder Nierenerkrankungen.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Sumatriptan-ratiopharm® darf nicht gleichzeitig mit Ergotamin, anderen Triptanen oder MAO-Hemmern eingenommen werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Sumatriptan-ratiopharm® nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.
Nebenwirkungen
Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Schmerzen, Hitzegefühl, Druckgefühl, Engegefühl oder Schweregefühl in Brust, Hals, Kiefer oder Armen. Sehr selten können schwerwiegende Herzprobleme auftreten.