Ingwer zur Linderung von Nervenschmerzen in Schulter und Oberarm: Anwendungen und Hausmittel

Arthrose, eine Gelenkerkrankung mit oft starken Symptomen, betrifft Millionen Menschen. Entzündungshemmende Ernährung, Medikamente und Bewegung können helfen, die Schmerzen dauerhaft zu lindern, möglichst ohne Operation. Auch Nervenschmerzen können den Alltag stark beeinträchtigen. Neben medizinischen Behandlungen gibt es verschiedene Hausmittel, die zur Linderung beitragen können. Dieser Artikel untersucht die Anwendung von Ingwer und anderen Hausmitteln zur Linderung von Nervenschmerzen im Bereich der Schulter und des Oberarms.

Arthrose: Eine chronische Entzündungskrankheit

Bis zu acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an Arthrose. Die betroffenen Gelenke schmerzen mal mehr, mal weniger stark. Arthrose in den Fingern erschwert das Greifen. Arthrose in Knie (Gonarthrose) und Hüfte (Coxarthrose) macht sich typischerweise zunächst durch Schmerzen beim Anlaufen bemerkbar, später aber auch unabhängig von Belastung. Arthrose beginnt mit Steifheitsgefühlen, mitunter zeigen sich Schwellungen am Gelenk. Bei der ärztlichen Untersuchung wird zunächst erfragt, wo und wann genau Schmerzen auftreten. Abtasten der Gelenke und Prüfung ihrer Funktion, der Stabilität der Bänder und der umgebenden Muskeln sind die nächsten Schritte.

Arthrose ist eine Verschleißerkrankung, bei der sich der Gelenkknorpel abnutzt, rau wird und zerfasert. Normalerweise sitzt der Knorpel als schützende, elastische Schicht auf den beiden Knochenenden, die ein Gelenk bilden. Eine gesunde Knorpelschicht wirkt wie ein Stoßdämpfer: Sie wird bei Belastung gestaucht, um sich anschließend wieder auszudehnen. Dabei saugt sich die Knorpelschicht wie ein Schwamm mit Gelenkflüssigkeit voll. Diese Gelenkflüssigkeit nährt den Knorpel und hält ihn geschmeidig. Im Laufe der Jahrzehnte wird der Knorpel jedoch spröder. Verschiedene Faktoren können den Verschleiß beschleunigen. Manchmal ist ein Unfall oder eine angeborene Fehlstellung (Dysplasie) die Ursache für vorzeitigen Verschleiß, zum Beispiel X-Beine. Die Medizin sieht Arthrose aber inzwischen vor allem als chronische Entzündungskrankheit: Die Entzündungen führen zu Knorpelabbau und Schmerzen. Übergewicht ist ein erheblicher Risikofaktor: Das übermäßige Bauchfett befeuert eine systemische Entzündung, die auch den Knorpel schädigt.

Ein maßgeblicher Schlüssel zur Heilung von Arthrose ist eine Änderung der Lebensweise. Auf den Speiseplan kommen dabei weniger tierische Produkte, dafür reichlich Gemüse und gesunde Pflanzenöle. Intervallfasten kann den Abnehmerfolg beschleunigen und dazu beitragen, dass das Gewicht niedriger bleibt. Der Einsatz von mehr antientzündlichen Gewürzen in der Küche kann zusätzlich schmerzlindernd wirken, etwa Muskatnuss, Koriander und Kreuzkümmel oder auch Kurkuma. Wie schon ausgeführt, ist zur Gelenkerhaltung genügend Bewegung ganz entscheidend. Naturgemäß versucht man zwar, schmerzende Gelenke zu schonen - dies ist aber nur bei akutem Entzündungsgeschehen notwendig (erkennbar an roten, heißen Gelenken). Wichtig ist also, betroffene Gelenke durchzubewegen und die umgebende Muskulatur zu stärken. Dies geschieht beispielsweise durch mehrmals wöchentlich gezielte Übungen für die Hüfte oder die Knie, gern Kraftsport, gegebenenfalls Kranken- oder gelenkschonende Wassergymnastik. Auch gegen Arthrose in Schultern oder Fingern helfen Übungen. Orthopäden warnen vor leichtfertigem Vertrauen in Tape-Verbände und Bandagen, die inzwischen überall erhältlich sind. Sie sollen angeblich beim Training die Gelenke stabilisieren. Doch das funktioniert nicht: Patienten mit einem instabilen Kniegelenk geben solche Produkte nicht die notwendige Stabilität. Die Schmerzen lindern kann ein Öl aus Hochmoortorf, Rosskastanie, Ackerschachtelhalm und Lavendel: Man gibt das Öl auf ein Baumwolltuch, das mit einem zweiten Tuch oder einer Plastiktüte über dem Gelenk fixiert wird. Die Anwendung sollte täglich erfolgen, dabei mindestens eine Viertelstunde einwirken lassen. Hilfreich können täglich fünf Gramm Hagebuttenpulver sein, gewonnen aus den Samen und Schalen der Frucht. Denn die Hagebutte enthält sogenannte Galaktolipide, die Studien zufolge den Knorpelabbau hemmen können. Kortisoninjektionen lindern zwar den Schmerz für einige Wochen - die Langzeitanwendung von Kortison schwächt jedoch die Knochen. Tabletten mit Wirkstoffen wir Diclofenac oder Acetylsalicylsäure unterdrücken den Schmerz und hemmen Entzündungen. Hyaluronsäure ist ein Mehrfachzucker, den unser Körper auch selbst herstellen kann. Das lange Molekül kann durch seine räumliche Struktur sehr viel Wasser binden, sorgt so für festes Gewebe. Als Bestandteil der Gelenkflüssigkeit gibt sie dieser die nötige Viskosität. Wirken starke Druckkräfte auf ein Gelenk, zum Beispiel im Knie beim Stehen, knäueln sich die Hyaluronsäure-Moleküle zusammen und hängen wie ein Kugellager an den Knorpeloberflächen. Sobald eine schnelle Scherbewegung nötig ist, lassen sie wieder los. Auf diese Weise wirkt die Hyaluronsäure also wie ein Puffer zwischen den Knorpeln. Manche Orthopäden bieten ihren Arthrose-Patientinnen und Patienten an, Hyaluronsäure direkt in das betroffene Gelenk zu spritzen. Da es sich dabei um eine sogenannte Individuelle Gesundheits-Leistung (IGeL) handelt, müssen die Betroffenen die Kosten von 200 bis 400 Euro für drei bis fünf Spritzen selbst tragen. Diese Spritzen bringen nicht immer eine Besserung, zudem können sie auch allergische Reaktionen auslösen und Nebenwirkungen haben. Bei manchen Menschen kommt es nach so einer Spritze zu einer kurzzeitigen Rötung oder zu Schmerzen, die nach ein bis zwei Tagen aber wieder verschwinden. Der IGel-Monitor bewertet Hyaluron-Spritzen bei Kniegelenksarthrose grundsätzlich als negativ und rät ab. Orthopäden dagegen verweisen darauf, dass in einem frühen Stadium, also wenn die Arthrose noch nicht weit fortgeschritten ist, Hyaloron-Spritzen ins Kniegelenk die Beschwerden lindern können und so die Notwendigkeit eines künstlichen Gelenks hinausgezögert werden könne. Wichtig sei, dass die Injektionen nur Teil eines Behandlungskonzeptes mit Physiotherapie und gegebenenfalls Gewichtsreduktion seien. Mit einem fachübergreifenden Behandlungsprogramm, der sogenannten multimodalen Therapie, lassen sich chronische Gelenkschmerzen in vielen Fällen in den Griff bekommen. In der vierwöchigen Intensivtherapie erfahren die Teilnehmer viel über typische Merkmale chronischer Schmerzen, wo diese herkommen und wie sie damit umgehen können. Am Ende kennen die Betroffenen die Unterschiede zwischen akuten und chronischen Schmerzen, können die Schäden auf dem Röntgenbild besser einschätzen und wissen, wie Schmerzmittel funktionieren und richtig eingesetzt werden.

Schulterschmerzen: Ursachen und Behandlung

Schulterschmerzen können verschiedene Ursachen haben, darunter Verletzungen, Erkrankungen oder Abnutzung. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache.

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Ärztliche und physiotherapeutische Behandlung

Wenn eine Verletzung oder Erkrankung hinter den Schulterschmerzen steckt, wird diese entsprechend behandelt. Ein ausgekugeltes Schultergelenk (Schulterluxation) wird zum Beispiel mittels Hebeltechnik und unter Schmerztherapie wieder eingerenkt und dann in einem Verband für einige Zeit ruhiggestellt. Anschließend wird die Schulter mit krankengymnastischen Übungen wieder langsam an Bewegung gewöhnt. In manchen Fällen kann man Schulterschmerzen nicht ursächlich behandeln: Die Abnutzung eines Schultergelenks (Omarthrose) lässt sich nicht rückgängig machen. Aber man kann zumindest versuchen, mit konservativen Maßnahmen die Schulterschmerzen zu lindern. So erhalten Betroffene mit Schulterarthrose entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente (zum Beispiel als Tabletten oder als Spritzen ins Schultergelenk). Auch Physiotherapie (Krankengymnastik, Wärmeanwendungen etc.) kann schmerzlindernd wirken, ohne die eigentliche Ursache zu bekämpfen.

Je nach Ursache und Schweregrad der Schulterschmerzen gibt es folgende Therapie-Möglichkeiten:

  • schmerz- bzw. entzündungshemmende Medikamente
  • Ruhigstellen
  • Physiotherapie (Krankengymnastik, Wärme-/Kältebehandlung etc.)
  • operative Eingriffe (z.B. Vernähen gerissener Sehnen, Richten eines komplizierten Oberarmbruchs, Einsetzen eines künstlichen Schultergelenks, in schweren Fällen auch Versteifung des Gelenks)
  • alternative oder komplementäre Heilverfahren (wie Akupunktur)

In sehr schweren Fällen, also bei starken Schulterschmerzen aufgrund weit fortgeschrittener Arthrose, kann ein künstliches Schultergelenk eingesetzt werden, um Schäden im Schultergelenk zu beheben. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin können eine Diagnose stellen und die geeignete Behandlung einleiten.

Schmerzmittel bei Schulterschmerzen

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen lindern die Schulterschmerzen und wirken entzündungshemmend. Bei stärkeren Beschwerden helfen verschreibungspflichtige Kortikosteroide oder stärkere Schmerzmittel wie Tramadol. Schmerzstillende Cremes oder Gele können auch hilfreich sein. Um Nebenwirkungen zu minimieren, ist es wichtig, die Dosierung der Medikamente mit einem Arzt zu besprechen.

Sofortmaßnahmen bei Schulterschmerzen

Bei akuten Schulterschmerzen bewirkt eine Kombination aus einem rezeptfreien Schmerzmittelaus und Kälte (z.B. kalte Kompresse für 15 bis 20 Minuten) eine schnelle Besserung. Auch leichte Dehnübungen lindern akute Beschwerden.

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Tipps und Hausmittel zur Linderung von Schulterschmerzen

Folgende Tipps und Hausmittel können helfen, Schulterschmerzen zu lindern:

  • Kälte und Wärme: Bei akut auftretenden oder sich plötzlich verschlechternden Schulterschmerzen (etwa aufgrund von Schleimbeutelentzündung, Bizepssehnenriss, Rotatorensehnenriss oder Kalkschulter) ist im Allgemeinen Kälte wohltuend. Eis- und Kühlpackungen oder feuchtkühle Umschläge sind geeignet.Achtung: Wickeln Sie das Eis in ein Tuch und legen Sie es nicht direkt auf die Haut. Sonst riskieren Sie Kälteverletzungen. Bei chronischen Schulterschmerzen wird dagegen meist Wärme als angenehmer empfunden. Wärmebehandlungen wie ein warmes Bad, eine Wärmflasche, ein Kirschkernkissen oder Wärmepflaster sind hilfreiche Hausmittel bei Schulterschmerzen. Sie fördern die Durchblutung und lösen Muskelverspannungen.
  • Ergonomischer Arbeitsplatz: Die richtige Position am Schreibtisch ist wichtig, wenn die Schulterschmerzen auf Muskelverspannungen zurückzuführen sind. Ein ergonomischer Arbeitsplatz beugt einer ungleichmäßigen Belastung der Muskeln in Schulter, Nacken und Rücken und damit schmerzhaften Muskelverspannungen vor. Achten Sie etwa auf die richtige Höhe von Tisch und Stuhl, den richtigen Abstand zur Tastatur sowie Handballenauflagen vor der Tastatur. Bewegen Sie die Schultern während der Arbeit immer wieder nach vorne und nach hinten. Strecken Sie sich zwischendurch und neigen Sie den Nacken zu beiden Seiten. So lösen Sie die kritische Körperhaltung immer wieder auf.
  • Akupunktur, Schröpfen & Co.: Beim Schulter-Arm-Syndrom empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausdrücklich Akupunktur. Auch Massagen, Schröpfen und Arnika-Salbe können die Schulterschmerzen der Betroffenen lindern.
  • Entspannungstechniken: Stress, Anspannung und Alltagssorgen sind oft (mit-)verantwortlich für Schulterschmerzen. Hier können Entspannungsverfahren für die notwendige Entlastung der Muskeln, Sehnen, Bänder und der Seele sorgen. Geeignet sind zum Beispiel Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training und Yoga. Solche Entspannungsverfahren werden oft auch in Kombination mit alternativen Heilverfahren wie Akupunktur, Magnettherapie oder Biofeedback zur Behandlung chronischer Schulterschmerzen eingesetzt.
  • Entzündungshemmende Lebensmittel: Entzündungshemmende Lebensmittel wie Ingwer oder Kurkuma unterstützen die Heilung ebenfalls, wenn eine Entzündung Ursache der Schulterschmerzen ist.
  • Heilpflanzen: Sind die Schulterschmerzen auf Arthrose zurückzuführen, können Sie mit Heilpflanzen viel gegen die Beschwerden tun. Bei akuten schmerzhaften Gelenkentzündungen etwa eignen sich Umschläge mit Arnikablüten oder Einreibungen mit Arnika-Salbe oder -Gel. Durchblutungsfördernde Bäder mit Heublumen oder Rosmarinöl (zusammen mit Eukalyptusöl) können in Zeiten geringerer Beschwerden (nicht-aktivierte Arthrose) als wohltuende Wärmetherapie angewendet werden. Empfehlenswert bei arthrosebedingten Schulterschmerzen ist außerdem ein entzündungshemmender Tee aus Teufelskrallenwurzel.

Alternativmedizinische Konzepte und ihre spezifische Wirksamkeit sind teilweise umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt. Sollten sich Ihre Beschwerden verschlimmern, suchen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf.

Gezieltes Training bei Schulterschmerzen

Um einer schmerzhaften „Sportlerschulter“, als einer komplexen chronischen Überlastung, vorzubeugen, sollte man die Schultermuskulatur gezielt und gleichmäßig aufbauen und die Muskeln und Bänder im hinteren Schulterbereich regelmäßig dehnen. Eine Sportärztin oder ein erfahrener Trainer zeigt Ihnen geeignete Übungen. Die Dehnübungen für den hinteren Schulterbereich sind in Kombination mit Krankengymnastik auch dann ratsam, wenn jemand bereits an einer „Sportlerschulter“ leidet: Mäßig ausgeprägte Schulterschmerzen lassen sie sich damit oft lindern (bei stärkeren Schulterschmerzen wird operiert). Um erneuten Beschwerden vorzubeugen, sind regelmäßige Bewegungsübungen der Schulter empfehlenswert. Sie stärken die Muskulatur und machen sie weniger anfällig für Schmerzen. Achten Sie darauf, nicht „zu schnell zu viel“ zu wollen. Muskelaufbau braucht Zeit. Eine Überbeanspruchung wäre die falsche Art der Bewegung.

Bei chronischen Schulterschmerzen (etwa aufgrund von Arthrose oder Kalkschulter) gewöhnen sich Betroffene oft eine Schonhaltung an, wodurch sich die Schultermuskeln mit der Zeit verkürzen. Um dem entgegenzuwirken, sollten die Muskeln regelmäßig vorsichtig gedehnt werden. Lassen Sie sich von einem Sportarzt oder einer Physiotherapeutin geeignete Dehnübungen für den Schulterbereich zeigen. Generell empfehlen sich bei chronischen Schulterschmerzen regelmäßige Maßnahmen, um die Schulterbeweglichkeit zu verbessern und die Muskulatur im Schulterbereich zu kräftigen - gerade auch an den schmerzenden Stellen. Geeignet sind zum Beispiel gezielte Übungen für den Schultergürtel, Massagen, Feldenkrais oder Krankengymnastik. Besonders bei Arthrose sollte die Schulter trotz Schmerzen regelmäßig bewegt werden. Sonst wird sie mit der Zeit zunehmend steifer.

Ob man mit Schulterschmerzen Sport machen darf, hängt von der Ursache und den Schmerzen ab. Bei leichten Beschwerden fördert ein sanftes, angepasstes Training die Beweglichkeit und stärkt die Muskeln. Halten Sie sich jedoch immer an die physiotherapeutische oder ärztliche Anleitung.

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Schlafposition bei Schulterschmerzen

Legen Sie ein Kissen unter die schmerzende Schulter und schlafen Sie auf dem Rücken. Wenn Sie auf der Seite schlafen, legen Sie sich auf die schmerzfreie Seite mit einem Kissen vor Ihrem Körper, um die Schulter zu entlasten. Schlafen Sie nicht auf dem Bauch oder auf der betroffenen Schulter, um zusätzlichen Druck und Schulterschmerzen zu verhindern.

Nervenschmerzen: Hausmittel zur Linderung

Nervenschmerzen können plötzlich einschießend oder chronisch sein und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Es gibt verschiedene Hausmittel, die bei Nervenschmerzen Linderung verschaffen können.

Kräuter und Tee

  • Teufelskrallenwurzel: Kann in Form von Kapseln eingenommen werden und soll schmerzlindernde Eigenschaften haben.
  • Kräutermassage: Ein Massageöl aus Brennnessel-Geist und Apfelessig (Verhältnis 1:5) kann sanft in die betroffenen Stellen eingerieben werden.
  • Kräuterwickel: Ein Stoffsäckchen mit Kümmel-Samen kann auf die betroffene Stelle gelegt werden, eventuell mit einem Wärmekissen.
  • (Kräuter-)Tee: Brennnessel-Tee oder Ingwer-Tee wirken entzündungshemmend und schmerzstillend. Ingwer hilft zusätzlich bei Übelkeit, die bei manchen Nervenschmerzen auftritt. Grüner Tee kann das Allgemeinbefinden stärken und so indirekt Nervenschmerzen verbessern. Auch Weidenrinde-Tee hat sich bewährt.

Wärme und Kälte

Wechselbäder oder der Wechsel zwischen Eisbeutel und Wärmeauflage können wirksam sein. Zuerst einen Eisbeutel auf die schmerzende Stelle legen, dann einen warmen Wickel oder ein Wärmekissen. Die Behandlung kann mehrmals im Wechsel wiederholt werden. Wenn nur Kälte oder nur Wärme guttut, kann die Behandlung entsprechend angepasst werden. Kälte betäubt den Schmerz, Wärme entspannt den Körper und die Nerven.

Chili (Capsaicin)

Der Wirkstoff Capsaicin in Chili- und Cayenne-Pfeffer wirkt in Salbenform oder als Schmerzpflaster wärmend, schmerzlindernd, durchblutungsfördernd und anregend für die betroffenen Nerven. Die Wirkung beruht auf der Desensibilisierung der Nervenrezeptoren. Die Salbe kann mehrmals täglich auf die schmerzenden Bereiche aufgetragen werden.

Johanniskraut

Ein Öl aus Johanniskraut kann vor allem bei Nervenschmerzen im Rückenbereich Linderung verschaffen. Die wohltuende Massage sollte von einer anderen Person durchgeführt werden. Johanniskraut kann auch innerlich als Tee oder in Tablettenform eingenommen werden. Es wirkt entzündungshemmend und beruhigend.

Pfefferminzöl

Pfefferminzöl wirkt kühlend und kann als Bestandteil von Massageölen verwendet werden. Die Nervenschmerzen werden durch den kühlenden und krampflösenden Effekt oft reduziert oder beseitigt.

Olivenöl

Oleocanthal in Olivenöl wirkt entzündungshemmend und blutverdünnend, was sich positiv bei einer Nervenentzündung und damit verbundenen Nervenschmerzen auswirken kann.

Psychische Folgen der Nervenschmerzen

Bei psychischen Symptomen wie Unruhe, Aggressivität oder Depressionen kann Johanniskraut Linderung verschaffen. Alternativ eignet sich ein Baldriantee aus frisch aufgebrühter, getrockneter Baldrianwurzel, um die Nerven zu beruhigen. Auch Entspannungsverfahren wie Meditationen, autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung können helfen, die psychischen Beschwerden zu reduzieren.

Bewegung

Bewegung kann helfen, die Symptome zu lindern. Eine Übung bei Nervenschmerzen im Rückenbereich: Auf den Rücken legen, die Arme neben dem Oberkörper abstützen. Mit dem Einatmen das linke Knie nach oben bewegen, die Hände unterhalb des Oberschenkels verschränken und das Bein zu sich ziehen (in Brustrichtung). Die Position einige Sekunden lang halten und das Bein sanft wieder absenken. Anschließend die Seite tauschen. Das jeweils andere Bein bleibt durchgehend flach auf dem Boden liegen. Die Übung pro Bein mindestens dreimal wiederholen.

Weitere Tipps und Hausmittel

  • Schafwolle: Die belastete Stelle mit Schafwolle erwärmen.
  • Epsom-Salz-Bad: Ein Bad mit Epsom-Salz nehmen.
  • Kurkuma: Kurkuma in die Rezepte einbauen.
  • Schlaf: Ausreichend Schlaf sorgt für Heilung.
  • Beinwell-Tinktur: Eine heilende Tinktur aus Beinwell herstellen und auf schmerzende Gelenke, Muskeln und Krampfadern auftragen.
  • Ingwertee: Selbstgemachten Ingwertee zubereiten.
  • Zwiebel-Verband: Einen Zwiebel-Verband zubereiten und auf die betroffene Körperstelle legen.

Entzündungshemmender Tee

Einen entzündungshemmenden Tee aus Ingwer, Honig und Zitrone zubereiten. Ingwer raspeln und mit heißem Wasser übergießen. Honig hinzufügen und ziehen lassen. Zum Schluss Zitronensaft einrühren.

Bewegung und ausgewogene Ernährung

Verschleiß in den Gelenken wird vor allem durch zu wenig und einseitige Bewegung begünstigt. Eine ausgewogene Ernährung mit frischem Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten kann dazu beitragen, Entzündungen zu reduzieren und die Nervengesundheit zu unterstützen.

Hausmittel bei Schulterschmerzen durch Homeoffice

Schulterschmerzen durch das Arbeiten im Homeoffice können durch Fehlstellungen oder Muskelverspannungen aufgrund von langem Sitzen oder einseitigen Haltungen entstehen.

Hausmittel zur Linderung

  • Wärme- oder Kälteanwendungen: Je nach Art der Schulterproblemstellung können Kälte (bei akuten Zuständen) oder Wärme (bei chronischem Schmerzbild) angewendet werden.
  • Massagen: Sanfte Massagen mit einem Faszienball oder mit Ölen wie Arnika-, Oliven- oder Kokosöl können bei der Entspannung und einer Reduktion der Bewegungsschmerzen helfen.
  • Quarkwickel, Ingwer und Kurkuma: Entzündlichem Schulterschmerz kann äußerlich mit einem Quarkwickel oder innerlich mit natürlichen entzündungshemmenden Hausmitteln, wie Ingwer oder Kurkuma entgegengewirkt werden.

Übungen im Homeoffice

  • Dehnung des Brustbeins: In einer Ecke des Raums die Arme um ca. 45 Grad nach oben heben und sich mit den Handflächen gegen die Wand abstützen.
  • Dehnung des Schultergürtels: Die Arme nach oben strecken und die Handflächen gegen die Wand drücken. Den Schultergürtel in Richtung Wand drücken.
  • Dehnung des Brustkorbs: Auf einen Stuhl abstützen und sich mit beiden Händen festhalten. Mit dem rechten Bein zwei Schritte vorwärts gehen und das linke Bein zur Stabilisierung halten.

Vorbeugung

  • Ergonomischer Arbeitsplatz: Auf einen ergonomischen Arbeitsplatz achten, bei dem der Schulterbereich optimal entlastet wird und der Körper in einem entspannten Winkel zwischen Sitzfläche und Monitor ausgerichtet ist.
  • Regelmäßige Bewegung: Regelmäßig für Bewegung und sportliche Aktivitäten an der frischen Luft sorgen.

Hausmittel bei Nackenschmerzen

Nackenschmerzen können aus dem Nichts kommen und den Alltag beeinträchtigen.

Hausmittel zur Linderung

  • Wärme: Wärme tut bei verspannten Muskeln gut.
  • Bewegung: Sanfte, regelmäßige Bewegungen helfen.
  • Apfelessig-Umschlag: Einen Apfelessig-Umschlag mit lauwarmem Wasser zubereiten.
  • Senfmehl-Wickel: Einen Senfmehl-Wickel mit durchblutungsfördernder Wirkung zubereiten.
  • Massagepistole: Eine Massagepistole kann bei Muskelverspannungen helfen.

Vorbeugung

  • Stressabbau: Stress, Sorgen oder mentale Anspannung können Muskeln dauerhaft verkrampfen lassen.
  • Ergonomische Anpassungen: Nackenschmerzen lassen sich oft mit ein paar cleveren Anpassungen vermeiden.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie unter starken oder anhaltenden Nervenschmerzen leiden, die Ihre täglichen Aktivitäten beeinträchtigen oder zunehmen. Insbesondere sollten Sie ärztliche Hilfe suchen, wenn neben den Nervenschmerzen plötzlich neue Symptome auftreten, wie Taubheitsgefühle, Muskelschwäche oder Kontrollverlust über Blase oder Darm. Personen mit bestehenden Erkrankungen wie Diabetes oder anderen Krankheiten, die Nervenschäden verursachen können, sollten ihre Nervenschmerzen mit einem Arzt besprechen. Wenn die Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen auftreten oder sich ausbreiten, kann dies auf ein ernsthaftes Problem hindeuten und erfordert ärztliche Aufmerksamkeit. Zudem ist es wichtig, medikamentöse Nebenwirkungen zu beachten und einen Arzt aufzusuchen, wenn unerwartete Reaktionen auftreten.

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