Die Migräne ist eine komplexe neurologische Erkrankung, die weit mehr ist als nur Kopfschmerzen. Millionen Menschen leiden darunter, oft ohne klare Diagnose oder passende Behandlung. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome, Diagnose und modernen Therapieansätze der Migräne, um Betroffenen und Interessierten ein umfassendes Verständnis zu ermöglichen.
Ursachen von Kopfschmerzen: Eine Vielfalt an Möglichkeiten
Kopfschmerzen können vielfältige Ursachen haben. Es ist wichtig, zunächst Erkrankungen des Gehirns und der Hirnhäute zu erkennen und gegebenenfalls rasch zu behandeln (sog. symptomatische Kopfschmerzen). Diese Ursachen sind zwar relativ selten, erfordern jedoch nach fachneurologischer Beurteilung eine intensive Diagnostik. Auch Erkrankungen außerhalb des Gehirns, beispielsweise im HNO-ärztlichen, augenärztlichen oder kieferchirurgisch/zahnmedizinischen Fachgebiet sowie internistische Ursachen, müssen in Betracht gezogen werden.
Am häufigsten sind jedoch die sogenannten primären oder idiopathischen Kopfschmerzen, die unbedingt von einem Neurologen behandelt werden sollten. Hierbei kommt es bei einem an sich gesunden Gehirn zu chronischen oder wiederkehrenden Kopfschmerzen. In Deutschland zählen hierzu insbesondere die Migräne, an der etwa 10 % der Bevölkerung leidet, sowie der chronische Spannungskopfschmerz, der im Laufe des Lebens bei bis zu 30 % der Menschen auftritt.
Die Migräne: Eine Primäre Kopfschmerzerkrankung
Die Migräne ist ein Kopfschmerz, der nicht auf vorherige Krankheiten zurückzuführen ist und daher zusammen mit dem Spannungskopfschmerz und dem Clusterkopfschmerz zu den primären Kopfschmerzen zählt. Diese Gruppe wird durch den Ausschluss schwerwiegender Symptome, sogenannter Red Flags, von anderen Kopfschmerzarten unterschieden. Dazu ist ein intensives Gespräch mit dem behandelnden Arzt und eine ausführliche körperliche Untersuchung notwendig. Zu den Red Flags gehören beispielsweise Kopfschmerz mit bisher unbekannter Stärke, Fieber, epileptische Anfälle und Bewusstseinsstörungen. Um anschließend die primären Kopfschmerzarten voneinander zu unterscheiden, werden die Beschwerden des Patienten, wie Dauer, Intensität und Häufigkeit des Schmerzes, genau analysiert.
Weltweit sind 10-15% der Erwachsenen von Migräne betroffen, wobei Frauen häufiger als Männer diese Art von Kopfschmerzen haben. In Deutschland sind ca. 3,7 Millionen Frauen betroffen und ca. 2,0 Millionen Männer, wobei schätzungsweise die Hälfte der Betroffenen sich nicht in ärztlicher Behandlung befindet.
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Die Migräne Aura: Ein Besonderes Merkmal
Ein besonderes Merkmal der Migräne ist die Migräne Aura. Diese tritt bei ungefähr 20-30% der Migräne-Patienten auf und beschreibt mehrere Sinneswahrnehmungen, die dem Migräne Anfall vorausgehen. Diese Aura dauert 4-20 min und wird von den Betroffenen als Sehstörung in Form von Lichtblitzen, blinden Flecken, Wellen im Gesichtsfeld und Tunnelblick beschrieben.
Ursachen der Migräne: Ein Blick in die Forschung
Die Ursachen der Migräne werden weiter erforscht. Allerdings wurden bereits 44 Gene im menschlichen Erbgut gefunden, die das Migränerisiko deutlich erhöhen. Die Gene beinhalten Informationen über den Aufbau von Gefäß- und glatten Muskelgewebe. Daraus lässt sich schließen, dass beim Migränekopfschmerz die Regulation der kleinen Blutgefäße im Gehirn gestört ist. Außerdem geht man davon aus, dass Entzündungsstoffe wie CGRP oder Substanz P in der Hirnhaut, in der die Hirngefäße eingebettet sind, ausgeschüttet werden. Dadurch werden dort Nervenzellen für Schmerzen sensibilisiert und die Blutgefäße reagieren auf diese Stoffe mit einer Verengung, sodass die Durchblutung der angeschlossenen Hirnareale verschlechtert wird.
Seit langem erforscht sind die Trigger der Migräne. Dazu gehören u.a. Hormonschwankungen, wie sie im weiblichen Zyklus monatlich vorkommen, was erklärt, warum viele Frauen seit ihrer Pubertät betroffen sind oder zu festen Zeiten im Monat von Attacken geplagt werden. Daher treten Attacken gehäuft an Wochenenden auf, da dann Menschen länger aufbleiben, zusammen ausgehen, Alkohol und Nikotin konsumieren und sich anders als unter der Woche ernähren.
Migräne Stadien: Ein möglicher Ablauf
Der Ablauf einer Migräne kann in vier Stadien unterteilt werden:
- Prodromi: 24-48h
- Aura: 4-20min
- Kopfschmerz: 4-72h
- Erholung: bis zu 24h
Migräne kündigt sich bei ca. 30% der Patienten durch Vorzeichen an, sogenannte Prodromi, welche ein bis zwei Tage andauern. Darunter fallen Müdigkeit, Nackensteifigkeit, Gähnen, vermehrter Harndrang, gesteigertes Durst- und Hungergefühl sowie Gefühlsschwankungen. Darauf folgt die Aura, welche in der Regel 4-20min dauert und in seltenen Fällen eine maximale Zeitspanne von 60min erreicht. Erst dann stellt sich der Migräne Kopfschmerz ein, der für 4-72h besteht. Klassisch dafür ist der einseitige pulsierende Schmerz, der von weiteren Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, Sensibilität gegenüber Licht und Lärm als auch Verschlechterung des Zustandes bei körperlicher Tätigkeit begleitet wird. Nach dem Kopfschmerz erfolgt die Erholungsphase, die bis zu 24h dauern kann und bei der sich die Beschwerden langsam zurückbilden und die normale Tätigkeit wieder aufgenommen werden kann.
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Diagnosestellung: Der Schlüssel zur richtigen Behandlung
Die entscheidende Zuordnung zu einer bestimmten Kopfschmerzart gelingt durch eine ausführliche Anamnese-Erhebung mit Fragen nach Schmerzcharakter, Lokalisation, Häufigkeit, Dauer und Begleiterscheinungen der Kopfschmerzen. Das Führen eines Kopfschmerzkalenders über ein bis zwei Monate erleichtert die Zuordnung sehr. Auch bei den primären Kopfschmerzen gibt es seltene Ursachen, die keinesfalls übersehen werden dürfen. Hier zu zählen etwa der Cluster-Kopfschmerz oder die paroxysmale Hemikranie.
Migräne Behandlung: Schmerzmedikation und Prophylaxe
Da sich 50% der Betroffenen nicht in ärztlicher Behandlung befinden, die Dunkelziffer ist hier kaum abzuschätzen, wird diese Krankheit zum größten Teil von den Betroffenen selbst behandelt. Allerdings kann hier kaum vollwertige langfristig-erfolgreiche Therapie erzielt werden, da diese auf zwei Säulen basiert: Schmerzmedikation und Prophylaxe.
Schmerzmedikation: Linderung während der Attacke
Das Hauptziel während einer Attacke ist die Linderung der Kopfschmerzen und der begleitenden Übelkeit. Zur passenden Wahl der Medikamente wird Migräne in drei Kategorien unterteilt: leichte, mittlere und schwere Migräne. Um die Betroffenen einordnen zu können, ist das Führen eines Schmerzkalenders empfohlen. In diesem werden die Tage mit Attacken und dem Ausmaß der Schmerzen eingetragen. Dadurch sind Informationen wie Dauer und Frequenz der Attacken, Intensität der Schmerzen, Regelmäßigkeit der Attacken und die Abstände zwischen den Attacken gut nachvollziehbar.
Wissenschaftlich erwiesen und damit als Therapiemittel bei leichter Migräne zugelassen sind mehrere Schmerzmedikamente, welche alle als „Mittel der 1.Wahl“ empfohlen werden. Darunter zählen:
- Acetylsalicylsäure (kurz ASS): 900 bis 1000mg
- Ibuprofen: 400mg
- Naratriptan: 2,5mg
- Paracetamol: 1000mg
- Phenazon: 1000mg
Zur Behandlung von mittelschwerer Migräne werden Schmerzmedikamente der Gruppe Triptane eingesetzt. Diese Wirkstoffgruppe ist ähnlich aufgebaut wie der körpereigene Botenstoff Serotonin. Deshalb können Triptane an den Rezeptoren für Serotonin im Hirnstamm anbinden und dort die gleiche Wirkung entfalten wie Serotonin, nämlich die Weitung der verengten Blutgefäße im Schädel. Außerdem hemmen Triptane die Aktivität des Hauptschmerznervs des Kopfes, des Nervus trigeminus, sodass die zentrale Weiterleitung des Schmerzes gehindert wird. Zusätzlich wird die Ausschüttung an Entzündungsstoffen aus dem Nervus trigeminus verringert, welche die naheliegenden Gefäße verengen und damit zu Schmerzen führen. Folgende Triptane werden eingesetzt:
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- Sumatriptan (neben der Schmerztablette auch Injektion und Nasenspray verfügbar)
- Zolmitriptan
- Naratriptan
- Rizatriptan
- Almotriptan
- Eletriptan
- Frovatriptan
Bei der schwersten Form der Migräne, dem Status migraenosus, kommt es zu anhaltenden Schmerzen, die länger als 72h dauern - trotz medikamentöser Behandlung. Daher gilt es bei der Therapie dieser Form diesen Zustand zu durchbrechen und eine Erholungsphase einzuleiten, wofür eines dieser Medikamente verabreicht wird:
- Paracetamol: 1000mg intravenös
- Sumatriptan: 3-6mg subkutane Injektion
- Metamizol: 1g intravenös
- Prednisolon: 80-100mg intravenös
Häufig treten neben Schmerzen auch Übelkeit und Erbrechen auf, auf die mit sogenannten Antiemetika reagiert werden kann. Hierfür wird Folgendes verschrieben:
- Metoclopramid: 10-20mg
- Domperidon: 20-30mg
Metoclopramid ist als Tablette, Rektalzäpfchen als auch Muskel-, Venen-, und Subkutaninjektion verabreichbar. Domperidon wird dagegen nur in Tablettenform gegeben.
Migräne-Prophylaxe: Vorbeugung von Anfällen
Um Attacken zu verhindern bedarf es einer verhaltenspsychologischen Schulung der Patienten. Zu Anfang werden hierbei die Auslöser von Attacken im Schmerzkalender dokumentiert und mit den Schmerztagen abgeglichen. Zu den häufigsten Auslösern gehören:
- Menstruation
- Stress
- Emotionales Unwohlsein
- Ungewohnte körperliche Anstrengung
- Alkohol
- Nikotin
- Ungewohntes Essen
- Diät und Ernährungsumstellung
- Spezielle Gerüche
- Verändertes Wetter
- Temperaturschwankungen
- Lärm
- Lichteffekte
- Veränderte Schlafenszeiten
- Blutdruckveränderungen
Sobald die Auslöser oder Tendenzen erkannt sind, können in Absprache mit dem behandelnden Arzt Vorbeugemaßnahmen getroffen werden. Insgesamt wird Migräne hauptsächlich durch Veränderungen im Tagesablauf ausgelöst, sodass die Einhaltung einer täglichen Routine erzielt werden sollte. Zu den vorbeugenden Maßnahmen zählen:
- Essensaufnahme in regelmäßigen Abständen
- Ausreichendes Trinken über den Tag
- Feste ungestörte Schlafenszeiten zur Erholung
- Stressbewältigung
- Verzicht auf Nikotin und Alkohol
- Abschirmung vor Lärm, Lichteffekten und Gerüchen
- Bewegung und Sport
- Regelmäßige Entspannungsrituale
- Kontrolle des Blutdrucks und gegebenenfalls medikamentöse Einstellung
- Sensibilisierung von Familie und Freunden auf das Thema Migräne und auf persönliche Auslöser
Durch Kontrollen im Verlauf der Krankheit kann der betreuende Arzt die Prophylaxemaßnahmen beurteilen und umstellen, falls dies nötig ist. In gewissen Fällen empfiehlt es sich, eine Prophylaxe mit Medikamenten anzufangen:
- Drei oder mehr Attacken im Monat
- Kopfschmerzphasen länger als 72h
- Schlechtes Ansprechen auf Schmerzmedikamente
- Gefahr des Übergebrauchs von Schmerzmedikamenten
Hierbei bespricht der behandelnde Arzt realistische Therapieziele mit dem Patienten, sodass die Erwartungen in die richtige Richtung korrigiert werden. Eine sinnvolle Therapiedauer für das ausgewählte Medikament wird vereinbart. Zudem sind regelmäßige Wiedervorstellungen beim Arzt und das Führen eines Schmerzkalenders zur Kontrolle der Wirkung notwendig. Der Betroffene wird im Anfangsgespräch auch über die Nebenwirkungen und Einnahme der Medikamente aufgeklärt. Folgende Medikamente sind in ihrer prophylaktischen Wirkung wissenschaftlich erwiesen:
- Bisoprolol: 5-10mg
- Metoprolol: 50-200mg
- Propranolol: 40-240mg
- Flunarizin: 5-10mg
Bei den ersten drei Genannten handelt es sich um Ableger der Wirkstoffgruppe ß-Blocker. Diese können u.a. zu Müdigkeit, Schlafstörungen, Schwindel und Magen-Darm-Beschwerden führen. Flunarizin ist ein sogenannter Kalziumantagonist, welcher u.a. die Nebenwirkungen Schlafstörung, Gewichtszunahme, Magen-Darm-Beschwerden und Depression besitzt.
Schlaf und Schmerz: Eine wichtige Verbindung
Schlaf, Schlafentzug und Schmerz sind pathophysiologisch eng miteinander verknüpft. Schlafdefizite gelten als unabhängiger, schmerzverstärkender Faktor - und erholsamer Schlaf als unterstützendes Therapeutikum in der Schmerztherapie.
Biomarker und Surrogatmodelle für Migräne
Das Neuropeptid CGRP (Calcitonin Gene Related Peptide) spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung des Migräneschmerzes. In der Migränetherapie konzentrieren sich deshalb jüngste Therapieansätze darauf, CGRP-vermittelte Signalkaskaden zu blockieren.
Fachärztliche Spezialisierung: Wer kann helfen?
Betroffene sollten sich in erster Linie an ihren Hausarzt wenden. Dieser kann andere infrage kommende Ursachen für den Kopfschmerz ausschließen, sogenannte Differentialdiagnosen. Der Hausarzt wertet den Kopfschmerzkalender aus und bespricht mit dem Patienten alle nötigen Therapiemaßahmen: sowohl die passende Schmerzmedikation als auch die nötigen Verhaltensweisen zur Prophylaxe der Attacken. Außerdem kann der Hausarzt den Verlauf der Erkrankung kontrollieren, gegebenenfalls die Medikamente umstellen oder den Patienten zu einem Facharzt für Neurologie oder Schmerztherapie überweisen.
Spezialambulanzen und Kopfschmerzzentren bieten eine umfassende Betreuung für Patienten mit chronischen Kopfschmerzen. Hier werden individuelle Therapiepläne erstellt, die in ambulanter hausärztlicher bzw. fachärztlicher Betreuung weitergeführt werden können.
Multimodale Therapie bei chronischer Migräne
Für Patient:innen mit chronischer Migräne und anderen chronischen Kopfschmerzen (z. B. chronischer Spannungskopfschmerzen) wird ein intensives ambulantes Behandlungsprogramm angeboten. Hierbei werden die Patient:innen von Neurolog:innen gemeinsam mit Psycholog:innen, Krankengymnast:innen, Sportwissenschaftler:innen und in Kopfschmerz geschultem Pflegepersonal behandelt. Im Rahmen dieser besonderen Behandlung lernen Sie einen hilfreichen Umgang mit Kopfschmerztriggern, sowie vorbeugende medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungsstrategien (z.B. Entspannungsverfahren) kennen.
Spannungskopfschmerzen und Cluster-Kopfschmerzen: Weitere Kopfschmerzformen
Neben der Migräne gibt es weitere primäre Kopfschmerzformen, wie den Spannungskopfschmerz und den Cluster-Kopfschmerz.
Spannungskopfschmerzen
Spannungskopfschmerzen werden von vielen Menschen als "normale" Kopfschmerzen bezeichnet. Sie sind von leichter bis moderater Intensität, meist wie ein Ring um den Kopf, als Druck auf der Schädeldecke oder anhaltender Hinterkopfschmerz beschrieben. Gewöhnlich tritt er ohne Begleitsymptome auf, wenngleich z. B. eine leichte Geräuschempfindlichkeit möglich ist. Ein seltener episodischer Spannungskopfschmerz wird von so gut wie der überwiegenden Mehrzahl von Erwachsenen gekannt und bedarf keiner ärztlichen Vorstellung und Therapie. Sobald eine Häufung auftritt oder der Schmerz chronisch wird, sollte eine Vorstellung erfolgen. Die Herkunft von chronischen Spannungskopfschmerzen ist weitgehend unbekannt und die Therapie kann langwierig und schwierig sein.
Cluster-Kopfschmerzen
Cluster Kopfschmerz (ca. 100 000 Patientinnen oder Patienten in Deutschland) besteht aus strikt halbseitigen Schmerzen um bzw. hinter einem Auge, der Stirn, der Schläfe bis in den Oberkiefer von stechendem, bohrendem bis ziehenden Charakter. Die Stärke ist schwer bis unerträglich. Zusätzlich zum Kopfschmerz können halbseitige Gesichtsschwitzen, Gesichtsrötung, Augentränen und/oder laufende/verstopfte Nase auftreten. Die Schmerzattacken treten häufig nachts zur gleichen Zeit auf und dauern von 15 - 180 Minuten an. Bewegungsunruhe ist typisch für die Schmerzattacken und diese sind tageszeitlich und jahreszeitlich "geclustert", d. h. treten zur selben Tages-/Jahreszeit auf.
Forschung und Innovation
Als universitäres Kopfschmerzzentrum ist die Forschung ein zentrales Anliegen. Zur Evaluation innovativer prophylaktischer und akut-medikamentöser Behandlungsmethoden werden klinische Studien zu neuen Substanzklassen durchgeführt.