Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung von Migräne: Ein umfassender Überblick

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, heftige Kopfschmerzattacken gekennzeichnet ist. Diese Attacken können von einer Vielzahl anderer Symptome begleitet sein, die das Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Migräne mit Aura, einer Form, bei der neurologische Symptome den Kopfschmerzen vorausgehen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Vorbeugungsstrategien bei Migräne, insbesondere im Kontext von Migräneattacken, die über mehrere Tage andauern.

Migräne mit Aura: Eine Einführung

Die Migräne mit Aura ist eine von mehreren Migräneformen. Bei etwa einem Drittel der Migräne-Betroffenen tritt eine Aura auf. Die Aura kündigt meist die Migräne an und dauert in der Regel höchstens 60 Minuten. Sie kann aber auch ohne nachfolgende Migräne auftreten, was in Medizinerkreisen als „Migraine sans migraine“ bezeichnet wird.

Symptome der Aura

Die Aura tritt auf unterschiedliche Weise auf und wird von den Betroffenen individuell wahrgenommen. Zu den Symptomen einer Migräne mit Aura zählen auch die Aura-Symptome selbst. Selbst wenn es nicht nach jeder Aura zu Migräne-Symptomen kommt, handelt es sich dennoch per Definition um eine Migräne mit Aura.

Die Symptome, die bei der Aura im Rahmen einer Migräne auftreten, lassen sich in zwei Gruppen unterteilen:

  • Kortikale Symptome: Diese betreffen vor allem den Kortex des Gehirns, also die Hirnrinde.
  • Hirnstammsymptome: Hier ist besonders der hintere Anteil des Kopfes betroffen.

Für alle Symptome gilt, dass mehrere Beschwerden zwar gleichzeitig auftreten können, aber nicht müssen. Manchmal zeigt sich auch nur ein einzelnes Symptom. Außerdem bilden sich alle Symptome nach einer gewissen Zeit wieder zurück, sie sind reversibel.

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Kortikale Symptome

Die kortikalen Symptome betreffen vor allem die Sehrinde und äußern sich wie folgt:

  • Flimmerskotom: Betroffene sehen ein Flimmern, das von der Mitte des Gesichtsfeldes nach außen wandert.
  • Negatives Skotom: Ein Gesichtsfeldausfall, bei dem man in bestimmten Bereichen des Blickfeldes gar nichts mehr sehen kann.
  • Positives Skotom: Betroffene nehmen gezackte Linien wahr, die das Flimmerskotom umgeben oder ausfüllen.
  • Lichtblitze: Lichtblitze (Photopsien) sind unterschiedlich stark ausgeprägt und finden sich im Gesichtsfeld an allen Stellen.
  • Grelle Farbwahrnehmung: Farben werden plötzlich intensiver und stechender wahrgenommen.
  • Sensibilitätsstörungen: Äußern sich unter anderem als Kribbeln und Taubheit (Parästhesien).
  • Aphasie: Patienten und Patientinnen können während der Aura nicht richtig sprechen.

Hirnstammsymptome

Bei der Migräne mit Hirnstammaura kommt es während der Aura-Phase zu folgenden Symptomen:

  • Beidseitige Gesichtsfeldausfälle oder Doppelbilder: Dieses Symptom betrifft als einziges Symptom der Hirnstammaura das Sehen.
  • Sprachstörungen (Dysarthrie): Diese Artikulationsstörung betrifft die Sprechwerkzeuge.
  • Bewegungsstörungen (Ataxie): Bei einer Ataxie sind die Bewegungsabläufe und Koordinationsfähigkeiten gestört.
  • Hörminderung: Einige Betroffene hören während der Aura-Phase schlechter als sonst.
  • Bewusstseinsstörungen: Bei einer Hirnstammaura treten manchmal Bewusstseinsstörungen auf.

Seltenere Formen der Migräne mit Aura

Zwei seltenere Formen der Migräne mit Aura sind die hemiplegische und die retinale Migräne.

  • Hemiplegische Migräne: Die Aura zeigt sich vor allem durch eine vorübergehende Muskelschwäche.
  • Retinale Migräne: Das Kennzeichen sind Sehstörungen, weil die Netzhaut (Retina) betroffen ist.

Ursachen der Migräne mit Aura

Eine Aura entsteht, wenn die Nervenzellen im Gehirn übermäßig erregt (depolarisiert) sind. Die Gründe dafür sind noch nicht endgültig erforscht. Zu den Ursachen der Migräne zählen unter anderem genetische Faktoren und individuelle Auslöser wie Stress.

Genetische Faktoren

Eine Ursache von Migräne ist die genetische Komponente. Auch wenn bei den meisten erblichen Migräneformen mehrere Gene beteiligt sind und die Erforschung komplex ist, weiß man heute ziemlich sicher, dass es eine sogenannte familiäre Veranlagung (Disposition) gibt.

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Triggerfaktoren

Zusätzlich gibt es bestimmte Trigger, die eine Migräne mit Aura auslösen können:

  • Stress
  • Veränderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Reizüberflutung
  • Wetter bzw. Wetterwechsel
  • Bestimmte Lebens- und Genussmittel
  • Unterzuckerung durch unregelmäßige Mahlzeiten
  • Hormonelle Veränderungen

Foramen Ovale

Die Migräne mit Aura kann in seltenen Fällen auch auf einen genetischen Defekt des sogenannten Foramen ovale zurückzuführen sein.

Nervenaktivität

An der Nervenaktivität im Gehirn kann man erkennen, wie die Aura entsteht: Wenn eine Nervenzelle „übererregt“ wird, entsteht eine sogenannte Streudepolarisation. Diese Erregung findet zuerst in nur einem Hirnbereich statt. Von dort aus breitet sich diese Depolarisation wie eine Welle auch in andere Areale des Gehirns aus. Dort nimmt die Nervenaktivität dann ab.

Behandlung der Migräne mit Aura

Zur Behandlung von Migräne mit Aura eignen sich die gleichen Maßnahmen wie bei Migräne ohne Aura:

  • Auslöser meiden
  • Frühzeitig schmerzlindernde Medikamente einnehmen
  • Medikamentöse Behandlung: Schmerzmittel, Mittel gegen Übelkeit, Triptane, Steroide.

Das Ziel ist, die Anfälle in ihrer Intensität zu mindern und die Häufigkeit einzudämmen. Das lässt sich vor allem erreichen, indem man die Auslöser meidet.

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Krankheitsverlauf und Prognose

Migräne mit Aura ist nicht heilbar. Das Therapieziel lautet daher nicht Heilung, sondern Minderung von Intensität und Häufigkeit der Anfälle. Trotz aller Maßnahmen kann die Migräne dennoch immer wieder auftreten. Doch jeder Anfall bildet sich wieder zurück. Das betrifft sowohl die Aura selbst als auch die Migräne.

Dauer des Migräne-Anfalls

Wie lange ein Anfall andauert, ist unterschiedlich, aber im Allgemeinen sind die Anfälle vorübergehend. Patientinnen und Patienten können die Anfallsphasen mithilfe von vorbeugenden Maßnahmen und einer entsprechenden Behandlung zwar verkürzen, doch auch ohne Behandlung bilden sich die Symptome nach einer gewissen Zeit wieder zurück.

Häufigkeit und Intensität

Bei einigen Betroffenen nimmt die Häufigkeit der Anfälle mit der Zeit zu oder ab. Diese Phasen sind individuell und je nach Auslöser unterschiedlich: Manche haben im Sommer mehr Anfälle, andere im Winter. Manchmal hängen Häufigkeit und Intensität auch nicht vom Wetter, sondern vom Stress ab. Weil die Auslöser verschieden sind, lohnt sich ein Migräne-Tagebuch. So kann man die persönlichen Trigger identifizieren und versuchen, den Alltag danach auszurichten.

Tägliche Aura-Phasen

Tägliche Aura-Phasen sind kein spezifisches Merkmal einer Migräne mit Aura, auch wenn solch ein chronischer Verlauf möglich ist.

Einschränkend, aber nicht gefährlich

In den meisten Fällen ist Migräne mit Aura nicht gefährlich. Die Erkrankung schränkt allerdings das Leben mitunter sehr ein. Das ist für die Betroffenen oft belastend. Hier lohnt sich ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt über sinnvolle Therapieoptionen.

Sind die Bewusstseinsstörungen, die während der Aura-Phase auftreten können, stark ausgeprägt, müssen Sie das ernst nehmen. Lassen Sie sich unbedingt ärztlich beraten.

Mehrmals tägliche Aura-Symptome als Warnsignal

In Ausnahmefällen ist es möglich, dass mehrmals täglich Aura-Phasen auftreten. Das ist allerdings ungewöhnlich, da Betroffene sich bei einer Migräne-Attacke schonen und Medikamente einnehmen, sodass ein weiterer Anfall am gleichen Tag sehr unwahrscheinlich ist. Sollten sich die Aura-Symptome derart häufen, muss auch an andere Krankheiten gedacht werden.

Vorbeugung von Migräne mit Aura

Das Meiden von Auslösern ist die beste Vorbeugung von Migräne mit Aura. Wenn Sie einem Migränefall vorbeugen möchten, sollten Sie Ihre persönlichen Risikofaktoren kennen und sich mit verschiedenen, auch nicht-medikamentösen Maßnahmen auseinandersetzen.

Allgemeine vorbeugende Maßnahmen

  • Vermeidung von persönlichen Triggerfaktoren (z. B. Stress)
  • Ausdauersport
  • Entspannungsverfahren
  • Biofeedback
  • Psychologische Schmerztherapie (z. B. Schmerzbewältigung, Stressmanagement)
  • Ggf. kognitive Verhaltenstherapie

Medikamentöse Prophylaxe

Für die medikamentöse Prophylaxe eignen sich Lamotrigin, Flunarizin und Topiramat.

  • Lamotrigin: Sorgt dafür, dass die Natrium- und Calciumkanäle von Nervenzellen inaktiviert werden.
  • Flunarizin: Ein Calciumantagonist, also ein Gegenspieler von Calcium.
  • Topiramat: Hemmt die Natriumkanäle und senkt so die Erregung der Nervenzellen.

Status Migraenosus: Wenn die Migräne nicht aufhört

Dauert die Kopfschmerzphase einer Migräneattacke trotz Behandlung länger als 72 Stunden, wird diese als Status migraenosus bezeichnet. Gewöhnlich tritt ein Status migraenosus erst bei einer längeren, mehrjährigen Migräneerkrankung in Verbindung mit andauerndem Medikamenten-Übergebrauch auf.

Ursachen und Formen des Status Migraenosus

Ein häufiger Auslöser von langen Migräneattacken sind die hormonellen Veränderungen zum Zeitpunkt der Menstruation. Es gibt verschiedene Ursachen und Formen des Status migraenosus:

  • Medikamenteninduzierter Status migraenosus: Entsteht durch übermäßigen Gebrauch von Schmerzmitteln oder Triptanen.
  • Therapieresistenter Status migraenosus: Spricht nicht auf übliche Migränemedikamente an.
  • Menstruationsassoziierter Status migraenosus: Tritt im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen während der Menstruation auf.

Symptome des Status Migraenosus

Den Status migraenosus kennzeichnen die üblichen Migräne-Symptome. Meist sind allerdings einseitige Kopfschmerzen, Übelkeit bis hin zu Erbrechen sowie Geräusch- und Lichtempfindlichkeit besonders ausgeprägt.

Behandlung des Status Migraenosus

Die Behandlung eines Status migraenosus gestaltet sich schwierig, da die Betroffenen oft nicht mehr auf die Wirkung der üblichen Medikamente ansprechen.

Akutbehandlung

  • Verzicht auf Schmerzmittel und Triptane: Ab dem vierten Tag einer Migräne sollte auf Schmerzmittel und Triptane verzichtet werden.
  • Medikamente gegen Übelkeit: Dimenhydrinat (Vomex® A) oder Metoclopramid können helfen.
  • Steroide: Prednisolon oder andere Kortison-Zubereitungen können die Entzündung an den Blutgefäßen der Hirnhäute blockieren.

Vorbeugende Maßnahmen

  • Hormonelle Behandlung: Bei menstruationsassoziiertem Status migraenosus kann eine Hormongabe versucht werden.
  • Migräneprophylaxe: Übliche medikamentöse und nichtmedikamentöse Optionen zur Migränevorbeugung können in Betracht gezogen werden.

Was tun bei mehrmals täglichen Aura-Symptomen?

In Ausnahmefällen ist es möglich, dass mehrmals täglich Aura-Phasen auftreten. Das ist allerdings ungewöhnlich, da Betroffene sich bei einer Migräne-Attacke schonen und Medikamente einnehmen, sodass ein weiterer Anfall am gleichen Tag sehr unwahrscheinlich ist. Sollten sich die Aura-Symptome derart häufen, muss auch an andere Krankheiten gedacht werden.

Differenzialdiagnose: Abgrenzung von anderen Erkrankungen

Bei Migränepatienten mit Sehstörungen ist es wichtig, visuelle Auren gegenüber den Differenzialdiagnosen abzugrenzen, allen voran zerebrale Ischämien und fokale Epilepsien.

Visuelle Aura vs. Transitorische Ischämische Attacke (TIA)

Ein Schlaganfall scheidet für gewöhnlich aus, wenn nur eine Positivsymptomatik ohne visuelle Ausfälle vorliegt. Schwieriger lässt sich eine transitorische ischämische Attacke (TIA) abgrenzen, vor allem, wenn begleitend seltene Aurasymptome wie Dysarthrie und Dysästhesie hinzukommen.

Visuelle Aura vs. Fokale Epileptische Anfälle

Zu fokalen epileptischen Anfällen bestehen ebenfalls Ähnlichkeiten, dazu sind Überschneidungen möglich (Migralepsie bzw. posttiktaler Kopfschmerz).

Phasen einer Migräneattacke

Experten unterscheiden beim Migräne-Verlauf fünf Phasen:

  1. Prodromalphase (Vorboten): Etwa 30 Prozent der Patienten spüren vor einem Migräneanfall unterschiedliche Anzeichen.
  2. Auraphase: Diese Phase des Migräne-Verlaufs erleben 10 bis 15 Prozent der Betroffenen.
  3. Kopfschmerzphase (Attacke): Der Schmerz ist pochend, stechend oder pulsierend.
  4. Auflösungsphase: Das Schlimmste ist überstanden. Die Symptome sind zwar noch da, werden aber weniger intensiv.
  5. Erholungsphase: Die Patienten sind angeschlagen und fühlen sich wie nach einem Kater.

Chronische Migräne: Wenn der Kopfschmerz zum Dauerzustand wird

Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist eine schwere Migräne eine der am stärksten einschränkenden Erkrankungen. Bei einer chronischen Migräne bestehen seit 3 Monaten oder länger Kopfschmerzen an mindestens 15 Tagen im Monat, davon 8 oder mehr Tage mit Migräne.

Symptome der Chronischen Migräne

  • Wiederholte Kopfschmerzattacken, die unbehandelt 4-72 Stunden anhalten
  • Meist nur eine Kopfseite betroffen, wobei der Schmerz die Seite wechseln kann
  • Dumpfer, drückender Schmerz
  • Bewegung (Aufstehen, Gehen, Bücken, Treppensteigen) verschlimmert den Schmerz, er wird stechend, pulsierend oder pochend
  • Mittlere bis starke Schmerzintensität, die zu Beeinträchtigung im Alltag führt
  • Typische Begleiterscheinungen: Übelkeit und/oder Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit, Geruchsempfindlichkeit, allgemeines Krankheitsgefühl, erhöhtes Ruhebedürfnis und der Wunsch, sich zurückzuziehen, Appetitlosigkeit

Mögliche Vorboten und Auslöser einer Chronischen Migräne

  • Mögliche Vorboten einer Migräne ohne Aura: Stimmungsschwankungen, häufiges Gähnen, Heißhunger oder Appetitlosigkeit, extremer Durst sowie Verdauungsprobleme.
  • Mögliche Vorboten einer Migräne mit Aura: Zickzack-Formen, Blitze oder Wortfindungsstörungen.
  • Mögliche Auslöser (Trigger): Aufregung oder Stress, Entspannungsphasen nach Stresssituationen, Schlafmangel oder veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus, körperliche Anstrengung bei Sport, Freizeitaktivitäten oder der Arbeit, Nackenschmerzen, hormonelle Veränderungen durch Periode, Schwangerschaft oder Wechseljahre, Auslassen von Mahlzeiten, bestimmte Lebensmittel, Wetterumschwünge und Klimawechsel, Düfte und Gerüche, Licht.

Migräne begünstigt Begleiterkrankungen

Menschen mit Migräne leiden häufig zusätzlich an Angststörungen und Depressionen. Zudem haben Migränepatienten ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Auch zeigt sich ein Zusammenhang von Migräne und hohem Blutdruck sowie Herzkreislauf-Erkrankungen und anderen Schmerzerkrankungen.

Medikamentöse Behandlungsoptionen

Die medikamentöse Behandlung von Migräne umfasst Akutmedikation zur Linderung der Symptome während einer Attacke und Prophylaxe zur Reduzierung der Häufigkeit und Intensität von Anfällen.

Akutmedikation

  • Schmerzmittel: ASS (900 bis 1000 mg), Ibuprofen (400 mg), Paracetamol (1000 mg) bzw. Phenazon (1000 mg) gelten als Mittel der ersten Wahl.
  • Triptane: Sollten erst nach der Aura-Phase eingenommen werden.
  • Antiemetika: Metoclopramid oder Domperidon können bei Übelkeit und Erbrechen helfen.

Prophylaxe

  • Betablocker: Metoprolol, Propranolol
  • Kalziumkanalblocker: Flunarizin
  • Antiepileptika: Valproat, Topiramat, Lamotrigin
  • Antidepressiva: Amitriptylin

Alternative und ergänzende Behandlungsmethoden

Neben medikamentösen Behandlungen gibt es auch alternative und ergänzende Methoden, die bei Migräne eingesetzt werden können:

  • Akupunktur
  • Biofeedback
  • Entspannungstechniken
  • Kognitive Verhaltenstherapie
  • Ausdauersport

Wichtige Hinweise für Schwangere und Stillende

Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist bei der Behandlung von Migräne besondere Vorsicht geboten. Einige Medikamente können dem ungeborenen Kind schaden.

Akuttherapie

  • Paracetamol: Emryotoxische Wirkung äußerst gering, nur fraglich.
  • Ibuprofen: Im ersten und zweiten Trimenon Gabe möglich. Keine Gabe im dritten Trimenon (Vorzeitiger Verschluß des Ductus arteriosus).
  • Acetylsalicylsäure: Bis zur 28 SSW. strenge Indikationsstellung, danach Gabe vermeiden!
  • Triptane: Bisher beste Datenlage für Sumatriptan. Sehr gute Datenlage für das erste Trimenon. Bisher keine Anhaltspunkte einer embryotoxischen Wirkung. Alternativ Rizatriptan. Gabe nur bei Therapieresistenz unter Paracetamol oder Ibuprofen.
  • Steroide: Soweit bekannt keine embryotoxische Wirkung. Gabe bei länger anhaltenden Migräneattacken. Prednison (-olon) per os oder intravenös.
  • Antiemetika: Dimenhydrinat oder Metoclopramid (2. Wahl).

Prophylaxe

  • Magnesium: Wirkt zudem wehenhemmend.
  • Metoprolol: Möglichst niedrige Dosis wählen.
  • Amitriptylin: Sehr strenge Indikationsstellung.

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