Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Leiden. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Therapieansätze und Geräte, insbesondere im Hinblick auf Migräne und Spannungskopfschmerzen. Dabei werden sowohl TENS-Geräte (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) als auch andere Lösungsansätze betrachtet, einschließlich der umstrittenen "Cola und Pommes"-Methode.
TENS-Therapie bei Kopfschmerzen
Die TENS-Therapie ist eine nicht-medikamentöse Methode zur Schmerzlinderung, die bei verschiedenen Kopfschmerzarten eingesetzt werden kann, darunter Spannungskopfschmerzen und Migräne. Die Therapie basiert auf der Anwendung von Reizstrom, der über Elektroden auf die Haut übertragen wird.
Anwendungsbereiche der TENS-Therapie
Die TENS-Therapie kann bei verschiedenen Arten von Kopfschmerzen eingesetzt werden:
- Hinterkopf- und Nackenschmerzen: Diese Schmerzen werden oft durch Verspannungen in der Nacken- und Rückenmuskulatur verursacht. Die TENS-Therapie kann helfen, diese Verspannungen zu lösen und die Schmerzen zu lindern.
- Spannungskopfschmerzen: TENS kann hier Abhilfe schaffen. Bei richtiger Anwendung werden die Schmerzen in der Regel schnell gelindert. Es lohnt sich also, ein Reizstromgerät zu Hause zu haben.
- Migräne: Die Reizstromtherapie kann hier unter Umständen Abhilfe schaffen. Dafür solltest Du jedoch trotz der Schmerzen in der Lage sein, die Elektroden anzulegen und eine Stimulation mit dem TENS-Gerät durchzuführen. Sollte das nicht der Fall sein, raten wir Dir von der Elektrotherapie eher ab. Generell solltest Du vor der ersten TENS Anwendung am besten mit Deinem Hausarzt / Deiner Hausärztin sprechen.
Elektrodenplatzierung und Programme
Für eine erfolgreiche TENS-Therapie ist die richtige Platzierung der Elektroden entscheidend. Die Elektroden sollten so platziert werden, dass der Schmerzherd weitestgehend umschlossen wird.
- Hinterkopf- und Nackenschmerzen: Die Elektroden werden am Hinterkopf und Nacken platziert.
- Migräne: Eine Elektrode wird auf die seitliche Stirn und eine zweite Elektrode auf den Schulter-/Nackenbereich geklebt.
Bei der Wahl des Programms und der Stromintensität ist es wichtig, dass keine Schmerzen verspürt werden. Es empfiehlt sich, verschiedene Programme und Intensitäten auszuprobieren. Bei Verspannungen der Muskulatur haben sich Programme bewährt, die speziell auf die Muskelentspannung abzielen.
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TENS-Geräte im Vergleich: Curamed von Aldi und Prorelax
Aldi bietet regelmäßig TENS-Geräte der Marke Curamed zu einem günstigen Preis an. Diese Geräte kombinieren TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation), EMS (Elektrische Muskelstimulation) und Massagefunktionen in einem kompakten Format. Die Geräte sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, z.B. als TENS-/EMS- und Massage-Gerät, Migräne-TENS-Gerät und Perioden-TENS-Gerät.
Die Curamed TENS-Geräte von Aldi bieten unter anderem:
- vorinstallierte Programme für drei Körperzonen (Nacken, Rücken, Knie)
- Schnellstarttasten für eine einfache Anwendung
- 70 Programme insgesamt: davon 50 TENS-, 10 EMS- und 10 Massageprogramme
- individuelle Einstellungsmöglichkeiten
- benutzerfreundliche Bedienung: große Tasten und ein beleuchtetes Display
- Abschaltautomatik und Sperrfunktion für mehr Komfort und Sicherheit
- wiederaufladbare Akkus
Als Alternative bietet sich das Prorelax TENS+EMS Duo Comfort an, das ähnliche Therapiefunktionen, mehr Zubehör und eine hohe Kundenzufriedenheit bietet.
Wichtige Hinweise zur Anwendung von TENS-Geräten
- TENS-Geräte sind nicht für Personen mit Herzschrittmachern, implantierten Defibrillatoren, aktiven metallischen Implantaten oder Herzrhythmusstörungen geeignet.
- Schwangere, Menschen mit Epilepsie oder schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten auf die Anwendung verzichten.
- Im Zweifelsfall sollte vor der Anwendung ein Arzt konsultiert werden.
- TENS-Geräte ersetzen nicht den Besuch beim Arzt. Bei Schmerzen und anderen gesundheitlichen Beschwerden sollte ärztliches Fachpersonal konsultiert werden.
"Cola und Pommes" gegen Migräne: Ein umstrittener Tipp
Ein umstrittener Notfall-Tipp gegen Migräne ist die Kombination aus Cola und Pommes. Dieser Tipp basiert auf der Annahme, dass Koffein die erweiterten Blutgefäße verengt und Salz den Elektrolythaushalt ausgleicht. Die Kombination aus Cola und Pommes kann in Einzelfällen helfen - insbesondere in der Frühphase eines Migräneanfalls, wenn erste Symptome wie leichte Kopfschmerzen oder Übelkeit auftreten. Auch bei leichtem Elektrolytverlust durch Dehydrierung oder ausgelassene Mahlzeiten kann der Mix kurzfristig stabilisierend wirken.
Medizinisch bleibt der Effekt jedoch umstritten. Fachleute warnen vor möglichen Nebenwirkungen:
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- Koffein kann Migräne auch verstärken, vor allem bei regelmäßigem Konsum oder empfindlichem Stoffwechsel.
- Stark verarbeitete Lebensmittel wie Pommes und Softdrinks gelten als entzündungsfördernd - langfristig erhöhen sie das Risiko für Bluthochdruck oder Stoffwechselstörungen.
Gesündere Alternativen wie koffeinhaltige Schmerzmittel, isotonische Getränke oder frisches Obst mit etwas Salz bieten ähnliche Effekte - ohne Fast-Food-Risiken.
Als dauerhafte Strategie ist der Snack jedoch nicht geeignet.
Weitere Therapieansätze und Medikamente gegen Migräne
Neben der TENS-Therapie und der "Cola und Pommes"-Methode gibt es weitere Therapieansätze und Medikamente zur Behandlung von Migräne.
Medikamentöse Behandlung
- Triptane: Triptane sind Medikamente, die besonders effektiv gegen Migräne wirken. Sie sollten jedoch umgehend bei den ersten Anzeichen eines Migräneanfalls eingenommen werden.
- Erenumab: Erenumab ist ein monoklonaler Antikörper, der den Calcitonin Gene-Related Peptide Rezeptor blockiert. Er ist für die vorbeugende Behandlung von chronischer Migräne zugelassen.
Alternative Therapien
- Akupunktur: In einem Artikel des Deutschen Ärzteblattes aus dem Jahr 1998 steht sogar, dass der Einsatz alternativer nichtmedikamentöser Therapien, wie Akupunktur, Neuraltherapie, Biofeedback oder eben TENS die Aufnahme einer effektiven Therapie nur verzögert.
Augenmigräne
Bei der Augenmigräne kommt es zu Störungen des Sehvermögens. Lichtblitze, Zickzacklinien und Augenflimmern sind typische Symptome. In der Regel ist eine Augenmigräne harmlos und verschwindet von allein wieder. Dennoch sollten Betroffene, die Sehstörungen haben, grundsätzlich einen Augenarzt aufsuchen. Insbesondere wenn die Beschwerden zum ersten oder auch wiederholt auftreten.
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