Alzheimer Gesellschaft Oberpfalz: Unterstützung und Spenden für Menschen mit Demenz

Demenz ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft immer noch mit Vorbehalten behaftet ist. Umso wichtiger ist es, das Verständnis für Betroffene zu fördern, Ängste abzubauen und eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Die Alzheimer Gesellschaft Oberpfalz e.V. Selbsthilfe Demenz setzt sich seit 1996 für die Verbesserung der Situation von Menschen mit Demenz und ihren Familien ein. Als gemeinnützige Organisation arbeiten sie politisch und konfessionell unabhängig und bieten kostenlose, neutrale Beratung an.

Gedächtnisambulanzen: Anlaufstellen für Diagnostik und Behandlung

Ein wichtiger Baustein in der Versorgung von Menschen mit Demenz sind Gedächtnisambulanzen. Diese Einrichtungen sind auf die Diagnostik von Gedächtnisproblemen spezialisiert. Ärzte und andere Fachkräfte untersuchen dort, welche Ursachen den Gedächtnisproblemen zugrunde liegen und ob eine Demenzerkrankung wie Alzheimer vorliegt. In Deutschland gibt es rund 160 dieser Einrichtungen, die auch als Memory Kliniken oder Gedächtnissprechstunden bezeichnet werden. Die Überweisung erfolgt in der Regel durch den Hausarzt.

Mit den neuen Alzheimer-Medikamenten kommt den Gedächtnisambulanzen eine zusätzliche Rolle zu: Erste Zentren koordinieren bereits die notwendigen Schritte für eine mögliche Behandlung und begleiten die erforderlichen Untersuchungen.

Gedächtnisambulanzen in Ihrer Nähe

Um eine geeignete Einrichtung in Ihrer Nähe zu finden, können Sie die Datenbank der Alzheimer Gesellschaft nutzen. Geben Sie einfach Ihre Postleitzahl oder Ihren Wohnort und den gewünschten Umkreis ein. Die ausgewählten Adressen können Sie direkt ausdrucken.

Einige Beispiele für Gedächtnisambulanzen in Deutschland sind:

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  • Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden, Universitäts-Gedächtnisambulanz: Fetscherstr. 74, 01307 Dresden, Tel.: 035 14 58 27 97
  • Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig, Gedächtnisambulanz: Semmelweisstr. 10, 04103 Leipzig, Tel.: 034 19 72 43 04
  • Helios Park-Klinikum Leipzig Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Psychiatrische Institutsambulanz - Gedächtnissprechstunde: Morawitzstr. 2, 04289 Leipzig, Tel.: 0341 864 - 11 10
  • Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Altenburg, Gerontopsychiatrische Ambulanz / Gedächtnissprechstunde Altenburg: Zeitzer Str. 28, 04600 Altenburg, Tel.: 034 47 56 22 40
  • Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Universitätsklinikums Halle, Gedächtnissprechstunde: Julius-Kühn-Str. 7, 06112 Halle, Tel.: 03 45 55 73 639
  • Universitätsklinikum Halle (Saale), Klinik und Poliklinik für Neurologie, Neurologie-Ambulanz, Gedächtnissprechstunde: Ernst-Grube-Str. 40, 06120 Halle, Tel.: 0345 5573340
  • Universitätsklinikum Jena - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Gedächtnissprechstunde Psychiatrische Ambulanz: Philosophenweg 3, 07743 Jena, Tel.: 036 41 93 90 400
  • Gedächtniszentrum des Universitätsklinikums Jena, Klinik für Neurologie (in Kooperation mit der Klinik für Psychiatrie): Am Klinikum 1, 07747 Jena, Tel.: 036 41 93257 90
  • HELIOS Klinikum Aue, Gedächtnissprechstunde: Gartenstr. 6, 08280 Aue, Tel.: 037 71 58 15 36
  • Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig- Krankenhaus, Gedächtnissprechstunde: Große Hamburger Str. 5-11, 10115 Berlin, Tel.: 030 23 11 25 00
  • Charité Mitte Psychiatrische Institutsambulanz, Gedächtnissprechstunde: Charitéplatz 1, 10117 Berlin, Tel.: 030 45 05 17 095
  • Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge Abt. Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Gedächtnisambulanz: Herzbergstr. 79, 10365 Berlin, Tel.: 030 54 72 49 60
  • Friedrich von Bodelschwingh-Klinik, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik: Landhausstrasse 33-35, 10717 Berlin, Tel.: 030 54 72 78 54
  • Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Modul Altersmedizin: Hindenburgdamm 30, 12200 Berlin, Tel.: 030 45 05 17 685
  • Charité Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Neurologie, MVZ Neurologie: Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin, Tel.: 030 45 05 50 606
  • St. Joseph Krankenhaus Berlin-Weißensee, Memory-Klinik: Gartenstr. 1-5, 13088 Berlin, Tel.: 030 92 79 03 22
  • Charité - Universitätsmedizin Berlin Campus Berlin Buch, Gedächtnissprechstunde: Lindenberger Weg 80, 13125 Berlin, Tel.: 030 45 05 40 077
  • Ernst von Bergmann Klinikum, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Institutsambulanz 2 / Gedächtnissprechstunde: Charlottenstr. 72, 14467 Potsdam, Tel.: 033 12 41 37 586
  • Asklepios Fachklinikum Brandenburg Klinik für Gerontopsychiatrie, Gedächtnissprechstunde: Anton-Saefkow-Allee 2, 14772 Brandenburg a.d. Havel, Tel.: 033 81 78 21 56
  • Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Gedächtnissprechstunde: Müllroser Chaussee 7, 15236 Frankfurt Oder, Tel.: 0335 - 548 4530
  • Asklepios Fachklinik Teupitz Klinik für Psychiatrie, Psychologie und Psychosomatik, Gedächtnissprechstunde: Buchholzer Str. 21, 15755 Teupitz, Tel.: 033 76 66 64 04
  • Martin Gropius Krankenhaus GmbH Psychiatrische Institutsambulanz für Erwachsene, Memory-Klinik: Oderberger Straße 8, 16225 Eberswalde, Tel.: 03334 53 24 8
  • Ev. Krankenhaus Bethanien gGmbH Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Memory-Klinik: Gützkower Landstr. 69, 17489 Greifswald, Tel.: 038 34 54 34 50
  • Gedächtnissprechstunde / Forschungsambulanz Universitätsmedizin Rostock Sektion für Gerontopsychosomatik und dementielle Erkrankungen an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin, Gedächtnissprechstunde: Gelsheimer Str. 20, 18147 Rostock, Tel.: 03 81 494 9480
  • Helios Kliniken Schwerin GmbH, Klinik für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie: Wismarsche Straße 393-397, 19055 Schwerin, Tel.: 0385 520 3388

Der Bayerische Demenzfonds: Förderung von Teilhabe und demenzsensiblen Kommunen

Der Bayerische Demenzfonds unterstützt Angebote zur Teilhabe und Programme zur Stärkung von demenzsensiblen Kommunen. Ziel ist es, Menschen mit Demenz, die zu Hause leben, sowie ihre Angehörigen zu unterstützen. Der Fokus liegt dabei auf lokalen Maßnahmen, die ein Miteinander von Menschen mit und ohne Demenz in den Blick nehmen.

Fördersäulen des Bayerischen Demenzfonds

Der Bayerische Demenzfonds fördert insbesondere:

  • Angebote, die Menschen mit Demenz mitreden, mitmachen und mitbestimmen lassen: Es geht dabei um Ansätze, die ein Miteinander von Menschen mit und ohne Demenz an ihrem Lebensort ermöglichen.
  • Programme, die den Auf- und Ausbau der Demenzsensibilität vor Ort unterstützen und die Solidarität mit Betroffenen sowie ihren An- und Zugehörigen stärken: Gesucht werden Programme, die die Akzeptanz und Solidarität vor Ort fördern.

Beantragung einer Förderung

Die Beantragung einer Förderung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Zunächst sind nur die Unterlagen der Antragsphase I zu verwenden. Im Falle eines positiven Votums des Expertengremiums fordert die Geschäftsstelle am Bayerischen Landesamt für Pflege weitere Unterlagen zur Antragsphase II an. Alle nachfolgenden Unterlagen müssen erst nach positiver Rückmeldung durch die Geschäftsstelle eingereicht werden. Einsendeschluss der Unterlagen ist jährlich der 30. Juni beziehungsweise der 31. Juli.

Symposium des Bayerischen Demenzfonds

Das erste Symposium des Bayerischen Demenzfonds fand an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) in Amberg statt. Unter dem Thema „Gelebte Partizipation“ wurden verschiedene Best Practice-Projekte aus den Bereichen Natur, Kultur, Musik und Kunst vorgestellt. Zudem wurde zum ersten Mal der Wissenschaftspreis des Bayerischen Demenzfonds an zwei Nachwuchsforscher verliehen.

Spenden für die Alzheimer Gesellschaft Oberpfalz e.V.

Die Alzheimer Gesellschaft Oberpfalz e.V. ist auf Spenden angewiesen, um ihre wichtige Arbeit für Menschen mit Demenz und deren Familien fortsetzen zu können. Ihre Spende kann dazu beitragen, Maßnahmen in der Praxis und innovative Ideen zu fördern, die die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen an ihrem Lebensort unterstützen.

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Auch kleine Spenden tragen dazu bei, Großes zu bewirken. Spenden bis 300,00 € können mit einem Einzahlungsbeleg oder Kontoauszug für Ihre Steuererklärung geltend gemacht werden. Für Spenden über 300,00 € erhalten Sie auf Wunsch eine Spendenquittung.

Beispiele für Spendenaktionen und deren Verwendung

Die Firma Boneberger in Schongau hat beispielsweise im Rahmen einer Spendenaktion Gelder an verschiedene Organisationen und Einzelpersonen verteilt, darunter auch an die Alzheimer-Gesellschaft Pfaffenwinkel-Werdenfels. Solche Spendenaktionen tragen dazu bei, die Arbeit der Alzheimer Gesellschaften zu unterstützen und Menschen in Not zu helfen.

Ein weiteres Beispiel ist der Mukoviszidose Förderverein Oberland, der Spendengelder für Therapiegeräte und Klimakuren für Betroffene sammelt. Auch die Krebs-Selbsthilfegruppe Schongau ist auf finanzielle Hilfe angewiesen, um ihren Mitgliedern Unterstützung und eine positive Lebenseinstellung zu ermöglichen.

Engagement im Bevölkerungsschutz

Der 12. Bayerische Katastrophenschutz-Kongress in Weiden hat die Bedeutung des Bevölkerungsschutzes und die Rolle der Hilfsorganisationen hervorgehoben. Dabei wurde auch die "politische Demenz" im Bevölkerungsschutz kritisiert, bei der die Begeisterung und Unterstützung für Hilfsorganisationen nach einer Krise wieder sinkt.

Der DRK-Generalsekretär forderte, den Bevölkerungsschutz neu, innovativ und vernetzt zu denken und die Kompetenzen des Roten Kreuzes im Bereich Betreuung zu nutzen. Er betonte die Wichtigkeit des drkservers als Plattform zur Bündelung von Personal und Material.

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Unterstützung für Menschen mit Sehbehinderung und komplexen Behinderungen

Das Blindeninstitut Rückersdorf bietet seit mehr als 30 Jahren breitgefächerte Unterstützungsangebote für blinde, sehbehinderte und mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche. Mit Frühförderung, schulvorbereitenden Einrichtungen, einer Schule am Dachsberg und therapeutischen Angeboten werden die individuellen Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten berücksichtigt.

Das Blindeninstitut ist auf Spenden angewiesen, um seine wichtige Arbeit fortsetzen zu können.

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