Alzheimer-Testfragebogen: Früherkennung und Diagnose von Demenz

Die Alzheimer-Krankheit, wie auch andere Demenzformen, zeichnet sich dadurch aus, dass sich die Gedächtnisleistung im Laufe der Zeit verschlechtert. Was kann man tun, wenn ein nahestehender Mensch sich nicht mehr so gut an etwas erinnert wie vor zwei Jahren oder wenn die Person nicht mehr weiß, welcher Tag und Monat es ist? In solchen Fällen kann ein wissenschaftlich abgesicherter Online-Fragebogen ein erster wichtiger Schritt hin zu einer zeitgerechten Diagnosestellung von Demenz sein und zur Früherkennung beitragen.

Bedeutung der Früherkennung von Demenz

Die Früherkennung von Demenz hat in den letzten Jahren an Bedeutung zugenommen. Eine spät diagnostizierte Demenz führt oft schon Jahre davor zu sozialer Isolation, verhindert eine Behandlung und verursacht viel Leid bei der erkrankten Person. Die Früherkennung macht eine effektive Demenztherapie möglich und verzögert den weiteren Verlauf der Krankheit um lange Zeit. Zudem bietet die Diagnose Demenz eine Erklärung für bislang unerklärliches Verhalten und andere Auffälligkeiten.

Studien zeigen, dass bis zu 45 Prozent aller Demenzerkrankungen durch einen gesunden Lebensstil und die gezielte Beeinflussung von 14 Risikofaktoren verhindert oder hinausgezögert werden können. Bewegung, gesunde Ernährung, soziale Kontakte und geistige Aktivität spielen dabei eine zentrale Rolle.

Demenz-Testfragebogen: Ein erster Schritt zur Einschätzung

Ein Demenz-Testfragebogen kann ein erster Schritt sein, um das Denkvermögen einer Person einzuschätzen. Die Ergebnisse können ein Hinweis auf eine Demenz oder Alzheimer sein. Es gibt verschiedene psychometrische Tests, mit denen Sie selbst zuhause das Denkvermögen einer Person einordnen können. Besonders bekannt und ziemlich zuverlässig sind „DemTect“, der „Mini-Mental-Status-Test (MMST)“, der „MoCa-Test“ und der „Uhrentest“. All diese Tests können aber nur Hinweise auf eine mögliche Demenz geben.

Der IQCODE-Fragebogen als Grundlage

Ein Beispiel für einen solchen Fragebogen ist der auf der Webseite verfügbare Fragebogen zur Fremdeinschätzung. Dieser basiert auf der deutschen Kurzform des IQCODE (The Informant Questionnaire on Cognitive Decline in the Elderly - übersetzt: „Fragebogen für Bezugspersonen zum kognitiven Abbau bei älteren Menschen“) mit 7 Fragen, welche von Ehrensperger et. al. in einer Studie 2009 validiert wurde. Der IQCODE ist ein bewährter und weltweit verbreiteter Fragebogen, mit dem sich der Abbau der Gedächtnisleistung gegenüber einem früheren Funktionsniveau mit Hilfe einer Bezugsperson abschätzen lässt (Jorm et al. 1989, Jorm et al.

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Bei diesem Fragebogen schätzen Sie die Gedächtnisleistung des Betroffenen ein, wenn Sie ihn seit mindestens zwei Jahren kennen. Wenn Sie bei den sieben Fragen angekreuzt haben, erhalten Sie eine übersichtliche Gesamtbeurteilung. Die Ergebnisse des Fragebogens werden zum Zweck der Evaluation des digitalen Angebots ohne irgendeine Rückverfolgbarkeit auf Sie vollständig anonym gespeichert. Nach der Evaluation werden diese Daten gelöscht.

Beispielhafte Fragen im Fragebogen

Ein solcher Test kann beispielsweise folgende Fragen beinhalten:

  1. Ich vergesse, wo ich etwas hingelegt habe.
  2. Ich erkenne Plätze nicht wieder, an denen ich früher war.
  3. Ich finde es schwierig, den Inhalt eines Fernsehfilms zu verstehen.
  4. Wenn sich meine tägliche Routine ändert, fällt es mir schwer, mich an den neuen Ablauf zu gewöhnen.
  5. Ich muss häufiger noch einmal zurückgehen, um mich zu vergewissern, ob ich z. B. das Licht oder die Herdplatte ausgeschaltet habe.
  6. Ich weiß nicht mehr genau, was sich vor einem Tag oder einer Woche ereignet hat.
  7. Ich vergesse, Dinge (z. B. Geldbeutel, Versicherungskarte) mitzunehmen. Häufig muss ich deshalb zurückgehen.
  8. Ich vergesse häufig Dinge, die mir vor einem Tag oder vor ein paar Tagen gesagt wurden. Ich muss an sie erinnert werden.
  9. Ich beginne, etwas zu lesen, ohne zu bemerken, dass ich es schon einmal gelesen habe.
  10. Ich habe Schwierigkeiten, enge Verwandte oder Freunde wieder zu erkennen.
  11. Ich finde es schwer, ein neues Spiel zu erlernen.
  12. Ich kann häufig das richtige Wort nicht finden.
  13. Ich vergesse häufig, Dinge zu tun, die ich tun wollte.
  14. Ich vergesse wichtige Sachen, die ich gestern getan habe oder die sich gestern ereigneten.
  15. Beim Reden reißt mir der rote Faden ab.
  16. Ich verliere beim Lesen einer Geschichte in einer Zeitung oder in einem Buch den roten Faden.
  17. Ich vergesse, jemandem eine wichtige Botschaft zu übermitteln.
  18. Ich habe das Datum meines Geburtstages und/oder meinen Geburtsort vergessen.
  19. Ich bringe Dinge, die mir erzählt wurden, durcheinander. Ich kann sie nicht mehr in die richtige Reihenfolge bringen.
  20. Ich finde es schwer, alte Geschichten und lustige Begebenheiten zu berichten.
  21. Gewisse alltägliche Arbeiten kann ich nur mit Mühe durchführen. Manchmal weiß ich nicht mehr, wann oder wie ich die Arbeit durchführen soll.
  22. Bekannte Gesichter, die im Fernsehen oder in Zeitschriften erscheinen, sind mir plötzlich fremd.
  23. oder ich schaue an den falschen Orten nach ihnen.
  24. Ich finde einen vertrauten Weg, z. B. in einem oft besuchten Gebäude, nicht mehr.
  25. In einem Gebäude, in dem ich nur ein- oder zweimal war, habe ich Schwierigkeiten, mich zurechtzufinden.
  26. Ich wiederhole häufig, was ich gerade gesagt habe, oder ich stelle eine Frage zwei- bis dreimal.

Wenn Sie bei mehreren Fragen „Oft“ oder „Manchmal“ geantwortet haben, sollten Sie sich von einem Arzt beraten lassen, weil dies auf Anzeichen Demenz hindeuten würde.

Weitere Demenz-Tests und Diagnoseverfahren

Neben Fragebögen gibt es eine Reihe weiterer Demenz-Tests und Diagnoseverfahren, die von Fachleuten eingesetzt werden:

  • DemTect: Ein einfaches Verfahren, das nicht sehr lange dauert und kaum Vorwissen braucht. Der DemTect-Test berücksichtigt bei der Auswertung auch das Alter des Patienten.
  • Mini-Mental-Status-Test (MMST): Ein etwas voraussetzungsreicherer und aufwändigerer, aber dafür auch aussagekräftigerer Test. Der MMST wird häufig von geschultem Personal in Arztpraxen und Krankenhäusern verwendet.
  • Montreal-Cognitive-Assessment-Test (MoCa-Test): Sollte von geschultem Personal durchgeführt werden.
  • Uhrentest: Ein sehr bekannter Demenz-Test, der sich in wenigen Minuten nur mit einem Blatt Papier und einem Stift durchführen lässt.
  • Test zur Früherkennung von Demenzen mit Depressionsabgrenzung (TFDD): Hier geht es vor allem darum, eine Depression als mögliche Ursache auszuschließen.
  • Syndrom-Kurztest (SKT): Erfasst vor allem Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, der Aufmerksamkeit und der Informationsverarbeitung.
  • Mini-Mental-State-Examination (MMSE): Ein weit verbreiteter Test zur Überprüfung des Schweregrades kognitiver Defizite und Gedächtnisstörungen.
  • SAGE-Test: Ein Test, der zu Hause durchgeführt werden kann, aber keine definitive Diagnose liefert, sondern als Indikator dienen kann.

Darüber hinaus gibt es Testverfahren, die ausschließlich von medizinischem und psychologischem Personal durchgeführt werden können. Diese sind zum Teil sehr aufwändig und setzen in jedem Fall eine entsprechende Schulung oder Ausbildung voraus.

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Bildgebende Verfahren und Laboruntersuchungen

  • CT und MRT: Bildgebende Verfahren wie die Computertomografie und die Magnetresonanztomografie geben Einblicke in das Gehirn. Ärzte und Ärztinnen erkennen so Demenzauslöser wie Durchblutungsstörungen und Schlaganfälle. Eine MRT-Untersuchung kann ebenfalls hilfreich sein, um die genaue Ursache von Gedächtnisproblemen oder Veränderungen im Verhalten zu ermitteln. Ein MRT-Scan vom Gehirn kann zeigen, ob es strukturelle Veränderungen im Gehirn gibt, die mit Demenz oder einer anderen Erkrankung in Verbindung stehen könnten.
  • Untersuchung von Blut und Nervenwasser: Eine Blutabnahme erfolgt, um behandelbare Ursachen einer Demenz zu erkennen, zum Beispiel einen Vitaminmangel. Über eine Analyse des Nervenwassers lässt sich die Konzentration von beta-Amyloid und Tau-Protein ermitteln, die bei der Entstehung von Demenz eine zentrale Rolle spielen.

Der Mini-Mental-Status-Test (MMST) im Detail

Der Mini-Mental-Status-Test (MMST) ist ein Schnelltest für die Erfassung kognitiver Störungen bei älteren Menschen. Er hat eine hohe Aussagekraft über die Diagnose Demenz und wird gerade bei dem Verdacht auf eine Demenz häufig als Erst-Test angewandt. Darüber hinaus wird er auch genutzt, um den Krankheitsverlauf zu verfolgen. Der Begriff MMSE ist die Abkürzung für den englischen Namen des MMST, nämlich „Mini Mental State Examination“. Der Test wurde 1975 von Marshal F. Folstein entwickelt.

Der MMST-Test wird am besten von einem geschulten Experten durchgeführt und besteht aus einem Gespräch zwischen dem Experten und der betroffenen Person. In jeder der fünf Kategorien gibt es mehrere Fragen zu beantworten oder Aufgaben zu erledigen. Für jede richtig gelöste Aufgabe oder Frage gibt es einen Punkt, also maximal 30 Punkte. Sie haben bis zu 30 Minuten Zeit, den MMST-Test zu bearbeiten - in der Regel geht es aber deutlich schneller.

Der MMST liefert ein zuverlässiges Bild von der kognitiven Leistungsfähigkeit des Probanden. Auf den Test selbst folgt in der Regel eine körperliche Untersuchung. Stellen Sie der Testperson die Fragen und notieren Sie die Antworten. Um die Auswertung können Sie sich später kümmern.

Bestandteile des MMST:

  1. Orientierung zur Zeit: Welches Jahr ist es? Welche Jahreszeit? Welcher Monat? Welcher Tag? Welcher Wochentag?
  2. Orientierung zum Ort: In welchem Land befinden wir uns? In welchem Bundesland? In welcher Stadt? Wo befinden wir uns hier? In welchem Stockwerk?
  3. Merkfähigkeit: Fragen Sie die Testperson, ob sie mit einem kleinen Gedächtnistest einverstanden ist. Sie soll sich drei Begriffe merken. Nennen Sie die Begriffe laut und deutlich. Danach hat die Testperson sechs Versuche, um alle drei Begriffe zu wiederholen.
  4. Aufmerksamkeit und Rechnen: Die Testperson soll angefangen bei 100 fünfmal in Folge 7 abziehen. Alternativ zum Rechnen kann die Person auch das Wort „S-T-U-H-L“ rückwärts buchstabieren.
  5. Abruf: Die Testperson soll jetzt noch einmal die drei Begriffe nennen, die sie sich in Aufgabe 2 merken sollte. Im Idealfall weiß die Person vorher nicht, dass die Begriffe jetzt ein zweites Mal abgefragt werden.
  6. Benennen: Sie benötigen nun den Stift und die (Armband-)Uhr. Was ist das? Was ist das?
  7. Wiederholen: Wiederholen Sie den Satz höchstens dreimal. Die Person muss genau diesen Satz wiederholen und hat dafür nur einen Versuch.
  8. Verstehen: Die Person erhält ein Blatt Papier und dazu nacheinander drei Kommandos, die Sie nur einmal wiederholen.
  9. Lesen: Schreiben Sie auf ein Blatt Papier die Anweisung „AUGEN ZU“ zeigen Sie es der Testperson und prüfen Sie, ob sie darauf reagiert und die Augen schließt. Die Buchstaben müssen so groß sein, dass sie auch bei eingeschränktem Sehvermögen noch gut lesbar sind.
  10. Schreiben: Es wird kein Satz diktiert, die Testperson muss spontan irgendeinen vollständigen Satz schreiben. Der Satz sollte mindestens aus Subjekt und Prädikat bestehen, also zum Beispiel „Ich gehe“.
  11. Zeichnen: Auf einem Blatt Papier sind zwei sich überschneidende Fünfecke dargestellt. Die Testperson soll diese so exakt wie möglich nachzeichnen. Dabei muss sie explizit alle zehn Ecken und die Überschneidung darstellen.

Zur Auswertung zählen Sie für jede richtig gelöste Aufgabe einen Punkt und werten das Ergebnis anhand dieser Skala aus. Test ersetzt keinen Arztbesuch.

Bewertung des MMST:

  • 27 bis 30 Punkte: höchstens leichte Beeinträchtigungen des Denkvermögens
  • Komplett gesunde und geistig fitte Menschen sollten 30 Punkte erreichen.

Wichtiger Hinweis: Demenz-Tests ersetzen keine ärztliche Diagnose

Einfache Testverfahren für Demenz können keine absolut zuverlässigen Ergebnisse liefern. Dafür gibt es mehrere Gründe. In Demenz-Tests, also in psychometrischen Tests, können nur Symptome erkannt werden. Doch diese Symptome können auch Anzeichen für andere Erkrankungen sein. Es kann also sein, dass ein Demenz-Test Hinweise auf eine Demenz liefert, obwohl die Testperson an einer ganz anderen Krankheit leidet.

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Abgesehen davon, dass Demenz-Tests keine zuverlässigen Diagnosen liefern können, gibt es zwei Probleme mit Demenz-Tests:

  1. Der Test wird allein - ohne umfassende medizinische Untersuchung - als sicherer Hinweis auf eine Demenz gedeutet.
  2. So etwas ist absolut unprofessionell und fahrlässig.

Allein schon, um andere Erkrankungen als Ursache für die Symptome auszuschließen, muss ein Arzt eine umfassende Untersuchung vornehmen. Außerdem kann nur auf Grundlage der ärztlichen Diagnose eine professionelle Behandlung erfolgen und finanziert werden.

Daher ist es wichtig zu betonen, dass ein Demenz-Test, egal welcher Art, niemals eine umfassende medizinische Untersuchung durch einen Arzt ersetzen kann. Ein positives Testergebnis sollte immer Anlass sein, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache der Beschwerden abzuklären und eine gesicherte Diagnose zu erhalten.

Anzeichen und Symptome von Demenz

Verschiedene Anzeichen im Verhalten einer Person können auf eine Demenz hinweisen. Eine mögliche Auffälligkeit ist es, wenn eine Person mehrmals am Tag die gleiche Geschichte erzählt, ohne das selbst wahrzunehmen. Außerdem fehlen betroffenen Personen gelegentlich die richtigen Worte während des Gesprächs (auch Wortfindungsstörung genannt).

Typische Demenz-Symptome sind Störungen des Gedächtnisses und der Merkfähigkeit sowie Störungen des Denkens, der Sprache, der Wahrnehmung, der logischen Argumentation und des Verhaltens. Ein erstes Anzeichen ist Vergesslichkeit: Gegenstände werden verlegt, Termine verpasst, Namen und Worte vergessen. In einer fremden Umgebung ist die oder der Betroffene zunehmend orientierungslos.

Im weiteren Verlauf der Demenz nehmen die Beeinträchtigungen im Denkvermögen zu. Erinnerungen aus dem Langzeitgedächtnis verblassen, Gegenstände verlieren ihre Bedeutung, Sprachstörungen treten auf und auch körperlich baut die oder der Demenzkranke ab. Sehr belastend für Familie und Freunde sind zudem die Persönlichkeitsveränderungen und Verhaltensstörungen, die mit der Demenz einhergehen. Dazu gehören Aggressivität, Streitlust und Ablehnung ebenso wie starke Anhänglichkeit und Angstreaktionen. Manche Betroffenen leben wieder in ihrer Kindheit oder Jugend. Angehörige werden nicht mehr erkannt.

Was tun bei Verdacht auf Demenz?

Wenn Sie selbst oder mit Ihrem Angehörigen zusammen einen Demenz-Selbsttest gemacht haben und den Verdacht auf eine Demenz-Erkrankung haben, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin wenden. Er oder sie kennt Ihren Angehörigen schon lange und kann Veränderungen gut einschätzen. Erhärtet sich der Verdacht auf Demenz, bekommen Sie eine Überweisung zu einem Facharzt oder zu einer Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie oder Geriatrie.

Bei Verdacht auf Alzheimer oder eine andere Form der Demenz erfolgt die Diagnosestellung in der Regel schrittweise. In bis zu vier Terminen mit Gesprächen, Untersuchungen und Tests machen sich die Teams in den Schwerpunktpraxen oder Gedächtnisambulanzen ein umfassendes Bild.

Anlaufstellen und Unterstützung

Eine gute Auflistung von Beratungsstellen, Gedächtnissprechstunden und Memory-Kliniken finden Sie bei der Selbsthilfe Übersicht der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Antworten und Unterstützung bekommen Angehörige auch durch die Pflegeberatung der AOK. Die Pflegeexperten und -expertinnen helfen dabei, einen individuellen Versorgungsplan zu erstellen, unterstützen bei der Organisation und nehmen Kontakt zu anderen Beteiligten wie etwa dem Pflegedienst auf. Vereinbaren Sie einen Termin zur Pflegeberatung - am Telefon, im persönlichen Gespräch in einem Kundencenter oder auch bei Ihnen zu Hause.

Die AOK hat für pflegende Angehörige ein Online-Selbsthilfeprogramm entwickelt, um sie dabei zu unterstützen, den psychisch belastenden Pflegealltag besser zu bewältigen.

Im September 2016 startete das Bundesministerium für Gesundheit die Initiative „Demenz braucht Dich“. Dahinter steht die Erkenntnis, dass die Demenz-Erkrankungen weiter zunehmen werden und da Demenz nicht heilbar ist, sollte jeder Mensch wissen, wie er Betroffenen begegnen kann. Menschen mit Demenz mögen krank sein, aber sie sind auch Teil der Gesellschaft, in der wir alle leben.

Formen von Demenz

Es gibt nicht nur eine, sondern viele Formen von Demenz. Mehr als 50 verschiedene Krankheitsbilder ordnen sich unter den Oberbegriff Demenz ein. Die häufigsten Formen sind:

  • Alzheimer (ca. 60-70%)
  • Vaskuläre Demenz (ca. 20%)

Jede dieser Demenzen hat ein leicht verändertes Symptombild. Stehen zum Beispiel bei der Alzheimer-Erkrankung die Gedächtnisstörungen im Vordergrund, so sind es bei vaskulären Demenzen eher Konzentrationsschwäche und Antriebsminderung.

Umgang mit der Diagnose Demenz

Der Umgang mit einer Demenzdiagnose hängt von mehreren Faktoren ab. Je nach Form und Stadium der Erkrankung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten von Medikamenten bis zu speziellen Übungen, um kognitive Fähigkeiten so lange wie möglich so gut wie möglich zu erhalten. Gedächtnisübungen und sozialer Austausch spielen in jedem Fall eine wichtige Rolle, da sich medikamentös nur wenig erreichen lässt.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das soziale Umfeld der betroffenen Person. Gibt es Angehörige oder enge Freund:innen, die sich um die Person kümmern können? Lebt die Person allein und würde eventuell von einem Umzug in ein entsprechendes Pflegeheim eher profitieren? Wie weit ist die Erkrankung fortgeschritten und wie selbstständig ist die Person noch? All diese Fragen sollten berücksichtigt werden.

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