Ayran, Joghurt und Parkinson: Ernährungsempfehlungen und Forschungsergebnisse

Seit Jahrtausenden begleitet die Kuhmilch den Menschen, doch ihre Wirkung ist nicht nur positiv. Sie kann den Muskelaufbau fördern, aber auch zu Hautproblemen führen und Gesundheitsrisiken bergen. Gerade einmal seit 7500 Jahren trinken Menschen Kuhmilch, und erst seit wenigen Jahrtausenden erlaubt die Evolution zumindest Teilen der Weltbevölkerung, Kuhmilch gut zu vertragen. Doch dies schützt nicht automatisch vor Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen. Kuhmilch hat sowohl gute als auch ungünstige Eigenschaften.

Die Vor- und Nachteile von Milchprodukten

Milchbestandteile sind im Fitnessbereich beliebt, um den Muskelaufbau und die Regeneration zu fördern. Sie sind auch für ältere Menschen hilfreich, deren Muskeln sich schneller abbauen. Die zwei Hauptbestandteile des Milchproteins sind Molke und Casein, die sich in Zusammensetzung und Funktion unterscheiden. Molke, der flüssige Anteil bei der Käseherstellung, enthält einen hohen Anteil an den Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin, die für unsere Muskeln wichtig sind. Molkenprotein wird schnell vom Körper aufgenommen und eignet sich ideal für die Versorgung direkt nach dem Training. Casein hingegen ist der feste Anteil des Milchproteins und wird bei der Käseherstellung herausgelöst. Im Gegensatz zur Molke wird Casein langsamer verdaut, über sechs bis acht Stunden, und gibt daher über einen längeren Zeitraum Aminosäuren an den Körper ab, wodurch es dem Muskelabbau entgegenwirkt.

Fermentierte Milchprodukte sind wertvoll für unsere Gesundheit. Traditionell hergestellte Produkte mit lebenden probiotischen Kulturen können die Darmflora unterstützen, wie zum Beispiel Kefir, original griechischer oder bulgarischer Joghurt, Rohmilchkäse und traditionell hergestellte Sauermilch. Lang gereifter Rohmilchhartkäse, wie Parmesan oder Emmentaler, liefert zusätzlich Vitamin K2, das die Knochengesundheit fördert und Gefäßverkalkungen vorbeugen kann.

Ayran, Skyr, Quark und Buttermilch werden in der Regel nach der Fermentation pasteurisiert, wodurch die natürlichen probiotischen Kulturen verloren gehen. Sie liefern trotzdem wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Kalzium, Jod, Vitamin B2 und B12. Manche industriell hergestellten Joghurts oder Kefirprodukte werden nach der Pasteurisierung mit probiotischen Kulturen angereichert, was auf der Verpackung gekennzeichnet ist.

Einige der ungünstigen Eigenschaften von Milch zeigen sich bei Hautproblemen wie Pickel, fettige Haut und Akne. Kuhmilch, Zucker, Weißmehl und Fast Food können Akne fördern, die Talgdrüsen stimulieren und Entzündungen begünstigen. Auch Vitamin-B12-Supplemente können Aknebakterien "anfüttern" und das Problem mit schmerzhaften Entzündungen verschlimmern. Akne kann mittlerweile als Zivilisationskrankheit bezeichnet werden.

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Die Bedeutung des Darms für die Gesundheit

Schon Hippokrates sagte: "Der Darm ist die Wurzel aller Gesundheit." Der menschliche Darm ist ein etwa fünf bis sieben Meter langer Muskelschlauch, der an den Magen anschließt und bis zum After reicht. Er besteht aus Dünndarm und Dickdarm. Der Dünndarm verdaut den vom Magen kommenden Speisebrei, indem er die darin enthaltenen Nährstoffe in ihre Bestandteile Aminosäuren, Fettsäuren und Zucker aufspaltet. Über die Darmwand gelangen diese ins Blut und in alle Organe. Zudem nimmt die Darmwand Wasser, Salze, Vitamine sowie Verdauungssekrete auf und produziert verschiedene Botenstoffe, die unter anderem auf den Magen und die Bauchspeicheldrüse wirken.

Die Innenwand des Dünndarms ist stark gefaltet und bildet zusätzlich kleine Ausstülpungen (Darmzotten), die mit fadenförmigen Fortsätzen (Mikrovilli) ausgestattet sind. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche auf 30 bis 40 Quadratmeter - etwa so groß wie eine Einzimmerwohnung. Das hilft, alle Nährstoffe optimal aufnehmen zu können. Der Dickdarm wiederum entzieht dem nicht verdauten Darminhalt vor allem Salze sowie Wasser und dickt ihn ein. Schleim sorgt dafür, dass alles gut rutscht. Im Mastdarm werden die unverdaulichen Nahrungsreste schließlich als Kot gespeichert und über den After ausgeschieden.

Der Darm spielt auch eine wichtige Rolle für das Immunsystem. Die Schleimschicht, die den Darm von innen auskleidet, dient als erste Barriere gegen krank machende Keime. In der Darmwand befinden sich zudem zahlreiche Immunzellen, die entweder direkt Eindringlinge abwehren oder spezialisierte Abwehrzellen produzieren. Letztere wiederum können über Botenstoffe weitere Abwehrzentren im Körper aktivieren.

Etwa 1.000 bis 1.500 verschiedene Bakterienarten können im Darm vorkommen. Jeder Mensch besitzt ein individuelles Muster aus etwa 100 bis 200 Bakterienarten. Als Schutzschicht auf der Darminnenwand verhindern sie rein mechanisch, dass sich Krankheitserreger ansiedeln. Außerdem produzieren sie antibiotisch wirkende Substanzen. Das sogenannte Darm-Mikrobiom hat aber auch noch andere Aufgaben. Aus unverdaulichen Nahrungsresten bilden die Darmbewohner die Vitamine K und B sowie andere biologisch aktive Substanzen, wie etwa Fettsäuren oder Botenstoffe. Dadurch beeinflussen sie nicht nur den Verdauungstrakt und die Immunabwehr im Darm, sondern auch verschiedene Stoffwechselprozesse im Körper - und sogar das Gehirn und unsere Psyche.

Studien geben Hinweise darauf, dass ein verändertes Darm-Mikrobiom in Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen wie Übergewicht, Diabetes, Parkinson, chronischen entzündlichen Darmerkrankungen oder Depressionen stehen könnte.

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Ernährungsempfehlungen für einen gesunden Darm

Eine bunte Vielfalt an verschiedenen Lebensmitteln liefert alle wichtigen Stoffe, die den Darm und die Darmbakterien unterstützen. Die unverdaulichen Pflanzenbestandteile regen die Darmtätigkeit an, machen den Stuhl weich und können Verstopfungen vorbeugen. Manche davon dienen den Darmbakterien außerdem als Nahrungsgrundlage.

  • Präbiotika: Fermentiertes Gemüse (z. B. Kimchi, Sauerkraut) sind eine gute Quelle für Präbiotika
  • Probiotika: Sauermilchprodukte (z. B. Joghurt, Kefir, Ayran) sind reich an Probiotika
  • Ballaststoffe: Hülsenfrüchte (z. B. Erbsen, Linsen) sind ballaststoffreich und halten lange satt
  • Resistente Stärke: Gekochte und dann abgekühlte Kartoffeln liefern viel resistente Stärke als Nahrung für die Darmbakterien
  • Gewürze: Gewürze (z. B. Kümmel, Fenchel) regen die Produktion von Verdauungssäften an
  • Beeren: Beeren (z. B. Himbeeren, Heidelbeeren etc.) enthalten viele Ballaststoffe sowie entzündungshemmende Pflanzenstoffe
  • Zwiebelgemüse: Zwiebelgemüse (z. B. Lauch, Zwiebeln) füttert auch die Darmbakterien
  • Vollkornprodukte: Vollkorngetreide (-produkte) wie Haferflocken oder Vollkornnudeln sind ballaststoff- und mineralstoffreich
  • Trockenfrüchte: Trockenfrüchte

Weitere Tipps für einen gesunden Darm:

  • Bewegung: Bewegung aktiviert die Darmmuskulatur, sodass der Nahrungsbrei weitertransportiert wird. Auch das Darm-Mikrobiom profitiert davon, denn ungesunde Bakterien werden so schneller wieder ausgeschieden. Besonders gut eignen sich Aktivitäten wie leichtes Joggen, Yoga oder Schwimmen. Sehr intensives Training dagegen hemmt den Verdauungsapparat.
  • Ausreichend trinken: Ausreichend trinken kann Verstopfungen vorbeugen - vor allem bei einer ballaststoffreichen Ernährung. Denn Ballaststoffe brauchen ausreichend Flüssigkeit, um aufzuquellen und den Stuhlinhalt zu vergrößern. Das vergrößerte Volumen dehnt die Darmwände und regt dadurch die Darmmuskulatur an. Etwa 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit sollten es pro Tag sein, am besten Wasser oder ungesüßter Kräutertee.
  • Negativen Stress vermeiden: Chronischer Stress kann das Darm-Mikrobiom verändern, die Beweglichkeit des Darms reduzieren und Entzündungen im Darm fördern. Ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und Entspannungsübungen wie autogenes Training können helfen, Stress abzubauen.
  • Gründlich kauen: Gründliches, langsames Kauen zerkleinert die Nahrung, Magen und Darm können sie dann besser verarbeiten. Außerdem enthält der Speichel Verdauungsenzyme, die bereits Vorarbeit leisten und den Speisebrei vorverdauen.
  • Routinen: Routinen helfen dem Darm, gut zu funktionieren.

Die Darm-Hirn-Achse

Darm und Gehirn stehen in engem Kontakt. Der Darm steht über unsere Nahrung in ständigem Kontakt mit der Umwelt. Darüber tauscht er sich mit dem Gehirn aus, und zwar mithilfe von Nerven und im Blut zirkulierenden Botenstoffen. In der Regel merken wir davon nichts. Aber bestimmte Situationen, etwa Stress oder Angst, können unmittelbar Reaktionen im Magen-Darm-Trakt hervorrufen. Wir haben dann zum Beispiel „ein schlechtes Bauchgefühl“ oder Beschwerden wie Durchfall. Störungen der Darm-Gehirn-Achse können auch dazu führen, dass sich die Symptome verselbstständigen und zu einem chronischen Problem werden. Menschen mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen wie dem Reizdarmsyndrom entwickeln häufiger eine psychische Erkrankung wie etwa eine depressive Störung.

Darmbakterien beziehungsweise das Darm-Mikrobiom sind ein wichtiger Bestandteil der Darm-Gehirn-Achse. Fachleute sprechen daher manchmal auch von der Mikrobiom-Darm-Gehirn-Achse. Es gibt einen Zusammenhang zwischen einem veränderten Mikrobiom und psychischen Problemen wie depressiven Störungen und Angststörungen. Einzig beim Reizdarmsyndrom weiß man inzwischen, dass neben einer Störung der Darm-Gehirn-Achse auch das Mikrobiom an der Krankheitsentstehung beteiligt sein kann.

Mythen rund um den Darm

  • Falsch: Es gibt keine Schlacken, die sich im Darm ansammeln und die durch Entgiftungskuren entfernt werden müssen.
  • Richtig: Probiotika in Form von Medikamenten können tatsächlich bei bestimmten Beschwerden helfen. Wichtig: Je nach Erkrankung gibt es verschiedene Empfehlungen für bestimmte Probiotikastämme.
  • Falsch: Bislang sind Analysen des Stuhlgangs außer zu Forschungszwecken wenig hilfreich.
  • Richtig: Antibiotika wirken nicht nur gegen krank machende, sondern auch gegen hilfreiche Bakterien.

Darmspiegelung zur Darmkrebsfrüherkennung

Bei einer Darmspiegelung (Koloskopie) untersuchen Ärzt:innen die Darmschleimhaut des Dickdarms, um krankhafte Veränderungen festzustellen. Dazu benutzen sie ein Koloskop. Das ist ein flexibler Schlauch (Durchmesser ca. 1 cm), an dessen Ende eine Lichtquelle und eine Videokamera sitzen. Die Darmspiegelung dient vor allem zur Darmkrebsfrüherkennung. Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung. Eine Darmspiegelung trägt häufig dazu bei, Krebsvorstufen zu erkennen und eine Darmkrebserkrankung zu verhindern.

Ablauf einer Darmspiegelung:

  1. Aufklärungsgespräch: Vor der eigentlichen Darmspiegelung findet ein ausführliches Gespräch statt, in dem Ablauf und Vorbereitung genau besprochen werden.
  2. Vorbereitung: Um die Untersuchung durchführen zu können, sollte der Dickdarm möglichst vollständig geleert werden. Dazu trinken die Patient:innen am Abend vor und/oder am Morgen der Untersuchung ein Abführmittel mit reichlich Flüssigkeit (ca. 2-4 Liter). Auf feste Kost muss zwei bis drei Stunden vor dem Abführen bis nach der Darmspiegelung verzichtet werden.
  3. Untersuchung: Wer möchte, kann ein Beruhigungsmittel erhalten, das in einen kurzen Dämmerschlaf versetzt. Die Untersuchung selbst dauert 15 bis 45 Minuten und erfolgt in der Regel ambulant, also ohne stationären Aufenthalt in der Klinik. Bei der Darmspiegelung selbst liegen die Patient:innen bequem in Seitenlage. Die Ärzt:innen führen das Koloskop mithilfe eines Gleitmittels über den After etwa bis zum Blinddarm ein und ziehen es danach langsam wieder heraus. Dabei können sie über einen Bildschirm die Darminnenwand genau betrachten. Für eine bessere Sicht wird der Darm während der Untersuchung mit Luft oder Kohlendioxid vorsichtig geweitet, sodass sich die Darmwände entfalten. Bei Auffälligkeiten können Ärzt:innen Gewebeproben entnehmen oder sogenannte Darmpolypen direkt entfernen. Dabei handelt es sich um gutartige Wucherungen, von denen sich manche nach einiger Zeit zu Tumoren entwickeln können. Die kleinen Eingriffe sind normalerweise völlig schmerzlos. Gewebeproben werden zur weiteren Untersuchung ins Labor geschickt.
  4. Nach der Darmspiegelung: Anschließend findet ein ausführliches ärztliches Gespräch statt.

Ernährung und Parkinson: Aktuelle Forschungsergebnisse

Eine passende Ernährung kann offenbar das Risiko für eine Parkinsonerkrankung senken, den Verlauf verlangsamen und die Wirksamkeit der Medikamente stärken. Bestimmte Diäten sind mit einer geringeren Inzidenz, einem späteren Beginn und einem günstigen Verlauf vergesellschaftet. Bei Alzheimer haben solche Interventionen schon eine längere Tradition, etwa die „Mediterranean DASH Intervention for Neurodegenerative Delay“ (MIND-Diät). DASH steht für „Dietary Approaches to stop Hypertension“. Die MIND Diät unterscheidet sich von der klassischen Mediterranen Diät, indem sie grünes Blattgemüse und Beeren in den Vordergrundstellt, während bestimmte Milchprodukte, vor allem Käse, eher kritisch gesehen werden.

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Offenbar sind die in Käse enthaltenen Fette epidemiologisch nicht so günstig. Fisch hingegen ist erlaubt, genauso wie Hülsenfrüchte. Nüsse, Blattgemüse und Beeren sollen mit ihren Antioxidantien und Flavonoiden einen neuroprotektiven Charakter haben. Dies deckt sich mit den aktuellen Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die zudem Wert auf Nachhaltigkeit, regionale und saisonale Produkte legt. Australische Studien haben für Alzheimer ergeben, dass die MIND-Diät mit einer um bis zu 50 Prozent geringeren Inzidenz einhergehen soll. Zudem kann man durch eine passende Ernährung neurodegenerative Erkrankungen womöglich verlangsamen.

Auch bei Parkinson wird der Darm in den Vordergrund gestellt. Tatsächlich stellt chronische Verstopfung ein Risiko dar, später im Leben Parkinson zu entwickeln. In jedem Fall ist eine darmgesunde Ernährung für bereits Erkrankte wichtig. Denn auch sie leiden häufig unter Verstopfung, und dies hat nicht nur einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität, sondern auch auf die Aufnahme der Medikamente. Wenn sich der Darm nicht bewegt, kommt das wesentliche Arzneimittel, das Levodopa, nicht weiter und wird im Dünndarm nicht resorbiert.

Ernährungsempfehlungen für Parkinsonpatient*innen

Viel Obst und Gemüse sowie Hülsenfrüchte als Proteinquelle sind gut. Beeren und Nüsse sind sinnvoll. Statt auf tierische Fette sollte man aber lieber auf pflanzliche Öle wie Olivenöl zurückgreifen. Auch Rohkost und andere Ballaststoffe sind wichtig. Dazu braucht es aber viel Flüssigkeit, damit die Ballaststoffe quellen können und den Darm dazu bringen, dass er sich bewegt. Parkinsonpatient*innen tendieren leider oft dazu, zu wenig zu trinken.

Bei der Planung der Mahlzeiten über den Tag ist zu beachten, dass das wesentliche Medikament Levodopa idealerweise mindestens eine halbe Stunde vor oder frühestens anderthalb Stunde nach einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, einzunehmen ist. Bei Fortschreiten der Erkrankung mit Levodopa-Einnahmen alle drei Stunden sind diese Empfehlungen zu Karenzzeiten vor und nach einer Mahlzeit aber gar nicht mehr praktikabel und man muss Kompromisse machen.

Wie man essen sollte, ist individuell und hängt auch vom Erkrankungsstadium und dem Ansprechen auf Levodopa ab. Im Stadium der Levodopa-Wirkungsschwankungen kann durch eine Mahlzeit eine Off-Phase, also ein Phase von schlechter Symptomkontrolle ausgelöst werden, in der sich die Patient*innen kaum mehr bewegen können. Das Levodopa braucht freie Bahn in den proximalen Dünndarm.

Fleisch und Wurst sind problematisch, denn hier kommen zwei Faktoren zusammen: die schlechte Verdaulichkeit und viel Eiweiß. Auch ein Joghurt und Fisch kann die Aufnahme von Levodopa erschweren. Patient*innen mit Wirkungsschwankungen sollten lieber mehrere kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen. Helfen kann auch eine Protein-Redistributionsdiät. Die Einnahme der Proteine abends ist günstiger, um während des Tages aktiver sein zu können. Auf Proteine sollten die Betroffenen aber nicht verzichten.

Zucker, verarbeitete und frittierte Lebensmittel sowie rotes Fleisch werden in den Diäten als schädlich betrachtet, auch bei Parkinson. Parkinsonspatient*innen haben eine höhere Inzidenz von Diabetes und umgekehrt.

Weitere Lebensstilfaktoren bei Parkinson

Sowohl zu aerobem Training als auch zu Krafttraining gibt es vielversprechende Daten, dass diese den Verlauf günstig beeinflussen. Die Schwierigkeit ist die Motivierung: Parkinsonkranke haben die Tendenz zur Inaktivität, die dann leicht ein sich selbst verstärkender Kreislauf wird. Die Krankheit an sich fördert eher einen behäbigen Lebensstil, also wenig Aktivität, sich zurückziehen, sich wenig bewegen. Das hat dann Konsequenzen auf das Herz-Kreislauf-System und die Stimmung. Aktivierung und Strukturierung sind daher ganz wichtig.

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