Die Schön Klinik Bad Aibling Harthausen, gelegen in der malerischen Region nahe Rosenheim, bietet ein breites Spektrum an hochqualifizierter und interdisziplinärer medizinischer Versorgung. Mit der Eröffnung des Neubaus im Mai 2019 verfügt die Fachklinik über mehr als 440 Betten und beschäftigt rund 1300 Mitarbeiter. Sie stellt modernste Behandlungsmethoden mit spezialisierter orthopädischer und neurologischer Expertise auf höchstem Niveau bereit.
Schwerpunkte der Klinik
Wesentliche Schwerpunkte der Klinik sind die Akutneurologie mit eigener Stroke Unit und Intensivstation sowie neurologischer Frührehabilitation. Weitere Schwerpunkte bilden die Wirbelsäulen- und Orthopädische Chirurgie sowie ein Alzheimer-Therapiezentrum. Als medizinische Schnittstelle zwischen Neurologie und Orthopädie betreibt die Klinik eine akutgeriatrische Einheit. Die Behandlungskonzepte orientieren sich an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, wobei die Fachklinik teilweise über Forschungsprojekte auch an der Entwicklung neuer Verfahren mitwirkt.
Die Intensivstation: Spezialisiert auf schwerste neurologische Erkrankungen
Die Intensivstation der Schön Klinik Bad Aibling ist spezialisiert auf die Behandlung schwerstkranker neurologischer Patienten. Hier werden Patientinnen und Patienten sowohl mit schweren neurologischen Erkrankungen als auch mit krankheits- oder unfallbedingten Komplikationen überwacht und betreut. So können beispielsweise Patientinnen und Patienten mit längerfristigem intensivmedizinischem Versorgungsbedarf nach komplizierten Eingriffen an Gehirn, Herz oder nach Organtransplantationen und Kunstherzversorgung weiterbehandelt werden. Die Übernahme der Patientinnen und Patienten erfolgt zumeist durch Weiterverlegung von anderen Intensivstationen sowohl regional aus München und Oberbayern als auch überregional.
Interdisziplinäres Expertenteam
Um die Patientinnen und Patienten kümmert sich gemeinsam ein Expertenteam aus Intensivmedizinerinnen und -medizinern aus den Fachbereichen Neurologie, Anästhesiologie und Innere Medizin. Die Intensivmedizin bietet hochmoderne medizinische Therapie- und Überwachungsverfahren. Hierzu zählen zum Beispiel die differenzierte Überwachung der Herz- und Kreislaufleistung, Ultraschalldiagnostik - unter anderem von Gehirn, Herz und Bauch - sowie sämtliche Formen der Beatmung und Beatmungsunterstützung. Wichtige Laborparameter werden direkt am Krankenbett erhoben und modernste Verfahren zur Durchführung von Luftröhrenschnitten (Tracheotomie), zur Spiegelung von Magen und Darm sowie der Blutwäsche (Dialyse) angeboten.
Multiprofessionelle Betreuung
Weiterhin stehen den Patientinnen und Patienten während ihrer Behandlung multiprofessionelle spezialisierte Teams zur Verfügung, die sich neben der intensivmedizinischen Betreuung um verschiedene Behandlungsschwerpunkte wie Schluckstörungen, aktivierende, wahrnehmungsfördernde Pflege, Mobilisierung, Verbesserung von Grob- und Feinmotorik sowie Wund- und Infektmanagement (Antibiotic Stewardship/ABS-Team) kümmern.
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Spezielle Techniken, Diagnostik- und Organersatzverfahren
Die Intensivstation der Schön Klinik Bad Aibling bietet eine Vielzahl spezieller Techniken, Diagnostik- und Organersatzverfahren, darunter:
- Invasive und nicht invasive differenzierte maschinelle Beatmung
- Perkutane Tracheotomie (Dilatationstracheotomie)
- Lagerungstherapien inklusive Bauchlagerung
- Maschinelle Atmungstherapie mit mechanischem Insufflator/Exsufflator, Sekretmanagement
- Invasives und nicht invasives Monitoring
- Erweitertes invasives hämodynamisches Monitoring (PiCCO)
- Intrakranielle Druckmessung mit externer Ventrikeldrainage (EVD)
- Kontinuierliche Elektroenzephalografie (EEG)
- Neurophysiologisches Monitoring (AEP, SEP, VEP)
- Transiente Herzschrittmachertherapie mit Anlage von transienten transvenösen Schrittmachersonden
- Inhalative Anästhesieverfahren
- Ultraschall (zum Beispiel TTE, TEE, transkranielle Verfahren)
- Point-of-Care(POC)-Labordiagnostik wie arterielle Blutgasanalyse
- Bronchoskopie
- Endoskopie (Gastroskopie, Koloskopie)
- Perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG)
- Fiberendoskopische Evaluation des Schluckaktes (FEES)
- Immunadsorptionsverfahren, zum Beispiel bei Guillain-Barré-Syndrom
- Kontinuierliche Hämodiafiltration (CVVHDF)
- Diskontinuierliche Dialyseverfahren
- Intensivmedizinische Frühmobilisation mit Einsatz von Robotikverfahren
Therapieziel und Mobilisation
Bei einigen chronisch kritisch kranken Patientinnen und Patienten kann der Zeitpunkt erreicht werden, an dem eine Änderung des gemeinsamen Therapieziels im Sinne einer symptomorientierten Therapie sinnvoll und notwendig ist. Mit der Mobilisation der Patientinnen und Patienten startet das Team bereits ganz früh, denn für den Weg zurück ist es wichtig, so zeitig wie möglich zu beginnen. Hier baut die Klinik auf ein interdisziplinäres und multiprofessionelles Team aus Physiotherapie, Ergotherapie, Sprach- und Schlucktherapie (Dysphagietherapie) sowie Pflegetherapie. Auch eine neuropsychologische Behandlung ist bereits auf der Intensivstation möglich.
Expertise in Beatmungsentwöhnung
Besondere Expertise besitzt die Schön Klinik Bad Aibling in der Beatmungsentwöhnung und der intensivierten Atmungstherapie nach Langzeitbeatmung. Die Station ist von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) als Zentrum zur Entwöhnung von der Beatmung (dem sogenannten „Weaning“) zertifiziert. Die intensivmedizinischen Therapien sind am aktuellen Kerndatensatz Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft für Interdisziplinäre Intensivmedizin (DIVI) und der DGAI ausgerichtet.
Weiterversorgung und Umgebung
So können die meisten der Patientinnen und Patienten nach Abschluss der intensivmedizinischen Versorgung in der neurologischen Frührehabilitation (Phase B) im Haus weiterversorgt werden. In einigen wenigen Fällen benötigen Betroffene eine Weiterführung ihrer Beatmung oder eine intensivmedizinische Versorgung auch nach Ende des Klinikaufenthalts. Die moderne und freundliche Intensivstation in der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen ist zur Förderung einer schnellen Heilung konzipiert. Hier werden ausschließlich Einzelzimmer mit großen Fenstern angeboten, deren niedrige Brüstungshöhe einen ungehinderten Blick in die Natur ermöglicht. Besonderen Wert legt die Klinik auch auf die Förderung und Weiterbildung junger Ärztinnen und Ärzte.
Neurologische Kompetenz in Bad Aibling
Die Neurologie ist die Lehre vom Nervensystem, seinen Erkrankungen und deren medizinischer Behandlung. Die Schön Klinik Bad Aibling Harthausen bietet ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten für neurologische Erkrankungen. Auch Akut- und Intensivbehandlung sowie Reha sind möglich. Ausgewiesene Spezialisten stehen für alle Erkrankungen von Epilepsie bis Schlaganfall zur Verfügung, ebenso für akute wie für chronische Erkrankungen und Verletzungen von Gehirn und Nerven.
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Stroke Unit und Demenzkompetenz
Die Intensivstation und regionale „Stroke Unit“ versorgen Schwerstkranke und gewährleisten eine umfassende Versorgung von Schlaganfallpatienten. Dazu kommt große Kompetenz bei Demenzerkrankungen. Die Bandbreite der Erkrankungen und Verletzungen im neurologischen Bereich ist groß. Die Neurologische Fachklinik in Bad Aibling punktet mit jahrelanger Erfahrung und dem breiten Angebot an Therapiemöglichkeiten.
Moderne Therapieanwendungen
Neben klassischen Maßnahmen werden in der Neurologischen Klinik Bad Aibling auch innovative, hightechgestützte Therapien eingesetzt, wie etwa der Gangroboter Lokomat® oder die Armroboter Armeo und MIT-Manus. Der „Exoskelett-Roboter“ zum Beispiel wird unter ständiger Begleitung von Physiotherapeuten verwendet. Durch dieses „externe Skelett“ ist ein Aufrichten und Gehen für Patienten mit bestimmten Querschnittlähmungen möglich. Als erstes Krankenhaus in Süddeutschland verfügt die Schön-Klinik Bad Aibling seit 2013 über einen „Exoskelett-Roboter“. Die Effekte auf Psyche, Kreislauf und andere Körperfunktionen werden zudem wissenschaftlich untersucht. Ziel ist somit die bestmögliche Rehabilitation für Patienten. Auch Studien zum Einsatz bei Menschen mit Halbseitenlähmung sind überdies geplant.
Umfassende Diagnostik und Therapie
Verfügbar ist in der Neurologischen Klinik die ganze Bandbreite an therapeutischen Verfahren, wie:
- Physiotherapie: Training der Körperstabilität und Mobilität, Gang- und Bewegungstraining, Krafttraining, Sturzvorbeugung
- Ergotherapie: Hilfsmittelberatung- und erprobung, Schreibtraining, Training der Aktivitäten des täglichen Lebens, Rollstuhltraining
- Sprach-, Sprech-, Schlucktherapie: Atemtherapie, Kau-Schluck-Training, Lautstärkentraining
- Neuropsychologie: Gedächtnistraining, Krankheitsverarbeitung, Entspannungsverfahren, Sehtraining bei Gesichtsfelddefekten
- Psychologische Betreuung
- Physikalische Therapie
- Armstudio
- Ganglabor
Behandlungsspektrum neurologischer Erkrankungen
In der Neurologischen Fachklinik Bad Aibling kann ein sehr breites Spektrum vieler neurologischer Erkrankungen mittels modernster Medizin behandelt werden. Auch akute Fälle. Ein Aufenthalt in der Fachklinik für Neurologie ist sehr hilfreich für den Heilungsprozess. Ebenfalls lässt sich auch der Verlauf von chronischen oder unheilbaren Krankheiten wesentlich verbessern. Das Behandlungsspektrum umfasst:
- Schädel-/Hirntrauma
- Schlaganfall
- Parkinson
- Sämtliche Bewegungsstörungen auf neurologischem Gebiet, wie z. B. cerebelläre Ataxien, Multisystematrophien, Verdacht auf Normaldruckhydrocephalus, Chorea Huntington, Dystonien (z. B. Schiefhals)
- Epilepsien (sofern eine stationäre Behandlung erforderlich ist)
- Entzündliche Erkrankungen der Nerven und des Gehirns wie z. B. Hirnhautentzündung, Hirnentzündung, Multiple Sklerose, Guillain-Barré-Syndrom
- Muskelentzündungen, Muskellähmungen (z. B. nach Bandscheibenvorfall)
- Angeborene und erworbene Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems aller klinischen Schweregrade nach dem 16. Lebensjahr
- Nachbehandlung nach Operationen von Tumoren des Nervensystems
- Alzheimer-Krankheit
- Vaskuläre Demenz
- Gemischte Demenz
- Lewy-Körperchen-Demenz
- Frontotemporale Demenz
- Primär progressive Aphasie
- Semantische Demenz
- Demenz bei Morbus Parkinson
- Kortikobasale Degeneration
- Korsakow-Syndrom
- Weitere seltenere Demenzerkrankungen
Schlaganfall-Station (Stroke Unit)
Nach einem Schlaganfall ist das fachübergreifend aufgestellte und erfahrene Team durch kurze Wege und optimale Abläufe sofort für Sie da. In der zertifizierten Comprehensive Stroke Unit - der einzigen in der Region Rosenheim - gewährleisten die Neurologen mit modernster Medizintechnik eine schnelle und kompetente Notfallbehandlung sowie einen fließenden Übergang zu den nötigen Rehabilitationsmaßnahmen für Ihre bestmögliche Genesung.
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Rehabilitationstherapien mit modernster Technologie
Im Neurologischen Zentrum setzt die Klinik auf modernste technologieunterstützte Therapien, die als führend gelten. Ob Exoskelett, Arm- oder Gang-Roboter - die Klinik bietet neueste Technik für den größtmöglichen Rehabilitationserfolg. Zudem engagiert sich die Klinik bei verschiedensten Forschungsprojekten, um die technische Entwicklung immer weiter voranzutreiben.
Schlaflabor
Die Klinik verfügt über eines der wenigen DGSM-zertifizierten Schlaflabore im regionalen Dreieck Rosenheim-München-Garmisch.
Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS)
Müssen Patientinnen und Patienten für eine längere Zeit auf einer Intensivstation bleiben, so entwickeln sie häufig körperliche, psychische und kognitive Probleme. Diese Einschränkungen werden unter dem Begriff des Post-Intensive-Care-Syndroms (PICS) zusammengefasst. Teilweise kommt es auch zu Schmerzen und einer Schädigung von Nerven und Muskeln (sog. Critical Illness Polyneuropathie und Myopathie). Letztere führen neben einer Muskelschwäche auch zu Sensibilitätsstörungen.
Eine Studie zeigte, dass mehr als die Hälfte der Überlebenden nach einer mehrtägigen Intensivbehandlung über anhaltende Schmerzen und Sensibilitätsstörungen berichtet. Erstere treten vor allem an Schultergelenken auf und Letztere an den Füßen. Auch eine Neurorehabilitation kann bei peripheren Polyneuropathien und Myopathien nach längerer Liegedauer auf der Intensivstation offenbar keine Abhilfe schaffen: Über den durchschnittlich 2-monatigen Verlauf einer Neurorehabilitation verbesserten sich Schmerzen, Sensibilitätsstörungen und muskuläre Schwäche als Folgesymptome eines Intensivaufenthaltes nicht, wie eine Langzeituntersuchung mit 250 ehemaligen Intensivpatientinnen und -patienten zeigte.
Anästhesie und Intensivmedizin
Die Abteilung für Anästhesie der Klinik Bad Aibling bietet alle wichtigen Verfahren der modernen Anästhesie und Intensivmedizin. Neben der Vollnarkose bietet die Klinik mit ultraschallgesteuerter Regionalanästhesie und rückenmarksnahen Verfahren Formen der sanften Anästhesie. Während der Operation stehen modernste Überwachungsmethoden (z. B. EEG-Überwachung der Narkosetiefe) zur Verfügung. Nach der Operation übernimmt die Klinik die Überwachung im Aufwachraum und die anschließende Betreuung durch den Schmerzdienst auf der Normalstation. Ist der Aufenthalt auf der Intensivstation erforderlich, stehen Fachmediziner zusammen mit den Kollegen der Chirurgie mit allen gängigen Überwachungs- und Therapieverfahren zur Verfügung.
Auf der interdisziplinären Intensivstation werden schwer- und schwerstkranke Patienten aller Fachabteilungen der Klinik behandelt. Die Oberärzte verfügen mehrheitlich über eine spezielle intensivmedizinische Qualifikation. Hierfür stehen insgesamt acht Behandlungsplätze zur Verfügung. Die apparative Ausstattung ermöglicht eine umfassende Überwachung und organfunktionsstützende Therapie.
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