Einführung
Karl-Heinz "Charly" Körbel, eine Legende von Eintracht Frankfurt, hat in mehr als 600 Spielen sein Können bewiesen. Nun wird sein Gehirn zum Vorbild für ein begehbares Modell im Senckenberg-Museum. Doch was steckt hinter dieser ungewöhnlichen Ehrung, und welche wissenschaftlichen Erkenntnisse können wir daraus gewinnen?
Körbels Gehirn als Museumsstück
Eine Kernspintomografie des Gehirns von Karl-Heinz Körbel dient als Vorlage für ein riesiges, begehbares Gehirnmodell, das ab 2020 im Senckenberg-Naturmuseum in Frankfurt ausgestellt wird. Die Dimensionen dieses Modells sind beeindruckend: acht mal sechs mal sechs Meter. Besucher können sich im Inneren des Hohlkörpers aufhalten und durch interaktive 3D-Holografien und an die "Großhirnrinde" projizierte Sequenzen etwas über die Funktionsweise des Gehirns lernen.
Die Wahl des Gehirns
Die Entscheidung für Körbels Gehirn fiel nach einer öffentlichen Abstimmung, bei der er sich gegen prominente Kandidaten wie Albert Einstein und die Affenforscherin Jane Goodall durchsetzte. Die Eintracht Frankfurt mobilisierte ihre Anhänger, und Körbel gewann die Abstimmung mit 56 Prozent der Stimmen.
Körbels Gedanken zur Gehirn-Ausstellung
Körbel selbst fühlt sich geehrt, aber auch etwas mulmig bei der Sache. Als ehemaliger Abwehrspieler hat er viele Kopfbälle ausgeführt und gegnerische Ellenbogen abbekommen. Er fragte sich, ob diese Belastungen Spuren in seinem Gehirn hinterlassen haben könnten. Voruntersuchungen gaben jedoch Entwarnung.
Sportliche Aktivität und Gehirnfunktion
Fußball und das Gehirn
Fußball ist eine sehr komplexe Tätigkeit für das Gehirn, da viele Hirnteile zusammenarbeiten müssen. Neurowissenschaftler Michael Madeja betont, dass es noch Jahrzehnte dauern wird, bis Roboter die deutsche Nationalelf besiegen könnten.
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Kopfballspiel und mögliche Folgen
Eine Studie aus dem Jahr 2013 wies auf mögliche Nervenfaserrisse im Gehirn von Fußballspielern hin, die viele Kopfbälle ausführen. Die Forscher fanden heraus, dass eine hohe Anzahl von Kopfstößen mit einer verminderten fraktionalen Anisotropie in bestimmten Hirnbereichen einhergehen kann, was auf leichte Hirnverletzungen hindeuten könnte. Allerdings zeigten sich messbare Folgen für die Hirnfunktion erst ab einer bestimmten Anzahl von Kopfbällen pro Jahr.
Die Kybernetische Methode - kym®
Die Kybernetische Methode - kym® trainiert die Basisfähigkeiten für das Lesen, das Rechtschreiben und das Rechnen. Zentral für die Methode ist die Entwicklung des Fingergeschicks (Handschema) und die bewusste Lautbildung. Bewegungsgeschicks von Mund und Hand. Sprechen, Schreiben und Rechnen ausgeführt.
Emotionen und Familie
Im Familienleben sollten alle Emotionen Platz haben, sowohl die der Kinder, als auch die der Eltern. Es erfordert Mut und Offenheit, um unsere Emotionen in der Familie anzuerkennen und zu leben, aber es lohnt sich.
Reflexintegration von frühkindlichen Reflexen
Während der Schwangerschaft, Geburt und im ersten Lebensjahr sorgen Frühkindliche Reflexe für eine optimale Reifung des Nervensystems. Viele der heutigen Lernschwierigkeiten und Verhaltensweisen der Kinder können auf eine unvollständige Entwicklung dieser Reflexe zurückgeführt werden.
Das Zwillingsparadoxon: Einsteins Relativitätstheorie und die Quantenmechanik
Das Zwillingsparadoxon ist ein Gedankenexperiment, das die Folgen von Einsteins Relativitätstheorie veranschaulicht. Demnach würde ein schnell im All reisender Zwilling nach seiner Rückkehr jünger sein als sein auf der Erde gebliebener Bruder. Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover und der Universität Ulm haben eine quantenmechanische Version des Zwillingsparadoxons entwickelt, bei der sich ein Zwilling dank des Überlagerungsprinzips zeitgleich auf zwei Pfaden bewegt.
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Eine Atomuhr auf zwei Pfaden
Mithilfe einer Atomfontäne in Hannover wollen die Forscher relativistische Effekte überprüfen. Eine Atomuhr wird in ein Interferometer geschickt, und die Wissenschaftler untersuchen, unter welchen Umständen sich nach dem Versuch ein Zeitunterschied feststellen lässt.
Der Diebstahl von Einsteins Gehirn
Im Jahr 1955 entwendete der Pathologe Thomas Harvey unerlaubterweise Albert Einsteins Gehirn und bewahrte es in Einweckgläsern auf. Er war überzeugt, damit der Wissenschaft bei der Ergründung des Genialen einen Gefallen zu tun.
"Hirn": Eine Slapstick-Komödie
Die Loisachtaler Bauernbühne hat den Stoff des Gehirn-Diebstahls in eine Slapstick-Komödie verwandelt. Im Mittelpunkt steht Dr. Franka Stein, die das Gehirn Einsteins einem jungen Mann einpflanzen will, um sich einen intelligenten Ehemann zu verschaffen.
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