Die Post-Zoster-Neuralgie (PZN) ist eine chronische neuropathische Schmerzerkrankung, die als Komplikation nach einer Gürtelrose (Herpes Zoster) auftreten kann. Obwohl verschiedene Therapieansätze zur Verfügung stehen, suchen viele Patienten nach zusätzlichen oder alternativen Behandlungsmöglichkeiten, um ihre Schmerzen zu lindern. In diesem Zusammenhang rücken Cannabinoide, insbesondere Dronabinol, in den Fokus. Dieser Artikel beleuchtet die aktuelle Evidenzlage, die potenziellen Vorteile und Risiken von Dronabinol-Tropfen bei der Behandlung von PZN und bietet eine umfassende Betrachtung verschiedener Therapieansätze.
Einführung in die Post-Zoster-Neuralgie
Gürtelrose, auch bekannt als Herpes Zoster, ist eine schmerzhafte Erkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird - dasselbe Virus, das Windpocken auslöst. Wenn dieses Virus reaktiviert wird, kann es nicht nur schmerzhafte Hautausschläge verursachen, sondern auch langanhaltende Nervenschmerzen, die als Post-Zoster-Neuralgie bekannt sind. Diese Schmerzen können Wochen, Monate oder sogar Jahre nach Abklingen des Hautausschlags anhalten und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Ursachen und Symptome der Gürtelrose
Die Herpes-Viren (Varicella-zoster-Viren), die für die Windpocken verantwortlich sind, sind auch Auslöser der Gürtelrose. Die Viren verstecken sich in Nervenzellen des Rückenmarks, wo sie längere Zeit inaktiv bleiben können. Ist das Immunsystem dann aus irgendeinem Grund geschwächt (wie z.B. aufgrund des Alters, von Stress, UV-Strahlung, Medikamenten oder anderen Erkrankungen, wie Covid), ergreifen sie ihre Chance und breiten sich streifenförmig entlang eines Hautnervs aus. Die Gürtelrose ist also nicht nur eine Krankheit der Haut, sondern auch der Nerven, wobei die Viren Teile des peripheren Nervensystems unwiderruflich schädigen. Die geschädigten Nerven senden Schmerzsignale (neuropathische Schmerzen) an das Gehirn.
Anders als bei den Windpocken, erstrecken sich die Bläschen der Gürtelrose in aller Regel nicht über den gesamten Körper. Der Ausschlag ist vielmehr streifenförmig über Bauch und Becken verteilt und nur in seltenen Fällen auch an Armen, Beinen, Gesicht oder Hals, wie bei den Windpocken. Bei den Bläschen bleibt es aber nicht. Die Krankheit kann auch mit Abgeschlagenheit, Fieber, starkem Juckreiz und brennenden oder schneidenden Schmerzen einhergehen. Die Schmerzen können Monate, Jahre oder auch lebenslang nach Rückgang des Ausschlages bestehen bleiben. Etwa jeder zehnte Patient über 60 Jahre entwickelt eine chronische Schmerzsymptomatik, eine sogenannte Post-Zoster-Neuralgie (PZN oder postzosterischen Neuralgie) mit:
- Berührungsempfindlichkeit und/oder -schmerzen
- Dauerschmerzen oder Schmerzattacken
- Sensibilitätsstörungen und/oder
- Juckreiz
Konventionelle Behandlungsmethoden
Je früher man zum Arzt geht (auf jeden Fall wenn man erste Bläschen bemerkt), desto besser lassen sich Komplikationen durch Nervenschädigungen vermeiden. Der Arzt bestätigt die Diagnose und verordnet gegen die Viren sogenannte Virostatika und zur Behandlung der Bläschen spezielle Produkte für die Haut. Sie beschleunigen das Austrocknen der Pusteln, bekämpfen Juckreiz und beugen Bakterieninfektionen vor. Außerdem verschreibt er wahrscheinlich ein Mittel gegen die Schmerzen, damit die Schmerzen nicht chronisch werden. Wenn sie doch so stark werden, dass die herkömmlichen Schmerzmittel nicht mehr ausreichen, können Medikamente gegen Krämpfe (sie reduzieren die Stimulierung von Nervenzellen und helfen gegen Nervenschmerzen), Opioide oder Opiate notwendig werden. Zur Vorbeugung einer Gürtelrose gibt es eine Impfung, die zumindest das Risiko für das Ausbrechen der Viren bzw. das einer Post-Zoster-Neuralgie verringern kann.
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Cannabinoide in der Schmerztherapie
Der Nutzen von Cannabinoiden in der Behandlung von neuropathischen Schmerzen ist bislang noch relativ wenig untersucht. Cannabinoide, insbesondere Dronabinol (synthetisches THC), werden als Agonisten an CB1-Rezeptoren im ZNS, dem Rückenmark und an peripheren Nerven eingesetzt, um die neuronale Erregbarkeit zu unterdrücken.
Dronabinol: Wirkmechanismus und Anwendung
Dronabinol ist ein synthetisches Tetrahydrocannabinol (THC), das eine ähnliche Wirkung wie das natürliche THC in der Cannabispflanze hat. Es wirkt hauptsächlich auf die CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem, aber auch auf periphere Nerven. Durch die Aktivierung dieser Rezeptoren kann Dronabinol die Freisetzung von Neurotransmittern modulieren und somit die Schmerzwahrnehmung beeinflussen.
Aktuelle Leitlinien und Empfehlungen
Laut Leitlinie ist die Wirkung gegen neuropathische Schmerzen schwach. Da die Nebenwirkungsrate dagegen relativ hoch liegt, empfiehlt die Leitlinie die Gabe von Cannabinoiden nicht. In Einzelfällen könne der Einsatz jedoch als Off-Label-Therapie zusammen mit anderen schmerzlindernden Maßnahmen erwogen werden, heißt es.
Dronabinol-Tropfen bei Post-Zoster-Neuralgie
Die Anwendung von Dronabinol-Tropfen bei PZN ist ein viel diskutiertes Thema. Während einige Studien vielversprechende Ergebnisse zeigen, gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit und der potenziellen Nebenwirkungen.
Mögliche Vorteile von Dronabinol
- Schmerzlinderung: Dronabinol kann helfen, die Intensität der neuropathischen Schmerzen bei PZN zu reduzieren.
- Verbesserung der Schlafqualität: Viele Patienten mit PZN leiden unter Schlafstörungen. Dronabinol kann eine beruhigende Wirkung haben und somit den Schlaf verbessern.
- Stimmungsaufhellung: Chronische Schmerzen können zu Depressionen und Angstzuständen führen. Dronabinol kann stimmungsaufhellend wirken und die psychische Gesundheit verbessern.
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen
- Psychische Nebenwirkungen: Dronabinol kann Angstzustände, Paranoia und Halluzinationen auslösen, insbesondere bei Patienten mit einer Prädisposition für psychische Erkrankungen.
- Kognitive Beeinträchtigungen: Dronabinol kann die Konzentration, das Gedächtnis und die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen.
- Kardiovaskuläre Effekte: Dronabinol kann den Blutdruck und die Herzfrequenz beeinflussen.
- Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten: Dronabinol kann mit anderen Medikamenten interagieren und deren Wirkung verstärken oder abschwächen.
- Abhängigkeitspotenzial: Obwohl das Abhängigkeitspotenzial von Dronabinol als gering eingestuft wird, besteht dennoch das Risiko einer psychischen Abhängigkeit.
Dosierung und Anwendung
Die Dosierung von Dronabinol-Tropfen muss individuell angepasst werden, um die bestmögliche Wirkung bei minimalen Nebenwirkungen zu erzielen. Es ist ratsam, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und diese langsam zu steigern, bis die gewünschte Schmerzlinderung erreicht ist. Die Tropfen werden in der Regel unter die Zunge getropft und dort für einige Zeit belassen, um eine optimale Aufnahme zu gewährleisten.
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Alternative und ergänzende Behandlungsansätze
Neben Dronabinol gibt es verschiedene andere Behandlungsansätze für PZN, die entweder als Alternative oder in Kombination mit Dronabinol eingesetzt werden können.
Topische Behandlungen
Bei lokal begrenzten neuropathischen Schmerzen ist eine topische Behandlung möglich und auch anzuraten. Denn die Nebenwirkungen sind im Vergleich zu einer systemischen Therapie deutlich geringer. Für die lokale Behandlung empfiehlt die Leitlinie Pflaster mit Lidocain oder Capsaicin.
- Lidocain-Pflaster: Lidocain unterdrückt über eine Blockade der spannungsabhängigen Natriumkanäle die Entstehung von Schmerzimpulsen. Zudem nimmt bei längerer Anwendung die Nervenfaserdichte in der Haut ab. Lidocain-Pflaster wie Calmotop®, Versatis® und andere verbleiben für zwölf Stunden auf der Haut. Danach sind mindestens zwölf Stunden Pause erforderlich, bis neue Pflaster aufgeklebt werden können. Lidocain-Pflaster sind für die postzosterische Neuralgie zugelassen. Falls erforderlich, können die Pflaster vor Entfernen der Schutzfolie zurechtgeschnitten werden. Maximal darf man drei Pflaster gleichzeitig aufkleben.
- Capsaicin-Pflaster: Capsaicin, der Wirkstoff des Chilipfeffers, deaktiviert reversibel TRPV1-Rezeptoren, die eine wichtige Rolle bei der Schmerzweiterleitung spielen. Das hochdosierte Pflaster Qutenza® kann bei einmaliger Anwendung über drei Monate Schmerzen lindern. Je nach Größe des schmerzenden Areals dürfen maximal bis zu vier Pflaster auf einmal aufgeklebt und müssen nach spätestens einer Stunde wieder entfernt werden. An der Applikationsstelle zeigen sich häufig lokale Reaktionen wie Brennen, Schmerzen, Rötung und Juckreiz. In den folgenden Tagen wird der Schmerz dann kontinuierlich schwächer. Die Behandlung kann nach 90 Tagen wiederholt werden, wenn die Schmerzen zurückkehren sollten. Die Wirkstoffkonzentration von Qutenza® liegt übrigens um ein Vielfaches höher als in Capsaicin-haltigen Wärmesalben und pflastern gegen Muskelverspannungen.
Systemische Medikamente
- Antikonvulsiva: Medikamente wie Gabapentin und Pregabalin werden häufig zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen eingesetzt. Sie wirken, indem sie die neuronale Erregbarkeit reduzieren.
- Antidepressiva: Trizyklische Antidepressiva (z.B. Amitriptylin) und selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI, z.B. Duloxetin) können ebenfalls bei PZN helfen, indem sie die Schmerzwahrnehmung modulieren.
- Opioide: In einigen Fällen können Opioide zur Behandlung von PZN eingesetzt werden, jedoch sollten sie aufgrund des Risikos von Nebenwirkungen und Abhängigkeit nur als letzte Option in Betracht gezogen werden.
Alternative Therapien
- Akupunktur: Einige Studien deuten darauf hin, dass Akupunktur bei der Linderung von neuropathischen Schmerzen helfen kann.
- Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS): TENS kann helfen, Schmerzen zu reduzieren, indem es die Nerven stimuliert und die Schmerzwahrnehmung beeinflusst.
- Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Beweglichkeit zu verbessern und die Muskeln zu stärken, was zu einer Schmerzlinderung beitragen kann.
- Psychotherapie: Psychotherapie, insbesondere kognitive Verhaltenstherapie (KVT), kann Patienten helfen, mit ihren Schmerzen besser umzugehen und ihre Lebensqualität zu verbessern.
CBD-Öl als natürliche Hilfe bei Gürtelrose
Vielleicht hast du schon von den potenziellen Vorteilen von CBD Öl bei der Behandlung verschiedener gesundheitlicher Probleme gehört. Aber wusstest du, dass CBD auch bei der Linderung der Symptome von Gürtelrose und den damit verbundenen Nervenschmerzen helfen kann? CBD kann eine wertvolle Ergänzung sein, um die Beschwerden von Gürtelrose zu lindern. Durch die gezielte Anwendung kannst du die entzündungshemmenden, schmerzlindernden und heilenden Eigenschaften von CBD direkt dort nutzen, wo sie am meisten benötigt werden.
- Entzündungshemmende Eigenschaften von CBD: CBD interagiert mit dem Endocannabinoid-System und kann Entzündungen durch Hemmung entzündungsfördernder Zytokine reduzieren. Dies hilft, die Schmerzen und Schwellungen bei Gürtelrose zu lindern.
- Schmerzlinderung durch CBD: CBD kann die Schmerzsignale im Nervensystem modulieren, indem es auf Rezeptoren wie TRPV1 und Adenosin wirkt. Dies kann die Intensität der Schmerzen bei Gürtelrose und Post-Zoster-Neuralgie verringern.
- Beruhigung und Stressabbau: CBD hat angstlösende und beruhigende Eigenschaften, die helfen können, den durch Schmerzen verursachten Stress zu mindern und die Genesung zu unterstützen.
- Vorteile von CBD Salbe: Die äußerliche Anwendung von CBD Salbe kann gezielt Schmerzen und Entzündungen lindern und die Hautheilung fördern. Regelmäßiges Auftragen auf betroffene Hautstellen bietet direkte Linderung.
- Systemische Wirkung von CBD Öl: Die innerliche Einnahme von CBD Öl kann eine länger anhaltende Wirkung haben, indem es systemisch Schmerzen und Entzündungen bekämpft und gleichzeitig Stress und Angst reduziert.
- Kombinierte Anwendung für beste Ergebnisse: Eine Kombination aus CBD Salbe und CBD Öl kann die Vorteile beider Anwendungsformen maximieren und umfassende Linderung bieten.
Cannabis oder Opioide
Seit 2017 macht medizinisches Cannabis den Opioden Konkurrenz, wenn es darum geht, starke und stärkste Schmerzen zu behandeln. Opiate und Opioide wirken agonistisch an den Opioidrezeptoren, die sich überwiegend im Rückenmark und Gehirn befinden. In Stress- und Schmerzsituationen schüttet der Körper endogene Opioide wie Endorphine und Enkephaline aus, die diese Rezeptoren erregen. Je nachdem, um welchen Rezeptor-Subtyp es sich handelt, entsteht die typische Wirkung: Schmerzsignale werden unterdrückt, Ängste nehmen ab, Atmung und Verdauung verlangsamen sich, Übelkeit und Erbrechen lassen nach, der Blutdruck sinkt, die Konzentration lässt nach.
Cannabinoide, vor allem Cannabidiol (CBD) und Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC), binden an Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems; THC mit höherer Affinität. Die Rezeptoren sitzen auch in diesem analgetischen System vor allem an Rückenmark und Gehirn und wie bei den Opioiden hängt die Wirkung von Lokalisation und Rezeptorsubtyp ab: Die Schmerzleitung wird unterbrochen und das Schmerzempfinden gedämpft, die Muskelspannung lässt nach, Wohlbefinden stellt sich ein. Cannabinoide interagieren außerdem mit zahlreichen weiteren Rezeptoren, beispielsweise dem Serotoninrezeptor 5-HT1A.
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Sowohl die Cannabis- als auch die Opioidtherapie verfügen über mehrere Wirkstoffe in unterschiedlichen Darreichungsformen. Die Weltgesundheitsorganisation sieht für Schmerzen ein dreistufiges Therapieschema vor und teilt Schmerzen dafür in schwach, mittelstark und stark ein; entsprechend ordnet sie Opioide anhand ihrer Wirkstärke zu.
Schwächere Opioide wie Tilidin oder Tramadol kommen bei mittelstarken Schmerzen, stärkere Vertreter wie Morphin, Fentanyl oder Buprenorphin bei starken Schmerzen zum Einsatz. Die Anwendung erfolgt oral in fester oder flüssiger Form, als Nasenspray, als Pflaster oder als Injektion; entsprechend kurz oder lang ist die Wirkung.
Cannabinoide gibt es als Blüten zum Verdampfen und Inhalieren, als Spray für die Mundschleimhaut oder Tropfen. Es gibt also auch hier langwirksame Darreichungsformen für die Basistherapie und schnellanflutende für Schmerzspitzen. In Vollextrakten und Blüten spielt das Terpenprofil, also Art und Anteile weiterer Inhaltsstoffe des Cannabis, eine große Rolle für die Wirkung. Je höher der Anteil psychischer Faktoren am Schmerzgeschehen ist, umso weniger wahrscheinlich helfen Opioide. Für die Wirksamkeit von Opioiden gibt es keine aktuelle Übersicht. Die Leitlinie „Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen“ aus dem Jahr 2020 ordnet aber je nach Indikation und Dauer des Schmerzes ein, ob es für die Wirkung von Opioidanalgetika studienbasierte Nachweise gibt. Zum Beispiel werden Opioide bei diabetischer Polyneuropathie, wenn die Schmerzen maximal drei Monate bestehen, stark empfohlen. Für eine Postzosterneuralgie, die drei Monate und länger andauert, fehlen hingegen Daten. Und bei Rückenmarksverletzungen, die maximal seit drei Monaten schmerzen, rät die Leitlinie von Opioiden ab. Je höher der Anteil psychischer Faktoren am Schmerzgeschehen ist, umso weniger wahrscheinlich helfen Opioide. Sind eindeutig Gewebe- oder Nervenschäden die Ursache des Schmerzes, wirken sie eher.
Im Verlauf einer Opioidtherapie kann sich eine Toleranz entwickeln, die zu Wirkeinbußen, in der Folge Dosisanpassungen und dadurch verstärkten Nebenwirkungen führt. Die Toleranzentwicklung gegenüber Cannabinoiden ist geringer.
Typische Nebenwirkungen von Opioiden sind:
- Verstopfung
- Müdigkeit
- Schwindel
- Übelkeit und Erbrechen
- Ein trockener Mund
- Verringerte sexuelle Lust und
- Störungen der Regelblutung
Gefürchtet ist die Atemdepression, die bei Überdosierung tödlich verlaufen kann. Davor schützt das Antidot Naloxon.
Bei Cannabis kommt es charakteristischerweise zu Schläfrigkeit, Schwindel und einem trockenen Mund. Viele Anwender*innen berichten jedoch, schnell eine Toleranz gegen diese Nebenwirkungen zu entwickeln. Auch Übelkeit, Gewichtszunahme und Störungen der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses und der Wahrnehmung sind möglich.
Manchmal kommt es zu einem ungewollten High; das kann Angst auslösen und Herzfrequenz und Blutdruck beeinflussen. Dann hilft es oft, wenn eine vertraute Person Gesellschaft leistet, bis der Betroffene sich beruhigen und entspannen kann. Die multimodale Schmerztherapie kombiniert verschiedene Behandlungselemente. Aber oft überschätzter Baustein ist die medikamentöse Schmerztherapie. unterstützen, birgt aber die Gefahr zentraler Nebenwirkungen. eingeschränkten kognitiven und koordinativen Fähigkeiten.