Die neurologische Versorgung von Patienten mit komplexen Erkrankungen erfordert spezialisierte Kenntnisse und eine umfassende Diagnostik. Dieser Artikel bietet einen Überblick über verschiedene neurologische Ambulanzen und Sprechstunden in Deutschland, die sich auf bestimmte Erkrankungsbilder spezialisiert haben. Dabei werden sowohl allgemeine neurologische Angebote als auch spezifische Schwerpunkte wie Ataxien, Bewegungsstörungen, Epilepsie, Kopfschmerzen, Multiple Sklerose, Muskelerkrankungen, Neuroonkologie, Schlafstörungen und Gedächtnisstörungen berücksichtigt.
Einführung
Die neurologische Versorgung in Deutschland ist vielfältig und spezialisiert. Viele Universitätskliniken und Krankenhäuser bieten spezielle Ambulanzen und Sprechstunden an, um Patienten mit komplexen neurologischen Erkrankungen optimal zu betreuen. Dieser Artikel soll einen Überblick über diese Angebote geben und Patienten sowie deren Angehörigen helfen, die passende Anlaufstelle zu finden.
Spezialambulanzen und Sprechstunden im Überblick
Ataxie-Spezialambulanzen
Ataxien sind seltene neurologische Erkrankungen, die eine besondere Expertise in der Diagnostik und Behandlung erfordern. Da Ataxien relativ selten sind, ist viel Erfahrung des Arztes erforderlich. Oft sucht man lange nach einer Diagnose. Man kann davon ausgehen, dass in jedem Universitätsklinikum die fachlichen Voraussetzungen gegeben sind, eine Ataxie zu diagnostizieren. Einige Universitäts-Kliniken bieten Spezialambulanzen für neurodegenerative Erkrankungen bzw. Im Folgenden haben wir diese Kliniken alphabetisch zusammengestellt, um eine/n Fachmann/frau in Ihrer Nähe zu finden. Bitte beachten Sie: Diese Empfehlungen wurden nicht von der DHAG e. V.
- ATAXIE-Spezialambulanz Poliklinik Aachen: Universitätsklinikum RWTH Aachen, Pauwelsstr. 30, 52074 Aachen. Ansprechpartner: Fr. Dr. Reetz und Prof. Dr. med. T. Klockgether. Hinweis: Herr Prof. Dr. Vogel ist im Ruhestand. Er arbeitet stundenweise als Gutachter der Arztpraxis von Herr Dr. med. B. Neidel.
- Spezialsprechstunde für Neurogenetische Bewegungsstörungen (Ataxie): Universitätsklinikum Würzburg, Josef-Schneider-Str. 11, 97080 Würzburg.
Bewegungsstörungen
Bewegungsstörungen umfassen eine Vielzahl von neurologischen Erkrankungen, die sich in unwillkürlichen oder verlangsamten Bewegungen äußern.
- Sprechstunde für Bewegungsstörungen: Universitätsklinikum Leipzig, Klinik für Neurologie, Liebigstraße 20, Haus 4, 04103 Leipzig. Ansprechpartner: Prof. Dr. med. R. Hilker-Roggendorf.
- Friedrich-Baur-Institut an der Neurologischen Klinik und Poliklinik: Klinikum der Universität München - Campus Innenstadt, Ziemssenstr. 1, D-80336 München. Ansprechpartner: Prof. Dr. Thomas Klopstock / Dr. Ivan Karin / Dr. Unterweger. Terminvergabe: 1. überweisung durch niedergelassenen Neurologen ist erforderlich. 2. Vorstellung mit allen Unterlagen.
- Charité, Campus Mitte, Luisenstraße 64: Spezialisiert auf das idiopathische Parkinson-Syndrom (M. Parkinson), Dystonien (z.B. zervikale Dystonie, Schreibkrampf, generalisierte Dystonie), Tremor-Erkrankungen (z. B. Essentieller Tremor, Parkinson-Tremor) und seltene Bewegungsstörungen (z.B. Das gesamte diagnostische und therapeutische Spektrum steht hierzu zur Verfügung. Ausgedehnte Erfahrung besteht insbesondere in der Indikationsstellung und Anwendung folgender therapeutischer Maßnahmen:Medikamentöse Behandlung von M. Parkinson in allen Stadien der Erkrankung inklusive Apomorphin-und Duodopa-Pumpen-Behandlung. Als Charité-Studienzentrum führen wir eine Reihe von Therapie-Studien bei Bewegungsstörungen durch. Oberärztliche Leitung der Sprechstunde: Dr. med. C. Hidding. Leitung: Prof. Dr. med. G. Deuschl.
- Charité, Campus Mitte, Luisenstraße 64: Bietet eine Sprechstunde für Patienten mit allen Indikationen zur Botulinumtoxin-Therapie (z.B. Darüber hinaus bieten wir in Kooperation mit Prof. Dr. C. Klein für spezielle Fragestellungen insb. Oberärztliche Leitung der Sprechstunde: Dr. med. C. Hidding. Leitung: Prof. Dr. med. G. Deuschl.
- Charité, Campus Mitte, Luisenstraße 64: Behandelt Patienten mit Chorea (griechisch für “Tanz“), eine Bewegungsstörung, die sich bei den Betroffenen mit schnellen, unwillkürlichen und irregulären Bewegungen zeigt. Die Ursachen der Chorea sind vielfältig (immunologisch, infektiös, Medikamenten-induziert und neurogenetisch). Die korrekte Zuordnung der ursächlichen Störung ist die wichtigste Voraussetzung für eine adäquate Therapie. Im Speziellen behandeln wir Patienten mit familiären neurodegenerativen choreatischen Erkrankungen, wie der Chorea-Huntington. Patienten mit dieser Bewegungsstörung haben häufig mehrere motorische Schwierigkeiten, insbesondere bei der Koordination und Umsetzung von Bewegungsabläufen. Das gesamte diagnostische und therapeutische Spektrum steht hier zur Verfügung. Leitung: Prof. Dr. med. G. Deuschl.
- Charité: Bietet Patienten mit Bewegungsstörungen (insb. Parkinson, Dystonie und Tremor) Beratung hinsichtlich der Indikation zur Tiefen Hirnstimulation (THS, DBS, "Hirnschrittmacher") an. Leitung: Prof. Dr. med. G. Deuschl.
- Charité: Die Schwerpunkte der Sprechstunde die Verbesserung der Behandlung von Parkinson-Patienten mit abwechselnd gehemmter und überschießender Beweglichkeit (sogenanntes On-Off-Phänomen). In diesem Rahmen lassen die Betroffenen ihren Zustand an 30 aufeinanderfolgenden Tagen im häuslichen Umfeld mit standardisierten Videoaufnahmen dokumentieren. Dieses Bildmaterial wird dann von Spezialisten der neurologischen Klinik zusammen mit dem zuweisenden Neurologen ausgewertet, um die Probleme des Patienten in seinem Alltag zu erfassen und mit gezielten Behandlungsschritten Abhilfe zu schaffen. Leitung: Prof. Dr. med. A. Kühn.
- Funktionelle Bewegungsstörungen: An der Charité erfolgt neben der diagnostischen Klärung bei Verdacht auf funktionelle Bewegungsstörungen eine integrierte neuro-psychosomatische Beurteilung sowie eine individuelle Therapieplanung und gegebenenfalls Verlaufsbeurteilung. Zudem stehen wir zur Beratung des Behandler:innen-Netzwerks zur Verfügung. Kontakt Team der Neurologie: PD Dr. med. Dorothee Kübler-Weller, Dr. med. Melanie Astalosch Team der Psychosomatik: Dr. med. Matthias Hoheisel, Dr. med. Harald Kämmerer. Leitung: Prof. Dr. med. A. Heinz.
Epilepsie
Die Behandlung von Epilepsie erfordert eine umfassende Diagnostik und individuelle Therapieanpassung.
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- Charité-Epilepsieambulanzen: Bieten zeitnahe, umfassende diagnostische Abklärung von ersten epileptischen Anfällen, Differentialdiagnostik zur Unterscheidung epileptischer Anfälle und nicht-epileptischer Ereignisse, Optimierung der antiepileptischen Medikation im Fall von unerwünschten Nebenwirkungen oder fehlender Anfallsfreiheit; gegebenenfalls Beratung zu Epilepsiechirurgie, Beratung zu Fahreignung, Empfängnisverhütung, Schwangerschaft und Stillzeit, sportlichen Aktivitäten, Reisen und Impfungen, Gebrauch von Genussmitteln und sonstigen Lebensbereichen, Beratung und Behandlung von dissoziativen Anfällen (Spezialsprechstunde von Frau Dr. U. Specht). Bitte bringen Sie zu dem ersten Gespräch in unserer Ambulanz möglichst eine Person mit, die Ihren Anfall bzw. Ihre Anfälle gesehen hat und beschreiben kann. Wir nehmen uns Zeit für Sie als neue Patientin oder neuer Patient, wir planen für das erste Gespräch 45 Minuten ein. Leitung der Charité-Epilepsieambulanzen: Prof. Dr. med. U. Stephani, Dr. med. N. Dörr, PD Dr. med. M. Ebner.
- Epilepsie-Ambulanz im Ärztehaus am KEH: Behandelt Patienten ab dem 18. Lebensjahr ambulant.
- Epilepsie-Ambulanzen der Klinik für Neurologie der Charité: Behandeln Patienten ab dem 16. Lebensjahr an allen drei Standorten der Charité - am Campus Benjamin Franklin, am Campus Charité Mitte und am Campus Virchow-Klinikum. Bitte bringen Sie zum ersten Vorstellungstermin alle relevanten medizinischen Unterlagen und eine Ihnen vertraute Person mit, die Ihre Anfälle gesehen hat und beschreiben kann.
Kopfschmerzen
Die Behandlung von Kopfschmerzen erfordert eine differenzierte Diagnostik und individuelle Therapieansätze.
- Kopfschmerzzentrum der Klinik für Neurologie am Campus Mitte: Behandelt und betreut Patient:innen mit Kopf- und Gesichtsschmerzen. Leitung: Dr. med. Bianca Raffaelli und Prof. Dr. med. U. Dirnagl.
Multiple Sklerose
Die Behandlung von Multipler Sklerose (MS) und anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen des zentralen Nervensystems erfordert eine spezialisierte Betreuung.
- Charité: In dieser Sprechstunde beraten, behandeln und betreuen wir Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose und anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen des zentralen Nervensystems (z. B. Neuromyelitis optica Spektrum Erkrankungen, MOG-Antikörper assoziierte Erkrankungen). Leitung: PD Dr. med. K. Ruprecht, Dr. med. J. Bellmann-Strobl, Dr. med. F. Hering.
Muskelerkrankungen
Die Diagnostik und Behandlung von Muskelerkrankungen erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit.
- Spezialambulanz für Muskelerkrankungen: Schwerpunktmäßig werden Patientinnen und Patienten mit entzündlichen Erkrankungen der Muskulatur (Myositis) betreut. Es handelt sich dabei um eine vielfältige Gruppe autoimmun-entzündlicher Erkrankungen der Muskulatur. Im Rahmen einer Myositis kann es zu Beschwerden in verschiedensten Organsystemen (u. a. Muskeln, Gelenke, Haut) kommen. Myositiden zeichnen sich dadurch aus, dass die Erkrankungen selten vorkommen und dass sie in der Regel eine interdisziplinäre Diagnostik und Behandlung erfordern. Die Betreuung unserer Patientinnen und Patienten erfolgt deshalb in interdisziplinärer Zusammenarbeit, u. a. mit der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie (einschl. Als Patientin oder Patient können Sie, nach Überweisung durch einen neurologischen Facharzt, einen Sprechstundentermin in unserer Ambulanz vereinbaren. Bitte beachten Sie, dass eine fachärztliche Überweisung zur Terminvergabe unbedingt erforderlich ist. Leitung: PD Dr. med. H. Stenzel, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Dr. med. A. Mossakowski, Dr. med. K. Bülau, Dr. med. P.J.H. Hain, Dr. med. H.F. Wackerhagen.
- Neuropädiatrie des Universitätsklinikums Essen: Hat eine langjährige Expertise in der Betreuung von komplex-neurologisch kranken Kindern und Jugendlichen. Neben dem Schwerpunkt der neuromuskulären Erkrankungen im Kindesalter betreuen wir ein breites Spektrum von jungen Patient:innen der Neuropädiatrie wie zum Beispiel Kinder- und Jugendliche mit Bewegungsstörungen. Ansprechpartner: Prof. Dr. med. S. Zielen & Dr. med. D. Fischer.
Neuroonkologie
Die Behandlung von neurologischen Komplikationen bei Tumorerkrankungen erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen.
- Charité: Schwerpunkte der Sprechstunde: In enger Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Hämatologie / Onkologie, Gynäkologie sowie Neurochirurgie diagnostizieren und behandeln wir unter anderem folgende Krankheitsbilder: Unerwünschte Nebenwirkungen der Tumortherapie (Chemotherapie, Immuntherapie, Bestrahlung) Nervenschädigungen und neuropathische Schmerzen Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen bei Tumorerkrankung oder Tumortherapie Befall des Nervensystems im Rahmen der Tumorerkrankung, z.B. Hirnmetastasen, Meningeosis carcinomatosa, Enzephalitis. Leitung: PD Dr. med. W. Böhmerle (Oberarzt) & PD Dr. med. M. Maschke (Oberarzt). Ärztlicher Mitarbeiter: Dr. med. S. Knauß (Assistenzarzt) & Dr. med. S. Goericke (Assistenzärztin).
- Charité: Schwerpunkte der Sprechstunde: in enger Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Neurochirurgie, Radioonkologie, Neuropathologie, pädiatrischen Neuroonkologie, Hämatologie/Onkologie sowie Charité Comprehensive Cancer Center behandeln und begleiten wir Patientinnen und Patienten mit unter anderem folgenden Krankheitsbildern: Tumorerkrankungen des Gehirns und Rückenmarks sowie Tumoren des peripheren Nervensystems Erbliche Tumorprädispositionssyndrome, u.a. Neurofibromatose Typ 1 und 2, Tuberöse Sklerose. Leitung: Dr. med. I. Liu und PD Dr. med. M. Maschke.
Schlafstörungen
Die Diagnostik und Behandlung von Schlafstörungen erfordert eine spezialisierte Expertise.
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- Charité: Es werden Patienten aller Altersstufen ab dem 12. Im Besonderen sind wir auf folgende Fragestellungen spezialisiert: Verhaltensauffälligkeiten im Schlaf wie z. B. Schlafwandeln und/oder sonstige Bewegungen im Schlaf Abgrenzung von Parasomnien, schlafbezogenen epileptischen Anfällen und sonstigen Bewegungsstörungen im Schlaf Narkolepsie mit und ohne Kataplexie und sonstige Störungen, die mit einer erhöhten Tagesmüdigkeit und/oder oder Einschlafattacken einhergehen Syndrom der unruhigen Beine (Restless legs-Syndrom) Störungen in der Abfolge des Schlaf-Wach-Rhythmus (Phasenverschiebungen des Schlaf-Wach-Rhythmus) Abgrenzung zwischen primären Schlafstörungen von primär psychiatrischen Erkrankungen, die mit einer Schlafstörung einhergehen Schlafstörungen des Jugendalters alle sonstigen ungewöhnlichen Schlafstörungen Ferner können sich Patienten vorstellen, bei denen im Zusammenhang mit einer bereits diagnostizierten Erkrankung des Nervensystems (z… Leitung: Dr. med. E. Werth und PD Dr. med. G. Seidel.
Gedächtnisstörungen
Die Diagnostik und Versorgung von Patienten mit Demenz und kognitiven Störungen stellt einen Schwerpunkt dar.
- Gedächtnissprechstunde: Die Diagnostik und Versorgung von Patienten mit Demenz und kognitiven Störungen stellt als Gedächtnissprechstunde einen Schwerpunkt unserer Praxis dar. Hierfür stehen alle Untersuchungen der Neurologie zur Verfügung, um eine ambulante Abklärung einer Gedächtnisstörung (leichtes oder mildes kognitives Defizit) oder einer Demenz (z.B. Alzheimer-Demenz, Lewy-Body-Demenz, Frontotemporale Demenz (FTD)) zu ermöglichen. Dazu gehören neben einer medizinisch-neurologischen Abklärung eine ausführliche neuropsychologische Demenz Diagnostik sowie eine Lumbalpunktion zur Bestimmung von Demenzbiomarkern und weiteren Parametern im Liquor. Alle diese Leistungen können ambulant zeitnah durchgeführt werden. Für erblich bedingte Alzheimer- oder FTD-Demenzerkrankungen bieten wir eine spezielle genetische Beratung wie auch eine molekulargenetische Abklärung an. In der FTD- und Alzheimer-Forschung arbeiten wir mit mehreren nationalen (z. B. dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen) wie auch internationalen Partnern (z. B. Auch haben wir eigene klinische Forschungsprojekte die sich um eine bessere Versorgung, Therapie und Charakterisierung von Demenz-Patienten drehen. Hier arbeiten wir weltweit mit anderen Gruppen zusammen. Diese Patienten-orientierte Forschung ist chronisch unterfinanziert, gerne können Sie uns mit einer Spende unterstützen, fragen Sie uns gerne hierzu!
- Gedächtnisambulanz der Klinik für Neurologie am CBF: Findet die Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit kognitiven Störungen und Demenzen statt. Zur ersten Vorstellung sollte sich die oder der Betroffene möglichst gemeinsam mit einer / einem nahen Angehörigen vorstellen. Falls vorhanden, sollten bei diesem Termin mitgebracht werden: Radiologische Untersuchungen des Kopfes (Computer oder Kernspintomographie, CT/MRT) - möglichst Originalbilder (elektronisch oder als Ausdruck) und Befunde Liste der regelmäßig eingenommenen Medikamente Weitere Vorbefunde und Blutuntersuchungen falls vorhanden Leitung: PD Dr. med. A. Volk, Dr. med. A. Steinacker, Dr. med. A. Zschüntzsch.
Weitere Spezialisierungen und Angebote
- Universitätsklinikum Magdeburg: Universitätsklinik für Neurologie, Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg. Ansprechpartner: Prof. Dr. med. H. Tumani.
- Zentrum für seltene Erkrankungen: Crona Kliniken, Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen. Ansprechpartner: Prof. Dr. med. D. Köhler.
- Charité, Campus Benjamin Franklin: Neurologische Hochschulambulanz, Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin.
- Charité, Campus Mitte: Neurologische Hochschulambulanz, Luisenstraße 64, 10117 Berlin, Bettenhochhaus, 4. OG.
- Charité: Bietet einmal wöchentlich (Donnerstag) am Standort Campus Charité Mitte eine Spezialsprechstunde zur Behandlung von Erkrankungen peripherer Nerven an. Sie erhalten Beratung und Therapie von Problemen, Verletzungen und Kompressionssyndromen peripherer Nerven. Zur Diagnostik arbeiten wir intensiv mit den Kollegen der Neurologischen (elektrophysische und neurosonografische Untersuchungen) und Neuroradiologischen (MRT, Sonografie) Hochschulambulanz zusammen. Des Weiteren besteht eine enge Kooperation mit der Schmerzambulanz der Klinik für Anästhesie im Hause, inkl. PD Dr. med. N. Hecht/ Dr. med. P. Spindler / Dr. C. Sommer.
- Charité: In der Aufnahmesprechstunde betreuen wir Patientinnen und Patienten mit allen neurologischen Krankheitsbildern vor und nach ihrem stationären Aufenthalt in unserer Klinik. Bei der ambulanten Vorstellung vor dem stationären Aufenthalt wird die Patientin / der Patient genau untersucht und die Notwendigkeit des stationären Aufenthaltes festgelegt. Es werden mit der Patientin / dem Patienten die geplanten Untersuchungen oder Behandlungen besprochen. Anschließend wird von unserer Patientenkoordinatorin mit der Patientin / dem Patienten ein Aufnahmetermin vereinbart. Wenn nach einem stationären Aufenthalt in unserer Klinik noch eine weitere Betreuung in unserer Klinik notwendig ist oder noch eine vollständige Auswertung der durchgeführten Diagnostik erfolgen soll, kommt die Patientin / der Patient nach dem stationären Aufenthalt erneut in unsere Sprechstunde. Wenn Sie als ärztliche Kollegin / ärztlicher Kollege eine Patientin / einen Patienten elektiv bei uns einweisen möchten, bitten wir Sie, sich direkt an einen der ärztlichen Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter der Aufnahmesprechstunde zu wenden. Dieses Vorgehen gilt selbstverständlich nicht für Patientinnen und Patienten, die sich als Notfall akut in unserer Klinik vorstellen müssen. Diese wenden sich bitte - gegebenenfalls nach vorheriger telefonischer Anmeldung - direkt an die Rettungsstelle. Außerdem gibt es telefonische Sprechzeiten jeweils freitags von 14:00 - 16:00 Uhr. Leitung: Prof. Dr. med. M. Endres. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Dr. med. S. Lehnerer, PD Dr. med. P. Mergenthaler, Dr. med. H. Preßler, Dr. med. F. Stascheit, Dr. med. J. Wirth.
- Charité: Die Schwerpunkte der Sprechstunde sind: Schlaganfall (Infarkte und Blutungen im Gehirn) Erkrankungen der Halsschlagadern (Verengungen der hirnversorgenden Arterien z.B. Carotisstenose). Leitung: Herr Prof. Dr. med. M. Endres.
- Charité: In den letzten Jahren wurde eine immer differenziertere Behandlung dieser "neuroimmunologischen" Erkrankungen möglich. Um diesem Standard gerecht zu werden, stehen uns alle relevanten Untersuchungstechniken zur Verfügung (Liquor- und allgemeine Labordiagnostik, elektrophysiologische Verfahren etc.). Die Durchführung eingeleiteter Behandlungsmaßnahmen, wie z.B. Hochdosis-Kortisontherapien, Tysabri- und Mitoxantron-Infusionen, kann innerhalb unserer Ambulanz oder stationär erfolgen. Dies bezieht sich auch auf die Behandlung komplexer Probleme im Krankheitsverlauf, z.B. durch spasmolytische Injektionen von Botulinumtoxin (AG Bewegungsstörungen). Eine Terminvereinbarung durch Sie oder Ihren Hausarzt ist unter der rechts genannten Telefonnummer werktags von 08:00 bis 12:00 Uhr möglich. Leitung: Prof. Dr. med. F. Paul. Mitarbeiter: Dr. med. J. Bellmann-Strobl.
- Charité: Auch nach anderen viralen Infektionserkrankungen, wie Influenza oder Ebstein-Barr-Virus (EBV) können residuelle Beschwerden auftreten. Vor allem neurologische Beschwerden sind häufig und gehen besonders mit einer Einschränkung der Lebensqualität einher. Leitung: PD Dr. med. H. Reuter, Dr. med. A. Volk, Dr. med. J. Wirth, Dipl.-Psych. L. Golding-Sterner, Dr. med. S. Noack-Rünzel, Dr. med. C. Dohna.
- Charité: Die Neurologische Klinik bietet an drei Standorten der Charité Sprechstunden zu verschiedenen neurologischen Schwerpunkten an. An den drei Standorten CCM, CVK, und CBF gibt es neurologische Hochschulambulanzen mit Spezialsprechstunden zu neurologischen Erkrankungen. Leitung: Prof. Dr. med. M. Endres.
- Privatsprechstunde von Prof. Dr. med. G. Deuschl: Für die telefonische Terminvereinbarung stehen wir für Sie von Mo - Fr zwischen 08:30 Uhr - 12:00 Uhr sowie 13:00 Uhr - 15:00 Uhr unter der Durchwahl +49 30 450 560 002 gern zur Verfügung. Sie finden uns im Bettenhochhaus in der Luisenstraße 64, im 6. OG. Bitte folgen Sie dort der Beschilderung "Sekretariat Prof. Dr. med. G. Deuschl".
- Privatsprechstunde von Prof. Dr. med. F. Paul: Für die telefonische Terminvereinbarung stehen wir für Sie von Mo - Fr zwischen 08:30 Uhr - 12:00 Uhr sowie zwischen 13:00 - 15:00 Uhr unter der Durchwahl +49 30 450 560 752 gerne zur Verfügung. Sollten Sie uns telefonsich nicht erreichen, können Sie auf dem Anrufbeantworter gerne eine Nachricht mit Ihrem Namen und Ihrem Anliegen hinterlassen. Sie finden uns im Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin, Bettenhaus 1, 5. OG, Raum 5142.
- Universitätsklinikum LeipzigKlinik für Neurologie: Liebigstraße 20, Haus 404103 LeipzigAnsprechpartner:Sprechstunde für BewegungsstörungenProf. Dr. med. R. Hilker-Roggendorf.
Wichtige Hinweise für Patienten
- Überweisung: Für viele Spezialambulanzen und Sprechstunden ist eine Überweisung durch einen niedergelassenen Neurologen erforderlich.
- Terminvereinbarung: Die Terminvereinbarung erfolgt in der Regel telefonisch oder online.
- Unterlagen: Zum ersten Termin sollten alle relevanten medizinischen Unterlagen mitgebracht werden, einschließlich Arztbriefe, radiologische Aufnahmen und eine Liste der eingenommenen Medikamente.
- Begleitperson: Bei bestimmten Erkrankungen, wie z.B. Epilepsie oder Gedächtnisstörungen, ist es hilfreich, wenn eine vertraute Person zum Termin mitkommt, die den Anfall oder die Symptome beschreiben kann.
- Charité: Unterlagen, die Sie zur Ihrem Sprechstundentermin mitbringen sollten: Überweisungsschein für die Neurologie (aktuelles Quartal) Ihre Versichertenkarte Medikamentenplan Außerhalb der Charité behandelte Patientinnen und Patienten: Unterlagen zu Ihrer medizinischen Vorgeschichte (Arztbriefe) Außerhalb der Charité behandelte Patientinnen und Patienten: radiologische Originalaufnahmen auf CD, insbesondere Untersuchungen von Gehirn, Wirbelsäule oder Muskel.
Die Charité Berlin als Beispiel für spezialisierte neurologische Versorgung
Die Charité - Universitätsmedizin Berlin ist einExzellenzzentrum für neurologische Erkrankungen und bietet eine breite Palette an spezialisierten Sprechstunden und Ambulanzen an ihren verschiedenen Standorten. Die Klinik für Neurologie ist an den Standorten Berlin-Mitte, Berlin-Steglitz und Berlin-Wedding vertreten. Jährlich werden hier auf insgesamt 170 Betten über 8.000 neurologische Fälle stationär behandelt. Überweisungen und Verlegungen sind möglich. Außerdem ist die Klinik für Neurologie sehr aktiv auf dem Feld der Erforschung des Nervensystems. Die Forscherinnen und Forscher der Neurologie untersuchen neurologische Erkrankungen auch in Verbundprojekten, z.B. im Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und im Sonderforschungsbereich 958.
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