Die Neurologie und Palliativmedizin sind zwei Bereiche der Medizin, die sich mit komplexen Erkrankungen und der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten befassen. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte dieser Felder, von der Behandlung der Multiplen Sklerose bis hin zur palliativen Versorgung von Menschen mit unheilbaren Krankheiten.
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin: Ein umfassendes Behandlungsspektrum
Die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin bietet ein breites Behandlungsspektrum für akute und chronische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Mit modernsten diagnostischen und therapeutischen Verfahren, die auf wissenschaftlich höchstem Niveau und auf Basis aktueller Leitlinien arbeiten, versorgt die Klinik jährlich 40.000 junge Patienten stationär, in der Notaufnahme und ambulant. Ein starkes Team konzentriert sich auf das ganzheitliche Wohl der Patienten und bietet ein breites begleitendes Angebot.
Das Pflegerische Team
Das Pflegeteam der Klinik setzt sich aus erfahrenen Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern sowie Auszubildenden zusammen. Pflegekräfte mit Zusatzqualifikationen ergänzen das Team, um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden. Familienorientierte Therapien und natürliche Behandlungsverfahren werden großgeschrieben, und die Eltern werden aktiv in die Pflege und Schulung bei schwerkranken Kindern einbezogen.
Fachärzte mit Zusatzqualifikationen
Die Klinik verfügt über ein breites Spektrum an Fachärzten mit Zusatz- und Schwerpunktweiterbildungen, darunter:
- Nagehan Adigüzel (Neonatologie, Pädiatrische Ernährungsmedizin)
- Almut Baumgart (Allergologie, Kinder-Gastroenterologie)
- Eva Dippel (Neonatologie)
- Nora Péko (Neonatologie)
- Stephan Winterland (Pädiatrische Intensivmedizin)
Sowie eine Vielzahl weiterer Fachärzte mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
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Das neue Kinderzentrum Bethel: Eine Leuchtturmklinik
Nach vier Jahren Bauzeit wurde das neue Kinderzentrum Bethel fertiggestellt. Diese moderne Klinik, die zur Hälfte aus Spenden finanziert wurde, bietet eine optimale Versorgung von Kindern und Jugendlichen und setzt auf höchste Qualität und Sicherheitsstandards.
Multiple Sklerose: Diagnose und Therapie
Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die die Nervenleitfähigkeit stört.
Ursachen und Symptome
Die Ursachen von MS sind noch nicht vollständig geklärt. Zu den häufigsten Symptomen gehören Sensibilitätsstörungen, Missempfindungen, Gangstörungen, Sehstörungen, Blasenstörungen und Sexualfunktionsstörungen.
Betroffene
MS betrifft häufig jüngere Erwachsene, insbesondere Frauen.
Verlauf
In den meisten Fällen verläuft MS schubförmig, wobei Symptome auftreten, die einige Wochen bis Monate anhalten und sich anfänglich vollständig zurückbilden.
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Behandlung
Ein akuter MS-Schub wird mit hochdosierten Kortikosteroiden behandelt. Je nach Verlaufsform und Schweregrad gibt es immunmodulierende Substanzen wie Beta-Interferone oder Glatirameracetat, die fehlgeleitete Immunreaktionen eindämmen.
Auswirkungen auf den Alltag
MS kann die Mobilität einschränken und Sinnesfunktionen beeinträchtigen.
Unterstützung für MS-Patienten
Neben der medizinischen Betreuung gibt es die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, die verschiedene Angebote wie Sozialarbeiter und Psychologen bereitstellt.
Neuentwicklungen in der MS-Therapie
In den letzten Jahren wurden neue Medikamente entwickelt, die das Einströmen von schädlichen Zellen des Immunsystems in das Gehirn unterdrücken und bestimmte Untergruppen von Zellen zurückhalten.
Forschungsschwerpunkte der Klinik
Die Klinik befasst sich schwerpunktmäßig mit der Diagnose und Therapie von MS und verfügt über zahlreiche Forschungsgruppen. Fünf Professoren der Klinik forschen vornehmlich im Bereich der Multiplen Sklerose.
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Palliativmedizin: Lebensqualität im Fokus
Die Palliativmedizin konzentriert sich auf die Linderung von Schmerzen, die Kontrolle von Symptomen und die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit unheilbaren Erkrankungen.
Multiprofessionelle Betreuung
Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegekräften, Sozialarbeitern und anderen Fachkräften arbeitet zusammen, um die individuellen Bedürfnisse der Patienten zu erfüllen.
Brückenpflege
Die Brückenpflege sorgt für eine frühzeitige Planung und Vorbereitung der Entlassung aus der Klinik, um eine bestmögliche pflegerische und medizinische Betreuung zu Hause zu gewährleisten.
Konsildienst und SAPV
Der Konsildienst unterstützt bei der Schmerzkontrolle und der Linderung von belastenden Symptomen. Die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) bietet eine palliativärztliche und -pflegerische Mitbehandlung zu Hause oder in stationären Pflegeeinrichtungen und Hospizen.
Forschung in der Palliativmedizin
Die Forschung in der Palliativmedizin konzentriert sich auf zentrale Handlungsfelder der Palliativversorgung und spiegelt ihren multi- und interprofessionellen Charakter wider. Klinische Studien, ethische Fragestellungen, digitale Techniken und die Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte stehen im Fokus.
Familienhörbuch-Projekt
Mütter und Väter, die unheilbar an Krebs erkrankt sind, können im Familienhörbuch-Projekt ihren Kindern ihre Lebensgeschichte erzählen und Erfahrungen weitergeben.
Psychoonkologische Unterstützung
Psychoonkologische Unterstützung ist bei einer lebensbegrenzenden onkologischen Grunderkrankung besonders wichtig und zielt darauf ab, die Betroffenen im Umgang mit belastenden Gefühlen zu unterstützen.
Therapieentscheidungen in der Palliativmedizin
In der palliativen Onkologie sind normative Aspekte ärztlicher Therapieentscheidungen von großer Bedeutung. Es gilt, den erhofften Nutzen und potenziellen Schaden bestimmter Therapieverfahren für den einzelnen Patienten abzuwägen.
Palliativmedizin in der Lehre
Das Ziel der Palliativmedizin in der studentischen Lehre ist, allen Studierenden ein Grundverständnis für palliativmedizinische Inhalte zu vermitteln.