Ciprofloxacin: Nebenwirkungen, Anwendung und wichtige Hinweise

Ciprofloxacin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone, das zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen eingesetzt wird. Es wirkt, indem es Bakterien abtötet, die Infektionen verursachen. Dieser Artikel beleuchtet die Anwendungsgebiete, Wirkungsweise, Nebenwirkungen und wichtigen Hinweise zur Einnahme von Ciprofloxacin.

Was ist Ciprofloxacin und wofür wird es angewendet?

Ciprofloxacin ist ein Antibiotikum, das zur Gruppe der Fluorchinolone gehört. Es wirkt, indem es die bakterielle DNA-Gyrase und Topoisomerase IV hemmt, was für die Vermehrung und Ausbreitung der Bakterien notwendig ist. Ciprofloxacin wirkt nur bei bestimmten Bakterienstämmen.

Anwendungsgebiete bei Erwachsenen

Cipro - 1 A Pharma wird bei Erwachsenen zur Behandlung der folgenden bakteriellen Infektionen angewendet:

  • Bestimmte Infektionen der Atemwege
  • Lang anhaltende oder wiederholt auftretende Entzündungen der Ohren oder der Nasennebenhöhlen
  • Harnwegsinfektionen
  • Infektionen der Geschlechtsorgane bei Männern und Frauen
  • Infektionen des Magen-Darm-Trakts und Infektionen des Bauchraums
  • Bestimmte Infektionen der Haut und der Weichteilgewebe
  • Infektionen der Knochen und Gelenke
  • Vorbeugung gegen Infektionen durch das Bakterium Neisseria meningitidis
  • Behandlung nach einer Inhalation von Milzbranderregern

Ciprofloxacin kann auch zur Behandlung von Patienten angewendet werden, bei denen eine verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie) und Fieber vorliegt, bei dem der Verdacht besteht, durch eine bakterielle Infektion bedingt zu sein. Bei schweren Infektionen oder Infektionen, die von verschiedenen Bakterientypen verursacht werden, kann eine zusätzliche antibiotische Behandlung zu Cipro - 1 A Pharma erforderlich sein.

Anwendungsgebiete bei Kindern und Jugendlichen

Cipro - 1 A Pharma wird bei Kindern und Jugendlichen unter Aufsicht eines hierauf spezialisierten Arztes zur Behandlung der folgenden bakteriellen Infektionen eingesetzt:

Lesen Sie auch: Neurologische Nebenwirkungen von Ciprofloxacin verstehen

  • Infektionen der Lunge und der Bronchien bei Kindern und Jugendlichen, die an zystischer Fibrose leiden
  • Komplizierte Infektionen der Harnwege, einschließlich Infektionen mit Beteiligung der Nierenbecken (Pyelonephritis)
  • Behandlung nach einer Inhalation von Milzbranderregern

Cipro - 1 A Pharma kann auch zur Behandlung von anderen speziellen schweren Infektionen bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden, wenn der Arzt dies als notwendig ansieht.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Cipro - 1 A Pharma beachten?

Gegenanzeigen

Cipro - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden, wenn:

  • Sie allergisch gegen Ciprofloxacin, andere Chinolonpräparate oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • Sie Tizanidin einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Cipro - 1 A Pharma einnehmen, wenn Sie:

  • Jemals Nierenprobleme hatten, da Ihre Behandlung eventuell angepasst werden muss.
  • Unter Epilepsie oder anderen neurologischen Erkrankungen leiden.
  • In der Vergangenheit Sehnenprobleme bei einer früheren Behandlung mit Antibiotika wie Cipro - 1 A Pharma hatten.
  • Diabetiker sind, da die Gefahr einer Unterzuckerung bei der Behandlung mit Ciprofloxacin besteht.
  • Unter Myasthenia gravis leiden (ein Typ der Muskelschwäche), da die Symptome verschlimmert werden können.
  • Herzprobleme haben. Vorsicht ist bei der Anwendung von Ciprofloxacin geboten, wenn Sie mit einem verlängerten QT-Intervall geboren wurden oder dies in der Vergangenheit in Ihrer Familie aufgetreten ist, Ihr Salzhaushalt im Blut gestört ist, Ihr Herzrhythmus sehr langsam ist, bei Ihnen eine Herzschwäche vorliegt, Sie in der Vergangenheit bereits einmal einen Herzinfarkt hatten, Sie eine Frau oder ein älterer Patient sind, Sie andere Arzneimittel einnehmen, die zu anormalen EKG-Veränderungen führen.
  • Sie oder ein Mitglied Ihrer Familie an einem Glucose-6-Phosphatdehydrogenasemangel (G6PD) leiden, da dann das Risiko einer Blutarmut (Anämie) durch Ciprofloxacin besteht.
  • Bei Ihnen eine Vergrößerung oder „Ausbuchtung“ eines großen Blutgefäßes (Aortenaneurysma oder peripheres Aneurysma eines großen Gefäßes) diagnostiziert wurde.
  • Sie in der Vergangenheit eine Aortendissektion (einen Riss in der Wand der Hauptschlagader) erlitten haben.
  • Bei Ihnen undichte Herzklappen (Herzklappeninsuffizienz) diagnostiziert wurden.
  • In Ihrer Familie Fälle von Aortenaneurysma oder Aortendissektion aufgetreten sind oder angeborene Herzklappenfehler, oder andere Risikofaktoren oder prädisponierende Bedingungen vorliegen (z. B. Bindegewebserkrankungen wie das Marfan-Syndrom oder das vaskuläre Ehlers-Danlos-Syndrom, Turner-Syndrom, Sjögren-Syndrom, oder Gefäßerkrankungen wie Takayasu-Arteriitis, Riesenzellarteriitis, Morbus Behçet, Bluthochdruck oder bekannte Atherosklerose, rheumatoide Arthritis oder Endokarditis).

Chinolon-Antibiotika können sowohl einen Anstieg Ihres Blutzuckerspiegels über den Normalwert (Hyperglykämie) als auch eine Senkung Ihres Blutzuckerspiegels unter den Normalwert (Hypoglykämie) verursachen, was in schwerwiegenden Fällen möglicherweise zu Bewusstlosigkeit (hypoglykämisches Koma) führen kann. Das ist wichtig für Patienten mit Diabetes. Wenn Sie Diabetiker sind, sollte Ihr Blutzuckerspiegel sorgfältig überwacht werden.

Während der Einnahme mit Cipro - 1 A Pharma

Informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn eines der folgenden Ereignisse während der Einnahme von Cipro - 1 A Pharma eintritt. Ihr Arzt wird entscheiden, ob die Behandlung mit Cipro - 1 A Pharma beendet werden muss.

Lesen Sie auch: ZNS-Schädigung durch Ciprofloxacin

  • Schwere, plötzliche Überempfindlichkeitsreaktion (anaphylaktische/r Reaktion/Schock, Angioödem): Schon bei der ersten Einnahme besteht eine geringe Gefahr, dass Sie eine schwere allergische Reaktion erleiden, die sich in folgenden Symptomen äußern kann: Engegefühl in der Brust, Gefühl von Schwindel, Übelkeit oder drohende Ohnmacht oder Schwindelgefühl beim Aufstehen. Sollte dies eintreten, beenden Sie die Einnahme von Cipro - 1 A Pharma und wenden sich unverzüglich an Ihren Arzt.
  • Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken und Entzündungen oder Risse der Sehnen: Das Risiko hierfür ist bei Ihnen erhöht, wenn Sie älter sind (über 60 Jahre), ein Organtransplantat erhalten haben, unter Nierenproblemen leiden oder wenn Sie gleichzeitig mit Kortikosteroiden behandelt werden. Entzündungen und Risse der Sehnen können innerhalb der ersten 48 Stunden nach Behandlungsbeginn und sogar noch bis zu mehrere Monate nach Absetzen der Cipro - 1 A Pharma-Behandlung auftreten. Beim ersten Anzeichen von Schmerz oder Entzündung einer Sehne (zum Beispiel in Fußknöchel, Handgelenk, Ellenbogen, Schulter oder Knie) beenden Sie die Anwendung von Cipro - 1 A Pharma, wenden Sie sich an Ihren Arzt und stellen Sie den schmerzenden Bereich ruhig. Vermeiden Sie jede unnötige Bewegung, da dies das Risiko eines Sehnenrisses erhöhen kann.
  • Neurologische Erkrankungen: Wenn Sie unter Epilepsie oder anderen neurologischen Erkrankungen wie zerebrale Ischämie oder Schlaganfall leiden, könnten Nebenwirkungen auftreten, die mit dem zentralen Nervensystem in Zusammenhang stehen. Wenn dies passiert, beenden Sie die Einnahme von Cipro - 1 A Pharma und wenden sich sofort an Ihren Arzt.
  • Psychiatrische Reaktionen: Es ist möglich, dass psychiatrische Reaktionen nach der ersten Einnahme von Cipro - 1 A Pharma auftreten. In seltenen Fällen kann eine Depression oder Psychose zu Selbstmordgedanken, Selbstmordversuchen oder einem vollendeten Selbstmord führen. Wenn Sie unter Depressionen oder einer Psychose leiden, können sich Ihre Symptome unter der Behandlung mit Cipro - 1 A Pharma verschlimmern. Wenn dies passiert, beenden Sie die Einnahme von Cipro - 1 A Pharma und wenden sich sofort an Ihren Arzt.
  • Neuropathie: Selten können bei Ihnen Symptome einer Nervenschädigung (Neuropathie) auftreten, wie Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheitsgefühl und/oder Schwäche, insbesondere in den Füßen und Beinen oder Händen und Armen. Beenden Sie in diesem Fall die Anwendung von Cipro - 1 A Pharma und informieren Sie umgehend Ihren Arzt, um die Entstehung einer möglicherweise bleibenden Schädigung zu vermeiden
  • Unterzuckerung: Unterzuckerung wurde am häufigsten bei Diabetikern, insbesondere bei älteren Patienten, beobachtet. Wenn eine Unterzuckerung auftritt, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt.
  • Durchfall: Während der Behandlung mit Antibiotika, einschließlich Cipro - 1 A Pharma, und selbst mehrere Wochen nachdem Sie die Behandlung beendet haben, können Durchfälle auftreten. Bei starkem oder anhaltendem Durchfall oder wenn Sie feststellen, dass Ihr Stuhl Blut oder Schleim enthält, beenden Sie die Einnahme von Cipro - 1 A Pharma sofort, da dies lebensbedrohlich sein kann. Nehmen Sie keine Arzneimittel ein, die die Darmbewegung anhalten oder verlangsamen, und wenden Sie sich an Ihren Arzt.
  • Blut- oder Urinprobe: Informieren Sie den Arzt oder das Laborpersonal, dass Sie Cipro - 1 A Pharma einnehmen, wenn Sie eine Blut- oder Urinprobe abgeben müssen.
  • Nierenprobleme: Wenn Sie an Nierenproblemen leiden, informieren Sie Ihren Arzt, da Ihre Dosis gegebenenfalls angepasst werden muss.
  • Leberschäden: Cipro - 1 A Pharma kann Leberschäden verursachen. Wenn Sie eines der folgenden Symptome feststellen wie Appetitverlust, Gelbsucht (Gelbwerden der Haut), dunkler Urin, Juckreiz oder schmerzempfindlicher Bauch, beenden Sie die Einnahme von Cipro - 1 A Pharma und wenden sich sofort an Ihren Arzt.
  • Verminderung der Zahl der weißen Blutkörperchen: Cipro - 1 A Pharma kann zu einer Verminderung der Zahl der weißen Blutkörperchen führen, und Ihre Widerstandskraft gegen Infektionen kann vermindert werden. Wenn Sie eine Infektion mit Symptomen wie Fieber und schwerwiegender Verschlechterung des Allgemeinzustandes, oder Fieber zusammen mit lokalen Infektionssymptomen wie Hals-/Rachen-/Mundschmerzen oder Schmerzen beim Wasserlassen haben, sollten Sie umgehend Ihren Arzt aufsuchen. Eine Blutabnahme kann eine mögliche Verminderung der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose) zeigen. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt über die Arzneimittel informieren, die Sie nehmen.
  • Sehstörungen: Bei einer Beeinträchtigung des Sehens oder der Augen während der Behandlung mit Cipro - 1 A Pharma wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Augenarzt.
  • Sonnenempfindlichkeit: Ihre Haut reagiert empfindlicher auf Sonnenlicht und UV-Licht, wenn Sie Cipro - 1 A Pharma einnehmen. Setzen Sie sich daher nicht starker Sonneneinstrahlung oder künstlichem UV-Licht, wie z. B. auf einer Sonnenbank, aus.
  • Aortenaneurysma und -dissektion: Wenn Sie plötzlich starke Schmerzen im Bauch, im Brustbereich oder im Rücken verspüren, die die Symptome eines Aortenaneurysmas (Ausbeulung der Aortenwand) und einer Aortendissektion (Aufspaltung der Schichten der Aortenwand) sein können, begeben Sie sich sofort in eine Notaufnahme. Ihr Risiko kann bei gleichzeitiger Behandlung mit systemischen Kortikosteroiden erhöht sein.
  • Atemnot und Herzprobleme: Sollten Sie plötzlich unter Atemnot leiden, besonders, wenn Sie flach in Ihrem Bett liegen, oder eine Schwellung Ihrer Fußgelenke, Füße oder des Bauchs bemerken, oder neu auftretendes Herzklopfen verspüren (Gefühl von schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag), sollten Sie unverzüglich einen Arzt benachrichtigen.
  • Anhaltende, die Lebensqualität beeinträchtigende und möglicherweise bleibende schwerwiegende Nebenwirkungen: Fluorchinolon-/Chinolon-Antibiotika, einschließlich Cipro - 1 A Pharma, wurden mit sehr seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, von denen einige lang anhaltend (über Monate oder Jahre andauernd), die Lebensqualität beeinträchtigend oder möglicherweise bleibend sind. Dazu gehören Sehnen-, Muskel- und Gelenkschmerzen der oberen und unteren Gliedmaßen, Schwierigkeiten beim Gehen, ungewöhnliche Empfindungen wie Kribbeln, Prickeln, Kitzeln, Taubheitsgefühl oder Brennen (Parästhesie), sensorische Störungen einschließlich Beeinträchtigung des Seh-, Geschmacks-, Riech- und Hörvermögens, Depression, eingeschränktes Erinnerungsvermögen, starke Ermüdung und starke Schlafstörungen. Wenn Sie bei Anwendung von Cipro - 1 A Pharma eine dieser Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, bevor Sie mit der Behandlung fortfahren. Sie und Ihr Arzt werden entscheiden, ob die Behandlung fortgesetzt werden soll, möglicherweise auch mit einem Antibiotikum aus einer anderen Wirkstoffgruppe.

Einnahme von Cipro - 1 A Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Nehmen Sie Cipro - 1 A Pharma und Tizanidin nicht zusammen ein, da dies Nebenwirkungen wie niedrigen Blutdruck und Schläfrigkeit verursachen kann.

Von folgenden Arzneimitteln ist bekannt, dass sie zu Wechselwirkungen mit Cipro - 1 A Pharma in Ihrem Körper führen. Wird Cipro - 1 A Pharma zusammen mit diesen Arzneimitteln eingenommen, kann die therapeutische Wirkung dieser Arzneimittel beeinträchtigt werden. Außerdem kann sich die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen erhöhen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Warfarin, Acenocoumarol, Phenprocoumon oder Fluindion) oder andere gerinnungshemmende Arzneimittel zum Einnehmen (zur Blutverdünnung)
  • Probenecid (bei Gicht)
  • Methotrexat (bei bestimmten Krebserkrankungen, Schuppenflechte, rheumatoider Arthritis)
  • Theophyllin (bei Atembeschwerden)
  • Tizanidin (zur Entspannung der Skelettmuskulatur bei multipler Sklerose)
  • Olanzapin (ein Antipsychotikum)
  • Clozapin (ein Antipsychotikum)
  • Ropinirol (bei Parkinson-Krankheit)
  • Phenytoin (bei Epilepsie)
  • Metoclopramid (bei Übelkeit und Erbrechen)
  • Ciclosporin (bei Hauterkrankungen, rheumatoider Arthritis und Organtransplantation)
  • Andere Arzneimittel, die Ihren Herzrhythmus verändern können: Arzneimittel, die zur Gruppe der Antiarrhythmika gehören (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid) trizyklische Antidepressiva, einige antimikrobielle Wirkstoffe (die zur Gruppe der Makrolide gehören) einige Antipsychotika.

Cipro - 1 A Pharma kann die Konzentration der folgenden Arzneimittel in Ihrem Blut erhöhen:

  • Pentoxifyllin (bei Kreislauferkrankungen)
  • Koffein
  • Duloxetin (bei Depression, diabetischen Nervenschädigungen oder Inkontinenz)
  • Lidocain (bei Herzerkrankungen).

Mögliche Nebenwirkungen von Ciprofloxacin

Wie alle Arzneimittel kann auch Ciprofloxacin Nebenwirkungen haben, die jedoch nicht bei jedem auftreten müssen. Die Art und Schwere der Nebenwirkungen können je nach Patient und Dosierung variieren.

Lesen Sie auch: Behandlungsmöglichkeiten bei eingeklemmtem Nerv im Nacken

Häufige Nebenwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Ciprofloxacin gehören:

  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Hautausschläge

Gelegentliche Nebenwirkungen

Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen sind:

  • Schwächegefühl
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Erregtheit
  • Verwirrtheit
  • Erbrechen
  • Verdauungsstörungen
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Gelenkschmerzen
  • Juckreiz
  • Bläschen am ganzen Körper
  • Geschmacksstörungen (zum Beispiel bitterer Geschmack)
  • Geruchsstörungen
  • Blutbildveränderungen (wie zu niedrige weiße Blutkörperchen, zu viele Eosinophile)
  • Gelenkschmerzen
  • Leberwertanstieg
  • Gelbsucht durch Gallestau
  • Nierenwerterhöhung
  • Augenbrennen
  • Entzündung der Augengefäße

Seltene Nebenwirkungen

Seltene Nebenwirkungen umfassen:

  • allergische Reaktion (mit Schwellung im Gesicht, Blutdruckabfall, Hautausschlag, Kreislaufversagen)
  • Arzneimittelfieber
  • Blutbildveränderungen (wie Blutarmut, zu viele weiße Blutkörperchen, zu wenige Granulozyten, zu wenige oder zu viele Blutplättchen)
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschwellung
  • Bindegewebswassereinlagerung in den Beinen (Ödeme)
  • Halluzinationen
  • Schwitzen
  • Empfindungsstörungen in Armen und Beinen
  • Angstzustände
  • Albträume
  • Depressionen
  • Zittern
  • Krampfanfälle
  • Herzjagen
  • Migräne
  • Ohnmacht
  • Hitzewallung
  • veränderte Blutgerinnung
  • knotiger Ausschlag und Herabsetzung der Lichtreizschwelle der Haut (Photosensibilisierung)
  • Ohrensausen
  • Schwerhörigkeit (vorübergehend)
  • Sehstörungen (zum Beispiel Doppeltsehen, Farbensehen)
  • Geschmacksverlust
  • Nierenentzündung
  • Nierenfunktionseinschränkung
  • zu hohe Blutzuckerwerte
  • Kristalle im Urin
  • blutiger Urin
  • Verstopfung einer Lungenarterie
  • Luftnot
  • Wasser in der Lunge
  • Nasenbluten
  • Blutspucken
  • Schluckauf
  • Blähungen
  • Scheidenentzündung
  • Entzündung der äußeren Geschlechtsteile bei der Frau

Sehr seltene Nebenwirkungen und Einzelfälle

Sehr seltene Nebenwirkungen und Einzelfälle sind:

  • Blutarmut durch Zerstörung der roten Blutkörperchen
  • Verschlimmerung der Symptome einer Myasthenia gravis (Autoimmunkrankheit mit einer Blockierung der Acetylcholinrezeptoren)
  • Gangunsicherheit
  • Leberzellschädigung bis zum Leberversagen
  • erhöhter Schädelinnendruck
  • psychotische Reaktionen bis hin zur Selbstverletzung
  • Blutbildveränderungen (wie Verlust aller Granulozyten)
  • Sehnenentzündungen
  • Sehnenscheidenentzündungen
  • Sehnenriss
  • kleine Hautblutungen
  • blutige Hautblasen
  • knotiger Hautausschlag mit Krusten (wegen einer Gefäßentzündung)
  • Knotenrose
  • girlandenförmiger roter Hautausschlag (Erythema exudativum multiforme minor)
  • Lyell-Syndrom (Hautablösung und Bläschenbildung ähnlich verbrühter Haut)
  • Stevens-Johnson-Syndrom (blasiger Hautausschlag mit hohem Fieber und starken allgemeinen Beschwerden)

Neurologische Effekte

Antibiotika, einschließlich Ciprofloxacin, können neurologische Effekte verursachen.

  • Schwindel: Schwindel ist eine mögliche Nebenwirkung bei der Einnahme bestimmter Antibiotika, insbesondere bei Chinolonen, Makroliden und Aminoglykosiden.
  • Kopfschmerzen: Kopfschmerzen als Nebenwirkung von Antibiotika sind relativ selten, können jedoch bei einigen Patienten auftreten.

Hautreaktionen

Hautreaktionen sind ebenfalls mögliche Nebenwirkungen.

  • Hautausschläge: Häufige allergische Reaktion, besonders bei Penicillinen und Sulfonamiden.
  • Juckreiz: Kann zusammen mit Hautausschlägen auftreten.
  • Stevens-Johnson-Syndrom: Eine seltene, aber schwerwiegende Hautreaktion, die zu schmerzhaften Blasen und Hautablösungen führt.

Allergische Reaktionen

Allergische Reaktionen können auftreten.

  • Anaphylaxie: Eine seltene, aber lebensbedrohliche allergische Reaktion, die zu Atembeschwerden, Schwellungen und einem plötzlichen Blutdruckabfall führen kann.
  • Angioödem: Schwellung der tieferen Hautschichten, oft im Gesicht und an den Extremitäten.

Besondere Hinweise

Bei längerer innerlicher Anwendung können Infektionen mit Sprosspilzen (zum Beispiel Mundsoor) entstehen. Es ist ebenfalls möglich, dass an die Infektionsstelle weitere Bakterien gelangen, die gegen Ciprofloxazin resistent sind. Dort können diese eine weitere (zweite) Infektion auslösen.

Ciprofloxacin kann das Risiko für Einrisse und Abrisse der Hauptschlagader insbesondere bei älteren Patienten erhöhen. Bei plötzlich auftretenden schweren Bauch-, Brustkorb- oder Rückenschmerzen sollte unverzüglich in der Notaufnahme ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Kommt es während der Behandlung zu Muskelschmerzen, Gelenkschmerzem und Nervenbeschwerden, ist sofort der Arzt davon zu verständigen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Innerlich angewendetes Ciprofloxacin behindert den Abbau vieler Substanzen im Körper, was deren Wirkung verstärkt und vermehrt Nebenwirkungen hervorruft. Dies ist der Fall bei:

  • Asthma-Mitteln wie Pentoxyfyllin und Theophyllin
  • Clozapin (Neuroleptikum)
  • Ropinirol (Mittel gegen die Parkinson-Krankheit)
  • Methotrexat (Immunologikum gegen Rheuma und Blutkrebs)
  • Tizanidin (zur Muskellockerung). Tizanidin darf gar nicht zusammen mit Ciprofloxacin verabreicht werden, bei den anderen Wirkstoffen muss der Arzt die Dosierung gegebenenfalls verringern.

Auch Glukokortikoide dürfen nicht zusammen mit Ciprofloxacin verwendet werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme Coffein-haltiger Substanzen wird auch deren Konzentration im Blut durch Ciprofloxacin erhöht. Das Gichtmittel Probenecid behindert die Ausscheidung von Ciprofloxacin über die Niere. Die gleichzeitige Anwendung von Probenecid und Ciprofloxacin kann also Wirkung und Nebenwirkungen von Ciprofloxacin verstärken.

Auch Phenytoin, ein Mittel gegen Krampfanfälle, kann zu einer Erhöhung oder einer Erniedrigung der Ciprofloxacinkonzentration im Blut führen. Der behandelnde Arzt muss diese Wechselwirkungen bei den Dosierungsintervallen beachten. Wird Ciprofloxacin gemeinsam mit mineralischen Magensäurebindern (Antazida), Eisenpräparaten, Zinkpräparaten, gepufferten Didanosin-Zubereitungen (unterstützend bei HIV-Therapie) oder Multivitaminpräparaten gegeben, wird seine Aufnahme in den Körper gehemmt. Gleiches gilt für den Verzehr von Kalziumhaltigen Nahrungsmitteln wie Milch oder Käse. Das muss bei der Dosierung beachtet werden.

Ciprofloxacin kann die Wirkung von Gerinnungshemmern wie Warfarin verstärken, was zu vermehrten Blutungen führt.

Wann darf Ciprofloxacin nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen Ciprofloxacin und andere Gyrasehemmer darf der Wirkstoff in keiner Form eingesetzt werden. Die innerliche Anwendung ist des weiteren verboten bei:

  • Infektionen mit Streptokokken (spezieller Bakterienstamm), weil die Wirkung unzureichend ist
  • Patienten, die im Zusammenhang mit der Gabe von Gyrasehemmern eine Sehnenerkrankung bekamen
  • Mangel an dem Enzym Glucose-6-Phosphatdehydrogenase, weil es zu störungen des Blutbildes kommen kann

Nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt und unter seiner Kontrolle darf Ciprofloxacin innerlich angewendet werden bei:

  • Patienten mit Myasthenia gravis (Autoimmunkrankheit mit Schwächung der Muskulatur)
  • Patienten, die schon einmal einen Krampfanfall erlitten haben
  • Patienten mit einem Risiko für Einrisse in der Hauptschlagader (Aortenaneurysma), das erblich, aber auch angeboren sein kann und zudem bei Atherosklerose oder Bluthochdruck erhöht ist
  • speziellen Herzrhythmusstörungen (Torsades-de-Pointes-Arrhythmien)
  • gestörter Nierenfunktion oder Leberfunktionsproblemen.

Weitere wichtige Hinweise

Ciprofloxacin ist als alleiniger Wirkstoff für die Therapie folgender Fälle nicht geeignet:

  • leichterer Infektionen, die auch selbst ausheilen wie beispielsweise akute Bronchitis und unkomplizierte Harnwegsinfektionen (es sei denn, andere Antibiotika sind ungeeignet)
  • Vorbeugung vor häufigen Infektionen der Harnblase und Harnröhre
  • Infektionen, die nicht durch Bakterien verursacht sind
  • schwere Infektionen und solche, die durch spezielle Erreger (grampositive oder anaerobe) verursacht sind
  • der Geschlechtskrankheit Tripper, die meist durch Ciprofloxacin-unempfindliche Erreger verursacht wird
  • Infektionen der Knochen und Gelenke. Hier sollte Ciprofloxacin nur nach einer Laboruntersuchung der Erregerkultur in Kombination mit anderen Antibiotika eingesetzt werden.
  • akuter Reisedurchfall und die Vorbeugung dagegen. Hier muss eine mögliche Unempfindlichkeit der

Dosierung und Anwendung

Die Dosierung von Ciprofloxacin wird vom Arzt je nach Art und Schwere der Infektion, der Empfindlichkeit des Erregers und der Nierenfunktion des Patienten festgelegt. Es ist wichtig, die Anweisungen des Arztes genau zu befolgen und die Behandlung nicht vorzeitig abzubrechen, auch wenn sich die Symptome bereits gebessert haben.

Ciprofloxacin kann in verschiedenen Formen verabreicht werden, einschließlich Tabletten, Suspensionen und Infusionslösungen. Die Tabletten sollten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen, jedoch sollte Ciprofloxacin nicht zusammen mit Milchprodukten oder kalziumreichen Lebensmitteln eingenommen werden, da dies die Aufnahme des Wirkstoffs beeinträchtigen kann.

tags: #ciprofloxacin #schwindel #migrane