Die Nerven: Eine Analyse des Albums "Fake"

Die Nerven, ein Trio, das sich im deutschen Punk-Business einen Namen gemacht hat, veröffentlichte im April ihr viertes Album "Fake". Die Band, bestehend aus Julian Knoth (Gesang, Bass), Kevin Kuhn (Schlagzeug) und Max Rieger (Gesang, Gitarre), hat sich mit ihrem wilden Genre-Mix einen eigenen Platz in der Musiklandschaft geschaffen. "Fake" ist ein wuchtiger Nachfolger für das 2015 erschienene "Out" und entstand in Proberäumen, Studios und auf Theaterbühnen in Stuttgart, Leipzig und Berlin. Zusammen mit Produzent Ralv Milberg überquerten Die Nerven im September die Alpen, um ihr viertes Studioalbum in der Toskana aufzunehmen.

Entstehung und Produktion

Fast drei Jahre mit unzähligen Konzerten, einer Theaterarbeit und einigen Songwritingsessions lagen zwischen den Aufnahmen zu "Out" und "Fake". Die Band selbst sagt über das neue Album: "Mit Abstand hat uns kein Album so viel abverlangt wie dieses hier und wir können kaum erwarten es auf Euch los zu lassen".

Musikalische Aspekte

Das Album startet mit "Neue Wellen" zaghaft und schielt in Richtung Post-Punk. Instrumentals wird viel Platz eingeräumt und das Lied schwillt wellenartig auf und ab. Die Singles "Niemals" und "Frei" führen den Post-Punk in Richtung Tanzfläche, während im dritten Track alles im Noise-Gewitter mit wechselnden Rhythmen explodiert. In "Roter Sand" und "Alles Falsch" übernimmt der Bass eine Hauptrolle. Generell ist die instrumentale Arbeit hervorzuheben, verschiedene Stimmungen werden bei angenehmer Spiellänge erzeugt, ohne an Eingängigkeit einzubüßen. Zwischen Verzweiflung und Melancholie hin- und hergerissen, weiß man nie so ganz, wo man sich gerade befindet. "Dunst" zeigt, wie sanfte Atmosphäre mit brachialen Gitarren zusammenfinden kann.

Inhaltliche Aspekte

Textlich gesehen findet das Album weit entfernt von Eskapismus, aber eben auch weit entfernt von klaren Parolen statt. Die Nerven schaffen es, durch die unbehagliche Stimmung, die ihre Texte erzeugen, zum Nachdenken anzuregen: „Es bricht über uns herein, die Explosionen - wir war’n dabei“. Das Album klingt mit dem Song „Fake“ aus - und der Vergänglichkeit der Gesellschaft. „Her mit euren Lügen, her mit eurem Land“.

Stil und Einordnung

Zwischen wahnwitzigen Rhythmenwechseln, atmosphärischen Gitarrenwänden, reinsten Noise-Gewittern, melancholischen und anklagenden Songtexten schaffen Die Nerven hier erneut ein wahres Meisterwerk, das sich nahtlos in den bisherigen Katalog einreiht.

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Tracklist

  1. Neue Wellen
  2. Niemals
  3. Frei
  4. Roter Sand
  5. Alles falsch
  6. Dunst
  7. Ausgeflogen
  8. Der Einzige
  9. Skandinavisches Design
  10. Explosionen
  11. Kann’s nicht gestern sein
  12. Fake

Tour

Die Nerven spielten im April folgende Konzerte:

    1. April in Wiesbaden, Schlachthof
    1. April in Leipzig, Conne Island
    1. April in Berlin, Festsaal Kreuzberg
    1. April in Hamburg, Hafenklang
    1. April in Köln, Gebäude 9
    1. April in Schorndorf, Manufaktur
    1. April in München, Strom
    1. April in Wien, Fluc

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