Epilepsie-Spezialisten in Landshut und Umgebung: Ein umfassender Überblick

Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur befasst. Zum Nervensystem gehören das Gehirn, das Rückenmark und die peripheren Nerven. Mehr als 100 Milliarden Nervenzellen steuern unsere Bewegung, unsere Sprache, unser Denken und Fühlen sowie die Funktionsabläufe aller Organe des Körpers. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über Epilepsie-Spezialisten, zugehörige Einrichtungen und wichtige Informationen in Landshut und der umliegenden Region.

Die Rolle der Neurologie bei Epilepsie

Die Neurologie befasst sich mit allen Erkrankungen des Nervensystems. Der Neurologe erkennt und behandelt Funktionsausfälle oder Fehlsteuerungen des Gehirns, des Rückenmarks, der Sinnesorgane, der peripheren Nerven sowie der Muskulatur. Er ist ständig über die aktuellsten medikamentösen und nichtmedikamentösen Behandlungsmethoden informiert, um für den individuellen Patienten und seine Krankheit die bestmögliche Therapie auswählen zu können. Dazu gehört die medikamentöse Therapie mit Tabletten, Infusionen oder Spritzen, aber auch Krankengymnastik, Ergotherapie oder Logopädie, außerdem die Abklärung operativer Behandlungsmaßnahmen.

Neben den neurologischen Krankheitsdetails interessiert sich der Neurologe auch für den Patienten als Gesamtperson. Er wirkt als wichtige Schaltstelle zwischen Patient und Hausarzt, anderen Fachärzten, Krankenhäusern, Physio- und Sprachtherapeuten, zu Versorgungsamt, Rentenversicherungsträgern, Krankenkassen, Medizinischem Dienst und Apotheken.

Neurologische Erkrankungsbilder und Untersuchungsmethoden

Der Neurologe befasst sich unter anderem mit folgenden Erkrankungsbildern:

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Durchblutungsstörungen oder Blutungen des Gehirns (Schlaganfall) mit z.B. Lähmungen und Sprachstörungen
  • Verletzungen des Nervensystems (Schädel-Hirn-Trauma, Querschnittslähmungen, Nervenquetschungen)
  • Entzündliche Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks (z.B. Multiple Sklerose, Borreliose, Hirnhautentzündungen)
  • Nervenschmerzen oder -lähmungen (Nervendruckschäden, z.B. am Handgelenk oder durch Bandscheibenvorfall)
  • Tumore des Gehirns oder Rückenmarks
  • Bewusstseinsstörungen und Anfallsleiden (z.B. Epilepsie, Schlaganfall, Narkolepsie)
  • Schlafstörungen (z.B. Schlafapnoesyndrom, Restless Leg Syndrom)
  • Störungen der Muskelkraft und -beweglichkeit (Parkinson, Muskelschwund)
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Erkrankungen des Nervensystems durch z.B. Stoffwechselstörungen, Alkohol, Blutzuckererhöhung, Schwermetalle

Zur Diagnosefindung setzt der Neurologe verschiedene Untersuchungsmethoden ein:

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  • Neben Reflexhammer, Augenspiegel, Stimmgabel, Nadelrädchen und Frenzelbrille verwendet der Neurologe hochentwickelte technisch Geräte, beispielsweise:
  • EEG - Messung der Hirnstromaktivität
  • EMG - Messung der Funktionen der Muskulatur
  • NLG - Messung der Leitgeschwindigkeit peripherer Nerven
  • Farbcodierte Duplexsonographie - Messung der Gefäßdurchblutung der hirnversorgenden Arterien außerhalb und innerhalb des Schädels
  • Evozierte Potentiale - Messung der Funktionstüchtigkeit an Seh-, Hör- und Gleichgewichtsnerv, zentraler Gefühls- und motorischer Rückenmarksbahn (magnetisch und elektrisch)
  • Lumbalpunktion - Untersuchung der im Rückenmarkskanal befindlichen Flüssigkeiten z.B. Nervenengpass-Syndrome, z. B. Elektroenzephalographie (EEG): Ableitung der Hirnstromkurve, z. B. Duplexsonographie der extra- und intrakraniellen hirnversorgenden Arterien (Neurosonographie): Ultraschalluntersuchung und Flussdarstellung der Blutgefäße, die das Gehirn versorgen, z. B. Somatosensibel, akustisch und visuell evozierte Potentiale (SEP, FAEP, VEP) zur Überprüfung der Reizleitung zum zentralen Nervensystem, z. B. Elektroneurographie (ENG) mit Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) zur Abklärung von Leitungsstörungen der Nerven in Armen und Beinen, z. B.

Epilepsie-Zentren und Schwerpunktpraxen in Deutschland

Die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) hat zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft für prächirurgische Epilepsiediagnostik und operative Epilepsietherapie (AG Epilepsiechirurgie) Kriterien zur Zertifizierung von Epilepsiezentren erstellt. Diese Kriterien sollen sicherstellen, dass Patienten eine qualitativ hochwertige Versorgung erhalten. Aktuell gibt es in Deutschland 57 zertifizierte Epilepsiezentren (Stand: 03.). Eine Liste dieser Zentren findet sich auf der Webseite der DGfE unter dem Menüpunkt "Kommissionen → Epilepsiezentren".

Zusätzlich zu den Epilepsiezentren gibt es auch Schwerpunktpraxen für Epileptologie. Die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie hat bereits 1998 eine Arbeitsgruppe beauftragt, eine Definition von Schwerpunktpraxen zu erarbeiten. Derzeit gibt es in Deutschland 58 Schwerpunktpraxen Epileptologie (Stand: 23.).

Anlaufstellen und Ambulanzen für Epilepsie

Für Menschen mit Epilepsie und ihre Familien gibt es in Deutschland zahlreiche Anlaufstellen und Beratungsangebote. Aktuell gibt es 23 Epilepsie-Beratungsstellen (Stand: 14.). Diese Beratungsstellen bieten Informationen, Unterstützung und Beratung zu allen Fragen rund um das Thema Epilepsie.

Des Weiteren existieren in Deutschland 50 Epilepsie-Ambulanzen für Jugendliche und Erwachsene (Stand: 22.) und 97 Epilepsie-Ambulanzen speziell für Kinder und Jugendliche (Stand: 23.). Diese Ambulanzen sind spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung von Epilepsie und bieten eine umfassende Versorgung für Patienten jeden Alters.

Neurologische Versorgung in Landshut und Umgebung

Im Raum Landshut gibt es verschiedene Möglichkeiten der neurologischen Versorgung. Dazu gehören niedergelassene Neurologen, Kliniken mit neurologischen Abteilungen und spezialisierte Ambulanzen.

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Außensprechtage:

  • Außensprechtage Mainkofen 1
  • Außensprechtage Mainkofen 2
  • Außenstelle Landshut am Kinderkankenhaus St.
  • Außensprechtage: Klinikum St.
  • Außensprechtage Straubing 1
  • Monatlicher Außensprechtag am Bezirksklinikum Mainkofen13. Januar 2026 | 8:00 bis 17:00
  • Monatlicher Außensprechtag am Klinikum St. Elisabeth Straubing20. Januar 2026 | 12:00 bis 17:00
  • Monatlicher Außensprechtag am Bezirksklinikum Mainkofen10. Februar 2026 | 8:00 bis 17:00
  • Monatlicher Außensprechtag am Klinikum St. Elisabeth Straubing10. Februar 2026 | 12:00 bis 17:00
  • Monatlicher Außensprechtag am Bezirksklinikum Mainkofen10.

Wichtiger Hinweis: Die genannten Termine im Januar und Februar 2026 dienen lediglich als Beispiel und sollten durch aktuelle Sprechzeiten ersetzt werden.

Praktische Informationen und Kontaktdaten

Es ist ratsam, sich vor einem Besuch bei einem Neurologen oder einer Ambulanz über die jeweiligen Sprechzeiten und Terminvereinbarungen zu informieren. Viele Praxen bieten auch die Möglichkeit, online Termine zu vereinbaren oder sich vorab über ihre Leistungen zu informieren.

Allgemeine Neurologie:

Es werden Patienten mit dem gesamten Spektrum neurologischer Erkrankungen diagnostiziert und behandelt. Die Zuweisung erfolgt über die Notaufnahme und nach Terminvergabe im Sekretariat.

Schlaganfallkomplexbehandlung - Stroke Unit:

Seit Oktober 2006 verfügt die Neurologische Klinik über eine Stroke Unit. Ergänzt wird unsere Arbeit im Schlaganfallbereich durch das Büro für Schlaganfall-Hilfe. Hier finden Betroffene und Angehörige Hilfe und Unterstützung zu Fragen der häuslichen Weiterbehandlung und sozialen Situation. Sprechzeiten:Mo.- Fr. 08:30 - 12:30 UhrMo. & Di. 13:30 - 17:30 UhrDo.

Zusätzliche Hinweise:

  • Neurologische und psychische Krankheitsbilder können getrennt voneinander auftreten, überschneiden sich aber auch oft in ihren Symptomen und beeinflussen einander.
  • Das Fachgebiet der Neurologie beschäftigt sich mit allen Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems sowie Muskelerkrankungen.
  • Typische Krankheitsbilder der Neurologie sind u. a. Demenz, Parkinson-Erkrankungen, Multiple Sklerose, Epilepsie, Polyneuropathie oder Nervenengpasssyndrome wie das Karpaltunnelsyndrom.
  • In der Psychiatrie werden unterschiedliche seelische Störungen diagnostiziert und behandelt.
  • Typische psychische Erkrankungen sind u. a. Demenzen, Depressionen, bipolare Störungen, Psychosen, Angststörungen, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrome.
  • In unserer Praxis bieten wir auch diesbezüglich eine gründliche Abklärung und ggf. Ableitung der Hirnstromkurve, z. B.
  • Sie haben Fragen? Bei Fragen zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir stehen Ihnen mit Hilfe bei allen Fragen rund um den Behandlungsablauf, individuelle Terminplanung und Kostenübernahmen der Krankenkassen zur Verfügung. Mo.- Fr. 08:30 - 12:30 UhrMo. & Di. 13:30 - 17:30 UhrDo.

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