Migräne: Erfahrungen, Ursachen und alternative Behandlungsansätze

Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, die Millionen von Menschen weltweit betrifft und ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Charakterisiert durch wiederkehrende, oft sehr starke Kopfschmerzen, kann Migräne von einer Vielzahl von Symptomen begleitet werden, darunter Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Obwohl herkömmliche pharmakologische Behandlungen zur Verfügung stehen, suchen viele Betroffene nach alternativen Therapieansätzen, um ihre Migräne in den Griff zu bekommen. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen von Migränepatienten, die potenziellen Ursachen der Migräne und die Rolle verschiedener Mikronährstoffe und alternativer Methoden bei der Behandlung und Vorbeugung von Migräneattacken.

Migräne - eine Volkskrankheit

Massive Kopfschmerzen gelten als weit verbreitete Volkskrankheit, die zu den weltweit häufigsten neuralen Erkrankungen zählt. Rund 15 % der Frauen und 6 % der Männer zeigen eindeutige Symptome einer Migräne. Die Befragung macht deutlich, dass neben Migräne auch Spannungskopfschmerz und sonstige Kopfschmerzen unter Arbeitnehmern weit verbreitet sind. Migräne wird besonders häufig am Arbeitsplatz beobachtet.

Ursachen und Auslöser von Migräne

Die genauen Ursachen der Migräne sind noch nicht vollständig geklärt, aber es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen, neurologischen und umweltbedingten Faktoren eine Rolle spielt. Zu den bekannten Auslösern von Migräne gehören:

  • Stress: Stress ist ein häufiger Auslöser für Migräneattacken. Emotionale Faktoren können wie ein Kit wirken und in Kombination mit Stress das Ganze explodieren lassen.
  • Hormonelle Veränderungen: Bei Frauen können hormonelle Veränderungen im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus, der Schwangerschaft oder den Wechseljahren Migräneattacken auslösen.
  • Ernährung: Bestimmte Nahrungsmittel und Getränke, wie z. B. Alkohol, Koffein, Schokolade, gereifter Käse und verarbeitete Lebensmittel, können bei manchen Menschen Migräne auslösen. Eine oft ungesunde Lebensweise mit vielen leicht verdaulichen Kohlenhydraten, Koffein und auch Alkohol kann die Bakterien in unserem Darm negativ beeinflussen.
  • Umweltfaktoren: Wetteränderungen, grelles Licht, laute Geräusche, starke Gerüche und Veränderungen im Schlafmuster können ebenfalls Migräneattacken auslösen.
  • Emotionale Faktoren: Trauer, Überraschungen und andere intensive Emotionen können als Trigger wirken.
  • Verspannungen: Nicht selten kommt es aufgrund von Verspannungen zu Migräneanfällen. Spannungskopfschmerzen lassen sich langfristig gut mit speziellen Übungen behandeln.
  • Biochemische Vorgänge: Entzündungen, Mangelerscheinungen und Umweltgifte können Migräne auslösen.

Die Rolle des Energiestoffwechsels bei Migräne

Prof. Dr. med. Peter Sandor konnte in Studien zeigen, dass es im Energiestoffwechsel von Migränepatienten zu einem erhöhten Energieverbrauch in den Mitochondrien im Gehirn kommen kann. In diesem Zusammenhang sollten natürliche Stoffe wie Coenzym Q10 berücksichtigt werden, da das zugeführte Coenzym Q10 ein Auffüllen der Energiereserven der Mitochondrien ermöglicht.

Der Zusammenhang zwischen Darmgesundheit und Migräne

Eine oft ungesunde Lebensweise mit vielen leicht verdaulichen Kohlenhydraten, Koffein und auch Alkohol kann die Bakterien in unserem Darm negativ beeinflussen. Anschließend werden die Stoffe über die Hauptschlagader in das Gehirn und die fein verzweigten Gefäße gepumpt. So gelangen jedoch nicht nur Nährstoffe, sondern auch zugeführte Giftstoffe, die die Leber nicht ausreichend abbauen konnte, ins Gehirn. Experten sprechen diesen Zusammenhang auch von einem Leaky-Gut-Syndrom, einem sogenannten löchrigen Darm, bei dem sich die Schleimschicht in der Oberfläche verändert hat und es zu einem Bakteriensterben kommt. Die Bildung von kurzkettigen Fettsäuren, die im Darm hergestellt werden, um die Entgiftungsprozesse im Gehirn zu unterstützen, werden nicht mehr gebildet.

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Der Einfluss von Fettsäuren auf Migräne

In einer US-Studie des US National Institute on Aging in Baltimore untersuchten Experten um Dr. Christopher Ramsden den Einfluss von Fettsäuren auf Migräne. Für die Untersuchung wurden 182 Migräne Patienten in 3 Gruppen unterteilt. Bei der ersten Gruppe wurde der Speiseplan um 1,5 Gramm Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA täglich mit viel Lachs und ausgewählten Ölen erhöht. Patienten, die sich besonders Omega-3 reich ernährten, konnten Ihre Migräne Attacken deutlich (von rund 16 x monatlich auf 2-3 x monatlich) reduzieren. Eine Studie aus 2018 zeigt den Effekt von mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf die Vorbeugung von Migräne bei chronischen Migränepatienten. Den genauen Zusammenhang erklärt eine weitere Untersuchung. Migräne ist eine destabilisierende neuroinflammatorische Erkrankung, die durch wiederkehrende Kopfschmerzen gekennzeichnet ist. Omega-3 Fettsäuren und Curcuminoide üben hier neuroprotektive und entzündungshemmende Wirkung über gleich mehrere Mechanismen aus.

Alternative Therapieansätze bei Migräne

Neben den herkömmlichen pharmakologischen Behandlungen gibt es eine Reihe alternativer Therapieansätze, die bei der Behandlung und Vorbeugung von Migräne hilfreich sein können.

Mikronährstoffe

Einige Studien legen nahe, dass ein Mangel an bestimmten Mikronährstoffen mit Migräne in Verbindung stehen könnte. Die Supplementierung mit diesen Nährstoffen könnte daher dazu beitragen, Migräneattacken zu reduzieren.

  • Magnesium: Magnesium ist an der Regulation von Nervenimpulsen beteiligt und spielt eine Schlüsselrolle bei der Entspannung der Blutgefäße. Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Migräne häufig niedrigere Magnesiumspiegel aufweisen. Die Einnahme von Magnesiumpräparaten könnte daher dazu beitragen, Migräneattacken zu reduzieren. Es hat sich gezeigt, dass die bei Migräne nicht selten auftretenden Krämpfe über eine Senkung der Kontraktilität gesenkt werden. Nervosität, Schlafllosigkeit und Konzentrationsstörungen werden reduziert. Beide Mineralien Kalzium und Magnesium können daher gemeinsam supplementiert werden. Die Befürchtung, Kalzium und Magnesium zusammen zu nehmen, sei gefährlich, ist nicht haltbar.
  • Riboflavin (Vitamin B2): Riboflavin ist wichtig für den Energiestoffwechsel und antioxidative Prozesse im Körper. Studien haben gezeigt, dass eine hochdosierte Riboflavin-Supplementierung die Häufigkeit und Schwere von Migräneattacken reduzieren kann.
  • Coenzym Q10: Coenzym Q10 ist ein Antioxidans, das an der Energieproduktion in den Zellen beteiligt ist. Studien haben gezeigt, dass eine Coenzym-Q10-Supplementierung die Häufigkeit von Migräneattacken reduzieren kann.
  • NADH (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid): NADH spielt eine wichtige Rolle für den Elektronentransport in der Atmungskette. Es wird aus Abbauprodukten Tryptophan und Niacin gebildet. NADH ist dabei die aktivierte Form von Niacin. Bei Migränepatienten zeigen sich Störungen im Coenzym-Q10 und NADH-Spiegel.
  • Selen: Im Körper existieren 21 Selen-Proteine mit wichtiger Funktion für Organismus und Immunsystem. Selen wirkt zellschädigendem oxidativen Stress entgegen. Bei Migräne kann es sein, dass es in den Gefäßwänden der Hirnhäute zu Entzündungen in der Gefäßwand kommt. Zusammen mit Glutathion dient Selen als ein effektiver Radikalfänger. Entzündungen werden minimiert und die Migräneattacken können abnehmen. In Österreich und Deutschland werden im Mittel nur ca. 40 µg Selen täglich zugeführt. Ideal wären 100- 200 µg Selen täglich. 200-400 µg organisches Selen am Tag empfohlen. Organische Supplemente (z.B. SelenoPrecise, Fa. Pharma Nord) werden besser aufgenommen und können im Körper gespeichert werden. Anorganische Verbindungen, z.B. Selenit und Selenat, werden schneller verwertet. Selen eignet sich zur Infusionstherapie, wenn eine schnelle Wirkung erforderlich ist (z.B. bei akutem Schub).

Weitere Vitalstoffe und Ernährungsanpassungen

Vitalstoffe sind bei ständigen Kopfschmerzen hochwirksam und sollten immer eine Therapieoption darstellen. Die B-Vitamine und Vitamin D können ebenfalls wirksam sein. Es ist wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung zu achten.

Entspannungstechniken und Stressmanagement

Da Stress ein häufiger Auslöser für Migräneattacken ist, können Entspannungstechniken und Stressmanagement-Strategien hilfreich sein, um die Häufigkeit und Schwere von Migräneattacken zu reduzieren. Zu den wirksamen Entspannungstechniken gehören:

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  • Yoga: Yoga kann helfen, Stress abzubauen, die Muskeln zu entspannen und die Körperwahrnehmung zu verbessern.
  • Meditation: Meditation kann helfen, den Geist zu beruhigen, Stress abzubauen und die Konzentration zu verbessern.
  • Atemübungen: Atemübungen können helfen, den Körper zu entspannen und Stress abzubauen.
  • Progressive Muskelentspannung: Progressive Muskelentspannung ist eine Technik, bei der verschiedene Muskelgruppen im Körper nacheinander angespannt und entspannt werden, um die Entspannung zu fördern.

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

EMDR ist eine Therapieform, die häufig in der Traumabewältigung eingesetzt wird. Sie kann auch bei Migräne hilfreich sein, insbesondere wenn emotionale Faktoren eine Rolle spielen. EMDR hilft, die beiden Hirnhälften miteinander zu verbinden und so Dinge leichter zu verarbeiten und neue Lösungen zu finden.

Die "THEKE"-Methode nach Meike Statkus

Die Migräne- und Neuro-Coachin sowie Heilpraktikerin für Psychotherapie, Meike Statkus, hat die "THEKE"-Methode entwickelt, die vier Säulen zur Migränebewältigung umfasst:

  • Trigger: Identifizierung und Vermeidung von Auslösern.
  • Hirn: Einflussnahme auf die Hirnaktivität durch EMDR und andere Techniken.
  • Energiehaushalt: Optimierung des Energiestoffwechsels durch Ernährung und Mikronährstoffe.
  • Entspannung: Anwendung von Entspannungstechniken zur Stressreduktion.

Liposomale Technologie zur Verbesserung der Bioverfügbarkeit

Der Körper kann Q10 und NADH aufgrund ihrer Fettlöslichkeit nur schwer aufnehmen. Dank der liposomalen Vitaresob-Technologie wird die Bioverfügbarkeit maximiert. Durch diese spezielle Verkapselung können die Wirkstoffe effizienter in die Zellen transportiert werden.

Synergistisches Netzwerk für mehr Energie und Longevity

Einige Produkte kombinieren verschiedene Nährstoffe, die synergistisch zusammenwirken, um die Energieproduktion zu maximieren und zelluläre Alterungsprozesse zu verlangsamen. Zu diesen Nährstoffen gehören:

  1. Coenzym Q10 (Ubiquinon): Beteiligt an der Bildung von ATP in den Mitochondrien und schützt Zellmembranen vor oxidativem Stress.
  2. NADH (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid): Unterstützt Coenzym Q10 bei der ATP-Synthese und fördert die zelluläre Regeneration.
  3. PQQ (Pyrrolochinolinchinon): Stimuliert die Neubildung von Mitochondrien und aktiviert Gene, die für Schutz, Reparatur und Regeneration der Mitochondrien verantwortlich sind.
  4. Alpha-Liponsäure (Thioctsäure): Wirkt als Coenzym im Energiestoffwechsel und ist ein starkes Antioxidans.
  5. Vitamin B2 (Riboflavin): Schützt die Zellmembranen vor oxidativen Schäden und stabilisiert die Mitochondrien.
  6. Vitamin B3 (Niacin): Entscheidend für die Energieproduktion und unterstützt die Funktion des Nervensystems.

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