Eudorlin Migräne ist ein Medikament, das zur Behandlung von Migräne und Spannungskopfschmerzen eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Ibuprofen, der schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend wirkt. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen von Anwendern mit Eudorlin Migräne, gibt detaillierte Informationen zur Anwendung und Dosierung und erklärt, worauf bei der Einnahme zu achten ist.
Anwendungsgebiete von Eudorlin Migräne
Eudorlin Migräne Filmtabletten werden zur Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit und ohne Aura sowie bei Spannungskopfschmerzen eingesetzt. Der Wirkstoff Ibuprofen wirkt schnell bei migränebedingten Kopfschmerzen und ist gut verträglich.
Erfahrungsberichte von Anwendern
Viele Patienten, die unter Migräne leiden, haben unterschiedliche Erfahrungen mit verschiedenen Medikamenten gemacht. Einige Erfahrungsberichte zu Eudorlin Migräne sind:
- Positive Erfahrungen: Eine Anwenderin berichtet, dass sie selten unter Migräne leidet, aber wenn diese auftritt, mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit zu kämpfen hat. Sie hat bereits viele Migräne-Tabletten ausprobiert und Eudorlin Migräne am besten vertragen. Sie lobt den relativ günstigen Preis, die schnelle Wirkung und die lange Wirkdauer.
- Hilfe bei starken Kopfschmerzen: Eine andere Anwenderin berichtet über ihre Freundin, die seit langem unter Migräne leidet und bei einem Migräneanfall Termine absagen muss, weil sie den Tag kaum durchhält. Die Eudorlin Migräne Tabletten helfen ihr anscheinend gut gegen die heftigen Kopfschmerzen. Bei Übelkeit scheint es jedoch keine wirkliche Hilfe zu geben.
Diese Erfahrungsberichte zeigen, dass Eudorlin Migräne für einige Patienten eine wirksame Option zur Linderung von Migränekopfschmerzen sein kann. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Wirkung von Medikamenten individuell unterschiedlich sein kann.
Wirkweise von Ibuprofen
Der Wirkstoff Ibuprofen gehört zu einer Gruppe von Stoffen, die sowohl gegen Schmerzen als auch gegen Entzündungen wirken und Fieber senken können. Alle drei Wirkungen beruhen vor allem auf der Hemmung eines körpereigenen Stoffes, genannt Prostaglandin.
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Dosierung und Anwendung
Die Dosierung von Eudorlin Migräne Filmtabletten ist abhängig vom Alter und Körpergewicht des Patienten.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
- Kinder von 6-9 Jahren (mit 20-29 kg Körpergewicht):
- Einzeldosis: ½ Tablette
- Gesamtdosis: 1-3 mal täglich im Abstand von 6 Stunden, zu oder nach der Mahlzeit
- Kinder von 10-11 Jahren (mit 30-39 kg Körpergewicht):
- Einzeldosis: ½ Tablette
- Gesamtdosis: 1-4 mal täglich im Abstand von 6 Stunden, zu oder nach der Mahlzeit
- Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene (über 40 kg Körpergewicht):
- Einzeldosis: ½-1 Tablette
- Gesamtdosis: 1-4 mal täglich (max. 3 Tabletten pro Tag) im Abstand von 6 Stunden, zu oder nach der Mahlzeit
Art der Anwendung:
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Bei einem empfindlichen Magen empfiehlt es sich, das Arzneimittel während der Mahlzeit einzunehmen.
Dauer der Anwendung:
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel bei Kindern und Jugendlichen nicht länger als 3 Tage, bei Erwachsenen nicht länger als 4 Tage anwenden.
Wichtige Hinweise zur Einnahme
- Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
- Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
- Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!
- Bei dauerhafter Anwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die durch das Schmerzmittel erzeugt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um zu verhindern, dass Ihre Kopfschmerzen chronisch werden.
- Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen. Werden mehrere Schmerzmittel kombiniert, oder sind in einem Schmerzmittel mehrere Wirkstoffe enthalten, erhöht sich das Risiko dafür.
- Vorsicht: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen: Bei Ihnen kann das Arzneimittel einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen. Fragen Sie daher vor der Anwendung Ihren Arzt.
- Vorsicht bei Allergie gegen Schmerzmittel!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Alkoholgenuss soll während einer Dauerbehandlung möglichst vermieden werden.
Gegenanzeigen
Eudorlin Migräne darf nicht eingenommen werden bei:
- Überempfindlichkeit gegen Ibuprofen oder einen der sonstigen Bestandteile
- Reaktionen mit Bronchospasmus, Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen (Rhinitis), Angioödem oder Hautreaktionen (Urtikaria) nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern in der Vergangenheit
- ungeklärten Blutbildungsstörungen
- bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen-/Zwölffingerdarm-Geschwüren (peptischen Ulzera) oder -Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwüre oder Blutungen)
- Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR)
- Hirnblutungen (zerebrovaskulären Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen
- schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
- schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
- schwerer Dehydratation (erheblicher Flüssigkeitsverlust des Körpers, verursacht z. B. durch Erbrechen, Durchfall oder unzureichende Flüssigkeitsaufnahme)
- den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft
- Kindern unter 20 kg (6 Jahren), da diese Dosisstärke aufgrund des Wirkstoffgehaltes in der Regel nicht geeignet ist.
Unter Umständen sollte Eudorlin Migräne nur nach Absprache mit dem Arzt oder Apotheker eingenommen werden, beispielsweise bei:
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- Magen-Darm-Beschwerden
- Entzündliche Darmerkrankungen, auch in der Vorgeschichte, wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
- Blutgerinnungsstörung
- Bluthochdruck
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Mögliche Gefahr einer Gefäßverengung am Herzen
- Durchblutungsstörungen der Peripherie (z.B. Arme, Beine)
- Durchblutungsstörung der Hirngefäße
- Kollagenosen (Veränderungen im Bindegewebsbereich)
- Porphyrie (Stoffwechselkrankheit)
- Größere Operation, die kurz zuvor stattgefunden hat
- Windpocken
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Nebenwirkungen können minimiert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, für die Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.
- Eine gleichzeitige Anwendung mit anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern, einschließlich so genannter COX-2-Hemmern (Cyclooxygenase-2-Hemmern), sollte vermieden werden.
- Bei älteren Patienten treten häufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von NSAR auf, insbesondere Blutungen und Durchbrüche im Magen- und Darmbereich, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können. Daher ist bei älteren Patienten eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich.
- Wenn Sie eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, insbesondere in höherem Alter, sollten Sie jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magem-Darm-Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden.
- Arzneimittel wie dieses sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle („Herzinfarkt") oder Schlaganfälle verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer!
- Während einer Windpockeninfektion (Varizellen-Infektion) sollte eine Anwendung dieses Arzneimittels vermieden werden.
- Es besteht ein Risiko für Nierenfunktionsstörungen bei dehydrierten Kindern und Jugendlichen.
Schwangerschaft und Stillzeit
In den ersten 6 Monaten der Schwangerschaft sollte Eudorlin Migräne nur nach Absprache mit dem Arzt angewendet werden. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.
Der Wirkstoff Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen nur in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, ist bei kurzfristiger Anwendung eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich. Wird eine längere Anwendung bzw. höhere Dosierung erforderlich, sollte frühzeitig abgestillt werden.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Eudorlin Migräne Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Magen-Darm-Beschwerden, wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und geringfügige Magen-Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen können
Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen und Hautjucken sowie Asthmaanfällen (ggf. mit Blutdruckabfall): In diesem Fall ist umgehend ein Arzt zu informieren, und das Arzneimittel darf nicht mehr eingenommen werden.
- Zentralnervöse Störungen, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit
- Sehstörungen
- Magen-/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), unter Umständen mit Blutung und Durchbruch, Mundschleimhautentzündung mit Geschwürbildung (ulzerative Stomatitis), Verstärkung einer Colitis ulcerosa oder eines Morbus Crohn, Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
- Ohrgeräusche (Tinnitus)
Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
- Eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung bestimmter entzündungshemmender Arzneimittel beschrieben worden.
- Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose).
- Schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen.
- Psychotische Reaktionen, Depression
- Herzklopfen (Palpitationen), Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Herzinfarkt
- Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
- Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis) und der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), Ausbildung von membranartigen Verengungen in Dünn- und Dickdarm (intestinale, diaphragmaartige Strikturen)
- Leberfunktionsstörungen, Leberschäden, insbesondere bei der Langzeittherapie, Leberversagen, akute Leberentzündung (Hepatitis)
- Schwere Hautreaktionen, wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung, einige mit tödlichem Ausgang (z. B. Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom), Haarausfall (Alopezie)
- Vermehrte Wassereinlagerung im Gewebe (Ödeme), insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion, nephrotisches Syndrom, entzündliche Nierenerkrankung (interstitielle Nephritis), die mit einer akuten Nierenfunktionsstörung einhergehen kann.
Bei Auftreten von Nebenwirkungen sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden. Eudorlin Migräne kann andere Arzneimittel beeinträchtigen oder von diesen beeinträchtigt werden.
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Zum Beispiel:
- Arzneimittel, die gerinnungshemmend wirken (d. h. das Blut verdünnen/die Blutgerinnung verhindern, z. B. Acetylsalicylsäure, Warfarin, Ticlopidin)
- Arzneimittel, die hohen Blutdruck senken (ACE-Hemmer wie z. B. Captopril, Betablocker wie z. B. Atenolol-haltige Arzneimittel, Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten wie z. B. Losartan)
Einige andere Arzneimittel können die Behandlung mit Eudorlin Migräne ebenfalls beeinträchtigen oder durch eine solche selbst beeinträchtigt werden. Sie sollten daher vor der Anwendung von Eudorlin Migräne zusammen mit anderen Arzneimitteln immer den Rat Ihres Arztes oder Apothekers einholen.
Überdosierung
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Kopfschmerzen, Schwindel, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall, Benommenheit sowie zu Atemstörungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.