Tinnitus und Funktionsstörungen der Eustachischen Röhre: Ursachen, Symptome und Behandlung

Tinnitus, ein wahrgenommenes Ohrgeräusch ohne äußere Schallquelle, und Funktionsstörungen der Eustachischen Röhre können erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität haben. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten beider Zustände.

Was ist Tinnitus?

Tinnitus aurium, abgeleitet vom lateinischen "tinnire" (klingeln) und "auris" (Ohr), bezeichnet die Wahrnehmung von Geräuschen ohne äußere Schallquelle. Diese Phantomgeräusche können dauerhaft oder zeitweise auftreten und auf einem oder beiden Ohren wahrnehmbar sein. Nur in seltenen Fällen, beim sogenannten objektiven Tinnitus, entsteht das Ohrensausen aufgrund einer vorhandenen Geräuschquelle, die meist im Innenohr liegt. Tinnitus wird häufig als Phantomgeräusch bezeichnet.

Ursachen von Tinnitus

Die Entstehung von Tinnitus kann vielfältige Ursachen haben. Häufig tritt das Symptom als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen des Ohres oder der Hörbahn auf. Grundsätzlich wird zwischen subjektivem und objektivem Tinnitus unterschieden.

Subjektiver Tinnitus

Beim subjektiven Tinnitus sind die Geräusche nur von der betroffenen Person selbst wahrnehmbar. Es gibt keine äußeren Schallwellen, die für die spezifischen Ohrgeräusche verantwortlich sein könnten. Ursache ist eine fehlgeleitete Nervenaktivität in Teilen des Gehirns, die zu fehlerhafter Informationsbildung bzw. -verarbeitung im Hörsystem führt. Dies kann unter anderem verursacht werden durch:

  • Ohrenschmalz oder Fremdkörper im Ohr: Ein verschlossener Gehörgang kann Ohrgeräusche verursachen.
  • Schwerhörigkeit: Das Gehirn versucht, fehlende Signale durch eine Hörstörung zu kompensieren, was zu Tinnitus führen kann. In den entsprechenden Bereichen wird so die Aktivität nach oben reguliert und Tinnitus entsteht.
  • Hörsturz: Ein plötzlicher Hörverlust, oft durch Durchblutungsstörungen der kleinsten Gefäße im Innenohr verursacht, kann in rund 70 Prozent der Fälle zu Tinnitus führen.
  • Lärmtrauma und Knalltrauma: Der Druck im Ohr baut sich innerhalb kurzer Zeit so stark auf, dass die Sinneszellen geschädigt werden. Laute Musik über Kopfhörer kann ebenfalls zu einem Lärmtrauma führen.
  • Innenohrentzündung und Mittelohrentzündung: Entzündungen des Innen- oder Mittelohres können einen vorübergehenden Tinnitus verursachen.
  • Trommelfellperforation: Verletzungen des Trommelfells beeinträchtigen das Hörvermögen und können Ohrgeräusche verursachen. Trommelfellverletzungen können durch eine Mittelohrentzündung entstehen, aber auch durch Schallwellen oder gezielte Schläge auf das Ohr. Es ist auch möglich, sich das Trommelfell bei der Ohrreinigung selbst zu verletzen.
  • Tubenfunktionsstörung: Die Belüftungsstörung der Ohrtrompete verursacht ein unangenehmes Druckgefühl im Ohr. Die Eustachische Röhre ist dabei teilweise oder komplett blockiert. Beim Schlucken kann es dann zu Ohrgeräuschen, wie einem Knacken, kommen.
  • Morbus Menière: Diese Innenohr-Erkrankung ist durch Anfälle von Drehschwindel, Übelkeit, Erbrechen, Schwerhörigkeit und tieftonige Ohrgeräusche gekennzeichnet.
  • Veränderung der Druckverhältnisse im Ohr: Druckänderungen beim Tauchen oder auf Flugreisen können Ohrensausen verursachen.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck oder niedriger Blutdruck können Tinnitus verursachen.
  • Arterienverkalkung (Arteriosklerose): Ablagerungen in den Blutgefäßen von Kopf und Wirbelsäule können die Durchblutung des Innenohres beeinträchtigen und somit stören. Infolge dessen kann Tinnitus entstehen.
  • Störungen im Hormonhaushalt: Veränderungen im Hormonhaushalt, zum Beispiel durch die Wechseljahre, können für Ohrgeräusche verantwortlich sein.
  • Stoffwechselerkrankungen: Diabetes, Nierenfunktionsstörungen und andere Erkrankungen des Stoffwechsels gelten als mögliche Tinnitusauslöser.
  • Erkrankung des Zentralen Nervensystems: Verursacher von Tinnitus können unter anderem Krankheiten wie Hirnhautentzündung (Meningitis), Multiple Sklerose oder Hirntumore sein.
  • Akustikusneurinom (AKN): Dieser gutartige Tumor des Hör- und Gleichgewichtsnervs wird häufig von Ohrgeräuschen, Schwindel und Hörproblemen begleitet.
  • Otosklerose: Diese Verknöcherung am Übergang zwischen dem sogenannten Steigbügel (drittes Hörknöchelchen) und dem Innenohr kann Ohrgeräusche verursachen.
  • Funktionsstörungen der Halswirbelsäule: Wirbelblockaden und andere Probleme mit der Halswirbelsäule stehen im Verdacht, Tinnitus auszulösen. Einige Experten widersprechen der These allerdings.
  • Zahn- und Kieferprobleme: Selten sind Zahnfüllungen, Zähneknirschen, Fehlstellungen des Kiefers oder Verkrampfungen der Kaumuskulatur (Craniomandibuläre Dysfunktion) Gründe für Tinnitus.
  • Medikamente: Wird das Hörsystem durch Medikamente beeinflusst, kann Tinnitus provoziert werden. Eine solche Wirkung haben bestimmte Antibiotika wie zum Beispiel Gentamycin, Diuretika (harntreibende Mittel), Chemotherapeutika (Wirkstoffe gegen Krebs), Malariamedikamente, hohe Dosierungen von Acetylsalicylsäure (ASS) sowie einige Psychopharmaka.
  • Alkoholmissbrauch: Ein zu hoher Alkoholgenuss kann Tinnitus auslösen.
  • Starker Stress: Fast die Hälfte der Tinnitus-Betroffenen leidet unter Stress. Ständige Überforderung in Kombination mit zu wenig Entspannung löst bei einigen die Ohrgeräusche aus. Ebenso können psychische Erkrankungen die Entstehung des Symptoms begünstigen.

Objektiver Tinnitus

Beim objektiven Tinnitus existiert eine vorhandene Schallquelle, meist im Innenohr. Die akustischen Aussendungen sind hierbei innerhalb des Gehörgangs messbar. Ursachen für diese Tinnitusform sind zum Beispiel:

Lesen Sie auch: Diagnose von Schmerzen an der Außenseite des Knies

  • Eine offene Eustachische Röhre (auch Tuba auditiva oder Ohrtrompete). Der tubenartige Verbindungsgang zwischen Mittelohr und Nasen-Rachen-Raum ist wichtig für den Druckausgleich im Mittelohr. Wenn man spricht oder schluckt, öffnet sich die Verbindung kurz und schließt sich anschließend schnell wieder. Wenn die Eustachische Röhre über längere Zeit geöffnet ist, kann das Ohrgeräusche auslösen.
  • Herzklappenerkrankung
  • Anämie (Blutarmut)
  • Ein Glomustumor (gutartiger Tumor)

Arten von Tinnitus

Tinnitus wird hauptsächlich in zwei Kategorien unterteilt:

  • Akuter Tinnitus: Ohrgeräusche, die seit weniger als drei Monaten bestehen. Meist geht das Symptom mit einer Erkrankung des Ohres einher. Akuter Tinnitus kann in eine längere Verlaufsform übergehen und chronisch werden.
  • Chronischer Tinnitus: Ohrgeräusche, die bereits länger als drei Monate bestehen. Trotz Behandlung können die quälenden Töne über mehrere Jahre existieren. Abhängig von der Ausprägung der Ohrgeräusche, kommen Betroffene gut oder schwerer damit zurecht.

Symptome von Tinnitus

Jeder Betroffene nimmt die Geräusche im Ohr anders wahr. Häufig werden sie beschrieben als:

  • Piepen
  • Summen
  • Kreischen
  • Brummen
  • Rauschen

Die Töne können entweder immer gleich intensiv sein oder rhythmisch an- und abschwellen.

Man unterscheidet vier Schweregrade:

  • Grad I: Die Ohrgeräusche können gut kompensiert werden und stören nicht.
  • Grad II: Der Tinnitus ist weniger gut auszuhalten als bei Grad I. Besonders bei Stille oder Stress macht er sich unangenehm bemerkbar.
  • Grad III: Die Ohrgeräusche werden als erhebliche Belastung empfunden. Betroffene leiden unter Problemen auf kognitiver, emotionaler und körperlicher Ebene. Schlaf- und Konzentrationsstörungen sind ebenso die Folge wie Kopfschmerzen und Muskelverspannungen. Die Patienten fühlen sich der Situation hilflos ausgeliefert.
  • Grad IV: Die Tinnitus-Symptome beeinträchtigen das Dasein der Betroffenen sehr stark. Sie können nicht mehr am Berufsleben teilnehmen und ziehen sich aus sozialen Beziehungen zurück. Oft prägen sich psychische Störungen wie Depressionen oder Ängste aus.

Wann sollte man bei Tinnitus einen Arzt aufsuchen?

Das Auftreten von Ohrgeräuschen muss nicht gleich besorgniserregend sein. Häufig helfen schon Entspannungstechniken und die leidigen Pfeif- oder Zischtöne, das Rauschen oder Klopfen, verschwinden wieder. Bleiben die Geräusche jedoch bestehen, sollten Betroffene nach spätestens zwei Tagen den Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) aufsuchen.

Lesen Sie auch: Nurvet Kautabletten Nerven: Die Inhaltsstoffe und ihre Wirkung.

Diagnose von Tinnitus

Besteht ein erstmals auftretender Tinnitus auch nach zwei Tagen nicht verschwunden, sollte ein Hals-Nasen-Ohrenarzt konsultiert werden. Vor der körperlichen Untersuchung wird der Arzt einige Fragen zu den Beschwerden stellen, wie beispielsweise seit wann der Tinnitus besteht oder ob es Auslöser wie Stress, Lärm oder einen Unfall gab. Der HNO-Arzt wird sich auch die Art der Ohrengeäusche näher beschreiben lassen. Und natürlich wird er sich nach Vorerkrankungen wie Diabetes, Herzkrankheiten, Bluthochdruck oder einem aktuellen Infekt erkundigen.

Zur genauen Diagnose können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

  • Hörtest: Testet die Hörleistung des Innenohrs.
  • Ohrmikroskopie: Untersuchung von Außenohr und Trommelfell mit einem Ohrmikroskop.
  • Gleichgewichtsprüfung (Vestibuläres Diagnostik): Bei Störungen des Gleichgewichtssinns kann die Ursache des Tinnitus im Innenohr liegen.
  • Spiegelung des Nasen-Rachen-Raums (Nasopharyngoskopie): Feststellung krankhafter Veränderungen in der Umgebung des Ohrs.
  • Hirnstammaudiometrie (BERA): Überprüfung des Hörnervs.
  • Tympanogramm: Grafische Darstellung der Trommelfellbeweglichkeit zur Beurteilung der Druck- und Schwingungsverhältnisse im Mittelohr.
  • Tinnitus-Masking: Feststellung, ob es mögliche Frequenzen gibt, die den Tinnitus des Patienten verdecken bzw. maskieren.
  • Tinnitus-Matching: Bestimmung von Frequenz und Lautstärke des Tinnitus-Tons.

Da Tinnitus auch durch andere Ursachen als eine Störung des Hörsystems ausgelöst werden kann, wird der Arzt gegebenenfalls weitere Untersuchungen durchführen, wie die Messung des Blutdrucks, Blutuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen der Halsgefäße oder die Prüfung des Kauapparats. Gegebenenfalls sind auch orthopädische Untersuchungen angezeigt und solche durch bildgebende Verfahren wie zum Beispiel Kernspintomographie.

Therapie von Tinnitus

Da Tinnitus vielfältige Ursachen haben kann, ist es zur Einleitung einer wirkungsvollen Therapie wichtig zu wissen, was genau die Hörgeräusche ausgelöst hat. Grundsätzlich sollte die Behandlung schnell erfolgen, da dadurch die Heilungschancen optimiert werden.

Zur Standardtherapie von akutem Tinnitus zählen Infusionen mit entzündungshemmenden Mitteln oder die Gabe entzündungshemmender Medikamente. Je nach Auslöser der lästigen Ohrgeräusche wird der behandelnde Arzt eine darauf abgestimmte Therapie beginnen. Wird die Ursache des Tinnitus im Innenohr vermutet, aber auch bei unbekanntem Grund, wird häufig auf eine Infusionstherapie mit durchblutungsfördernden Medikamenten gesetzt.

Lesen Sie auch: Warum Eltern manchmal nerven

Was ist die Eustachische Röhre?

Die Eustachische Röhre, benannt nach dem Anatomen Bartolomeo Eustachi aus dem 16. Jahrhundert, ist ein Kanal, der das Mittelohr mit dem Rachenraum verbindet. Sie ist etwa 35-40 mm lang und spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung eines gesunden Mittelohrs.

Funktion der Eustachischen Röhre

Die Eustachische Röhre hat mehrere wichtige Funktionen:

  • Druckausgleich: Sie sorgt für den Druckausgleich zwischen Mittelohr und Umgebung, was für die optimale Schwingung des Trommelfells und somit für gutes Hören unerlässlich ist.
  • Belüftung: Sie belüftet das Mittelohr und sorgt für eine gesunde Umgebung.
  • Reinigung: Sie transportiert Schleim und Flüssigkeit aus dem Mittelohr ab.

Aufbau der Eustachischen Röhre

Die Eustachische Röhre besteht aus einem knöchernen und einem knorpeligen Abschnitt. Der knöcherne Abschnitt macht etwa ein Drittel der Gesamtlänge aus und verbindet die Paukenhöhle mit dem Schläfenbein. Der knorpelige Abschnitt besteht aus einer dreieckigen Faserknorpelplatte und erstreckt sich bis zur Seitenwand des Nasen-Rachen-Raums.

Tubenfunktionsstörung: Ursachen und Symptome

Eine Tubenfunktionsstörung liegt vor, wenn die Eustachische Röhre ihre Funktionen nicht richtig erfüllen kann. Dies kann verschiedene Ursachen haben:

  • Mechanische Verlegung: Schleimhautschwellungen aufgrund von Entzündungen, Allergien oder eine vergrößerte Rachenmandel können die Eustachische Röhre verlegen.
  • Funktionelle Störung: Eine Fehlfunktion der Muskeln, die die Eustachische Röhre öffnen, kann ebenfalls zu einer Funktionsstörung führen.
  • strukturelle Ursachen: Verengung im knöchernen Abschnitt der Eustachischen Röhre.

Symptome einer Tubenfunktionsstörung können sein:

  • Druckgefühl im Ohr
  • Ohrenschmerzen
  • Vermindertes Hörempfinden
  • Knacken oder Ploppen im Ohr
  • Mittelohrentzündung
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Das Druckgefühl kann Vorbote eines bevorstehenden Hörsturzes oder Tinnitus sein.

Diagnose von Tubenfunktionsstörungen

Zur Diagnose von Tubenfunktionsstörungen stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung:

  • Ohruntersuchung mit dem Ohrmikroskop: Beurteilung des Trommelfells und des Gehörgangs.
  • Hörtest: Überprüfung des Hörvermögens.
  • Druckuntersuchung des Mittelohres (Tympanometrie): Messung der Trommelfellbeweglichkeit.
  • Tubenmanometrie nach Estève (TMM): Detaillierte und zuverlässige Diagnose von Tubenfunktionsstörungen.

Behandlung von Tubenfunktionsstörungen

Die Behandlung von Tubenfunktionsstörungen richtet sich nach der Ursache:

  • Konservative Therapie: Abschwellende Nasensprays, entzündungshemmende Medikamente, Kortisonsprays und Druckausgleichsübungen können helfen, die Schleimhaut abzuschwellen und die Tubenfunktion zu verbessern.
  • Ballontuboplastie: Bei Verengungen im Verlauf der Eustachischen Röhre kann eine Ballontuboplastie durchgeführt werden, bei der die Engstelle mittels eines Ballonkatheters aufgedehnt wird.
  • Operative Entfernung der Rachenmandel (Adenoidektomie): Bei Kindern mit vergrößerten Rachenmandeln kann eine operative Entfernung die Tubenfunktion verbessern.
  • Paukenröhrchen: Bei chronischen Mittelohrentzündungen kann ein Paukenröhrchen eingesetzt werden, um das Mittelohr zu belüften.
  • Behandlung von Grunderkrankungen: Bei Tubenfunktionsstörungen, die durch Allergien oder andere Grunderkrankungen verursacht werden, ist eine entsprechende Behandlung der Grunderkrankung erforderlich.

Was tun bei Druck auf den Ohren?

Druck auf den Ohren, ob im Flieger, bei einer Bergtour oder im Fahrstuhl, ist ein unangenehmes Gefühl, das fast jeder kennt. Dieser Druck entsteht durch unterschiedliche Druckverhältnisse außerhalb und innerhalb des Ohrs.

Wie lässt sich ein Druckausgleich herbeiführen?

  • Gähnen: Es befreit das Ohr zuverlässig vom Druck. Wenn das gerade nicht möglich ist, imitieren Sie einfach ein Gähnen: Öffnen Sie den Mund weit. Bewegen Sie den Unterkiefer, bis im Ohr ein ganz leises Knacken zu hören ist.
  • Schlucken und Kauen: Trinken oder essen Sie etwas. Bei Flugreisen hat sich für permanenten Ohren-Druckausgleich das Kaugummikauen bewährt. Babys und Kleinkinder sollten bei Start und Landung am besten durchgehend trinken. Das ständige Schlucken sorgt für Druckausgleich und freie Ohren. Alternativ können Sie sich die Nase zuhalten und währenddessen ein wenig Spucke herunterschlucken.
  • Druckausgleich über die Atmung: Halten Sie die Nase zu und drücken Sie bei geschlossenem Mund Luft aus der Lunge in den Mund und Nasenraum.

Welche Ursachen kann Ohrendruck haben?

  • Erkältung: Im Rahmen einer Erkältung kommt es zu Schwellungen im Bereich des Nasen-Rachen-Raumes. Der Luftstrom durch die Nase ist behindert und die Ohrtrompete kann sich nicht mehr richtig öffnen.
  • Mittelohrentzündung: Das Druckgefühl geht mit starken Schmerzen einher.
  • Entzündung des Gehörgangs: Ist die Selbstreinigung des Gehörgangs gestört, können Keime eindringen und Entzündungen des äußeren Gehörgangs hervorrufen.
  • Verstopfter Gehörgang: Zu viel Ohrenschmalz bildet im Gehörgang einen Pfropfen. Am besten entfernt ihn der HNO-Arzt und säubert das Ohr.
  • Probleme im Kiefergelenk oder Verspannungen im Kieferbereich und Gaumen können Druck auf die Ohren ausüben.
  • Sehr selten kann das Druckgefühl auch auf Morbus Menière hinweisen.
  • Eine Ursache von Ohrendruck ist Stress.

Was tun, wenn der Ohrendruck nicht verschwindet?

Lässt sich das Druckgefühl in den Ohren nicht durch Schlucken, Gähnen oder Zuhalten der Nase ausgleichen oder bleibt der Druck im Ohr mehr als zwei Tage bestehen, sollten Sie Ihren Hals-Nasen-Ohren-Arzt um Rat fragen.

tags: #eustachische #rohre #nerven