Feldsalat, auch bekannt unter den Namen Nüsschen, Schafmäulchen oder Mausohrsalat (botanischer Name: Valerianella locusta), ist mehr als nur eine einfache Salatbeilage. Er zählt zu den gesündesten Salaten überhaupt und bietet eine Vielzahl an gesundheitlichen Vorteilen. Dieser Artikel beleuchtet die spannenden Fakten rund um diesen „Supersalat“ und erklärt, warum er so wertvoll für unsere Gesundheit ist, insbesondere für die Nerven.
Geschmack und Verwendung von Feldsalat
Der Name „Nüsschen“ deutet es bereits an: Feldsalat zeichnet sich durch eine fein-nussige Geschmacksnote aus. Diese macht ihn zu einem vielseitigen Begleiter in der Küche. Er harmoniert hervorragend mit Zutaten wie Schafs- oder Ziegenkäse, Birnen und Äpfeln, Pilzen und Nüssen (z.B. Walnüsse oder Pinienkerne). Wer es exotischer mag, kann Feldsalat auch gut mit Mango oder Granatapfel verfeinern. Aufgrund seines herzhaften, gelegentlich und je nach Reifegrad auch nussigen Geschmacks lässt sich Feldsalat beispielsweise sowohl mit säuerlich-würzigen Dressings als auch mit süßen heimischen (Äpfel, Birnen, Himbeeren) oder exotischen (Mango) Früchten kombinieren. Dazu passen je nach Vorlieben geröstete Schinken- oder Speckwürfel.
Feldsalat und seine beruhigende Wirkung auf die Nerven
Da Feldsalat zu den Baldriangewächsen zählt, verleihen die enthaltenen Baldrian-Öle dem Grün nicht nur seinen nussigen und anregenden Geschmack. Das im Salat enthaltene Baldrian beruhigt zusätzlich das Nervensystem, wodurch Feldsalat auch bei innerer Unruhe eingesetzt werden kann. Die im Feldsalat enthaltenen ätherischen Baldrian-Öle machen ihn zur echten Nervennahrung bei Stress und innerer Unruhe.
Feldsalat: Ein Nährstoffpaket für die Gesundheit
Feldsalat ist nicht nur schmackhaft, sondern auch äußerst gesund. Die Blätter liefern nur 21 Kilokalorien je 100 Gramm. Der Feldsalat ist reich an Provitamin A und Vitamin C, ist er die gesündeste aller Salatarten und damit das perfekte Gemüse, um gesund und fit durch den Winter zu kommen. Er ist reich an Provitamin A und Vitamin C, Eisen und Folsäure (für Blutbildung, Schwangerschaft etc.), Kalium (für Herz, Nerven und Muskeln) sowie Vitamin C und Beta-Carotin (für Zellschutz, Immunsystem und Sehkraft). Ideal also, um dem Körper im Winter Vitamine und Mineralstoffe zur Verfügung zu stellen.
Immunsystem stärken
Mit einem fast doppelt so hohen Vitamin-C-Gehalt wie Kopfsalat, stärkt er die Abwehrkräfte und unterstützt so das Immunsystem. Besonders im Herbst und Winter ist es wichtig, dass wir unser Immunsystem mithilfe von einer nährstoffreichen Ernährung unterstützen, damit Erkältung, Grippe und Co. keine Chance haben. Ein optimales Gemüse für die Nährstoffversorgung ist Feldsalat, denn er ist unter anderem reich an Vitamin A und C, Folsäure, Eisen und Magnesium. Vitamin C unterstützt die körpereigene Abwehr, in dem es als Antioxidans freie Radikale im Körper einfängt.
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Unterstützung für Schwangere
Feldsalat ist besonders für Schwangere zu empfehlen, da das Grün sehr viel Folsäure enthält. Diesen Stoff benötigt der Körper in der Schwangerschaft in höheren Mengen (laut DGE zwischen 450-500 Mikrogramm), da Folsäure vorwiegend für die Teilung und Neubildung von Zellen verantwortlich ist. 100g Feldsalat enthalten bereits 145 Mikrogramm Folsäure. Generell wichtig für Wachstumsprozesse und die Zellteilung, ist das wasserlösliche Vitamin essenziell für die Entwicklung des Nervensystems ungeborener Babys. Während einer Schwangerschaft können Missbildungen des Embryos die Folge sein.
Weitere wichtige Nährstoffe
Aber auch mit anderen Nährstoffen geizt der Feldsalat nicht: So zählt er nicht umsonst zu einem der gesündesten Salate. Weiter machen ihn seine hohen Werte Vitamin A, Vitamin C (enthält doppelt so viel Vitamin C wie ein Kopfsalat), Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen (nach der Möhre das 2. eisenreichste Gemüse) zu einer richtigen Vitaminbombe. Daher unterstützen die in Feldsalat enthaltenen Mikronährstoffe u.a. das körpereigene Immunsystem und tragen zur Regulierung des Blutdrucks bei.
- Vitamin A: Vitamin A ist wichtig für die Funktionsweise der Augen und das Zellwachstum. Außerdem stärkt es die Haut und die Schleimhäute.
- Kalium: Mit stolzen 420 Milligramm pro 100 Gramm belegt Feldsalat beim Kalium-Gehalt einen der obersten Ränge. Gut für den Wasserhaushalt: Feldsalat hat einen hohen Kaliumgehalt (ca. Kalium ist entscheidend für die Regulierung des Blutdrucks und das Gleichgewicht von Flüssigkeiten im Körper.
- Eisen: In Feldsalat ist eine hohe Menge vom Spurenelement Eisen (ca. 2 mg /100 g) vorhanden. Diese unterstützt die Bildung von roten Blutkörperchen und beim Transport von Sauerstoff im Blut.
- Beta-Carotin: Das Provitamin A (ca. Wie alle grünen Gemüse kann Feldsalat obendrein mit einer dicken Portion Provitamin A glänzen, das auf Augen und Haut besonders günstig wirkt: In 100 Gramm stecken 663 Mikrogramm davon. Gut für Haut und Sehkraft: Mit ca. 600 Mikrogramm Vitamin E hat Feldsalat eine ordentliche Menge, um für eine jugendlich-aussehende Haut zu sorgen und vor vorzeitige Alterung zu schützen.
Hilft beim Abnehmen
Und auch für Abnehmwillige bietet sich der Verzehr des kalorienarmen Gemüses an - es enthält lediglich 14 Kalorien pro 100 Gramm. Natürlich nehmen Sie alleine durch den Verzehr von Feldsalat nicht ab. Wer Feldsalat jedoch in eine ansonsten nährstoffreiche, kalorienarme Ernährung integriert und mit ausreichend Bewegung ergänzt, der wird mit der Zeit eine Veränderung auf der Waage feststellen. Feldsalat ist ein äußerst gesundes und schlankmachendes Gemüse. Auf 100 Gramm liefert er 95 Milliliter Wasser und damit gerade mal zwölf Kilokalorien. Das Volumen einer Portion löst jedoch im Gehirn ein angenehmes Sättigungsgefühl aus. Karlsruher Forscher fanden heraus: Wer zu Beginn der Mahlzeit Salat isst, hat weniger Lust, sich anschließend den Bauch vollzuschlagen. Das beugt Übergewicht vor.
Schützt vor Diabetes
Eine schlanke Linie ist bereits die beste Vorbeugung von Typ-2-Diabetes. Britische Wissenschaftler machen die Farbstoffe und den hohen Magnesiumgehalt im Feldsalat dafür verantwortlich, dass die Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die den Botenstoff Insulin produzieren, vor Überlastungen geschützt werden. So senkt laut der Studie Feldsalat bei täglichem Verzehr das Diabetes-Risiko um 14 Prozent.
Gut für die Augen
Der nährstoffreiche Feldsalat hat auch auf die Augen einen positiven Effekt: Zum einen wegen des hohen Vitamin-C-Gehalts. Andererseits aber auch wegen der darin enthaltenen Carotinoide, eine Vitamin-A-Vorstufe. Letzteres stärkt die Augen vor allem bei Nachtsicht. Auch die Netzhaut profitiert durch die gesteigerte Zufuhr an den Carotinoiden Lutein und Zeaxanthin. So empfehlen Ärzte 10 mg Lutein pro Tag zur Prävention und diätetischen Behandlung von Augen-Erkrankungen, wie beispielsweise der altersbedingten Makula-Degeneration, bei der es zu einem fortschreitenden Sehverlust kommt.
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Anbau von Feldsalat
Da du jetzt wahrscheinlich so begeistert bist vom "König der Salate" , interessiert es dich sicher, wie du den Feldsalat direkt bei dir zu Hause anbauen kannst. Rapunzelsalat ist im Anbau relativ einfach und unkompliziert. Du kannst Feldsalat sowohl im Beet als auch auf dem Balkon aussäen. An sich lässt sich Feldsalat überall anpflanzen, bevorzugt wird aber ein kalkhaltiger Lehmboden mit viel Sonne. Säst du deinen Feldsalat im August, kann es zu erheblichen Auflaufproblemen kommen (Hilfreich: Vlies kann als Beschattung verwendet werden). Wichtig: Viel gießen! Wusstest du, dass Feldsalat aufgrund seiner vielen Wurzeln deinen Boden so richtig aufmischt? Dadurch verbessert sich die Bodenqualität deines Beetes und du kannst Feldsalat wunderbar als Gründünger nutzen. Er ist also nicht nur gut für dich, sondern auch für andere Pflanzen wie Tomaten ein echter Superheld.
Worauf Sie beim Kauf und der Lagerung achten sollten
Achten Sie beim Einkauf auf knackige Blätter und Stiele - dann ist der Feldsalat frisch. Je kleiner die Blätter, desto zarter und jünger ist Pflanze und desto milder ist ihr Geschmack. Die typische nussige Note ist bei größeren Blättern stärker ausgeprägt. Vorsicht! Ob frisch vom Bauern, vom Wochenmarkt oder aus dem Supermarkt der Feldsalat sollte starke grüne Blattröschen haben und ohne verwelkte gelbe Blätter sein. Am besten schmeckt der Feldsalat, wenn er gleich am Einkaufstag auf den Teller kommt. Im Gemüsefach bleibt verpackter Feldsalat etwa drei Tage frisch. Eine Plastikverpackung mit Luftlöchern erhöht die Haltbarkeit. Wer Feldsalat auf dem Markt kauft oder grundsätzlich auf Plastik verzichtet, kauft das gesunde Grün möglichst frisch und isst es am besten zügig. Luftig, locker und leicht feucht in einem Plastikbeutel verpackt, hält er sich auch wenige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks.
Zubereitungstipps
Vor dem Verzehr sollte er gewaschen und geputzt bzw. von der Erde und den feinen Wurzeln befreit werden. Am besten erst kurz vor dem Servieren das Dressing über den Feldsalat verteilen, dann fallen die Blätter nicht zusammen und werden nicht matschig. Zunächst müssen Sie die feinen Wurzeln von jedem Pflänzchen abschneiden. Anschließend bekommt der Feldsalat ein gründliches, aber kurzes Bad in reichlich kaltem Wasser, damit sich Erde und Sand restlos verkrümeln. Dann gibt man die zarten Blättchen zum schonenden Trockenschleudern in eine Salatschleuder.
Rezept für ein leckeres Feldsalat-Dressing
Zum Schluss hab ich noch ein kleines, aber feines Rezept für ein leckeres Feldsalat-Dressing für dich.
Mögliche Nachteile und Hinweise zum Verzehr
In zu großen Mengen sollten Sie Feldsalat trotz seiner gesundheitlichen Vorteile jedoch trotzdem nicht essen. Das liegt an der enthaltenen Oxalsäure, die in großen Mengen unsere Nieren belasten kann, was insbesondere für Menschen mit einer Nierenschwäche gefährlich werden kann. Im Übermaß kann die Säure obendrein unseren Zähnen und Knochen schaden. Reine Oxalsäure wirkt schädigend auf die Nieren. Lebensmittel mit einem hohen Oxalsäurewert kochen Sie vor dem Verzehr am besten, dadurch sinkt der Gehalt. Bei Feldsalat ist die Konzentration an Oxalsäure so gering, dass er auch im rohen Zustand verzehrt werden kann. Achten Sie jedoch darauf, keine übermäßig hohe Menge davon zu essen.
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Salate brauchen Nitrat zur Energiegewinnung. Dafür nehmen sie es aus dem Boden auf. Bekommen Pflanzen nicht ausreichend Sonne, speichern sie das Nitrat in den Stielen, großen Blattrispen und den äußeren Blättern. Der Mensch nimmt das Nitrat mit der Nahrung auf, scheidet aber den größten Teil auch wieder aus. Einen Teil des Nitrats wandelt der Körper während der Verdauung, aber auch schon in der Mundhöhle zu Nitrit um. Nitrit beeinträchtigt die Sauerstoffversorgung der Organe und löst in einigen Fällen eine bakterielle Magen-Darm-Infektion aus. Letztere ist für Kinder unter Umständen sogar lebensgefährlich. Um zu vermeiden, dass Sie große Mengen Nitrat aufnehmen, entfernen Sie Stiele, Stängel, Strünke, großen Rippen und die äußeren Blätter. Verspeisen Sie Feldsalat außerdem am besten in der Hauptsaison und aus Freilandanbau - dann hat er am wenigsten Nitrat. Falls Sie Salat aus dem eigenen Garten ernten, machen Sie das am besten nachmittags oder abends. Zu dieser Zeit hat die Pflanze das aus der Nacht gespeicherte Nitrat schon teilweise abgebaut.