Natürliche Linderung von Migräne: Gewürze und Kräuter als sanfte Alternative

Viele Menschen, die unter Migräne leiden, greifen bei einer akuten Attacke schnell zu Schmerztabletten, um die quälenden Beschwerden zu lindern. Doch es gibt auch natürliche Alternativen, die helfen können, die Symptome zu lindern oder sogar vorzubeugen. Gewürze und Kräuter sind seit Jahrhunderten für ihre heilenden Eigenschaften bekannt und können auch bei Migräne eine wertvolle Unterstützung sein.

Ursachen und Behandlung von Kopfschmerzen

Kopfschmerzen können vielfältige Ursachen haben, von Stress und Schlafmangel bis hin zu Dehydration und Muskelverspannungen. Sie können aber auch chronisch und wiederkehrend auftreten. Viele Betroffene greifen schnell zu Schmerztabletten, um die Beschwerden zu lindern. Allerdings können diese Medikamente auch Nebenwirkungen wie Magenprobleme, Nierenbeschwerden oder Blutgerinnungsstörungen verursachen. Daher suchen viele Menschen nach natürlichen Alternativen zur Behandlung von Kopfschmerzen.

Gewürze gegen Kopfschmerzen

Einige Gewürze können helfen, Kopfschmerzen zu lindern oder sogar vorzubeugen. Hier sind einige Beispiele:

Zimt

Zimt ist nicht nur ein beliebtes Gewürz für Speisen und Getränke, sondern auch ein natürliches Mittel gegen Kopfschmerzen. Eine Studie hat gezeigt, dass Zimt helfen kann, die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren. In der Studie nahm eine Gruppe von Teilnehmern zwei Monate lang Zimt-Kapseln ein, während die andere Gruppe Placebo-Kapseln erhielt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Zimt-Gruppe eine signifikante Reduktion der Migräneattacken erlebte.

Um Kopfschmerzen zu lindern, kann man Zimt entweder als Kapseln oder als eingerührte Zutat in Getränken einnehmen. Auch eine Zimtbrei-Auflage auf der Stirn kann als angenehm empfunden werden. Dazu vermischt man einen Teelöffel naturreinen gemahlenen Zimt ohne Zusatzstoffe mit etwas Wasser zu einer weichen Masse, bestreicht damit die Stirn, lässt sie 15 Minuten einwirken und wäscht die Lösung nach Ablauf dieser Zeitspanne ab. Zimt ist jedoch kein Heilmittel gegen Migräne, sondern kann lediglich dabei helfen, die Kopfschmerzen ein wenig zu lindern.

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Ingwer

Ingwer ist ein weiteres Gewürz, das bei Kopfschmerzen helfen kann. Ingwer wirkt entzündungshemmend, entspannend und schmerzstillend. Bei akutem Kopfweh kann man einfach eine Scheibe geschälten Ingwers kauen. Wenn das zu scharf ist, helfen auch geriebener Ingwer mit Orangensaft oder Ingwertee mit Honig. Für den Tee zerkleinert man ein kleinfingerkuppen-großes Stück Ingwer grob und übergießt es mit 150 ml kochendem Wasser. 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, abseihen und nach Belieben mit etwas Honig gesüßt trinken.

Ingwer kann auch als Ingwerpaste auf die Stirn aufgetragen werden. Das hilft insbesondere, wenn Kopfschmerzen bei einem Schnupfen oder einer Nasennebenhöhlenentzündung auftreten. Zur Herstellung der Ingwerpaste reibt man einen Teelöffel frischen Ingwer und vermischt ihn mit 1 bis 2 gemahlenen Nelken (oder einer Messerspitze Nelkenpulver). Diese Paste trägt man auf die Stirn auf und lässt sie etwa 15 Minuten einwirken. Mit lauwarmen Wasser abwaschen und anschließend noch einmal 10 bis 15 Minuten ruhen.

Vanille

Schon die alten Ägypter erkannten, dass Vanille Kopfschmerzen lindern kann. Natürliche Vanille enthält Eugenol, ein ätherisches Öl, dem tatsächlich eine schmerzlindernde und blutgefäßerweiternde Wirkung nachgesagt wird. Gegen Kopfschmerzen kann man natürliches Vanilleöl ohne Zusatzstoffe in Duftlampen erwärmen und mit der Raumluft einatmen (nicht in der Nähe von Babys oder Kleinkindern). Oder aber man mischt 1 Teelöffel natürliches Vanilleextrakt mit einem Glas (200 ml) Wasser und trinkt diese Mischung langsam und in kleinen Schlucken.

Kräuter gegen Kopfschmerzen

Auch verschiedene Kräuter können bei Kopfschmerzen und Migräne Linderung verschaffen. Hier sind einige Beispiele:

Pfefferminzöl

Natürliches Pfefferminzöl hilft vor allem bei Spannungskopfschmerzen. Massieren Sie dafür naturreines Öl über beide Schläfen und auf der Stirn in kreisenden Bewegungen etwa 2 bis 3 Minuten leicht ein (keinesfalls für Babys und Kleinkinder geeignet). So werden weniger Schmerzsignale in das Gehirn weitergeleitet und Kopfschmerzen weniger stark wahrgenommen.

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Lavendel

Lavendelöl erzielt eine entspannende und schmerzdämpfende Wirkung. Hier sollten die Betroffenen einige Tropfen des Öls auf ihre Oberlippe träufeln und ca. 15 Minuten lang durch die Nase einatmen. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, ein Tuch mit zwei, drei Tropfen Lavendelöl zu benetzen und es sich anschließend auf die Stirn zu legen.

Mutterkraut

Mutterkraut (auch Fieberkraut genannt) dient der Vorbeugung von Kopfschmerzen. Menschen, die zu regelmäßigen Kopfschmerzen neigen, sollten mehrere Monate lang vor jeder Mahlzeit eine Tasse Mutterkraut-Tee trinken (Zubereitung mit einem Teelöffel pulverisiertem Mutterkraut und kochendem Wasser).

Weidenrinde

Weidenrinde enthält schmerzlindernde Salicylsäure - ein wesentlicher Bestandteil des weit verbreiteten Allzweckmedikaments Aspirin. Weidenrinden-Tee schmeckt daher ziemlich bitter. Wer aber häufig unter Kopfschmerzen leidet, sollte stets etwas kleingeschnittene Weidenrinde aus der Apotheke vorrätig haben. Ein Teelöffel auf ca. 250 Milliliter Wasser genügt. Diese Mixtur wird ca. fünf Minuten aufgekocht und anschließend durch ein Sieb gegossen.

Waldmeister

Waldmeister wirkt sowohl beruhigend als auch schmerzlindernd. Viele Mediziner empfehlen daher bis zu drei Tassen täglich, um Kopfweh vorzubeugen. Dosierung: Ein Teelöffel der frischen oder getrockneten Kräuter wird mit ca. 200 Milliliter kochendem Wasser zubereitet und sollte fünf Minuten ziehen.

Heidelbergers Kräuterpulver

Heidelbergers Kräuterpulver ist eine Mischung aus verschiedenen Bitterkräutern, die die Darmgesundheit unterstützen und somit indirekt auch bei Kopfschmerzen helfen können. Es besteht aus Bibernell, Wermut, Kümmel, Anis, Fenchel, Wacholder und Schafgarbe. Die tägliche Einnahme einer Messerspitze des Pulvers vor dem Frühstück soll die Verdauungsorgane optimal erreichen und die Darmgesundheit unterstützen.

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Weitere Hausmittel gegen Kopfschmerzen

Neben Gewürzen und Kräutern gibt es noch weitere Hausmittel, die bei Kopfschmerzen helfen können:

Wasseranwendungen

Wasseranwendungen haben sich in der Naturheilkunde bei Kopfschmerzen schon lange bewährt. Je nach individueller Vorliebe und Ursache des Kopfschmerzes helfen warme Vollbäder, kalt-warme Teilbäder von Armen und Füßen oder auch ein kühler Guss in den Nacken.

Akupressur

Akupressur ist eine Art Druckmassage, die mit den Fingerspitzen ausgeführt wird. Über Akupunkturpunkte soll ein etwaiger negativer Energiefluss ausgeglichen werden. Bei Kopfschmerzen im Stirnbereich beispielsweise kann der Punkt Hsi-san helfen. Er liegt jeweils links und rechts der Schläfe etwa einen Fingerbreit neben der Augenbraue. Lassen Sie gleichzeitig Ihre Finger mit leichtem Druck um beide Punkte etwa 1 bis 3 Minuten kreisen. Die Augen bitte zuvor schließen.

Entspannungsmethoden

Nicht selten haben Kopfschmerzen spannungsbedingte Ursachen. Dabei ist es egal, ob wir emotional angespannt sind oder sich die Muskulatur durch eine Körperfehlhaltung verspannt hat. Mit bewussten Entspannungsverfahren lösen sich Verspannungen und Kopfschmerzen verschwinden. Geeignete Methoden sind Autogenes Training, Biofeedback, Fantasiereisen, Pilates, Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Qigong oder Yoga.

Wichtiger Hinweis

Auch wenn Hausmittel gegen Kopfschmerzen und Migräne wirken, sollten Sie die Ursache erforschen. Wer unter wiederkehrender Migräne leidet, sollte idealerweise einen Arzt konsultieren. Die Betroffenen sollten ihren Arzt stets wegen möglicher Nebenwirkungen konsultieren, bevor sie einzelne Hausmittel oder gar eine Kombination aus mehreren Natur-Arzneien einsetzen. Wenn die Symptome lange anhalten, nicht besser werden oder sich sogar verschlimmern, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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