Die Beziehung zwischen Haaren und dem Nervensystem ist komplexer und vielschichtiger, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Neueste Forschungsergebnisse und Erkenntnisse aus verschiedenen Bereichen wie Dermatologie, Neurologie und Naturheilkunde beleuchten diese faszinierende Verbindung und eröffnen neue Perspektiven auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Haar und Kopfhaut.
Die Kopfhaut als hochsensibles Areal
Die Kopfhaut ist weit mehr als nur die Basis für unser Haar. Sie ist ein hochsensibles Areal, das eng mit unserem zentralen Nervensystem verknüpft ist. Unzählige feine Nerven durchziehen die Kopfhaut und registrieren taktile, thermische und schmerzhafte Reize. Diese sensiblen Nerven, insbesondere Äste des Nervus trigeminus und des Nervus occipitalis major, verbinden die Haut direkt mit dem zentralen Nervensystem. Diese hohe Dichte an Mechanorezeptoren erklärt, warum unsere Kopfhaut so empfindlich auf Berührungen, Temperaturänderungen oder das Ziepen beim Kämmen reagiert.
Gänsehaut, Haarwachstum und das sympathische Nervensystem
Was hat unser Haarwachstum damit zu tun, dass wir bei Kälte Gänsehaut bekommen? Forscherinnen und Forscher der Harvard University haben einen bisher unbekannten Zusammenhang entdeckt. Dieser Zusammenhang hängt mit einem Muskel zusammen, der direkt unter der Haut sitzt und sich bei Kälte zusammenzieht. Diese Muskelkontraktion führt dazu, dass sich Nerven, die zum sogenannten sympathischen Nervensystem gehören, mit den Stammzellen der Haarfolikel verbinden können.
Unter einem hochauflösenden Elektronenmikroskop stellten die Forscher fest, dass der betreffende Nerv und der sich zusammenziehende Muskel nicht nur miteinander verbunden waren, sondern gemeinsam auch eine direkte Verbindung zu den Haarfolikel-Stammzellen bildeten. Bei lang anhaltender Kälte wurde der Nerv viel stärker aktiviert als unter normalen Bedingungen.
Studienleiterin Ya-Chieh Hsu erklärt, dass die Studie einen Vorgang offengelegt hat, der im Wesentlichen aus zwei Komponenten besteht: „Dadurch werden Stammzellen nicht nur konstant gesteuert, sondern auch ihr Verhalten angepasst - je nachdem, wie sich die Temperatur draußen ändert.“ Der Nerv hat in diesem Prozess die Rolle des Signalgebers, der die Stammzellen mit Hilfe von Botenstoffen aktiviert. Yulia Shwartz, Mitautorin der Studie, ergänzt: „Diese spezielle Reaktion ist eine Hilfe dabei, die Regeneration von Gewebe mit Bedingungen in der Außenwelt zu verknüpfen, wie zum Beispiel mit der Temperatur. Es ist eine doppelte Reaktion: Die Gänsehaut verschafft dem Körper bei Kälte kurzfristig eine Linderung.“
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Stress, Haarausfall und das Nervensystem
Stress betrifft nicht nur die Psyche, sondern bedeutet oftmals auch Stress für die Kopfhaut. Obwohl er häufig als negativ wahrgenommen wird, spielt Stress eine wichtige Rolle in unserem Leben: Er aktiviert den Körper, hilft uns, Herausforderungen zu meistern und sorgt dafür, dass wir in bedrohlichen Situationen schnell reagieren können. Eine der sichtbarsten Folgen kann Haarausfall sein.
Wenn der Körper unter anhaltendem Stress steht, schüttet er vermehrt Stresshormone wie Cortisol oder Adrenalin aus. In normalen Situationen durchläuft jedes Haar eine Wachstums-, Übergangs- und Ruhephase. Bei stressbedingtem Haarausfall können viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase eintreten und schließlich ausfallen. Darüber hinaus kann Stress das Immunsystem schwächen, was zu entzündlichen Reaktionen sowie Juckreiz auf der Kopfhaut führen und das Haarwachstum negativ beeinträchtigen kann. Dauerhafter, chronischer Stress kann sogar genetisch bedingten Haarausfall verstärken.
Betroffene bemerken Haarausfall oftmals erst, wenn bereits rund zehn bis zwanzig Prozent der Haare verloren gegangen sind. Die gute Nachricht dabei ist: Sobald der Stress oder die belastende Situation überwunden ist, wächst das Haar in vielen Fällen wieder nach - und das oft kräftiger und stärker pigmentiert als zuvor. Um andere Auslöser für den Haarausfall sicher auszuschließen, ist es ratsam, eine/n Ärztin/Arzt aufzusuchen. Je nach zugrundeliegender Ursache kann diese/r Ihnen geeignete Therapieoptionen aufzeigen.
Formen von stressbedingtem Haarausfall
Stressbedingter Haarausfall kann sich durch verschiedene Formen bzw. Muster äußern:
- Diffuser Haarausfall: Hierbei handelt es sich um eine gleichmäßige Ausdünnung des Haares über den gesamten Kopf. Diese Form des Haarausfalls ist oft das Ergebnis von chronischem Stress, da der Haarzyklus gestört wird und viele Haare gleichzeitig ausfallen.
- Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Bei Alopecia areata handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die Haarfollikel angreift und für ein Absterben der Haarwurzeln sorgt. Typisch für diese Form des Haarausfalls sind runde, kahle Stellen auf dem Kopf.
Der Verlauf und die Symptome von stressbedingtem Haarausfall sind individuell verschieden und hängen u. a. von der Dauer sowie Intensität des Stressfaktors ab. Viele Betroffene empfinden den Haarverlust zusätzlich als belastend, was den Stress weiter verstärken und so zu einem Teufelskreis führen kann. Das Fortschreiten kann über Wochen oder Monate andauern, bis die Haarwurzeln in die Ruhephase übergehen und kein neues Haar nachproduzieren.
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Was tun bei Haarausfall durch Stress?
Stressbedingter Haarausfall lässt sich meistens rückgängig machen und hat in den meisten Fällen keine Langzeitfolgen. Es gibt wissenschaftlich fundierte Maßnahmen, die sich nachweislich positiv auf das Stresslevel auswirken:
- Sport und Bewegung: Regelmäßige Bewegung kann helfen, Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin abzubauen und gleichzeitig Glückshormone wie Endorphine freizusetzen.
- Achtsamkeit und Entspannung: Tägliche Achtsamkeitsübungen, Meditation, Atemtechniken oder progressive Muskelentspannung können helfen, den Moment bewusster wahrzunehmen, den Geist zu beruhigen und den Körper zu entspannen.
- Guter Schlaf: Regelmäßige Schlafenszeiten, eine entspannende Abendroutine ohne Bildschirme und ein schlafförderndes Umfeld unterstützen die Regeneration des Körpers und damit auch der Haare.
- Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Protein ist essenziell, um Haarausfall vorzubeugen und das Haarwachstum zu fördern.
- Grenzen setzen: Überlastung führt oft zu chronischem Stress. Indem man lernt, „Nein“ zu sagen, Pausen einzuplanen und die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, lässt sich das Stressniveau besser kontrollieren.
Pflege bei Haarausfall durch Stress
Bei Haarausfall brauchen Haar und Kopfhaut vor allem eines: Pflege. Eine gesunde Kopfhaut ist entscheidend, um Haarwachstumsprozesse zu unterstützen. Stressbedingter Haarausfall kann im Verlauf durch eine gereizte oder trockene Kopfhaut verstärkt werden, was den Haarfollikeln wertvolle Nährstoffe entzieht.
- Milde Shampoos ohne aggressive Inhaltsstoffe: Shampoos ohne Sulfate, Parabene oder Silikone schonen die Kopfhaut.
- Feuchtigkeitspflege für die Kopfhaut: Produkte mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen wie Aloe Vera, Hyaluronsäure oder Glycerin sind bei trockener Kopfhaut empfehlenswert.
- Kopfhautmassagen: Regelmäßige Massagen der Kopfhaut fördern die Durchblutung und regen die Nährstoffversorgung der Haarfollikel an.
- Vermeidung von Hitze und chemischen Behandlungen: Häufige chemische Behandlungen wie Färben oder Dauerwellen sowie die Verwendung von Hitzestyling-Geräten können Haar und Kopfhaut zusätzlich stark zusetzen.
Vitamine und Nährstoffe bei Haarausfall
Stress kann den Bedarf an bestimmten Nährstoffen, insbesondere an Vitaminen und Mineralstoffen, erhöhen.
- Vitamin B7 (Biotin): Biotin fördert das Haarwachstum und kann brüchiges Haar kräftigen.
- Vitamin E: Dieses Antioxidans schützt die Haarfollikel vor schädlichen Umwelteinflüssen und unterstützt die Kopfhautgesundheit.
- Vitamin D: Ein Mangel an Vitamin D wird mit Haarausfall in Verbindung gebracht.
- Zink: Zink ist entscheidend für das Zellwachstum und die Reparatur geschädigter Haarfollikel.
- Eisen: Ein Eisenmangel kann zu Haarausfall führen, da Eisen den Sauerstofftransport zu den Haarfollikeln unterstützt.
- Omega-3-Fettsäuren: Diese essenziellen Fettsäuren wirken entzündungshemmend und fördern die Gesundheit der Kopfhaut.
Medizinische Behandlungen bei Haarausfall durch Stress
- PRP-Therapie (Platelet-Rich Plasma): Bei diesem Behandlungsansatz wird den Patient:innen eine kleine Menge Blut entnommen, welches dann in einer Zentrifuge aufbereitet wird, um das thrombozytenreiche Plasma (PRP) zu isolieren.
- Minoxidil: Minoxidil ist ein topisches Medikament, das häufig bei diffusem Haarausfall eingesetzt wird. Es wird direkt auf die Kopfhaut aufgetragen und fördert die Durchblutung der Kopfhaut.
- Mesotherapie: Bei dieser Methode werden durch winzige Mikroinjektionen Vitamine, Aminosäuren und Wachstumsfaktoren in die Haut eingebracht.
- Kortikosteroide: Kortikosteroide können in unterschiedlichen Formen verabreicht werden, je nach Schwere und Art des Haarausfalls sowie individuellen Präferenzen. Sie kommen primär bei autoimmunbedingten Formen des Haarausfalls zum Einsatz.
- Haartransplantation: Haartransplantationen stellen insbesondere für Männer eine attraktive Therapieoption bei Haarausfall dar, eignen sich jedoch nur bedingt bei Haarausfall durch Stress.
Stress und graue Haare: Was ist dran am Mythos?
Mit dem Alter verändert sich die Haarfarbe: Die ersten grauen Haare zeigen sich oft zwischen dem 30 und 40. Lebensjahr. Dafür zuständig ist das Farbpigment Melanin, mit seinen zwei Haupttypen: Eumelanin und Pheomelanin. Eumelanin ist das Pigment, das dunkle Haartöne hervorruft, während Pheomelanin für rote oder rötlich-blonde Haarfarben verantwortlich ist. Beide Pigmente werden in den Haarfollikeln von Melanozyten produziert. Wenn Menschen altern, nimmt die Zahl der Melanozyten und damit die Menge an Melatonin im Körper ab.
Wie schnell sich graue Strähnen bemerkbar machen, ist sehr unterschiedlich. Untersuchungen zufolge nimmt die körpereigene Melaninproduktion nach dem 30. Lebensjahr stetig ab - bis zum 50. Lebensjahr ergrauen 50 Prozent der Menschen mindestens zur Hälfte mit ihrem Haar.
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Die Rolle von Genen, Stress und Umwelteinflüssen
Silbrige Haare stehen fürs Altern. Doch das Lebensalter ist nicht das Einzige, was über die Anzahl der grauen Haare bestimmt. Entscheidend sind auch die Gene. Forschende fanden bereits vor vielen Jahren heraus, dass ein Gen mit der Bezeichnung „IRF4“ wesentlich am Ergrauen beteiligt ist. In einer Studie machten sie es für 30 Prozent des „Grauwerdens“ verantwortlich. Die restlichen 70 Prozent verteilten sich auf andere Faktoren wie das Alter, Stress und Umwelteinflüsse.
Äußere Faktoren wie UV-Strahlen und Rauchen können das Ergrauen fördern. Auch ein Mangel an Kupfer, Calcium oder Eisen kann zum „Grauwerden“ beitragen.
Können graue Haare durch Stress entstehen?
Forschende fanden heraus, dass akuter Stress über das sympathische Nervensystem direkt die pigmentbildenden Stammzellen in den Haarfollikeln beeinflussen kann. Normalerweise dienen die pigmentbildenden Stammzellen als „Vorratskammer“, aus der neue pigmentproduzierende Zellen entstehen, wenn das Haar nachwächst. Durch das Stresshormon Noradrenalin werden diese Stammzellen aber plötzlich allesamt aktiviert und verwandeln sich in pigmentproduzierende Zellen - das Reservoir ist dadurch erschöpft. Das Ergebnis: Die Haare verlieren dauerhaft ihre Farbe, weil die Stammzellen nicht nachwachsen. Nicht über Wochen oder Monate, sondern schon nach wenigen Tagen können pigmentregenerierende Zellen unwiederbringlich verloren gehen.
Können graue Haare wieder dunkel werden?
Graue Haare entstehen, wenn die pigmentbildenden Zellen in den Haarfollikeln ihre Funktion verlieren oder absterben. Unter bestimmten Umständen können die verbliebenen pigmentbildenden Zellen im Haarfollikel wieder aktiviert werden und damit teilweise Melanin produzieren. Das bedeutet: Haare, die bereits grau erscheinen, können wieder etwas dunkler werden.
Eine Übersichtsarbeit fasst mehrere Faktoren zusammen, die mit einer Repigmentierung von grauem Haar in Verbindung stehen:
- Medikamente: Bestimmte Medikamente wie monoklonale Antikörper, Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs), Immunmodulatoren und andere Arzneimittel wurden mit der Repigmentierung von grauem Haar in Zusammenhang gebracht - etwa während einer Krebstherapie. Dies ist aber ein sehr seltener Nebeneffekt.
- Mikroverletzungen: In Einzelfällen konnten kleine Verletzungen der Haut eine Haarrepigmentierung auslösen.
Haarfollikel als Sinnesorgane: Die Rolle von Serotonin und Histamin
Um die Rolle der Haarfollikel für unseren Tastsinn genauer zu untersuchen, entwickelten Forschende Zellkulturen, die gleichzeitig menschliche Haarfollikelzellen aus Kopfhaut und sensorische Nervenzellen enthielten. In diesem Modell stimulierten sie die Haarfollikelzellen mechanisch und beobachteten ihre Reaktion.
Es zeigte sich, dass Haarfollikelzellen als Reaktion auf Berührungen die Neurotransmitter Serotonin und Histamin freisetzen, die wiederum nahegelegene sensorische Neuronen aktivieren. Die gleichen Experimente führten die Forschenden auch mit Zellen aus der Haut statt aus dem Haarfollikel durch. Das Ergebnis hier: Die Hautzellen reagierten auf leichte Berührung ebenfalls mit der Freisetzung von Histamin, aber nicht mit der Freisetzung von Serotonin.
Die Entgiftungsfunktion der Haare und die Bedeutung natürlicher Haarpflege
Die Naturfriseurin und Haarenergetikerin Marika Ahlers betont, dass die Haare ein Entgiftungsorgan sind und ein verlängertes Nervensystem nach außen darstellen. Über unser Haar nehmen wir Informationen auf und geben diese ab. Sie verwendet ausschließlich chemiefreie, rein biologische Pflegeprodukte auf europäischer Kräuterbasis, um den Körper, Haut und Haar zu entgiften bzw. zu entschlacken.
Schlaf und Haargesundheit: Die nächtliche Regeneration
Während wir schlafen, regeneriert sich unser Körper - und auch das Haar profitiert davon. Nachts laufen zahlreiche Prozesse ab, die Wachstum, Reparatur und Balance von Haar und Kopfhaut unterstützen. Wer dauerhaft schlecht schläft, bemerkt oft Veränderungen: kraftloses Haar, empfindliche Kopfhaut oder vermehrten Haarausfall.
Während der Tiefschlafphasen wird die Durchblutung verbessert. Schlafmangel hingegen stört diesen Rhythmus: Stresshormone wie Cortisol steigen, während Wachstumsprozesse gehemmt werden.
Prozesse während des Schlafs, die das Haarwachstum unterstützen:
- Zellregeneration & Haarwachstum: Die nächtliche Zellaktivität ist entscheidend für die Erneuerung der Haarfollikel. Ausreichender Schlaf fördert also nicht nur die Hautregeneration, sondern stärkt auch das Haar von der Wurzel an.
- Hormonbalance: Während des Schlafs sinkt der Cortisolspiegel. Dieses Stresshormon steht in direktem Zusammenhang mit diffusem Haarausfall. Guter Schlaf stabilisiert das hormonelle Gleichgewicht - und damit auch die Kopfhautgesundheit.
- Schutz & Feuchtigkeitsbalance der Kopfhaut: Im Schlaf wird die Hautbarriere repariert. Eine intakte Kopfhaut ist entscheidend, um das Haar vor Trockenheit, Irritationen oder Überproduktion von Talg zu schützen.
Die Rolle des sympathischen Nervensystems beim Ergrauen der Haare
Forscher der Harvard University haben herausgefunden, wie Stress die Haare grau werden lässt. Stress aktiviert das sympathische Nervensystem, das für Kampf- oder Fluchtreaktion zuständig ist. Dabei kommt es zu einer dauerhaften Schädigung der pigmentregenerierenden Stammzellen in den Haarfollikeln. Stress veranlasst diese Nerven, das Hormon Noradrenalin freizusetzen, das von Stammzellen aufgenommen wird, die pigmentbildende Zellen hervorbringen. Noradrenalin führte zu einer übermäßigen Aktivierung der Stammzellen, woraufhin sich alle in pigmentproduzierende Zellen umwandelten, sodass das Reservoir vorzeitig erschöpft wurde.
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