Migräne ist weit mehr als nur ein starker Kopfschmerz. Millionen Menschen leiden unter wiederkehrenden, oft unerträglichen Attacken, die mit Symptomen wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie Sehstörungen einhergehen. Klassische Medikamente helfen nicht immer - oder sind mit unangenehmen Nebenwirkungen verbunden. In diesem Artikel wird untersucht, ob Hanf Tee eine wirksame und natürliche Alternative zur Linderung von Migräne sein könnte.
Was ist Migräne?
Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch wiederkehrende, starke Kopfschmerzen auszeichnet. Diese Kopfschmerzen können von weiteren Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit (Photophobie) und Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie) begleitet sein. Die genauen Ursachen der Migräne sind noch nicht vollständig geklärt, aber es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren eine Rolle spielt. Entzündliche Prozesse im Gehirn können Migräne verstärken.
Medizinisches Cannabis: Eine Option bei Migräne?
Seit 2017 ist medizinisches Cannabis in Deutschland verschreibungsfähig. Medizinisches Cannabis bezeichnet standardisierte Arzneimittel auf Cannabisbasis, die aus der Cannabispflanze gewonnen und unter kontrollierten Bedingungen angebaut werden. In der Regel ist eine Genehmigung der Krankenkasse notwendig, wenn die Kosten übernommen werden sollen. Die Indikationen für die Anwendung sind nicht explizit formuliert, allerdings geht die Fachliteratur von einem sehr breiten therapeutischen Spektrum aus. Da zu den etablierten Indikationen chronische Schmerzen zählen, ist das Interesse von Migräne-Patienten naheliegend.
Darreichungsformen von medizinischem Cannabis
Cannabis steht in verschiedenen Darreichungsformen zur Verfügung:
- Inhalation (Verdampfen): Wirkt schnell - bereits nach wenigen Minuten.
- Öle und Tinkturen: Wirken verzögert (15-30 Minuten), dafür länger.
- Weitere Formen: Tropfen, Kapseln, Spray
Die Dosierung sollte individuell angepasst und unter ärztlicher Begleitung langsam gesteigert werden.
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Medizinisches Cannabis vs. Klassische Medikamente
Studien zeigen, dass medizinisches Cannabis die Häufigkeit und Intensität von Migräneanfällen deutlich senken kann. Mögliche Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, Müdigkeit, Schwindel oder bei hohen THC-Dosen auch psychische Effekte. Im Vergleich zu klassischen Medikamenten können die Nebenwirkungen von medizinischem Cannabis unterschiedlich sein (z. B. Müdigkeit, Mundtrockenheit, evtl.).
Hanf Tee: Eine sanfte Alternative?
Hanf Tee wird aus Nutzhanf hergestellt, der nur minimale Mengen des berauschenden Stoffes Tetrahydrocannobinol (THC) enthält. Das bedeutet, dass er keine berauschende Wirkung hat. Hanfprodukte werden immer beliebter - wir finden, vollkommen zurecht. Denn Hanf kann vielseitig eingesetzt werden und hat einige besondere Eigenschaften.
Was macht einen guten Hanf Tee aus?
Die Qualität von Hanf Tee hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Verwendete Pflanzenteile: Hochwertiger Hanf Tee besteht nicht nur aus Stängeln, sondern enthält auch Blüten und Blätter. Diese sind reich an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen wie Cannabinoiden, Flavonoiden und Terpenen.
- Bio-Qualität: Es garantiert, dass der Hanf ohne Pestizide oder chemische Düngemittel angebaut wird.
- Trocknung und Verarbeitung: Durch die schonende Trocknung bei niedrigen Temperaturen bleiben alle wichtigen Inhaltsstoffe erhalten.
- Herkunft: In europäischen Ländern herrschen strenge Qualitätskontrollen, weshalb es oft die bessere Wahl ist. In Ländern wie z.B.
Die Wirkung von Hanf Tee
Hanf Tee wird bereits seit vielen Jahrhunderten für seine wohltuenden Eigenschaften geschätzt. Er kann bei verschiedenen Beschwerden helfen:
- Stressabbau & Angststörungen: Hanf Tee enthält natürliche Stoffe, die dein Nervensystem unterstützen und helfen können, Stress und innere Unruhe zu reduzieren.
- Verdauung: Hanf Tee kann krampflösend wirken und deine Verdauung sanft regulieren. Studien zeigen, dass Hanf entzündungshemmende Verbindungen enthält, die das Immunsystem unterstützen können.
- Schlafstörungen: Hanf Tee kann beruhigend wirken und wird oft zur Unterstützung bei Einschlafproblemen verwendet.
Hanf Tee gegen Migräne
Einige Anwender berichten, dass Hanf Tee auch bei Migräne helfen kann. Die beruhigenden, entkrampfenden und schmerzlindernden Eigenschaften des Hanf Tees könnten dazu beitragen, die Symptome von Migräne zu lindern. Ein ganz besonderes Erlebnis möchte ich noch schildern von einer jungen Frau, welche oft unter Migräneattacken litt. Durch die Verwendung von Tee mit Hanf konnten sich diese Anfälle reduzieren, weil sich der ganze Körper harmonisiert.
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Zubereitung von Hanf Tee
Die Zubereitung von Hanf Tee ist einfach:
- Wasser aufkochen und auf ca. Mit heißem Wasser übergießen und 5-8 Minuten ziehen lassen.
- Einen Esslöffel der Mischung mit 250 ml heißem, nicht mehr kochendem Wasser (etwa 70°C) übergießen und 3-5 Minuten ziehen lassen, um die Aufnahme der Wirkstoffe zu erleichtern, genießen Sie Ihren Tee gerne mit einem Schuss Sahne.
Wann ist der beste Zeitpunkt für Hanf Tee?
Der beste Zeitpunkt, um Hanf Tee zu trinken, hängt davon ab, wo dir der Tee helfen soll:
- Morgens: Um entspannt in den Tag zu starten, kann eine Tasse Hanf Tee mit anderen, belebenden Kräutern wie Minze oder Ingwer hilfreich sein. Diese Kombination kann dein Wohlbefinden steigern, ohne eine aufputschende Wirkung wie Kaffee zu haben.
- Abends: Besonders am Abend entfaltet Hanf Tee seine beruhigenden Eigenschaften. Um deinen Geist zu beruhigen, Stress abzubauen und deinen Körper auf eine erholsame Nacht vorzubereiten, kann Hanf Tee vor dem Schlafengehen helfen.
- Nach dem Essen: Hanf Tee kann die Verdauung unterstützen, indem er Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Krämpfe verringert. Wenn du nach einer Mahlzeit häufig ein unangenehmes Völlegefühl verspürst, kann eine warme Tasse Hanf Tee helfen, den Magen zu beruhigen und die Verdauung sanft anzuregen.
Worauf sollte man beim Kauf von Hanf Tee achten?
Beim Kauf von Hanf Tee gibt es einige entscheidende Faktoren, die du beachten solltest:
- Herkunft: Hochwertiger Hanf Tee stammt idealerweise aus kontrolliertem europäischen Anbau. Länder wie Deutschland, Österreich oder die Schweiz setzen auf strenge Qualitätsstandards, sodass du sicher sein kannst, dass keine schädlichen Rückstände oder minderwertigen Pflanzenteile enthalten sind.
- Bio-Qualität: Wenn du auf Bio-Hanf Tee setzt, kannst du sicherstellen, dass der Tee ohne den Einsatz von Pestiziden oder chemischen Düngemitteln angebaut wurde. So tust du nicht nur deinem Körper, sondern auch der Umwelt etwas Gutes.
Für die beste Qualität lohnt es sich, Hanf Tee von vertrauenswürdigen Händlern zu kaufen.
Ist Hanf Tee legal?
In Deutschland ist Hanf Tee unter bestimmten Voraussetzungen legal. Hanf-Tee mit einem THC-Gehalt unter 0,2 % kann frei gekauft und konsumiert werden.
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Nebenwirkungen und Verträglichkeit
Ein Tee aus Hanfblättern ist generell sehr gut verträglich. Bei gesetzlich zugelassenen Hanfsorten zur Teezubereitung sind keine Nebenwirkungen bekannt. Bedacht werden sollte beim Genuss die beruhigende und entspannende Wirkung von Hanf, die unter Umständen zu etwas Müdigkeit führen kann. Wird Hanf Tee aber beispielsweise zur Schmerzlinderung getrunken, um etwa Migräne, Menstruationsbeschwerden oder Magenschmerzen zu bekämpfen, ist dies ja durchaus ein vorteilhafter Aspekt. In der Regel setzt die entkrampfende und schmerzlindernde Wirkung etwa nach einer halben bis einer Stunde nach dem Trinken ein. Die von der Hanfpflanze bekannten Nebenwirkungen lassen sich ausschließlich auf Sorten mit einem hohen THC-Gehalt zurückführen. Dieser Stoff ist verantwortlich für die oft negative Beurteilung der Pflanze. Handelt es sich um eine Hanfsorte die THC enthält, kann genau das Gegenteil der ggf. heilsamen Wirkung eintreten. Daher muss beim Kauf von Hanf Tee darauf geachtet werden, dass es sich um legal vertriebene Sorten handelt, die keinen THC-Gehalt aufweisen. In der Regel ist Hanf Tee sehr gut verträglich. Bei sehr empfindlichen Personen kann es in seltenen Fällen zu leichter Müdigkeit oder Magenreizungen kommen.
CBD und Migräne: Was sagt die Forschung?
CBD (Cannabidiol) ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das in Hanf vorkommt. Es wird vermutet, dass CBD entzündungshemmende, schmerzlindernde und angstlösende Eigenschaften hat.
Studienlage zu CBD und Migräne
Die medizinische Wirkung von Cannabis ist noch nicht endgültig erforscht. Eine zentrale Rolle spielt das Endocannabinoid-System als Teil des Nervensystems. Es reagiert auf die Wirkstoffe von Cannabis, die Cannabinoide, zu denen insbesondere THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) zählen. Das Endocannabinoid-System scheint mit der Schmerzwahrnehmung im Gehirn zusammenzuhängen, auch bei Migräne-Attacken. Studien haben gezeigt, dass Migräne-Patienten durch die Einnahme von Präparaten mit THC und CBD an weniger Tagen pro Monat Migräne-Attacken hatten. Außerdem ließen sich dadurch Symptome wie Kopfschmerzen und Übelkeit verringern beziehungsweise lindern. Insgesamt ist die Datenlage aber bislang nicht ausreichend, um endgültige Empfehlungen zu Therapieoptionen und Dosierungen für die Behandlung mit Cannabis gegen Migräne zu machen. Es gibt einzelne Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen von medizinischem Cannabis, nach denen sich die Symptome verschlimmern. Als Ursache gilt in erster Linie eine zu hohe Dosierung über einen zu langen Zeitraum.
Auf dem 3. Kongress der europäischen Akademie für Neurologie (EAN) in Amsterdam im Juni 2017 wurde eine interessante Studie aus Italien präsentiert. Bei dieser Studie wurden chronische Migränepatientinnen und Patienten mit einem Kombipräparat aus CBD und THC behandelt. Die Intensität der akuten Schmerzen konnte dadurch um 55 % gelindert werden. In einem zweiten Teil der Studie wurde das gleiche Präparat zur Migräne-Prophylaxe verabreicht. Die Kontrollgruppe erhielt Amitryptylin, ein Medikament, das sich bereits zur Prophylaxe gegen Migräne bewährt hat und eingesetzt wird. Tatsächlich konnte das Kombipräparat aus CBD und THC eine vergleichbare Verbesserung bewirken, wie Amitryptylin (40.4 % vs. 40. 1%). Diese Ergebnisse sind sehr beeindruckend und die Forschung ist drauf und dran diese Befunde durch weitere Studien zu bestätigen.
Es wurden bereits sehr viele Studien durchgeführt, die die Wirkung von Cannabis und Cannabinoiden auf Kopfschmerzen, Migräne und chronische Schmerzen untersuchten. Es gibt einige Hinweise darauf, dass Cannabinoide wie THC und CBD durch einen modulierenden Effekt auf das Endocannabinoid-System eine positive Wirkung auf bestimmte Krankheitsbilder erzielen können. Je mehr Forschung unternommen wird, desto eindeutiger können diese Zusammenhänge bestätigt werden.
CBD Hanf Tee
Der "BIO Hanf Tee Natur" ist THC-Frei, beinhaltet aber CBD. CBD kann sich beruhigend auf das parasympathische Nervensystem auswirken, damit kann es helfen, dass Immunsystem anzukurbeln. Das Trinken von Hanf Tee kann gegen Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und Migräne helfen. BIO Hanf Tee Natur ist eine Mischung aus Hanfblättern und -blüten. Die verwendete Pflanze (d.h. getrocknetes Blatt und Blüte) stammt von den legalen Sorten des Industriehanfes (Cannabis Sativa) aus ökologischem landwirtschaftlichen Anbau.
Weitere Ursachen und Behandlungen von Kopfschmerzen
Wie bereits erwähnt haben Kopfschmerzen vielseitige Ursachen. Circa 5 % der Bevölkerung leiden an täglichen Kopfschmerzen, davon sind etwa 40 % mit Spannungskopfschmerz geplagt. Diese Form ist damit eine der häufigsten Kopfschmerztypen. Die Ursache und der genaue Schmerzmechanismus im Körper sind wie bei den meisten anderen Kopfschmerztypen nicht vollständig geklärt. Es wird ein Zusammenspiel aus persönlichen und Umweltfaktoren, sowie eine Veränderung von peripheren und zentralen Schmerzsignalwegen vermutet. Periphere Schmerzsignale stammen von unterschiedlichen Geweben, um den Kopf herum und von den Muskeln. Des Weiteren stehen Entzündungen und Muskelischämien (Minderdurchblutung der Muskeln) im Verdacht periphere Schmerzmechanismen zu verändern und dadurch Kopfschmerzen auszulösen. In einer Tierstudie konnte ein direkter Zusammenhang zwischen neuropathischen Schmerzen und der Erhöhung der Endocannabinoide Anandamid und 2-Arachidonylglycerol gezeigt werden. Es wird vermutet, dass die Ausschüttung dieser Stoffe und die damit erhöhte Aktivität der Cannabinoid-Rezeptoren (auf die auch CBD wirkt), eine Reaktion des Körpers, um Schmerzen zu lindern. Eine Meta-Analyse aus Kanada untersuchte die Ergebnisse von 18 verschiedenen klinischen Studien, welche die Wirkung von Cannabis oder Cannabinoiden auf chronische Schmerzen untersuchten.
Migräne ist eine sehr unangenehme Kopfschmerzform und ist oft ein ewiger Begleiter für Betroffene. Die Ursachen und der genaue Pathomechanismus von Migräne sind auch hier nicht vollständig geklärt. Es gibt hierzu einige Hypothesen, wobei die Neurotransmitter Serotonin, Glutamat, CGRP und Stickstoffmonoxid eine zentrale Rolle einnehmen. Ein prominenter Erklärungsversuch ist die vaskuläre Hypothese, welche auf der verbreiteten Beobachtung basiert, dass Migräne mit einem verlangsamten Blutfluss im Gehirn einhergeht (Vasodilatation). Der typische pochende Schmerz bei Migräne lässt sich gut mit dieser Hypothese erklären, ebenso die Beobachtung, dass Substanzen, die zur Gefäßverengung führen, Abhilfe schaffen.