Sanfte Hilfe aus der Natur: Hausmittel gegen Migräne

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch heftige, pulsierende Kopfschmerzen äußert, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit. Viele Betroffene suchen nach Wegen, die Symptome zu lindern, ohne auf Medikamente zurückgreifen zu müssen. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Hausmitteln, die bei Migräne helfen können.

Was hilft sofort gegen Migräne?

Was sofort gegen Migräne hilft, hängt vom Migränetyp und von individuellen Faktoren ab. Es gibt kein „Patentrezept“ für die Soforthilfe bei Migräne. Medikamente wie Schmerzmittel oder Triptane können schnelle Hilfe bei Migräne bieten.

Allgemeine Tipps zur Vorbeugung von Migräne

Um Migräne-Attacken vorzubeugen, ist es wichtig, Auslöser zu meiden und einen gesunden Lebensstil zu pflegen.

Meiden Sie Auslöser

Meiden Sie möglichst alle Faktoren, von denen Sie wissen, dass Sie Ihnen eine Migräne bescheren können. Diese sogenannten „Trigger“ können bestimmte Nahrungsmittel, ausgelassene Mahlzeiten, Saunabesuche und/oder Hektik und Stress im Alltag sein. Einen guten Überblick erhalten Sie, wenn Sie ein Migräne-Tagebuch führen.

Seien Sie kein Perfektionist

Sich an Pläne, Prinzipien und eigene Erwartungen (an sich und andere) zu halten, ist gut - sofern man es nicht übertreibt. Dann lässt er sich manchmal noch stoppen, denn Schmerzmittel wirken besser bei frühzeitiger Einnahme.

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Medikamente mit Bedacht einnehmen

Achten Sie darauf, Kopfschmerz- bzw. Migräne-Medikamente nicht zu häufig einzunehmen, weil diese selbst zum Schmerzauslöser werden können (medikamenteninduzierter Kopfschmerz).

Nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Migränebehandlung

Zur Verfügung stehen bei der Behandlung der Migräne nicht nur Medikamente, sondern auch nicht-medikamentöse Verfahren. Mithilfe dieser Methoden lässt sich die Migräne zwar nicht heilen, aber zumindest gut in den Griff bekommen. Beratung, Sport, Entspannung, Biofeedback und kognitive Verhaltenstherapie eignen sich bei einigen Betroffenen zur nicht-medikamentösen Behandlung der Migräne. Viele Betroffene schaffen es, mit nicht-medikamentösen Maßnahmen - wie Sport, Entspannungsverfahren oder Biofeedback - Migräne-Attacken vorzubeugen.

Medikamentöse Behandlung von Migräne

Migräne geht mit einer Vielzahl von Symptomen einher. Diese lassen sich mit verschiedenen Migräne-Medikamenten behandeln. Gegen die Schmerzen selbst werden herkömmliche Schmerzmittel (Analgetika) wie Ibuprofen und Paracetamol oder - bei stärkeren Beschwerden - spezielle Migräne-Medikamente (Triptane) empfohlen. Manche dieser Medikamente sind verschreibungspflichtig, andere erhält man rezeptfrei in der Apotheke. Aber auch wenn Ihnen rezeptfreie Medikamente helfen, sollten Sie sich vorher von einem Arzt bei der Auswahl und Dosierung beraten lassen.

Antiemetika gegen Übelkeit und Erbrechen

Geht ein Migräne-Anfall mit Übelkeit und/oder Erbrechen einher, sollten Betroffene als Erstes zu einem Antiemetikum greifen: entweder Metoclopramid oder Domperidon. Beide Wirkstoffe sind als Tabletten verfügbar. Begleitet heftiges Erbrechen die Migräne, garantieren Zäpfchen mit Metoclopramid, dass der Wirkstoff auch tatsächlich in den Körper gelangt. Antiemetika wirken nicht nur gegen Übelkeit und Erbrechen, sondern verstärken auch die Wirkung von anschließend eingenommenen Schmerzmitteln!

Mutterkornalkaloide (Ergotamine)

Eine weitere Medikamentengruppe, die bei Migräne helfen kann, sind die sogenannten Mutterkornalkaloide (Ergotamine). Weil sie schlechter - aber länger - wirksam sind als Analgetika und Triptane und zudem vermehrt Nebenwirkungen auslösen, werden sie nur in Ausnahmefällen zur Behandlung akuter Migräne-Attacken empfohlen, etwa bei besonders lange anhaltenden Migränebeschwerden. Hier kann die längere Wirkdauer der Ergotamine also von Vorteil sein.

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Kortison bei langanhaltenden Migräne-Attacken

Kortikosteroide (umgangssprachlich: Kortison oder Cortison) werden bei einer länger als 72 Stunden anhaltenden Migräne-Attacke verabreicht: Bei einem solchen „Status migraenosus“ erhalten Betroffene eine einmalige Dosis Prednison oder Dexamethason. Studien zufolge können Kortikosteroide die Kopfschmerzen verringern und Wiederkehrkopfschmerzen reduzieren.

Cannabis gegen Migräne

Oft wird auch eine Wirksamkeit von Cannabis gegen Migräne angeführt. Entsprechende Hinweise liefert eine US-amerikanische Studie aus dem Jahr 2019, bei der die Daten einer medizinischen Cannabis-App ausgewertet wurden. Der Datenauswertung zufolge kann inhaliertes Cannabis bei Migräne und Kopfschmerzen den Schweregrad der Beschwerden deutlich verringern. Allerdings steigerten die Patienten mit der Zeit die Dosierung - das könnte ein Hinweis auf eine mögliche Toleranzentwicklung sein, die dazu führt, dass für eine Schmerzlinderung eine immer höhere Dosis Cannabis nötig ist.

Medikamente zur Vorbeugung

Zur Vorbeugung stehen verschiedene Wirkstoffe zur Auswahl. Sie wurden ursprünglich für andere Anwendungsgebiete entwickelt, später zum Teil aber auch für die Migräne-Prophylaxe zugelassen. Bei den folgenden Medikamenten ist die Wirksamkeit sehr gut belegt: Propranolol, Metoprolol, Bisoprolol, Flunarizin, Valproinsäure, Topiramat, Amitriptylin, Onabotulinumtoxin A.

Monoklonale Antikörper

Wenn die normalerweise gut wirksamen Mittel zur Vorbeugung nicht helfen, nicht vertragen werden oder aus bestimmten Gründen nicht angewendet werden dürfen, kann man seit einiger Zeit auf monoklonale Antikörper zur Vorbeugung von Migräne zurückgreifen. Weil sie nur als Injektionslösung zur Verfügung stehen, spricht man auch von „Anti-Migräne-Spritzen“.

Pflanzliche Präparate

Im Zusammenhang mit einer Migräne-Prophylaxe werden oft auch pflanzliche Präparate genannt, beispielsweise mit Pestwurz oder Mutterkraut.

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Was hilft gegen Migräne: Hausmittel

Hausmittel gegen Migräne haben den Vorteil, dass sie den Organismus in der Regel nicht durch ausgeprägte Nebenwirkungen belasten. Andererseits ist die Wirkung der Hausmittel meist nicht wissenschaftlich bestätigt. Mediziner und Psychologen vermuten, dass in vielen Fällen auch der Placebo-Effekt - also der Glaube an die Wirksamkeit eines bestimmten Hausmittels - bei Betroffenen zu einer tatsächlichen Besserung führt.

Allgemeine Hinweise zu Hausmitteln

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer ärztlichen Rat einholen. Wenn du dich jedoch dazu entscheidest, Hausmittel, beispielsweise Kräuter, gegen Migräne einzunehmen, solltest du dies nur unter Aufsicht eines Arztes tun. Auch pflanzliche oder vermeintlich harmlose Hausmittel zur Soforthilfe bei Migräne können mit anderen Arzneien wechselwirken und deinen Gesundheitszustand insgesamt verschlechtern.

Sanfte Hilfe aus der Natur

Ein bewährtes Hausmittel bei Migräne ist ausreichend Flüssigkeit. Oftmals ist Dehydration ein Mitverursacher der Beschwerden. Greifen Sie daher regelmäßig zu Wasser, ungesüßten Tees oder verdünnten Säften. Auch Koffein kann helfen, die Blutgefäße zu verengen und so den Schmerz zu lindern. Eine Tasse Kaffee oder schwarzer Tee kann Wunder wirken, aber übertreiben Sie es nicht, denn zu viel Koffein kann die Kopfschmerzen auch verschlimmern. Ätherische Öle wie Pfefferminzöl oder Lavendelöl, auf Schläfen und Stirn aufgetragen, können ebenfalls Linderung verschaffen. Die kühlende Wirkung des Pfefferminzöls und der beruhigende Duft des Lavendels können helfen, die Schmerzen zu reduzieren und Entspannung zu finden. Auch Wärme oder Kälte - je nach Art der Migräne - kann wohltuend sein. Legen Sie eine warme Kompresse oder Kältekompresse auf die Stirn oder in den Nacken, um die Beschwerden zu lindern.

Aromatherapie

Auch mit der Aromatherapie werden gute Erfolge erzielt. Zur sanften Behandlung von Migräne-Kopfschmerzen eignet sich beispielsweise zehnprozentiges Pfefferminzöl. Das ätherische Öl wird auf Stirn, Schläfen und Nacken aufgetragen und wirkt schmerzlindernd. Daneben gibt es weitere Essenzen, die du gegen Migräne nutzen kannst: Grüner Apfel, Lavendel, Eukalyptus, Rosmarin, Kamille, Majoran. Die ätherischen Öle tragen zu deinem Wohlbefinden bei und können Körper und Geist entspannen.

Koffein mit Zitrone

Koffein hat einen erweiternden Effekt auf die Blutgefäße. Die Zitrone wiederum fördert die Schmerzhemmung des Körpers und liefert Vitamin C.

Ätherische Öle

Ätherische Öle werden aus den Bestandteilen einiger Pflanzen gewonnen. Da viele von ihnen angenehm riechen, begleiten sie die Menschheit schon sehr lange. In vielen Kulturen werden ätherische Öle als Heilmittel oder zur Unterstützung von Heilungsprozessen angewendet. Gegen Kopfschmerzen werden vor allem Pfefferminzöl und Lavendelöl verwendet.

Pfefferminzöl

Äußerlich aufgetragenes Pfefferminzöl ist nicht nur bei Migräne, sondern auch bei Spannungskopfschmerzen wirksam. Das Öl wirkt erfrischend kühl auf der Haut, was Betroffene oft als sehr angenehm empfinden. Achten Sie bei der Anwendung darauf, dass kein ätherisches Öl in die Augen gelangt. (Schleimhautreizung!) Hauptbestandteile von Pfefferminzöl sind Menthol und Menthon. Zur Anwendung bei Kopfschmerzen wird eine zehnprozentige Lösung empfohlen, die Sie beispielsweise in der Apotheke erhalten. Tipp: Wenn Sie zu wenig Wasser getrunken haben, lassen Sie eine große Tasse Pfefferminztee extra lange ziehen.

Lavendelöl

Lavendel ist seit langem als Haushaltsmittel mit gewissen Heilkräften beliebt. Aber, dass das ätherische Öl Migräneschmerzen verringern kann, ist noch gar nicht so lange bekannt. Wenn Sie einen Tropfen Lavendelöl auf die Oberlippe auftragen, kann dies helfen, Kopfschmerzen in ihrer Anfangsphase zu bekämpfen. Auf alle Fälle wirkt Lavendel aber entspannend. Wenn Sie bei Muskelverspannungen ein warmes Bad nehmen, können Sie einige Tropfen Lavendelöl oder Lavendelblüten hinzufügen, um für noch mehr Entspannung zu sorgen.

Ingwer

Die scharfe Knolle ist als wirksames Mittel gegen Übelkeit bekannt, aber sie kann auch Migräne-Schmerzen lindern oder sogar beseitigen. Hinzu kommt, dass die Schärfe des Ingwers den Magensaft-Fluss und die Darmbewegungen anregt. Sie können ihn also auch als Migräne-Übelkeit-Hausmittel ausprobieren.

Basilikum

Basilikum enthält wertvolle ätherische Öle, die sich am besten beim Kauen der frischen Blätter entfalten.

Johanniskraut

Die Arzneipflanze ist vor allem für ihre antidepressive Wirkung bekannt, kann aber auch gegen Migräne genutzt werden. Bereite dir dafür einen Tee zu.

Vanille

Löse einen Teelöffel echte, geriebene Vanille in einem Glas Wasser auf.

Wärme- und Kälteanwendungen

Beginnt die Migräne mit einem Wärmegefühl im Kopf und kalten Füßen und/oder Händen, kann ein ansteigendes Arm- beziehungsweise Fußbad helfen, also ein Teilbad mit langsamer Temperaturerhöhung. Manchen Betroffenen helfen Wechselduschen bei der Linderung ihrer Beschwerden, aber auch eine heiße Dusche kann bei Migräne sinnvoll sein - oder ein Vollbad in 36 bis 38 Grad warmem Wasser. Ein Badezusatz aus Fichtennadeln und Rosmarin regt zusätzlich die Durchblutung an. Ebenfalls hilfreich sind Badezusätze aus Baldrian und Hopfen (zur Beruhigung) oder Arnika und Heublumen (zur Schmerzlinderung). Statt von Wärme profitieren andere Betroffene von Kälte: Eine kühle Kompresse auf der Stirn oder im Nacken während eines akuten Anfalls finden viele Patientinnen und Patienten sehr angenehm. Manche schwören auch auf ein kaltes Arm- oder Fußtauchbad.

Arm- und Fußtauchbad

Beim Armtauchbad werden die Arme für etwa zehn Sekunden in ungefähr 15 Grad kaltes Wasser getaucht und anschließend durch Abrubbeln oder Bewegung wieder erwärmt. Beim Fußtauchbad hält man die Füße für etwa 15 bis 30 Sekunden in ungefähr 15 Grad kaltes Wasser. Danach trocknet man die Füße nicht ab, schlüpft in dicke Socken und macht einen Spaziergang. Durch das kurze Tauchbad in kaltem Wasser verengen sich reflexartig die Blutgefäße im Arm oder Fuß und auch die Arterien im Kopf, die bei einem Migräne-Anfall schmerzhaft gedehnt sind. Bei Blasen-, Nieren- und Unterleibsentzündungen sind kalte Tauchbäder nicht erlaubt!

Salz-Eis-Packungen

Gute Hausmittel als Soforthilfe gegen Migräne sind beispielsweise Salz-Eis-Packungen. Fülle bei einer akuten Migräne-Attacke einen Stoffbeutel mit einem Teil Salz und vier Teilen Eiswürfeln. Drücke diesen auf die pochenden, schmerzenden Schläfen oder leg ihn auf die Stirn. Das Salz stabilisiert das Eis und die Kälte betäubt den Schmerz.

Tee gegen Migräne

Manche Betroffenen haben auch mit Heilpflanzentees gute Erfahrungen gemacht bei Migräne. Viel trinken, also circa zwei Liter pro Tag, gilt nicht nur für Migräne-Patienten, sondern auch insgesamt als positiv, denn dadurch verbessert sich die Durchblutung im Gehirn. Dabei kommt Tee eine besondere Bedeutung zu. Die darin enthaltenden Heilpflanzen entfalten wohltuende Effekte.

Schlüsselblumentee (Primel)

Beispielsweise spricht die Volksmedizin Schlüsselblumentee (Primel) eine gute Wirkung bei Migräne zu. So bereiten Sie ihn zu: Übergießen Sie einen Teelöffel Schlüsselblumenblüten (aus der Apotheke) mit einer Tasse heißem Wasser. Lassen Sie den Tee für fünf Minuten ziehen und seihen sie ihn dann ab. Sie können drei- bis viermal täglich Schlüsselblumenblütentee gegen Migräne trinken.

Ingwertee

Ingwertee kann Übelkeit und Erbrechen, die oft einen Migräne-Anfall begleiten, lindern. Dazu übergießen Sie einen Teelöffel grob gepulverte Ingwerwurzel mit einer Tasse heißem Wasser. Den Tee fünf bis zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen. Ingwertee hilft gegen Übelkeit bei Migräne, wenn Sie ihn vor den Mahlzeiten trinken.

Weidenrindentee

Weidenrindentee hilft bei Kopfschmerzen und Migräne wegen der enthaltenen Salicylate. Diese werden im Körper in Salicylsäuren umgewandelt - natürliche schmerzlindernde Stoffe, die der künstlich hergestellten Acetylsalicylsäure (ASS) ähneln. Überbrühen Sie einen Teelöffel klein geschnittene Weidenrinde (aus der Apotheke) mit 150 Milliliter kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee 20 Minuten ziehen, bevor sie ihn abseihen. Eine Alternative zum Tee sind Fertigpräparate mit Weidenrinde aus der Apotheke.

Gewürznelke

Verfeiner eine Kanne grünen Tee mit zwei Gewürznelken, etwas Zimt und Zitronensaft. Das Öl der Gewürznelke hat einen schmerzstillenden Effekt, während Grüntee das Immunsystem stärkt und entgiftend wirkt. Trinke über den Tag verteilt vier bis fünf Tassen. Achtung: Grüner Tee kann wach machen. Wenn du darauf reagierst, solltest du ihn nicht abends zu dir nehmen.

Chrysantheme

Gib für einen Tee einen Teil kleingeschnittenen Ingwer und einen Teil Chrysantheme (aus der Apotheke) in eine Tasse (250 Milliliter) mit kochendem Wasser und lass den Tee 15 Minuten lang ziehen.

Kamillenblüten

Kamillentee ist ein altbewährtes Migräne-Hausmittel, zudem lindert er Magenbeschwerden, die als Begleitsymptome auftreten können. Nimm zwei Teelöffel getrocknete Kamillenblüten für eine Tasse Tee und lass diese Mischung zehn Minuten ziehen. Anschließend kipp den Sud durch ein Sieb und genieße das Getränk.

Mutterkraut (auch Fieberkraut genannt)

Schon vielen Menschen konnte Mutterkraut helfen, einer Migräne vorzubeugen. Auch Untersuchungen haben dies bestätigt. Trink für eine Kur über mehrere Monate zwei bis dreimal täglich vor dem Essen einen Tee.

Waldmeister

Neben seiner beruhigenden Wirkung zeigt Waldmeister auch einen schmerzlindernden Effekt. Für einen Tee gib einen Teelöffel Waldmeister in eine Tasse mit 250 Millilitern kochendem Wasser. Lass das Getränk fünf Minuten ziehen, dann seih die Waldmeisterblüten ab. Trinke mehrere Tassen Tee täglich.

Mädesüß

Mädesüß kann als Hausmittel gegen Migräne unterstützend zum Einsatz kommen. Der Tee sollte etwa zehn Minuten ziehen und mehrmals am Tag getrunken werden.

Ginkgo

Die Blätter des Ginkgo-Baums enthalten gefäßerweiternde und durchblutungsfördernde Inhaltsstoffe und sind daher geeignet für einen Tee gegen Kopfschmerzen. Allerdings reagieren manche Personen auch auf Ginkgo mit Kopfschmerzen. Daher solltest du den Tee zunächst in einer Phase ohne Migräne testen.

Weitere Tees

Weitere Tees, die gegen Migräne helfen sollen, sind Oregano, Zitronenmelisse, Lindenblüten und Rosmarin. Frage in deiner Apotheke nach deiner Wunschsorte.

Ernährung bei Migräne

Migräne-Patienten sollten auf eine ausgewogene Ernährung achten, da eine gute Versorgung mit Nährstoffen sowohl der allgemeinen Gesundheit als auch der Migräne zuträglich ist. Einzelne Lebensmittel bei Migräne zu meiden, kann sich bei manchen Patienten jedoch positiv auswirken auf die Symptome.

Magnesium

Experten vermuten, dass das Mengenelement, das zum Beispiel bei der Kontraktion der Muskeln im Körper eine Rolle spielt, auch bei Migräne wirksam sein kann. 300 Milligramm sollten Frauen pro Tag zuführen, bei Männern sind es 350 Milligramm (Referenzwerte D-A-C-H). Bei Schwangeren und Kindern werden Magnesiumsalze als Vorbeugung gegen Migräne empfohlen. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Magnesium die menstruationsbedingte Migräne verhindern bzw. lindern kann.

Verhaltenstherapie bei Migräne

Durch die starken Schmerzen bei einer Migräneattacke leidet vor allem auch die Psyche. Allein die Angst vor der nächsten Schmerzepisode kann innerlichen Stress auslösen, der ein neuerliches Auftreten von Migräne wahrscheinlicher macht. Viele Migräne-Betroffene berichten von solchen Ängsten, depressiven Verstimmungen und einem Gefühl der Machtlosigkeit, wenn die Schmerzen erneut auftreten. Auch, wenn sie in diesem Sinne kein Hausmittel ist, können Sie mit einer kognitiven Verhaltenstherapie Techniken erlernen, die Ihnen in diesen Situationen helfen nicht in Panik zu verfallen und einen besseren Umgang mit den Schmerzen zu erlernen.

Ein Migräne-Tagebuch führen

Ein Migräne-Tagebuch hilft dabei, Ihre persönlichen Triggerfaktoren besser kennenzulernen. Durch das regelmäßige Beobachten und Festhalten Ihrer Migräne-Verläufe erhalten Sie wichtige Erkenntnisse, um Migräne-Anfälle zu reduzieren. Wir raten Ihnen dazu Migräne-Trigger ausgewogen zu steuern, anstatt diese strikt zu vermeiden, denn sonst erzeugen Sie nur unnötigen Stress und damit womöglich die nächste Migräneattacke.

Alternative Heilmethoden

Alternativ werden auch Akupunktur, Akupressur, Homöopathie und Schüssler-Salze gegen Migräne eingesetzt. Die Wirksamkeit einiger dieser Methoden sind wissenschaftlich allerdings nicht belegt.

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