Herpes und das vegetative Nervensystem: Eine komplexe Verbindung

Der Volksmund sagt: „Die Haut ist das Spiegelbild der Seele“. Redewendungen wie „Das geht unter die Haut“ oder „Das ist zum Aus-der-Haut-Fahren“ deuten auf die Verbindung zwischen Haut und Psyche hin. Dies bedeutet zwar nicht, dass jeder Pickel psychische Ursachen hat, aber die Haut verändert sich bei starken Emotionen. Gänsehaut entsteht nicht nur bei Kälte, sondern auch bei Angst oder in besonders schönen Momenten, die von den Musculi arrectores pilorum verursacht wird, die auf Umweltreize reagieren. Auch die Schamesröte, die durch das vegetative Nervensystem ausgelöst wird, zeigt, wie Emotionen die Haut beeinflussen können.

Das vegetative Nervensystem: Ein Überblick

Das vegetative Nervensystem, bestehend aus den Gegenspielern Sympathikus und Parasympathikus, steuert unwillkürliche Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung und Verdauung. Es wirkt auf die meisten Organe im Körper und reguliert Anspannung und Entspannung. Während die Schamesröte und Gänsehaut unangenehm sein können, sind sie keine behandlungsbedürftigen Krankheiten.

Psychische Faktoren und Hautkrankheiten

Psychische Faktoren können Hautkrankheiten auslösen oder verschlimmern. Stress kann Pickel und Mitesser verursachen, da das Stresshormon Cortisol die Talgproduktion anregt. Umgekehrt kann kranke Haut zur seelischen Belastung und zum Auslöser für psychische Erkrankungen werden. Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit Hautproblemen oft auch psychische Erkrankungen haben.

Hautkrankheiten sind zwar meist genetisch bedingt, aber ihr Ausbruch, ihre Manifestation und Dauer hängen von vielen Faktoren ab. Es gibt Zusammenhänge zwischen Nesselsucht und unterdrückter Wut sowie zwischen Neurodermitis und Stress. Die Medizinische Hochschule Hannover fand heraus, dass sich bei Neurodermitikern unter akutem Stress die Zahl der weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) und der Immunbotenstoffe (Zytokine) stark erhöhte.

Herpes und das Zusammenspiel von Haut und Seele

Das Zusammenspiel von Haut und Seele ist auch bei Herpes gut untersucht. In Deutschland sind schätzungsweise mehr als 80 Prozent der Erwachsenen mit dem HSV-1-Virus infiziert, das Lippenbläschen auslösen kann. Das Virus kann jahrelang inaktiv in den Nervenbahnen ruhen, bis es durch Auslöser wie Stress und Ekel aufgeweckt wird. Forscher der Universität Trier fanden heraus, dass beides das Immunsystem schwächt, wodurch sich Herpesviren ungehindert vermehren können.

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Herpes Zoster (Gürtelrose): Eine Reaktivierung des Varicella-Zoster-Virus

Die Gürtelrose, auch Herpes Zoster genannt, entsteht durch die Reaktivierung des Varicella-Zoster-Virus, das zuvor Windpocken verursacht hat. Nach einer Windpockeninfektion verbleibt das Virus im Körper und ruht im Nervensystem. Bei einem geschwächten Immunsystem kann es reaktiviert werden und entlang der Nervenstränge an Bauch oder Rücken wandern, wo es Bläschen verursacht, die einzeln oder in Gruppen auftreten können. Häufig treten starke Schmerzen und Juckreiz auf.

Eine Gürtelrose tritt in der Regel nur einmal im Leben auf, aber immunsuppressive Medikamente oder extreme psychische Belastungen können die Rückkehr des Virus begünstigen. Eine frühzeitige Therapie kann die Heilung beschleunigen und Komplikationen verhindern. Bei älteren oder immungeschwächten Personen ist eine Therapie unumgänglich.

Komplikationen und Langzeitfolgen der Gürtelrose

In der Akutphase der Gürtelrose können auch Organe wie die Lunge betroffen sein. Bei etwa jedem 10. Patienten kommt es zu starken Schmerzen. Eine gefürchtete chronische Folge ist die Post-Zoster-Neuralgie (PZN), eine Nervenschädigung, die vom Neurologen oder Schmerztherapeuten behandelt werden sollte. Das Auftreten und die Dauer der PZN hängen vom Alter des Patienten ab. Bei Patienten über 60 Jahren ist sogar rund jeder 2. betroffen. Auch Jahre später haben noch bis zu 5% der Patienten Beschwerden.

Die Gürtelrose kann auch zu einer Entzündung des Nervengewebes führen, die mit brennenden Schmerzen in den betroffenen Körperregionen einhergehen kann. Ein Befall der Ohrpartie kann Gleichgewichtsstörungen, Ohrenschmerzen und Schwerhörigkeit verursachen. Wenn dies nicht rechtzeitig behandelt wird, besteht die Gefahr von dauerhaften Hörschäden bis hin zur Taubheit. Bei Immun-, Blut- und Zellkrankheiten kann sich die Gürtelrose auf das komplette Nervensystem ausbreiten. Besonders gefährlich ist die Gürtelrose, wenn sie sich im Bereich des Penis, der Schamlippen oder der Klitoris manifestiert. In seltenen Fällen kann es zu einer Herpesinfektion des Blutes kommen.

Diagnose und Behandlung der Gürtelrose

Die Behandlung der Gürtelrose sollte so früh wie möglich beginnen, um Komplikationen zu vermeiden. Bei Verdacht auf Gürtelrose sollte man keine Zeit verlieren und schnell einen Arzt aufsuchen. Es ist hilfreich, den Arzt auf den Verdacht hinzuweisen, damit keine unnötige Zeit im Wartezimmer verbracht werden muss. Die Diagnose kann oft schon anhand der typischen Symptome gestellt werden. In unklaren Fällen kann das Virus im Blut oder mittels Wundabstrich nachgewiesen werden.

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Der Arzt kann Medikamente (Virostatika) verordnen, die die Vermehrung der Varicella-Zoster-Viren stoppen. Besonderes Augenmerk gilt den teils monatelang anhaltenden Nervenschmerzen nach abgeklungener Gürtelrose. Hier sind starke Schmerzmittel unumgänglich, manchmal in Kombination mit Antidepressiva. Auch Medikamente, die ursprünglich gegen Epilepsie entwickelt wurden (Antiepileptika), können helfen.

Naturheilkundliche Unterstützung bei Gürtelrose

Neben der schulmedizinischen Therapie kann die Naturheilkunde gute Dienste leisten. Dazu gehört z.B. das Besprechen, eine seit Jahrhunderten verbreitete Heilkunst. Auch Schüßler-Salze können unterstützend eingesetzt werden, z.B. Nr. 5 Kalium phosphoricum zur Stärkung der Nerven und Nr. 3 Ferrum phosphoricum bei Entzündungen. Bach-Blüten können helfen, unterdrückte Emotionen zu verarbeiten und das Immunsystem zu stärken. Eine immunstärkende, basenreiche Ernährung mit viel Vitamin C und Zink ist ebenfalls ratsam.

Vorbeugung gegen Gürtelrose

In Deutschland erkranken jährlich etwa 400.000 Menschen an einer Gürtelrose. Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu, da das Immunsystem mit zunehmendem Alter weniger leistungsfähig ist. Eine Impfung kann vor der Gürtelrose schützen und einen Ausbruch der Krankheit verhindern. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung allen Menschen ab 60 Jahren und bei geschwächtem Immunsystem. Wer noch keine Windpocken hatte, sollte jeglichen Kontakt zu Menschen mit Gürtelrose meiden.

Polyneuropathie: Eine Erkrankung des peripheren Nervensystems

Polyneuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, also der Nerven, die außerhalb von Gehirn und Rückenmark verlaufen. Diese Nerven sind dafür verantwortlich, Berührungen, Temperatur oder Schmerzempfindungen wahrzunehmen und Bewegungen der Muskeln zu steuern. Bei einer Polyneuropathie sind mehrere periphere Nerven geschädigt, was zu Symptomen wie Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder Schmerzen führen kann.

Ursachen von Polyneuropathie

Häufig ist Diabetes die zugrundeliegende Ursache für eine Polyneuropathie. Ein hoher Blutzuckerspiegel schädigt die Nerven. Zu weiteren Auslösern zählen Infektionen, beispielsweise Borrelien oder Herpes zoster Viren. Eine weitere Ursache kann eine Autoimmunreaktion sein, bei der das Immunsystem die eigenen Nerven angreift, was beispielsweise beim Guillain-Barré-Syndrom oder bei der chronisch inflammatorisch demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP) zu beobachten ist. Stoffwechselkrankheiten und Vitaminmangel sind seltener verantwortlich, während in einigen Fällen auch erbliche Formen der Polyneuropathie vorliegen können. Auch Medikamente, insbesondere Chemotherapie bei Krebserkrankungen, können Nervenschädigungen verursachen. Häufig spielen aber auch Alterungsprozesse eine Rolle.

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Symptome von Polyneuropathie

Die Symptome variieren je nach betroffenem Nerventyp und können sehr unterschiedlich sein. Die Schädigung der kleinen Nervenfasern, die Schmerz-, Temperatur- und Berührungsempfindungen vermitteln, führt dazu, dass Betroffene Hitze, Kälte und Schmerzen nur noch abgeschwächt oder gar nicht mehr wahrnehmen. Oft treten zusätzlich Taubheitsgefühle auf, insbesondere in Händen und Füßen. Sind motorische Nerven betroffen, die für die Muskelsteuerung verantwortlich sind, können die Impulse, die die Muskeln zum Bewegen anregen, nicht mehr richtig weitergeleitet werden. Dies führt zu Muskelschwäche oder Lähmungen. Schäden an den autonomen Nerven, die das vegetative Nervensystem steuern, können Kreislaufprobleme wie Schwindel oder Ohnmacht beim Aufstehen verursachen. Auch die Verdauung kann beeinträchtigt sein, was zu Symptomen wie Verstopfung, Durchfall oder Inkontinenz führen kann. Bei Männern kann es dadurch schwieriger werden, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten, da die Nervensignale nicht mehr richtig weitergeleitet werden. Frauen spüren oft eine geringere Empfindlichkeit im Intimbereich, was die Erregung und den Orgasmus beeinträchtigen kann. Zusätzlich kann die Erkrankung die Durchblutung verschlechtern, was die sexuelle Reaktionsfähigkeit weiter einschränkt.

Diagnose und Behandlung von Polyneuropathie

In einem ausführlichen ärztlichen Gespräch werden zunächst die Beschwerden, betroffene Körperstellen, Vorerkrankungen sowie der Konsum von Alkohol, Drogen oder Medikamenten abgeklärt. Es folgt eine körperliche Untersuchung, die Reizempfinden, Geh- und Stehvermögen, Muskelstärke und Reflexe prüft. Ergänzt wird die Diagnostik durch eine Elektroneurographie (ENG), die die Weiterleitung der Nervenimpulse misst. Eine Elektromyographie (EMG) testet, wie die Muskeln auf Nervenimpulse reagieren. In einigen Fällen ist auch eine Lumbalpunktion erforderlich.

Liegt die Polyneuropathie beispielsweise an einem schlecht eingestellten Diabetes, ist es wichtig, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Wenn eine Entzündung im Körper die Nervenschädigung verursacht, kann eine Therapie mit Antibiotika oder eine antivirale Medikation helfen. Bei einer Autoimmunentzündung können hingegen Cortison oder Immunglobuline indiziert sein. Ist Alkohol der Auslöser, gibt es nur eine Lösung: konsequenter Verzicht. Auch Vitaminmangel kann eine Rolle spielen - dann kann eine gezielte Ernährungsumstellung oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln notwendig sein. Neben der Ursachenbehandlung spielt die Linderung der Beschwerden eine wichtige Rolle. Hier helfen spezielle Medikamente, die ursprünglich gegen Epilepsie oder Depressionen entwickelt wurden, aber auch gegen Nervenschmerzen wirksam sind.

Selbsthilfe und Prävention bei Polyneuropathie

Eine gründliche Körperkontrolle, besonders der Füße und Hände, ist wichtig, um Verletzungen frühzeitig zu erkennen. Passende, weiche Schuhe und Vorsicht im Umgang mit Hitze und Kälte sind ebenfalls wichtig. Regelmäßiges Eincremen hält die Haut geschmeidig und schützt vor kleinen Rissen. Bei Auffälligkeiten sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden.

Im Alter treten häufig zusätzliche Erkrankungen zur Polyneuropathie auf, was zu einer multifaktoriellen Gangstörung führen kann. Umso wichtiger ist es, die Mobilität möglichst lange zu erhalten. Im Mittelpunkt der Behandlung stehen Maßnahmen der physikalischen Therapie: Physiotherapie, Gleichgewichts- und Gehtraining sowie gelenkschonende Sportarten wie Aqua-Fitness. Bei starkem Kraftverlust oder einem unsicheren Gang können spezielle Schienen oder orthopädische Einlagen zusätzliche Stabilität bieten. Ein sicheres Wohnumfeld mit rutschfesten Böden und ausreichender Beleuchtung trägt zudem wesentlich zur Sturzprävention bei.

Polyneuropathie stellt nicht nur eine körperliche, sondern auch eine seelische Herausforderung dar. Achtsame Selbstfürsorge, therapeutische Begleitung und der Austausch mit anderen Betroffenen können helfen, Lebensqualität zu bewahren.

Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS): Eine mögliche Folge von Virusinfektionen

Das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist eine komplexe neuroimmunologische Erkrankung, die oft nach Virusinfektionen auftritt. Zu den häufigsten Symptomen gehören Schwäche, Erschöpfung (Fatigue), Muskel- und Kopfschmerzen, Darmbeschwerden, Schwindel, Stress- und Reizempfindlichkeit, Herzrasen oder Blutdruckschwankungen. Typisch ist eine Verschlechterung nach geringfügiger Belastung (Post-Exertional Malaise).

Ursachen und Mechanismen von ME/CFS

Verschiedene Erreger, darunter Herpesviren wie das Epstein-Barr-Virus, Dengue- oder Influenza-Viren, sind als Auslöser bekannt. Jüngste Studien weisen auf autoimmune Prozesse und eine Fehlregulation des vegetativen Nervensystems sowie des zellulären Energiestoffwechsels hin. Autoantikörper gegen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, Schlüsselproteine in der Signalvermittlung, stehen mit der Schwere der Symptome in Zusammenhang.

ME/CFS und Long Covid

Die langfristigen Folgen der durch das SARS-Coronavirus Typ 2 ausgelösten Erkrankung COVID-19 treten mit Voranschreiten der Pandemie immer stärker zutage. Eine Untergruppe der Long-COVID-Betroffenen erkrankt ebenfalls an ME/CFS.

Diagnose und Behandlung von ME/CFS

Es gibt bislang keinen Bluttest und kein bildgebendes Verfahren, das die Diagnose ME/CFS eindeutig belegt. Spezialisten kennen jedoch typische Anzeichen, die sich objektiv messen lassen, wie z.B. eine verminderte Muskelkraft. Die Versorgung der Betroffenen ist schlecht, da viele Ärzte sich nicht mit dem Krankheitsbild auskennen. Bisher gibt es keine Heilung. Einzelne Symptome wie Schmerzen und Schlafstörungen können gelindert werden. Ein Ansatz, um die Symptome in Schach zu halten, ist das sogenannte "Pacing": das bewusste Einteilen der verbleibenden Kräfte mit genug Pausen und Entspannung.

Forschung zu ME/CFS

Wissenschaftler weltweit forschen an gezielten Therapien, unter anderem an Medikamenten, die auf das Immunsystem einwirken. Ein interdisziplinärer Zusammenschluss unter Leitung von Wissenschaftlern der Charité - Universitätsmedizin Berlin soll klären, was der komplexen neuroimmunologischen Erkrankung ME/CFS auf molekularer Ebene zugrunde liegt.

Entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS)

Entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) spielen eine zunehmende Rolle in der Neurologie. Sie können erregerbedingt (durch Bakterien, Pilze, Protozoen und Viren) oder nicht erregerbedingt/autoimmun (wie Multiple Sklerose, Vaskulitis) auftreten.

Herpes-Simplex-Virus-Enzephalitis (HSVE)

Eine der häufigsten sporadischen Enzephalitiden Westeuropas ist die Herpes-Simplex-Virus-Enzephalitis (HSVE). Die Symptome sind Kopfschmerzen, Fieber, quantitative und/oder qualitative Bewusstseinsstörungen. Schon bei dem Verdacht auf eine HSVE muss die antivirale Therapie mit Aciclovir rasch eingeleitet werden. Unbehandelt verläuft sie meist tödlich.

Multiple Sklerose (MS)

Eine der bekanntesten Autoimmunerkrankungen ist die Multiple Sklerose (MS). Sie ist eine chronisch entzündliche, demyelinisierende Erkrankung mit axonaler Schädigung des zentralen Nervensystems. Die Ursache der MS ist unklar, aber der therapeutische Erfolg von immunsupprimierenden Therapien legt eine autoimmune Pathogenese nahe. Häufige Symptome sind Sehstörungen, Taubheit, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Sprechstörungen, Koordinationsschwierigkeiten, Spastik, Blasenstörung, Sexualfunktionsstörung, Sprachstörungen, Schluckstörungen, Doppelbilder. Die MS ist heute aber gut behandelbar und je früher die Diagnose und Therapie begonnen werden, desto besser lässt sich der Verlauf verlangsamen.

Guillain-Barré-Syndrom (GBS)

Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) gehört zu den eher seltenen ZNS-Erkrankungen. Es ist eine akut oder subakut verlaufende, häufig postinfektiös auftretende Polyradikuloneuritis, die innerhalb von Tagen bis Wochen das Erkrankungsmaximum erreicht. Es kommt zu einer multifokalen Demyelinisierung und/oder axonalen Schädigung der peripheren Nerven und der Rückenmarkwurzeln. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten, tritt jedoch häufig nach Infektionen auf.

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