Migravent bei chronischer Migräne: Ein umfassender Überblick

Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, von der in Deutschland mehr als acht Millionen Menschen betroffen sind, wobei Frauen etwa zwei Drittel der Betroffenen ausmachen. Die Erkrankung kann in jedem Alter beginnen, wobei der erste Anfall meist zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr auftritt. Typisch für Migräne sind pulsierende, meist halbseitige Kopfschmerzen, oft begleitet von Symptomen wie Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und Sehstörungen. Bei manchen Menschen sind die Kopfschmerzen so stark, dass sie sich in einem ruhigen, dunklen Raum hinlegen müssen und nicht mehr arbeiten können. Die Attacke bzw. die Kopfschmerzphase dauert in der Regel zwischen vier und 72 Stunden und damit länger als "normale" Kopfschmerzen.

Migräne und ihre Ursachen

Nach heutigem Wissensstand der Kopfschmerzgesellschaften beruht Migräne auf einer Reizverarbeitungsstörung im Gehirn. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass die Pathophysiologie der Migräne mit einer Störung des mitochondrialen neuronalen Energiestoffwechsels des Gehirns einhergeht. Die damit verbundene Abnahme in der ATP-Konzentration kann Störungen der Ionenkanäle und damit Migränenattacken auslösen.

Therapieansätze bei Migräne

Bei der medikamentösen Therapie unterscheidet man zwischen einer Akuttherapie und einer vorbeugenden Behandlung (Migräneprophylaxe). Bei leichten Migräneattacken ohne besondere Symptome sind rezeptfreie Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen die Mittel der ersten Wahl. Bei starken Kopfschmerzen kommen die teilweise verschreibungspflichtigen Triptane zum Einsatz. Triptane greifen an bestimmten Bindungsstellen des Botenstoffes Serotonin an und unterdrücken die Schmerzsymptome.

Zu einer vorbeugenden Behandlung (Migräneprophylaxe, kurmäßige Einnahme über einen längeren Zeitraum) rät die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) bei drei oder mehr Migräneattacken pro Monat, wenn diese lange andauern oder die Beschwerden sehr schlimm sind. Ein Kopfschmerztagebuch ist hilfreich, um die Zahl der Migräneanfälle zu ermitteln.

Natürliche Migräneprophylaxe mit Migravent

Eine natürliche Migränevorbeugung genießt einen zunehmend hohen Stellenwert bei Ärzten und Patienten. Das liegt nicht nur an deren guter Verträglichkeit, sondern auch an dem in plazebokontrollierten Studien erbrachten Wirkungsnachweis, der zu einer Aufnahme in die ärztlichen Therapie-Leitlinien führte. Dazu zählt ein pflanzlicher Extrakt aus der Wurzel der Pestwurz (lat. Petasites hybridus).

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Migränepatienten haben nachweislich häufig erniedrigte Magnesium-, Riboflavin- und Coenzym Q10-Werte. Dabei sind die Mikronährstoffe Magnesium, Riboflavin (Vitamin B2) und Coenzym Q10 unverzichtbare Schlüsselstoffe für die Energiegewinnung. Bei einem Defizit an diesen Mikronährstoffen wird der Energiestoffwechsel gestört. Das Diätmanagement mit hochdosiertem Magnesium, Riboflavin und Coenzym Q10 (in Migravent) gleicht dieses Defizit aus.

Die Bedeutung von Magnesium, Riboflavin und Coenzym Q10

Die Mikronährstoffe Magnesium, Riboflavin und Q10 nehmen eine zentrale Rolle im mitochondrialen Energiestoffwechsel ein:

  • Magnesium: Wird als Cofaktor einer Untereinheit der ATP-Synthase benötigt.
  • Riboflavin: Spielt als Precursor für die Coenzyme FMN und FAD eine wichtige Rolle in der Atmungskette.
  • Coenzym Q10: Transportiert Elektronen vom Komplex I und Komplex II auf Cytochrome C.

Klinische Studien mit jeweils 600 mg Magnesium oder 400 mg Riboflavin oder 150 mg Q10 als Monosubstanzen konnten die Wirksamkeit bei der Attackenreduktion in der generellen Migräne-Prophylaxe belegen.

Klinische Studien zu Migravent

Migräneärzten aus Deutschland ist es gelungen, die Wirksamkeit einer 3er Kombination aus hochdosiertem Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 bei Migräne nachzuweisen. Die international publizierte Studie zeigt, dass die einzigartige Mikronährstoff-Kombination die Migränesymptome deutlich und signifikant reduziert, bei signifikanter Verbesserung der Lebensqualität.

An der placebo-kontrollierten Doppelblindstudie nahmen 130 Patienten im Alter zwischen 18 bis 65 Jahren teil. Sie erhielten täglich über drei Monate entweder ein Scheinpräparat (Placebo) oder 2×2 Kapseln des Wirkstoffs.

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Ergebnisse der Studie:

  • Lebensqualität: Klinisch relevant um 4,8 Punkte zurück.
  • Wirksamkeit: Bewertung durch Patienten gegenüber Placebo signifikant besser.
  • Weniger Migränetage und signifikante Abnahme der Schmerzintensität.

Die Studie zeigt, dass eine Behandlung mit hochdosiertem Magnesium, Riboflavin und Coenzym Q10 die Ausprägung von Migränesymptomen gegenüber Placebo deutlich und signifikant senkt und damit die Lebensqualität erhöht.

Vorteile von Migravent

Der Vorteil dieser Kombination ist neben der natürlichen Zusammensetzung die gute Verträglichkeit, Gegenanzeigen bestehen nicht. Somit ist die Wirkstoffkombination eine interessante Therapiemöglichkeit für Patienten, die primär eine natürliche Migräneprophylaxe einsetzen möchten, so das Fazit des Studienleiters Dr. med. Charly Gaul, Chefarzt der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein.

Migravent Kapseln:

  • Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät).
  • Zum Diätmanagement bei Migräne.
  • Enthält Magnesium, Riboflavin und Coenzym Q10, weitere Vitamine und Mineralstoffe sowie Bioflavonoide.
  • Aufgrund des erhöhten Bedarfs sind alle weiteren Mineralstoffe und Vitamine erhöht.
  • Die Zusammensetzung ist spezifisch auf den Nährstoffbedarf von Personen mit Migräne abgestimmt.
  • Gelatinefrei

Studiendesign zur Prüfung der Wirksamkeit von Migravent

In einer prospektiven, kontrollierten Parallelgruppenstudie zur Prüfung der Überlegenheit der ergänzenden bilanzierten Diät Migravent® zur Prävention von Migräneattacken soll geprüft werden, ob eine ergänzende Diät, die sowohl Magnesium wie Riboflavin und Q10 (zusammen mit anderen Mikronährstoffen) enthält, einen therapeutischen Effekt auf Migräneattacken ausübt. Für die Studie geeignete Patienten werden anschließend in die Behandlungsgruppe Migravent® oder Plazebo randomisiert und 3 Monate lang behandelt. Die Beobachtungszeit pro Patient beträgt insgesamt 4 Monate.

Ablauf der Studie:

  1. Behandlungsfreie Phase: Patienten mit mindestens drei Migräneanfällen pro Monat durchlaufen zuerst eine behandlungsfreie Phase von einem Monat zur Ermittlung der Basis-Werte. Dazu werden sie täglich einen Online-Kalender über das Internet ausfüllen. Im Online-Kalender dokumentieren die Patienten die Anzahl, Dauer und Schwere Ihrer Migräneanfälle sowie die mögliche Schmerzmitteleinnahme und Arbeitsunfähigkeit.
  2. Behandlungsphase: Nach der behandlungsfreien Phase erfolgt eine Behandlungszeit mit Migravent® oder Placebo für 90 Tage. Während der Behandlungsphase wird analog ein Online-Tagebuch zur Dokumentation der Einnahme des Prüfpräparats, der Anzahl, Dauer und Schwere der Migräneanfälle sowie der Schmerzmitteleinnahme und Arbeitsunfähigkeit geführt.
  3. Abschlussbesuch: Nach den 90 Tagen erfolgt ein Abschlussbesuch beim Prüfarzt, wo zwei Fragebögen zur psychischen und körperlichen Verfassung auszufüllen sind sowie Fragen zum subjektiven Befinden.

Zur objektiven Gewinnung von Studiendaten ist es notwendig, dass weder der Patient noch der Arzt weiß, ob Migravent® oder Placebo verabreicht wird (dieses Verfahren wird als „doppelblind“ bezeichnet).

Wichtiger Hinweis: Bei Migravent® handelt es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel bzw. ergänzende bilanzierte Diät ohne bekannte Nebenwirkungen.

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Änderungen im Studiendesign

Zu der vorliegenden Studie liegt ein Amendment vor, das die Trennschärfe des primären Endpunktes erhöhen soll. Der primäre Endpunkt „Anzahl von Migräneattacken innerhalb 4 Wochen im letzten Monat der 3-monatigen Behandlungszeit“ wird auf „Anzahl von Migränetage innerhalb 4 Wochen im letzten Monat der 3-monatigen Behandlungszeit“ geändert. Damit einhergehend wird anstelle der Anzahl der Migränetage die Anzahl der Migräneattacken als sekundärer Endpunkt ausgewertet.

Einschluss- und Ausschlusskriterien für die Studienteilnahme

Einschlusskriterien:

  1. Durch den Prüfarzt anhand eines Papier-CRFs während des Screenings, nach der Run-in-Phase und am Ende der Behandlungszeit (Studienende). Außerdem werden vor der Randomisierung und am Ende der Studie der HIT-6- und der HADS-Fragebogen ausgefüllt.
  2. Mindestens 3 Migräneattacken pro Monat in den letzten 3 Monaten vor Studienbeginn und in der Run-in-Phase. Die Dauer der unbehandelten Attacken darf nicht weniger als 4 Stunden und nicht mehr als 72 Stunden betragen.

Ausschlusskriterien:

  1. Anwendung von Migräneprävention (Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel oder Psychotherapie) während der letzten 3 Monate vor Studieneintritt und während der Studie.
  2. Einnahme von Antipsychotika oder Antidepressiva während der letzten 3 Monate vor Studieneintritt und während der Studie.
  3. Patienten mit mehr als 10 Migränetagen pro Monat.
  4. Gleichzeitige Teilnahme an einer anderen klinischen Prüfung oder Teilnahme an irgendeiner Studie, die die Einnahme eines Prüfarzneimittels oder eines Nahrungsergänzungsmittels innerhalb 30 Tage vor Unterzeichnung der Einwilligungserklärung für diese Studie erfordert.
  5. Jegliche Begleitbehandlung ist erlaubt außer Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Behandlungen zur Migräneprävention. Diese sind hauptsächlich Betablocker (z.B. Propranolol, Bisoprolol, Metoprolol), Kalziumantagonisten (z.B. Flunarizin), Antiepileptika (z.B. Topiramat, Valproat), Antidepressiva (z.B. Amitryptilin), Präparate mit Petasites (Pestwurz) oder Tanacetum (Mutterkraut) sind nicht erlaubt. Magnesium, Riboflavin oder Coenzym Q10 in Dosierungen über 50 mg sind nicht erlaubt. Behandlungen zur Migräneprävention, die nicht mittels Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmitteln durchgeführt werden, wie z.B. Akupunktur oder Psychotherapie sind ebenfalls nicht erlaubt.

Dosierung in der Studie:

  • Migravent: 2 Kapseln / Tag p.o. Wirkstoffe in 2 Kapseln: 400 mg Riboflavin (Vitamin B2), 600 mg Magnesium, 150 mg Coenzym Q10 pro 4 Kapseln.
  • Placebo: 2 Kapseln / Tag p.o.

Primärer Endpunkt:

  • Patientenzahl, bei denen sich die Anzahl der Migräneattacken im Verhältnis zur Run-in-Phase um 50 % reduzieren.

Erfahrungen von Anwendern mit Migravent

Viele Anwender berichten von positiven Erfahrungen mit Migravent. Sie heben hervor, dass das Produkt ihnen hilft, ihre Migräneanfälle zu reduzieren und die Schmerzen zu lindern. Einige berichten auch von einer verbesserten Konzentrationsfähigkeit und einem gesteigerten Wohlbefinden.

Beispiele für Anwenderberichte:

  • "Mir hilft Migravent, obwohl ich mit viel mehr Vitamine und Mineralstoffe supplementiere. Meine Neurologin hat es mir empfohlen, damit im Hirn der Vitaminhaushalt genauer reguliert werden kann gerade bei Einnahme von Triptanen, Serotoninerhöher oder sonstigen Schmerzmedikamenten. Nehme dies nun seit 6 Monaten und es macht sich eher bemerkbar. Viel mehr Gleichgewicht im Hormon und Vitaminhaushalt. Empfehlung an alle Migräne Patienten. Natürlich nur unter Absprache mit dem zuständigen Arzt :)"
  • "Ein sehr gutes Produkt. Ich bin sehr zufrieden und nehme es regelmäßig früh und abends ein. Meine Migräneanfälle sind deutlich schwächer geworden. Ich hab weniger starke Schmerzen und kann mich tagsüber besser konzentrieren und bin fokussierter. Krämpfe und Muskelkater sind auch weniger bis ganz verschwunden. Ich habe es weiterempfohlen an Freunde."
  • "Ich habe chronische Migräne und Migravent wurde mir bei in der Migräneambulanz der Berliner Charité empfohlen. Ich nehme es seit 4 Monaten und bin super zufrieden. Der Preis ist etwas hoch (man kann sich die Bestandteile auch günstiger zusammenkaufen, aber das war mir zu stressig:), aber es lohnt sich - bei mir hat es dazu geführt, dass ich an den meisten Tagen "nur noch" Kopfschmerzen haben und richtige Migräneanfälle deutlich weniger auftreten."
  • "Ich nehme Migravent täglich als vorbeugende Maßnahme und bin begeistert von den Ergebnissen! Seitdem ich es regelmäßig einnehme, fühle ich mich deutlich besser und habe das Gefühl, dass es meinem Wohlbefinden nachhaltig zugutekommt. Die Einnahme ist unkompliziert, und ich habe keine Nebenwirkungen bemerkt. Für alle, die nach einer unterstützenden Lösung suchen, kann ich Migravent wärmstens empfehlen."
  • "Migravent ist ein hervorragendes Produkt für Menschen, die Unterstützung bei Migräne benötigen. Die Kombination aus Magnesium, Riboflavin und Coenzym Q10 ist durchdacht und von hoher Qualität. Die Kapseln sind leicht einzunehmen, gut verträglich und zeigen schon nach kurzer Zeit eine positive Wirkung."
  • "Ich habe das Produkt einfach mal ausprobiert und ich muss zugeben, mich hat es überzeugt. Weniger Migräne und sehr viele Inhaltsstoffe für den Körper, gibt einem ein sehr gutes Gefühl. Tabletten kapseln sind mit einem orangenen Pulver gefüllt, sind leicht einzunehmen und die Verpackung ist auch schlicht und einfach gestaltet. Migravent wurde ja in einer Studie bei Migränepatient*innen getestet und das Ergebnis war eindeutig ein Rückgang der Migränetage. Ich bin sehr zufrieden, damit eine Migräneprophylaxe nehmen zu können, die nicht medikamentös ist (d.h. keine Nebenwirkungen)."
  • "Ich vertrage die Kapseln sehr gut. Meine Migränen werden dadurch leicht gemildert und habe keine Nebenwirkungen. Daher nehme ich jeden Tag vier Kapseln ein und kann sie weiterempfehlen. Lediglich der Preis ist deutlich höher als bei anderen Magnesiumpräparaten. Ich habe die Kapseln auch von meinem Arzt empfohlen bekommen. Die Lieferung über Onfy verlief auch problemlos."
  • "Es ist ein tolles Produkt. Ich nehme es seit drei Monaten und meine Migräne ist viel besser geworden. Ich nehme morgens zwei Tabletten und abends auch wieder zwei Tabletten. Sie sind gut verträglich und haben auch einen neutralen Geschmack. Ich werde es weiter nehmen und hoffe das die weiterhin wirken. Migravent hilft, dass meine Migräne seltener kommt und schwächer ausfällt. Bei Onfy habe ich die 180er Packung am günstigsten bekommen können. Alles Top!"
  • "Schnelle und zuverlässige Lieferung. Die Kapseln reduzieren meine Migräne am besten."
  • "Seit vielen Jahrzehnten leide ich an Migräne. Wahrscheinlich in Bezug aufs Klimakterium sind die Beschwerden in der letzten Zeit häufiger und intensiver geworden. Nach nunmehr 5 Wochen konstanter Einnahme von Migravent kann ich sagen, meine Attacken haben sich in Häufigkeit und Intensität deutlich reduziert."

Wichtige Hinweise zur Einnahme von Migravent

Wie bei allen Nahrungsergänzungsmitteln und bilanzierten Diäten ist es wichtig, vor der Einnahme von Migravent einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren, um mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Vorerkrankungen auszuschließen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Migravent eine vielversprechende Option für die natürliche Migräneprophylaxe darstellt. Die Kombination aus Magnesium, Riboflavin und Coenzym Q10 kann helfen, die Häufigkeit und Intensität von Migräneanfällen zu reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Weitere Aspekte der Migränebehandlung

Medikamentöse Akuttherapie

Für die akute Behandlung von Migräneattacken stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung.

  • Rezeptfreie Schmerzmittel: Bei leichten bis mittelschweren Migräneattacken können Schmerzmittel wie Ibuprofen, ASS oder Paracetamol helfen. Thomapyrin INTENSIV bei Migräne & Kopfschmerzen (20 Stk.) kombiniert beispielsweise Paracetamol und Acetylsalicylsäure und enthält zusätzlich Koffein, das den Wirkeintritt beschleunigt.
  • Triptane: Bei stärkeren Migräneattacken kommen Triptane zum Einsatz. Diese Wirkstoffgruppe verengt die Gefäße, hemmt Entzündungen und lindert Schmerzen. Einige Triptane sind verschreibungspflichtig, andere können rezeptfrei in Apotheken erworben werden. Naratriptan Heumann bei Migräne 2,5 mg (2 Stk.) und Dolortriptan bei Migränekopfschmerzen (2 Stk.) enthalten beispielsweise die rezeptfreien Wirkstoffe Naratriptan und Almotriptan.

Wichtige Hinweise zur Einnahme von Migränemedikamenten:

  • Schmerzmittel sollten bereits bei den ersten Anzeichen einer Migräneattacke eingenommen werden.
  • Bei einer Migräne mit Aura sollte man abwarten, bis die Aura vorbei ist, bevor man Triptane einnimmt.
  • Triptane sollten nicht an mehr als zehn Tagen im Monat eingenommen werden, da ein Übergebrauch Dauerkopfschmerzen auslösen kann.
  • Vor der Einnahme von Migränemedikamenten sollte immer der Beipackzettel aufmerksam gelesen werden.
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen (z.B. koronare Herzkrankheit, Gefäßkrankheiten, Bluthochdruck, Magen- und Darmgeschwüre, Leber- oder Nierenversagen) sollten Triptane oder Schmerzmittel auf der Basis von ASS und Paracetamol nicht ohne Rücksprache mit ihrem Arzt einnehmen.
  • Schwangere und Stillende sowie Kinder unter 12 Jahren und Menschen über 65 Jahren sollten Migränemedikamente nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt einnehmen.

Nicht-medikamentöse Maßnahmen

Neben der medikamentösen Therapie gibt es verschiedene nicht-medikamentöse Maßnahmen, die bei Migräne helfen können:

  • Stressabbau: Stress ist ein häufiger Auslöser von Migräneattacken. Entspannungsübungen wie Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson können helfen, Stress abzubauen.
  • Ausdauersport: Regelmäßiger Ausdauersport kann die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken reduzieren.
  • Kopfschmerztagebuch: Ein Kopfschmerztagebuch kann helfen, mögliche Auslöser für Migräne zu identifizieren und diese in Zukunft zu vermeiden.
  • Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus: Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus kann dazu beitragen, Migräneattacken vorzubeugen.
  • Vermeidung von Triggerfaktoren: Bestimmte Lebensmittel, Getränke oder Umweltfaktoren können Migräneattacken auslösen. Es ist wichtig, diese Triggerfaktoren zu identifizieren und zu vermeiden.

Chronische Migräne

Von chronischer Migräne spricht man, wenn an 15 oder mehr Tagen pro Monat starke Kopfschmerzen auftreten. Die Behandlung der chronischen Migräne ist oft schwierig und erfordert ein umfassendes Therapiekonzept, das sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Maßnahmen umfasst.

Wichtige Aspekte bei der Behandlung der chronischen Migräne:

  • Ärztliche Diagnose: Vor der Behandlung der chronischen Migräne muss eine ärztliche Diagnose gestellt werden.
  • Abgrenzung zu anderen Kopfschmerzarten: Die Kopfschmerzen müssen von anderen Kopfschmerzarten, wie z.B. Spannungskopfschmerzen, abgegrenzt werden.
  • Ausschluss eines Schmerzmittelübergebrauchs: Es muss ausgeschlossen werden, dass die chronischen Kopfschmerzen Folge eines Schmerzmittelübergebrauchs sind.
  • Individuelles Therapiekonzept: Die Behandlung der chronischen Migräne muss individuell auf den Patienten abgestimmt werden.
  • Kombination von Medikamenten und nicht-medikamentösen Maßnahmen: In der Regel ist eine Kombination von Medikamenten und nicht-medikamentösen Maßnahmen erforderlich, um die chronische Migräne erfolgreich zu behandeln.

Spezialisierte Schmerzkliniken

Für Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen, wie z.B. chronischer Migräne, gibt es spezialisierte Schmerzkliniken, die eine umfassende multimodale Therapie anbieten. Die Neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel unter der Leitung von Prof. Dr.med. Dipl.Psych. Hartmut Göbel ist ein Beispiel für eine solche Klinik.

Therapieangebote der Schmerzklinik Kiel:

  • Spezielle Therapie von Migräne mit und ohne Aura
  • Migräne-Komplikationen
  • Alle Kopfschmerzen, wie z.B. chronische Spannungskopfschmerzen, Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch, Clusterkopfschmerz
  • Nervenschmerz (neuropathischer Schmerz)
  • Rückenschmerz und andere Formen chronischer Schmerzerkrankungen

Aufnahmeformalitäten der Schmerzklinik Kiel:

  1. Ihr behandelnder Arzt stellt eine Verordnung von Krankenhausbehandlung aus.
  2. Bitten Sie Ihren Arzt, die Aufnahme-Checkliste auszufüllen.
  3. Füllen Sie den Schmerzkalender und den Schmerzfragebogen aus.
  4. Senden Sie alle Unterlagen und zusätzlich Kopien aller relevanter Arztbriefe, Röntgenbilder etc. an die auf der Aufnahme-Checkliste angegebene Anschrift.

Medikamentöse Migräneprophylaxe

Die medikamentöse Migräneprophylaxe hat sich mit der Einführung der Triptane zur Attackentherapie verändert. Heute steht eine effektive Akutmedikation zur Verfügung, so dass viele Patienten einer vorbeugenden Behandlung eher ablehnend gegenüberstehen.

Gründe für eine medikamentöse Migräneprophylaxe:

  • Patienten, die von Triptanen nicht profitieren können
  • Gegenanzeichen für die Einnahme von Triptanen
  • Reduktion der Tage, an denen Migränebeschwerden auftreten und damit die Einnahmehäufigkeit von Akutmedikamenten zu senken
  • Verhinderung der Entstehung eines Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerzes (MÜK)

Wichtige Aspekte der medikamentösen Migräneprophylaxe:

  • Dauertherapie
  • Gute Wirksamkeit und Verträglichkeit
  • Unbedenklichkeit im Langzeiteinsatz
  • Spezifisches Verfahren zur Behandlung der Migräne
  • Keine Wirksamkeit bei Kopfschmerzen aufgrund eines MÜK
  • Keine sofortige Wirkung (2 bis 8 Wochen bis zur merklichen Abnahme der Migränehäufigkeit)
  • Keine komplette Migränefreiheit (lediglich die Pausen zwischen den Attacken werden länger)
  • Vorsichtige und langsame Erhöhung der Dosis erforderlich, um die Nebenwirkungen zu minimieren
  • Individuelle Anpassung der Geschwindigkeit der Aufdosierung
  • Substanzen, deren Dauereinnahme zur Entstehung eines MÜK führen kann, sind grundsätzlich nicht für eine Migräneprophylaxe geeignet

Die individuelle Auswahl eines Medikaments zur Migräneprophylaxe sollte sich an den individuellen Bedürfnissen der Patienten orientieren.

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