Klaus Schneider: Ein Überblick über seinen Werdegang als Neurologe

Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über den Werdegang von Klaus Schneider als Neurologe. Es werden seine Ausbildung, seine beruflichen Stationen, seine Forschungsschwerpunkte und seine Mitgliedschaften in Fachgesellschaften beleuchtet.

Akademische Ausbildung und Berufserfahrung

Klaus Schneider absolvierte von 1984 bis 1990 sein Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Nach dem Physikum im April 1987 und dem 1. Staatsexamen im April 1988 folgte im April 1990 das 2. Staatsexamen. Sein Praktisches Jahr absolvierte er mit jeweils viermonatigen Rotationen in den Fächern Innere Medizin sowie Gynäkologie und Geburtshilfe an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ein weiteres Praktisches Jahr (4 Monate) absolvierte er in der Abteilung für Allgemeinchirurgie des Bezirksspitals Zofingen, einem Lehrkrankenhaus der Universitätsklinik Basel. Im Juli 1991 folgte das 3. Staatsexamen.

Klinische Tätigkeiten und Spezialisierungen

Schneider war als Arzt im Praktikum in der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie der Universität zu Köln tätig. Seine Facharztausbildung für Chirurgie setzte er an der Klinik und Poliklinik für Viszeral- und Gefäßchirurgie der Universität zu Köln fort. Von Mai 1997 bis August 1999 absolvierte er ein Postdoctoral Fellowship am Department of Cancer Biology (Prof. Dr. I. J. Fidler) University of Texas M. D. Anderson Cancer Center, Houston, USA, unterstützt durch das “Lise-Meitner-Stipendium” der DFG.

Nach seiner Rückkehr setzte er seine Facharztausbildung für Chirurgie an der Klinik und Poliklinik für Viszeral- und Gefäßchirurgie der Universität zu Köln fort. Es folgte eine Rotation in die Abteilung für Unfallchirurgie St. Vinzenz Hospital, Köln. Im März 2001 bestand er die Facharztprüfung für Chirurgie.

Anschließend absolvierte er Weiterbildungen in Viszeralchirurgie an der Klinik und Poliklinik für Viszeral- und Gefäßchirurgie der Universität zu Köln sowie an der Klinik und Poliklinik für Chirurgie der Universität Regensburg. Von Oktober 2002 bis August 2005 setzte er seine Weiterbildung zur Viszeralchirurgie an der Chirurgischen Klinik und Poliklinik - Großhadern der LMU München fort.

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Habilitation und Akademische Laufbahn

Im Dezember 2002 habilitierte sich Schneider im Fach Chirurgie mit dem Thema „Anti-angiogenetische Therapieansätze zur Behandlung des humanen Pankreaskarzinoms nach orthotoper Implantation in die Nacktmaus“. Im Oktober 2003 wurde er Oberärztin an der Chirurgischen Klinik und Poliklinik-Großhadern der LMU München, und im Oktober 2004 erfolgte die Ernennung zum Akademischen Rat an der LMU München. Im August 2005 erlangte er die Schwerpunktbezeichnung Viszeralchirurgie.

Leitende Positionen

Ab Oktober 2005 war Schneider leitende Oberärztin der onkologischen Chirurgie. Im Februar 2006 stellte er klinische/akademische chirurgische Ausbildungsprogramme (HPB-Chirurgie) an der Universität Tiflis, Georgien, vor. Im November 2006 wurde er zur Vorsitzenden der Projektgruppe Gastrointestinale Tumore des Tumorzentrums München ernannt.

Nach weiteren klinischen Hospitationen wurde Schneider im Januar 2009 zur 1. Leitenden Oberärztin der Chirurgischen Klinik und Poliklinik am Klinikum Großhadern der LMU München bestellt. Im März 2009 erfolgte die Bestellung zur APL-Professorin der LMU München.

Im Januar 2010 übernahm er die Leitung der OP-Koordination Chirurgie, Klinikum Großhadern, sowie die Leitung des Pankreaszentrums München der LMU. Im Januar 2011 wurde er stellvertretende Direktorin der Chirurgischen Klinik und Poliklinik am Klinikum Großhadern der LMU München, und im Februar 2012 wurde er stellvertretende Direktorin des Krebszentrums München (CCCLMU). Im September 2012 erlangte er die Schwerpunktbezeichnung Thoraxchirurgie.

Im November 2013 wurde Schneider zur Direktorin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg, ernannt. Im Februar 2014 wurde er stellvertretende Präsidentin der Deutschen Akademie für Mikrotherapie (DAfMT).

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Forschungsschwerpunkte

Schneiders Forschungsschwerpunkte umfassen:

  • Anti-angiogenetische Therapieansätze zur Behandlung des humanen Pankreaskarzinoms
  • Onkologische Chirurgie
  • HPB-Chirurgie (Chirurgie der Leber, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse)
  • Ösophaguschirurgie
  • Transplantation

Mitgliedschaften in Fachgesellschaften

Schneider ist Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Fachgesellschaften, darunter:

  • Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH)
  • Vereinigung der Bayerischen Chirurgen e.V.
  • International Society for Diseases of the Esophagus (ISDE)
  • Deutschen Gesellschaft für Viszeralchirurgie (DGVC)
  • Berufsverband Deutscher Chirurgen (BDC)
  • Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS)
  • American Association of Cancer Research (AACR)
  • American Society of Clinical Oncoloy (ASCO)
  • Executive Committee Member der International Society for Digestive Surgery (ISDS)
  • International Hepato-Pancreato-Billiary Association (IHPBA)
  • European Pancreatic Club, International Association of Pancreatology, Deutscher Pancreasclub
  • European Surgical Association (ESA)
  • European Society for Surgical Research
  • Chairman of the Research Committee der European Federation International Society for Digestive Surgery
  • Member of the Editorial Board of World Journal of Clinical Oncology (WJCO)
  • Herausgebermitglied der Zeitschrift „Der Chirurg“
  • Herausgebermitglied der Zeitschrift „Der Onkologe“
  • Member of the Editorial Board of the European Surgical Association (ESA) and Annals of Surgery
  • Member of the ESA-Council
  • Member of the European Society of Oncologic Imaging
  • Stellvertretende Präsidentin der Deutschen Akademie für Mikrotherapie (DAfMT)
  • Mitglieder der nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Auszeichnungen

Schneider hat zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen erhalten, darunter:

  • 1993: Poster Award der Vereinigung Niederrheinisch-Westfälischer Chirurgen
  • 1994: Young Investigator Award des International College of Angiology
  • 1999: Poster Presentation Award des University of Texas M.D. Anderson Cancer Center
  • 1999: Fellowship from The European Society of Oncology
  • 2000: AGO-Posterpreis für Grundlagenforschung
  • 2001: Reisestipendium zum 101. Japanischen Chirurgenkongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie
  • 2001: AACR-Pharmacia & Upjohn Scholar-in-Training Award
  • 2001: Basiswissenschaftlicher Posterpreis der Vereinigung der Bayerischen Chirurgen e.V.
  • 2002: Fellowship Award des Fourth International Symposium on Antiangiogenic Agents
  • 2002: Gerd-Hegemann-Reisestipendium der Vereinigung der Bayerischen Chirurgen e.V.
  • 2003: Von-Langenbeck-Preis der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie
  • 2005: Curt-Bohnewand-Preis der Medizinischen Fakultät der LMU München

Zudem wurden Mitglieder ihrer Arbeitsgruppe mehrfach ausgezeichnet.

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