Das Klinikum Worms, ein akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 696 Betten. Verteilt auf 12 Hauptfachabteilungen und Fachbereiche sowie eine Belegabteilung kümmern sich über 2.000 Mitarbeiterinnen jährlich um rund 32.000 stationär und über 40.000 ambulant behandelte Patientinnen. Das Klinikum gehört zu den fünf größten Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz. Im Folgenden wird das Profil des Chefarztes der Neurologischen Klinik, Prof. Dr. med. Rolf Kern, MHBA, näher beleuchtet.
Die Neurologische Klinik am Klinikum Worms
Die Neurologische Klinik des Klinikums Worms behandelt jährlich über 1.300 stationäre Patientinnen aus dem gesamten neurologischen Krankheitsspektrum. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Akutbehandlung von Patientinnen mit zerebrovaskulären Erkrankungen in einer regionalen Stroke Unit mit 6 Betten. Das ärztliche Team besteht aus 1-4-8 (Zahlenfolge). Eine kardiologische Oberärztin ist durch enge interdisziplinäre Zusammenarbeit stark in die erfolgreiche Arbeit der Stroke Unit eingebunden. Die apparative Ausstattung der Abteilung ist umfassend mit Duplexsonographie, digitalem EEG, evozierten Potenzialen sowie Elektromyographie und -neurographie. Darüber hinaus stehen im Klinikum u. a. eine leistungsfähige Radiologie mit moderner Geräteausstattung zur Verfügung. Die Stroke Unit ist eine zertifizierte regionale Schlaganfallspezialstation, auf der Patientinnen und Patienten mit Schlaganfall eine Behandlung auf dem aktuellsten medizinischen Stand erhalten. In der Neurologie arbeiten verschiedene besonders spezialisierte Berufsgruppen eng zusammen, um die Patientinnen und Patienten bestmöglich zu betreuen. Das Sekretariat der Klinik für Neurologie ist von montags bis donnerstags von 7:30 bis 16 Uhr und freitags von 7:30 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 06241/501-3445 erreichbar.
Chefarzt Prof. Dr. Rolf Kern im Detail
Werdegang und Expertise
Prof. Dr. Rolf Kern (48) ist seit dem 1. Mai Chefarzt für Neurologie am Klinikum Worms. Er folgte auf Prof. Dr. Frank Thömke, der sich in den Ruhestand verabschiedete. Kern kam vom Klinikum Kempten, wo er bereits Chefarzt war. Klinikum-Geschäftsführer Bernhard Büttner betonte, dass man mit Prof. Kern einen sehr erfahrenen Nachfolger gefunden habe, der neben seiner großen Expertise in der Neurologie auch viel Spezialwissen mit ans Klinikum bringe.
Kern hat sein Studium in Heidelberg, Mannheim und Montreal (Kanada) absolviert. Seine Laufbahn als Arzt startete er in der Neurologischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim. Nach einem Jahr als Assistenzarzt an der Klinik für Psychiatrie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim kehrte er an die Neurologische Klinik zurück, wo er seine Facharztausbildung machte und anschließend als Oberarzt arbeitete. Nach seiner Habilitation war Kern Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor der Neurologischen Klinik an der Universitätsmedizin Mannheim. Parallel dazu machte er an der Universität Erlangen seinen Master of Health Business Administration. 2013 wechselte er als Chefarzt an die Klinik für Neurologie des Klinikverbunds Allgäu in Kempten. Dort war er auch Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees.
Medizinische Schwerpunkte und Ziele
Als langjähriger Experte für Neurologie und Intensivmedizin bringt Kern viel Erfahrung mit. Zu seinen medizinischen Schwerpunkten zählen die Behandlung von Schlaganfall, Multipler Sklerose und Migräne. Kern ist Mitglied in mehreren Fachgesellschaften und hat zahlreiche Zusatzqualifikationen erworben. Er ist Ultraschall-Ausbilder, zertifizierter medizinischer Gutachter und Ethikberater.
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Kern betonte, dass das Klinikum Worms bereits sehr gut aufgestellt sei in der Behandlung von Schlaganfallpatienten. Er möchte seine Erfahrungen einbringen und das Spektrum weiter ausbauen. Gleiches gelte auch für die Behandlung von Patienten mit anderen neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Epilepsie und Parkinson.
Persönliches
Privat ist Prof. Kern Vater von vier Kindern. Er freut sich, wieder mit seiner Familie zurück in die Region zu ziehen, da er an der Bergstraße geboren wurde und sich auf den Blick auf die Weinberge und den Odenwald freut.
Abschied von Prof. Dr. Frank Thömke
Noch-Chefarzt Prof. Thömke freute sich über die Wahl seines Nachfolgers: „Ich weiß, dass meine Abteilung und meine Patientinnen und Patienten in den besten Händen sind. Prof. Kern ist exzellent ausgebildet und bringt viel Erfahrung mit, insbesondere in der Behandlung von Schlaganfallpatienten. Ich darf also entspannt in den Ruhestand gehen.“
Thömke war über acht Jahre Chefarzt am Klinikum Worms. Nach seinem Studium in Göttingen (1979-1985) und seiner Facharztweiterbildung an der Neurologischen sowie der Psychiatrischen Universitätsklinik in Mainz (1985-1991) arbeitete er weiter als Oberarzt in der dortigen Klinik für Neurologie. Seit 1996 vertrat er dort die jeweiligen Direktoren und war von Mai 2008 bis November 2009 auch kommissarischer Direktor der Klinik. Thömke, der seit 2002 auch außerplanmäßiger Professor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist, wechselte nach 27-jähriger Tätigkeit in Mainz im Januar 2013 an das Klinikum Worms, wo der Facharzt für Neurologie und Neurologische Intensivmedizin die Leitung des Fachbereichs Neurologie übernahm.
Klinikum-Geschäftsführer Bernhard Büttner würdigte den scheidenden Chefarzt: „In den vergangenen Jahren hat Prof. Thömke den Fachbereich Neurologie stetig weiterentwickelt.“ Das gelte auch für den hohen Standard der Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit), in der jährlich 600 Patienten behandelt werden.
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Leistungen der Neurologischen Praxis
Die Neurologische Praxis am Klinikum Worms konzentriert sich auf die Diagnostik, Behandlung und Überwachung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen, Störungen des Gehirns, des Rückenmarks, der peripheren Nerven und Muskulatur. Sie arbeitet eng mit anderen Fachärzten und Therapeuten vom Klinikum Worms zusammen und setzt verschiedene diagnostische Verfahren zur Identifikation von Erkrankungen ein.
Patienten werden gebeten, zur ersten Vorstellung alle relevanten Vorberichte, Laborergebnisse, Röntgen- und MRT-Bilder usw. mitzubringen.
Weitere Informationen zum Klinikum Worms
Zertifizierte Zentren
Das Klinikum Worms verfügt über mehrere zertifizierte onkologische Zentren, darunter:
- Gynäkologisches Krebszentrum Worms
- Prostatazentrum Klinikum Worms
Die Zertifizierung erfolgte durch die Deutsche Krebsgesellschaft.
Ausstattung und Services
Das Klinikum Worms bietet eine Reihe von Ausstattungsmerkmalen und Services, darunter:
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- Einzelzimmer mit eigenem Bad
- Unterbringung von Begleitpersonen
- Barrierefreiheit
- Zimmerausstattung mit rollstuhlgerechten Sanitäranlagen (verfügbar in der Klinik für Geriatrie)
- Rollstuhlgerechter Zugang zu Serviceeinrichtungen (hausweit gewährleistet)
- Service für Patienten aus dem Ausland: Fremdsprachiges Personal. Unter den ca. 750 medizinisch-pflegerisch ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind zahlreiche Nationalitäten und Sprachen vertreten (z.B. Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch, Russisch, Polnisch, Rumänisch, Griechisch, Tschechisch etc.).
Kontaktdaten
Die Adresse des Klinikum Worms ist Klinikum Worms, Gabriel-von-Seidl-Str. Die Telefonnummer ist dem Text nicht zu entnehmen. Träger des Klinikums ist die Klinikum Worms gGmbH. Das Klinikum Worms verfügt über 696 Betten.
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