Die Parkinson-Krankheit ist nach Alzheimer die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Sie entsteht durch das Absterben dopaminproduzierender Nervenzellen im Gehirn, was zu den charakteristischen Bewegungsstörungen führt. Die Suche nach Risikofaktoren und wirksamen Therapien ist daher von grosser Bedeutung.
Parkinson: Ursachenforschung und Risikofaktoren
Forscher haben festgestellt, dass selbst die Einnahme von Antibiotika das Risiko für die Parkinson-Krankheit erhöhen kann. Insbesondere der übermässige Einsatz von Breitspektrumantibiotika und solchen, die gegen anaerobe Bakterien oder Pilze wirken, scheint das Risiko zu erhöhen, selbst noch 10 bis 15 Jahre nach der Einnahme. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Störung der Darmflora durch Antibiotika eine Rolle spielen könnte. Veränderungen in der Darmflora wurden bereits 20 Jahre vor der Diagnose von Parkinson beobachtet. Daher gelten auch Darmerkrankungen wie Verstopfung, Reizdarmsyndrom oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen als Risikofaktoren.
Die Rolle der Neuroinflammation
Neuroinflammation, eine chronische Entzündung des Nervengewebes, spielt eine entscheidende Rolle bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson. Diese Entzündung wird oft durch aktivierte Mikroglia-Zellen vermittelt, die Entzündungsbotenstoffe ausschütten und so eine sich selbst erhaltende Entzündung verursachen. Ursachen für die Aktivierung dieser Zellen können vielfältig sein, darunter Entzündungen im Körper, Autoimmunerkrankungen, Umweltgifte und Stress.
Lifestyle-Faktoren und Prävention
Der Lebensstil spielt eine wesentliche Rolle bei der Prävention und Behandlung von Parkinson. Faktoren wie Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stressmanagement beeinflussen die Gesundheit des Gehirns massgeblich.
Ernährung und Darmgesundheit
Eine kohlenhydratlastige Ernährung, die zu Blutzuckerschwankungen und Insulinresistenz führt, kann das Risiko für Parkinson erhöhen. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die nicht erkannt werden und Entzündungen im Gehirn verursachen, spielen eine Rolle. Eine gesunde Darmflora ist essenziell für die Prävention von Parkinson.
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Schlaf und Entgiftung
Schlafmangel beeinträchtigt die Funktion des glymphatischen Systems, des Entgiftungssystems des Gehirns. Nur in der Tiefschlafphase kann dieses System effektiv Toxine abbauen, darunter auch das Beta-Amyloid-Protein, das bei Alzheimer-Patienten in grosser Menge vorkommt.
Bewegung und Sauerstoffversorgung
Bewegung an der frischen Luft versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und fördert die Produktion von Neurotransmittern. Chronischer Stress hingegen führt zur Entzündung des Gehirns und kann Depressionen oder Demenz auslösen.
Alternative Therapieansätze: Kolloidales Gold und andere
Neben konventionellen Behandlungen gibt es auch alternative Therapieansätze, die bei Parkinson in Betracht gezogen werden. Dazu gehören die Verwendung von Gold in der Medizin sowie andere komplementärmedizinische Methoden.
Gold in der Medizin: Eine Renaissance?
Schon im Mittelalter wurden Gold heilende Eigenschaften zugeschrieben. Hildegard von Bingen empfahl Flussgoldstaub gegen Gicht und Rheuma. In der modernen Medizin wurden goldhaltige Verbindungen zur Linderung von rheumatoider Arthritis eingesetzt, jedoch aufgrund von Nebenwirkungen wieder verworfen. Aktuell testen amerikanische Forscher ein Arzneimittel mit Gold-Nanokristallen, das den Energiestoffwechsel der Zellen ankurbeln und so neurologischen Beeinträchtigungen vorbeugen oder rückgängig machen soll.
Gold-Nanopartikel bei Parkinson und Multipler Sklerose
In Laborversuchen haben Gold-Nanokristalle den Energiestoffwechsel der Zellen des zentralen Nervensystems verbessert, Nervenzellen geschützt und die Erneuerung der Nervenhüllen gefördert. Eine erste Testung an einer kleinen Gruppe von Versuchspersonen mit Parkinson und Multipler Sklerose zeigte ebenfalls eine Ankurbelung des Energiehaushalts der Zellen.
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Gold in der Krebstherapie
Forscher der RMIT-Universität in Melbourne haben herausgefunden, dass Goldverbindungen Krebszellen unter Laborbedingungen effektiver abtöten und das Tumorwachstum hemmen können als herkömmliche Medikamente. An der Universität Duisburg-Essen wird an einer Immuntherapie gegen Krebs geforscht, die auf Goldnanostäbchen basiert.
Komplementärmedizinische Methoden
Eine Umfrage zeigt, dass viele Patienten bereits Heilpraktiker aufgesucht haben. Homöopathie, TCM und Ayurveda sind wichtige komplementärmedizinische Methoden. Akupunktur kann bei funktionellen Gelenkbeschwerden, muskulären Verspannungen, Kopfschmerzen und Migräne wirksam sein. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) erkennt oft beginnende Störungen, bevor sie klinisch auffällig werden.
Glutamat und andere Zusatzstoffe: Eine kritische Betrachtung
Es gibt Hinweise darauf, dass Glutamat und andere Zusatzstoffe wie Zitronensäure und Aspartam die Entstehung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson begünstigen können. Glutamat kann als Nervengift wirken und die Blut-Hirn-Schranke durchdringen. Zitronensäure fördert die Aluminiumaufnahme im Gehirn, und Aspartam wird mit der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht.
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