Kräuter für das Nervensystem: Natürliche Unterstützung für innere Ruhe und Balance

In unserer heutigen schnelllebigen Zeit, geprägt von ständiger Erreichbarkeit, vollen Terminkalendern und der Schwierigkeit, abzuschalten, ist Stress für viele Menschen ein ständiger Begleiter geworden. Dieser chronische Druck kann jedoch nicht nur das Nervenkostüm belasten, sondern auch den gesamten Körper in Mitleidenschaft ziehen. Glücklicherweise bietet uns die Natur eine Vielzahl von Kräutern, die uns auf sanfte Weise helfen können, innere Ruhe und Balance wiederzufinden.

Die Bedeutung von Kräutern für das Nervensystem

Kräuter werden seit Jahrhunderten in verschiedenen Kulturen zur Förderung der Entspannung und zur Unterstützung des Nervensystems eingesetzt. Sie enthalten natürliche Inhaltsstoffe, die beruhigende, angstlösende und stimmungsaufhellende Eigenschaften besitzen können. Im Gegensatz zu synthetischen Medikamenten haben Kräuter oft weniger Nebenwirkungen und können eine sanfte, aber dennoch wirksame Alternative darstellen.

Kräutertees als traditionelles Hausmittel

Kräutertees zählen zu den ältesten Hausmitteln zur Beruhigung. Ein hochwertiger Kräutertee ist zwar keine Wunderwaffe, aber ein kraftvoller Baustein im Umgang mit Stress. Als Apotheker und Betreiber der Aufgussmanufaktur „Die Teekammer“ stelle ich Kräutertees von Hand her. Dabei ist eine fachkundige Zusammenstellung wichtig, da nicht jede Pflanze für jede Person geeignet ist. Tee kann eine wichtige Rolle dabei spielen, abends zur Ruhe zu kommen - besonders dann, wenn er Teil eines bewussten Abendrituals wird. Abendliche Routinen einzuführen, kann dabei helfen, den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

In meiner Teekammer biete ich unter anderem folgende Teemischungen an:

  • „Ruhig Blut“: Für innere Ruhe und Balance im Alltag oder zur Einstimmung auf die Nacht.
  • „Heiße Tasse“: Ein wärmender Tee für die kalte Jahreszeit, ideal für einen Abend am Kamin und bei Schmuddelwetter.

Bekannte Heilpflanzen für Gehirn und Nerven

Neben Kräutertees gibt es auch andere Heilpflanzen, die sich positiv auf Gehirn, Gedächtnis und Nervensystem auswirken können. Hier sind einige der bekanntesten:

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  • Ginkgo (Ginkgo biloba): Diese alte Heilpflanze wird zur Verbesserung der Durchblutung eingesetzt, insbesondere bei Demenz.
  • Ginseng-Wurzel: Ginseng wird bei Schwäche, Müdigkeit und nachlassender Konzentration angewendet.
  • Fichte (ätherisches Öl): Das ätherische Öl der Fichte wird bei Erkältungen, rheumatischen Beschwerden und Nervenschmerzen eingesetzt.
  • Cayennepfeffer: Cayennepfeffer wird zur Behandlung von Muskel-, Gelenk- und Nervenschmerzen sowie Juckreiz angewendet.
  • Latschenkiefer: Die Latschenkiefer wirkt lindernd bei Entzündungen der Atemwege, rheumatischen Beschwerden und Nervenschmerzen.
  • Mutterkraut: Mutterkraut wird seit langem zur Vorbeugung von Migräne angewendet. Zudem soll es auch bei Fieber und Rheuma helfen.
  • Kiefer (ätherisches Öl): Das ätherische Öl der Kiefer setzt man gegen entzündete Atemwege, Muskel- und Nervenschmerzen ein.
  • Japanische Minze: Die Japanische Minze liefert das Minzöl, das etwa bei Blähungen, Atemwegsentzündungen, Muskel- und Nervenschmerzen hilft.
  • Pfefferminze: Die Pfefferminze hilft etwa gegen Magen-Darm-Krämpfe, Kopf-, Nerven- und Muskelschmerzen.
  • Mate-Tee: Mate-Tee wirkt anregend und harntreibend. Er wird daher gegen Ermüdungszustände und leichte Harnwegsbeschwerden eingesetzt.
  • Weidenrinde: Weidenrinde wird etwa bei fieberhaften Erkrankungen, Rheuma, Arthrose und Kopfschmerzen angewendet.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirkung von Heilpflanzen ihre Grenzen hat. Wenn Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollte immer ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.

Häufige Probleme mit Gehirn, Gedächtnis und Nervensystem

Im höheren Alter entwickeln viele Menschen eine Demenz, die mit dem organisch bedingten Verlust geistiger Fähigkeiten wie Gedächtnis, Denkvermögen und Sprache einhergeht. Die Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche lässt sich mithilfe von Ginkgo verbessern, da es die Hirndurchblutung steigert. Generell wird bei nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit die Einnahme von Ginseng empfohlen. Auch in der Rekonvaleszenz und bei Schwäche- und Müdigkeitsgefühl kann die Wurzel der Staude heilsam wirken.

Zu den klassischen Heilpflanzen bei Kopfschmerzen zählen Minze und Pfefferminze, die den kühlenden und schmerzlindernden Wirkstoff Menthol enthalten. Besonders Pfefferminze wird auch zur Behandlung von Migräne angewendet. Zur Vorbeugung der heftigen Schmerzattacken wird Mutterkraut empfohlen. Bei Nervenschmerzen kommen Nadelhölzer zum Einsatz, deren durchblutungsfördernde Wirkung die Beschwerden lindern kann.

Stress und seine Auswirkungen auf den Körper

Stress ist grundsätzlich nicht negativ. Er bringt den Körper in Alarmstimmung: Es werden Hormone ausgeschüttet, die dem Organismus helfen, schnell auf Gefahren zu reagieren. Blutdruck, Muskelaktivität und Herzfrequenz steigen. Ist alles erledigt, kommt der Körper wieder in seinen Ruhezustand. Schwierig wird es erst, wenn ein Mensch ständig unter Strom steht. Dann fehlt die Erholung, Symptome wie Reizbarkeit, Schlafstörungen oder Herzprobleme können auftreten.

Heilpflanzen gegen Stress

Heilpflanzen helfen gut gegen Stress, besonders wenn die To-do-Liste mal wieder deutlich länger ist als der Tag und die Anspannung steigt. Dann gilt es, Körper und Seele mit sanfter Pflanzenkraft wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Eine gute Hilfe bei Stress ist es, sich im Alltag immer wieder eine kleine Auszeit zu gönnen und sich einen Tee aus der richtigen Heilpflanze zu kochen.

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  • Melisse vertreibt nervöse Unruhe.
  • Lavendel lindert die Anspannung.
  • Hopfen und Passionsblume beruhigen.
  • Baldrian zählt zu den bewährten Kräutern zum Einschlafen.
  • Taigawurzel oder Damiana machen belastbarer.

Ernährung als Unterstützung für das Nervensystem

Auch die Ernährung kann dem Stress Paroli bieten. Statt Weißmehlhaltigem wie Nudeln sollte man in stressigen Zeiten bevorzugt Vollkornprodukte verzehren. Ihre komplexen Kohlenhydrate und B-Vitamine stärken das Nervensystem. Ebenfalls sehr zu empfehlen sind Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, denn diese Stoffe haben vielfältige positive Wirkungen. Sie schützen zum Beispiel die Nervenzellen und unterstützen ihre Arbeit im Körper. Und sie sind wichtig für eine normale Herzfunktion. Die Fettsäuren stecken vor allem in fettem Seefisch wie Lachs sowie in Lein-, Hanf- oder Walnussöl.

Wichtig in Stress-Situationen ist zudem der Stoff Tryptophan. Der Körper braucht ihn, um das Hormon Serotonin herzustellen, das uns gelassener und zufriedener macht. Man nennt es nicht umsonst Glückshormon. Tryptophan findet sich in Hühnchenfleisch, Fisch und Eiern, aber auch in pflanzlichen Lebensmitteln wie Linsen und Cashewnüssen.

Weitere Heilpflanzen und ihre Anwendungsgebiete

  • Damiana: Wirkt angstlösend und entspannend.
  • Jiaogulan: Lindert Erschöpfung und stärkt den Organismus.
  • Weißdorn: Stärkt das Herz.
  • Rosenwurz (Rhodiola rosea): Senkt die Ausschüttung von Stresshormonen.
  • Echtes Johanniskraut: Wirkt bei leichten Depressionen und sorgt für einen ruhigen Schlaf.

Lavendelsirup: Entspannung zum Genießen

Entspannend und dazu lecker: Lavendelsirup schmeckt zum Beispiel im Tee, aber auch in kalten Getränken. Dazu 500 ml Wasser mit 350 g Zucker und dem Saft einer Bio-Zitrone aufkochen. Zehn Minuten köcheln lassen, etwas abkühlen lassen. Dann fünf bis sechs Esslöffel getrocknete Lavendelblüten unterrühren. In ein verschließbares Glas geben, einen Tag durchziehen lassen. Dann durch ein Sieb abseihen.

Kräuter für besondere Anlässe: Freitag der 13.

Auch an Tagen, die von Aberglaube und Ängsten geprägt sind, wie beispielsweise Freitag der 13., können Kräuter eine wertvolle Unterstützung sein. Hier sind einige Kräuter, die in solchen Situationen helfen können:

  • Minze: Wirkt beruhigend und entspannend.
  • Fenchelkraut: Kann bei Verkrampfungen helfen.
  • Lavendel: Wirkt beruhigend, angstlösend und stimmungsaufhellend.
  • Jiaogulan: Kann bei Bluthochdruck helfen, der durch Angst und Stress verursacht wird.
  • Schlüsselkraut: Wirkt krampflösend und kann Verkrampfungen lindern.
  • Thymian: Beruhigt die Nerven und kann gegen trübe Gedanken vorgehen.
  • Schnittlauch: Wirkt blutdrucksenkend und kann Ängste bekämpfen.
  • Kümmel: Wirkt verdauungsfördernd und kann bei Magenbeschwerden helfen.
  • Baldrian: Wirkt beruhigend und kann bei Ängsten helfen.
  • Korianderblätter: Können die Symptome einer Bindehautentzündung lindern, die durch weites Aufreißen der Augen bei Angst verursacht werden kann.
  • Rosmarin: Kann gegen den Winterblues und trübe Stimmung vorgehen.
  • Salbei: Kann bei übermäßigem Schwitzen helfen, das durch Hitzewallungen aufgrund von Angst verursacht wird.
  • Basilikum: Wirkt gegen Stress und kann bei Schlafstörungen helfen.

Produkte von Klosterfrau zur Unterstützung des Nervensystems

Die Firma Klosterfrau bietet eine Vielzahl von Produkten an, die traditionell zur Unterstützung des Nervensystems und zur Linderung verschiedener Beschwerden eingesetzt werden:

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  • Klosterfrau Melissengeist: Zur Besserung des Allgemeinbefindens bei Belastung von Nerven und Herz-Kreislauf, zur Förderung der Schlafbereitschaft, bei Wetterfühligkeit, Unwohlsein, Erkältungen und zur Stärkung. Äußerlich zur Unterstützung der Hautdurchblutung.
  • Klosterfrau Schmerzfluid: Traditionell zur Förderung der Hautdurchblutung bei Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen, Muskel- und Gelenkschmerzen.
  • Klosterfrau Erkältungs-Balsam: Zur äußeren Anwendung bei Erkältungskrankheiten der Luftwege.
  • Klosterfrau Hustensaft: Zur Linderung von Hustenreiz bei Erkältungskrankheiten der Atemwege.
  • Klosterfrau Franzbranntwein Latschenkiefer: Traditionell zur Förderung der Hautdurchblutung bei Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen, Muskel- und Gelenkschmerzen.
  • Klosterfrau Japanisches Heilpflanzenöl: Innerlich bei Verdauungsbeschwerden und Erkältungskrankheiten der Atemwege. Äußerlich bei Muskelschmerzen und nervenschmerzähnlichen Beschwerden.
  • Klosterfrau Bronchial-Tropfen: Traditionell zur Unterstützung der Schleimlösung im Bereich der Atemwege.
  • Klosterfrau Seda-Plantina: Bei Unruhezuständen und nervös bedingten Einschlafstörungen.
  • Klosterfrau Franzbranntwein Aktiv Gel Latschenkiefer: Traditionell zur Unterstützung der Hautdurchblutung.
  • Klosterfrau Allergin Globuli, Tabletten und Tropfen: Zur Besserung der Beschwerden bei Heuschnupfen.

BioBloom Kräuter Essenz easygoing für Nerven

Die BioBloom Kräuter Essenz easygoing für Nerven vereint sorgfältig ausgewählte Kräuter, die sich durch ihre lange Tradition auszeichnen. Die speziell abgestimmte Rezeptur hilft dir in herausfordernden Zeiten, die oft von mentalem Stress und Unbehagen begleitet werden, die innere Ruhe, Klarheit und Stärke wiederherzustellen. Die Essenz enthält eine kraftvolle Mischung aus Johanniskraut, Baldrian, Passionsblume, Rosenwurz und Ginkgo Biloba, kombiniert mit Vitamin B6.

Pflanzenheilkunde für zu Hause

In der Natur gibt es eine große Fülle an Heilpflanzen, die den Schlaf fördern oder die Nerven beruhigen. Sie haben sich zur unterstützenden Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems und der Psyche bewährt. Zudem gibt es auch Arzneipflanzen mit einer stimmungsaufhellenden und angstlösenden Wirkung, die zum Beispiel bei leichten bis mittelschweren Depressionen unterstützend eingesetzt werden können. Wärmende Kräutertees bei einer kleinen Ruhepause tragen zur Entspannung bei und sorgen für ein gutes Gefühl.

Drei stimmungsaufhellende und ausgleichende Kräuter

In der Pflanzenheilkunde gibt es drei Kräuter, die stimmungsaufhellend und ausgleichend auf die Psyche sowie das Nervensystem wirken:

  • Lavendel: Lindert Unruhe, Stimmungstiefs und Schlafstörungen. Vor allem das ätherische Öl und die Blüte im Ganzen lindern Symptome wie Ruhelosigkeit. Besonders die angstlösende Wirkung ist durch Studien gut belegt. Lavendel wird außerdem empfohlen für eine Behandlung gegen Schlafstörungen, bei nervösem Magen und als Balneotherapie bei funktionellen Kreislaufproblemen.
  • Echtes Johanniskraut: Ein natürliches Antidepressivum und empfehlenswert bei trockener Haut. Entscheidende Inhaltsstoffe sind unter anderem Hyperforin, Hypericin und Flavonoide. Sehr gut belegt ist die Wirkung gegen leichte bis mittlere Depressionen.
  • Baldrian: Beruhigt die Psyche, wirkt muskelentspannend, angstlindernd und schlaffördernd. In der Volksmedizin gehört Baldrian zu den ältesten Rezepturen der Kräuterapotheke. Viele Studien belegen die beruhigende Wirkung auf die Psyche, sie ist vergleichbar mit synthetischen Schlafmitteln - ohne die schädlichen Nebenwirkungen.

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