Linke hintere Gehirnhälfte Krampf Ursachen

Häufiges Arbeiten im Sitzen und eine hohe Bildschirmnutzung im Alltag tragen bei vielen Menschen dazu bei, dass ihre Halswirbelsäule (HWS) immer längere Zeit in der gleichen Stellung verharren muss. Dabei wirken enorme Kräfte: Bei 45 Grad Kopfneigung können bis zu 30 Kilo auf die sieben Halswirbel drücken. Der Sammelbegriff HWS-Syndrom beschreibt Nackenschmerzen und begleitende Beschwerden wie Schulterschmerzen, deren Ursachen in der Halswirbelsäule zu finden sind. Klassische Symptome sind Schmerzen und schmerzhaftes Ziehen im Nacken durch Verspannungen. Die Beschwerden können dabei auch in Schultern und Arme ausstrahlen. Die Halswirbelsäule besteht aus den sieben obersten Halswirbeln und gilt als beweglichster Teil der ganzen Wirbelsäule: Sie versetzt uns in die Lage, den Kopf in viele Richtungen zu bewegen und trägt unser wichtigstes Organ, das Gehirn. Wie auch bei Rückenschmerzen sind die Ursachen für das Halswirbelsäulensyndrom sehr vielfältig. Seltener kommt es zum Beispiel durch eine fehlgeschlagene Wirbelsäulen-OP zu Folgeschäden oder durch einen Vitamin-D-Mangel zu einer Erweichung des Knochens (Rachitis) an der Halswirbelsäule. In extremeren Fällen kann das HWS-Syndrom auch zu Taubheitsgefühlen in Armen und Händen führen, vor allem Daumen und Zeigefinger können betroffen sein.

Ursachen für Krämpfe in der linken hinteren Gehirnhälfte

Die Ursachen für Krämpfe, insbesondere in der linken hinteren Gehirnhälfte, können vielfältig sein und reichen von harmlosen Verspannungen bis hin zu schwerwiegenden neurologischen Erkrankungen. Ein umfassendes Verständnis dieser Ursachen ist entscheidend für eine korrekte Diagnose und eine gezielte Behandlung.

Epilepsie

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederholte Krampfanfälle gekennzeichnet ist. Diese Anfälle entstehen durch eine übermäßige elektrische Entladung von Nervenzellen im Gehirn. Die Symptome können je nach betroffenem Hirnbereich variieren.

Formen epileptischer Anfälle

Es gibt verschiedene Formen epileptischer Anfälle, die sich in ihren Symptomen und Ursprungsorten im Gehirn unterscheiden:

  • Fokale Anfälle: Diese Anfälle gehen von einem bestimmten Bereich des Gehirns aus und betreffen in der Regel nur eine Gehirnhälfte. Die Symptome richten sich nach dem Ursprungsort im Gehirn. Fokale Anfälle können mit oder ohne Bewusstseinseinschränkung auftreten. Bei fokalen Anfällen mit Bewusstseinsverlust können Automatismen auftreten, bei denen Patienten bestimmte Handlungsmuster wiederholen.
  • Generalisierte Anfälle: Bei generalisierten Anfällen lässt sich keine bestimmte Hirnregion zuordnen, in der der epileptische Anfall entsteht. Während eines Anfalls kann die Ausbreitung unterschiedlich verlaufen und das gesamte Hirnareal betreffen. Zu den generalisierten Anfällen gehören Absencen, myoklonische Anfälle und tonisch-klonische Anfälle.

Ursachen von Epilepsie

Die Ursachen für Epilepsie können vielfältig sein:

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  • Stoffwechselstörungen
  • Genetische Faktoren
  • Kopfverletzungen
  • Gutartige und bösartige Tumore
  • Hirnhautentzündungen
  • Schlaganfälle

Oft ist die genaue Ursache jedoch unbekannt.

Diagnose und Behandlung von Epilepsie

Die Diagnose von Epilepsie erfolgt in der Regel durch eine neurologische Untersuchung, ein EEG (Elektroenzephalogramm) und bildgebende Verfahren wie MRT (Magnetresonanztomographie). Die Behandlung zielt darauf ab, die Anfälle zu kontrollieren und zu verhindern. Dies kann durch Medikamente (Antikonvulsiva), Operationen oder andere Therapien erreicht werden.

Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn, bei der Nervenzellen absterben können. Es gibt zwei Hauptarten von Schlaganfällen:

  • Hirninfarkt (ischämischer Schlaganfall): Ein Blutgefäß im Gehirn wird durch ein Blutgerinnsel verengt oder verschlossen.
  • Gehirnblutung (hämorrhagischer Schlaganfall): Ein Blutgefäß im Gehirn reißt oder platzt.

Symptome eines Schlaganfalls

Die Symptome eines Schlaganfalls können je nach betroffenem Hirnbereich variieren. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Lähmungs- und Taubheitsgefühle: Plötzliche Lähmungen in Gesicht, Arm oder Bein, typischerweise auf einer Körperseite.
  • Sehstörungen: Doppelbilder, Gesichtsfeldausfall, Erblindung.
  • Sprech- und Sprachstörungen: Unverständliches, undeutliches Sprechen mit Verständigungsschwierigkeiten.
  • Schluckstörungen: Schwierigkeiten beim Schlucken von Speisen und/oder Speichel.
  • Schwindel und Gangunsicherheit: Plötzlicher Schwindel und fehlender Gleichgewichtssinn.
  • Starke Kopfschmerzen: Plötzlich auftretende Kopfschmerzen ohne bekannte Ursache.

Behandlung eines Schlaganfalls

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Die Behandlung zielt darauf ab, eine zusätzliche Schädigung des Gehirns zu verhindern und die Schäden durch den Schlaganfall zu begrenzen. Die Akutbehandlung kann eine Thrombolyse (Auflösung des Blutgerinnsels) oder eine mechanische Thrombektomie (Entfernung des Blutgerinnsels mittels eines Katheters) umfassen.

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Hirnvenenthrombose

Bei einer Hirnvenenthrombose kommt es durch ein Blutgerinnsel zu einem teilweisen oder vollständigen Verschluss einer Vene im Gehirn. Dies kann zu einem Blutstau im Gehirn führen und schwerwiegende Folgen haben.

Ursachen und Risikofaktoren für Hirnvenenthrombose

Man unterscheidet zwei Hauptgruppen von Hirnvenenthrombose:

  • Aseptische Hirnvenenthrombose: Meistens wird eine Hirnvenenthrombose nicht durch eine Infektion verursacht. Risikofaktoren sind hormonelle Faktoren (z.B. Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln, Schwangerschaft, Wochenbett), eine Neigung zur Blutgerinnselbildung (Thrombophilie), Blut-Erkrankungen oder Gefäßentzündungen.
  • Septische Hirnvenenthrombose: Eine septische Hirnvenenthrombose wird durch eine Infektion ausgelöst, z.B. Mittelohrentzündung, Mandelentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung oder systemische Infektionen wie Sepsis, Endokarditis oder Tuberkulose.

Symptome einer Hirnvenenthrombose

Die Symptome einer Hirnvenenthrombose können vielfältig sein und umfassen:

  • Kopfschmerzen
  • Epileptische Anfälle
  • Neurologische Ausfälle (z.B. motorische Störungen, Sprachstörung, Sehstörung)
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bewusstseinsstörungen

Diagnose und Behandlung einer Hirnvenenthrombose

Die Diagnose einer Hirnvenenthrombose erfolgt durch bildgebende Verfahren wie CT (Computertomografie) oder MRT (Magnetresonanztomografie) des Schädels mit Kontrastmittel. Die Behandlung umfasst die Gabe von gerinnungshemmenden Medikamenten (Heparin, Vitamin-K-Antagonisten) und die Behandlung der Grunderkrankung bei septischer Hirnvenenthrombose (Antibiotika, ggf. Operation).

Arachnoidalzysten

Arachnoidalzysten sind flüssigkeitsgefüllte Räume, die sich auf der Arachnoidea, einer der drei Membranen, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben, bilden.

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Ursachen und Symptome von Arachnoidalzysten

Es gibt zwei Arten von Arachnoidalzysten:

  • Primäre Arachnoidalzysten: Diese sind in der Regel angeboren und entstehen während der Entwicklung des Fötus im Mutterleib.
  • Sekundäre Arachnoidalzysten: Diese treten infolge einer Verletzung, einer Entzündung, eines Tumors oder einer Gehirnoperation auf.

Viele Arachnoidalzysten verursachen keine Symptome und werden erst zufällig bei medizinischen Untersuchungen entdeckt. Wenn Arachnoidalzysten jedoch Beschwerden hervorrufen, variieren diese je nach Art der Zyste. Intrakranielle Arachnoidalzysten können sich wie folgt bemerkbar machen:

  • Kopfschmerzen
  • Epileptische Anfälle
  • Erhöhter Hirndruck
  • Sehstörungen
  • Hormonelle Störungen
  • Halbseitensymptomatik
  • Bei Säuglingen: Zunahme des Kopfumfangs möglich
  • Bei Kindern und Jugendlichen: Entwicklungsverzögerung möglich

Diagnose und Behandlung von Arachnoidalzysten

Arachnoidalzysten werden typischerweise durch bildgebende Verfahren wie CT-Scan oder MRT diagnostiziert. Die Behandlung hängt von der spezifischen Lokalisierung, Größe und den klinischen Auswirkungen der Zyste ab. Bei symptomatischen Zysten kann eine Operation erforderlich sein.

Kopfschmerzen am Hinterkopf

Kopfschmerzen im oder am Hinterkopf sind ein häufiges Phänomen, das verschiedene Ursachen haben kann.

Ursachen von Kopfschmerzen am Hinterkopf

  • Muskelverspannungen: Muskelverspannungen an Rücken, Nacken oder Kiefer können Kopfschmerzen am Hinterkopf verursachen. Diese Verspannungen werden häufig durch Fehlhaltung, stundenlanges Sitzen vor dem Computer, falsche Schuhe oder einseitige Belastung ausgelöst.
  • Spannungskopfschmerzen: Spannungskopfschmerzen liegen häufig an der Stirn, aber auch im hinteren Kopfbereich. Sie fühlen sich dumpf, eng und einschränkend an.
  • Migräne: Auch bei Migräne kann der Schmerz den Hinterkopf betreffen.
  • Zervikogener Kopfschmerz: Bandscheibenvorfälle im Bereich der Halswirbelsäule können Hinterkopfschmerzen auslösen.
  • Arthrose oder Rheumatoide Arthritis: Wenn Arthrose oder Rheumatoide Arthritis die Halswirbelsäule betreffen, können sie Kopfschmerzen verursachen.
  • Okzipitalisneuralgie: Bei der Okzipitalisneuralgie ist meist nur eine Seite des Hinterkopfes betroffen.

Behandlung von Kopfschmerzen am Hinterkopf

Es gibt viele Möglichkeiten, Hinterkopfschmerzen selbst zu behandeln:

  • Wärme: Legen Sie ein warmes Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche auf den Nacken.
  • Kälte: Probieren Sie aus, ob Ihnen ein Nackenguss mit erst kaltem und später wärmerem Wasser gut tut.
  • Entspannung: Gönnen Sie sich ein entspannendes Bad, wenn die Kopfschmerzen durch Stress ausgelöst wurden.
  • Bewegung: Bewegen Sie sich regelmäßig, um die verspannten Muskeln zu lösen.
  • Medikamente: In der Apotheke bekommen Sie einige Mittel, mit denen Sie Hinterkopfschmerzen wirksam lindern können.

HWS-Syndrom (Halswirbelsäulensyndrom)

Das HWS-Syndrom beschreibt Nackenschmerzen und begleitende Beschwerden wie Schulterschmerzen, deren Ursachen in der Halswirbelsäule zu finden sind.

Ursachen und Symptome des HWS-Syndroms

Wie auch bei Rückenschmerzen sind die Ursachen für das Halswirbelsäulensyndrom sehr vielfältig. Klassische Symptome sind Schmerzen und schmerzhaftes Ziehen im Nacken durch Verspannungen. Die Beschwerden können dabei auch in Schultern und Arme ausstrahlen. In extremeren Fällen kann das HWS-Syndrom auch zu Taubheitsgefühlen in Armen und Händen führen.

Behandlung des HWS-Syndroms

Die Behandlung des HWS-Syndroms kommt auf die Ursache an. In den allermeisten Fällen kommen für die Behandlung aber konservative Therapien in Frage, weil es um Probleme der Muskulatur geht. Das bedeutet vor allem: Patientinnen und Patienten möglichst schnell wieder in eine normale und gesunde Haltung und Bewegung zu bringen, beispielsweise mit Hilfe von Physiotherapie sowie Übungen zur Entspannung und zur Kräftigung.

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