Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, von der schätzungsweise 14 von 100 Frauen und 7 von 100 Männern betroffen sind. Auch Kinder leiden darunter, etwa 4 bis 5 Prozent. Viele Betroffene suchen nach Alternativen oder Ergänzungen zu herkömmlichen Medikamenten, um Migräne zu behandeln und vorzubeugen. Hier kommt Magnesium ins Spiel, ein essenzieller Mineralstoff, der eine wichtige Rolle bei verschiedenen Körperfunktionen spielt und potenziell bei Migräne helfen kann.
Magnesium: Ein wichtiger Mineralstoff für den Körper
Magnesium ist ein Mengenelement, das heißt, der Körper benötigt es in größeren Mengen. Es ist an zahlreichen Prozessen beteiligt, darunter:
- Energiestoffwechsel: Magnesium spielt eine zentrale Rolle bei der Aktivierung von Enzymen, die für den Energiestoffwechsel wichtig sind.
- Muskelfunktion: Es ist an der Reizübertragung von Nerven auf Muskeln sowie der Muskelkontraktion beteiligt.
- Nervensystem: Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
- Knochen und Zähne: Es ist wichtig für die Erhaltung von Knochen und Zähnen.
- Herzfunktion: Magnesium ist essenziell für die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln, einschließlich des Herzmuskels. Ein Mangel kann Herzrhythmusstörungen begünstigen.
Da der Körper Magnesium nicht selbst produzieren kann, ist eine ausreichende Zufuhr über die Ernährung essenziell. Eine Unterversorgung kann sich in Form von Zittern, Krämpfen, Verwirrtheit oder Herzrhythmusstörungen äußern.
Der Zusammenhang zwischen Magnesiummangel und Migräne
Ein Magnesiummangel kann sich negativ auf Migräne auswirken. Ein Defizit kann unter Umständen zu Muskelkrämpfen und -verspannungen oder Kopfschmerzen führen. Studien haben gezeigt, dass Migränepatienten oft einen niedrigen Magnesiumspiegel im Blut aufweisen. Ein Mangel an Magnesium im Körper kann zu einer Übererregbarkeit von Muskel- und Nervenfasern führen. Eine Überaktivität von Nervenzellen im Hirnstamm kann nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen Auslöser von Migräneattacken sein. Eine weitere mögliche Folge von Magnesiummangel sind Verspannungen der Muskulatur im Schulter- und Nackenbereich, die als ein Risikofaktor für Spannungskopfschmerz gelten.
Magnerot® CLASSIC N: Wirkungsvoll und sanft bei Magnesiummangel
Magnerot® CLASSIC N ist ein Arzneimittel, das bei Magnesiummangel eingesetzt wird, wenn dieser Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist. Es kann auch zur Prävention eines Magnesiummangels bei erhöhtem Bedarf verwendet werden. Der Wirkstoff in Magnerot® CLASSIC N ist Magnesiumorotat-Dihydrat.
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Einzigartige Verbindung für optimale Magnesiumaufnahme
Nicht jede Magnesiumverbindung ist gleich gut bioverfügbar. Magnerot® CLASSIC N enthält Magnesiumorotat, eine Kombination aus Magnesium und der körpereigenen Orotsäure. Diese Verbindung sorgt für eine effiziente Aufnahme von Magnesium im Körper. Orotsäure ist eine körpereigene Substanz und wurde früher Vitamin B13 genannt. Sie ist unter anderem auch in der Muttermilch vorhanden. Die positiven Eigenschaften der organischen Orotsäure macht sich auch das Arzneimittel Zinkorot® 25 mg zunutze.
Vorteile von Magnerot® CLASSIC N bei Krämpfen:
- Magnerot® CLASSIC N gleicht den Magnesiummangel aus und kann so Muskelkrämpfe lindern.
- Die Tabletten sind gut verträglich und können individuell (nach Beipackzettel) dosiert werden.
- Dank der Formulierung wird der Wirkstoff bereits innerhalb von 10 Minuten freigesetzt und dem Körper zügig zur Verfügung stehen.
Anwendungsgebiete von Magnerot® CLASSIC N:
- Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist.
- Prävention eines Magnesiummangels bei erhöhtem Bedarf.
Magnesium bei Migräne: Prophylaxe und Behandlung
Magnesium kann bei Migräne als (zusätzliches) Prophylaktikum eingesetzt werden. Einige Nahrungsergänzungsmittel, die du zur Migräne-Prophylaxe einnehmen kannst, enthalten neben Magnesium zusätzliche Vitamine wie B2 (Riboflavin) und das Coenzym Q10.
Dosierung von Magnesium bei Migräne
Die aktuelle Leitlinie „Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) führt zur vorbeugenden Behandlung die Einnahme von Magnesium auf. Es ist jedoch wichtig, die Dosierung nicht zu hoch anzusetzen, da dies zu Nebenwirkungen wie Durchfall, Schläfrigkeit und Teilnahmslosigkeit führen kann. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, die Tageshöchstmenge von 250 mg Magnesium bei der Einnahme nicht zu überschreiten und die Tagesdosis auf mindestens zwei Einnahmen pro Tag zu verteilen. 1 Tablette Magnerot® CLASSIC N enthält 500 mg Magnesiumorotat Dihydrat, entsprechend 32,8 mg Magnesium. Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Magnesium für Kinder und Schwangere
Auch bei Kindern ist Magnesium in der Migräne-Prophylaxe weit verbreitet. Während einer Schwangerschaft kannst du bei Migräne auf Magnesium zur Prophylaxe zurückgreifen. Hierzu empfehlen wir dir Rücksprache mit deinem behandelnden Arzt zu halten.
Formen von Magnesium bei Migräne
Nahrungsergänzungsmittel, die Patienten bei Migräne einnehmen können, um sich das benötigte Magnesium zuzuführen, enthalten entwederMagnesiumoxid und Magnesiumcarbonat oderMagnesiumcitrat.Welches Magnesium du nun genau bei Migräne anwenden kannst, hängt von deiner individuellen Situation und Verträglichkeit ab: Bei Magnesiumoxid erfolgt der Einsatz meist zur Prävention von Migräne-Attacken, Magnesiumcitrat findet Verwendung bei akuten Beschwerden. Möglicherweise speichert der Körper Magnesiumoxid besser im Körper - Citrat nimmt er hingegen schneller auf.
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Die Magnesium-Art nimmt keinen Einfluss auf die Wirksamkeit von Präparaten - Unterschiede gibt es nur in der Zeit, die der Körper benötigt, um es aufzunehmen. Oral eingenommene Substanzen lösen sich zunächst im Magen auf, anschließend gelangen sie zum Dünndarm und in die Blutbahn, wo sie ihre Wirkung im Körper entfalten.
Für die Einnahme von Magnesium bei Migräne kannst du auf verschiedene Darreichungsformen zurückgreifen: Tabletten, Granulate, Kapseln oder Kaudragees.
Weitere Faktoren, die Migräne beeinflussen können
Neben Magnesiummangel gibt es weitere Faktoren, die Migräne auslösen oder verstärken können:
- Stress: Stress ist ein häufiger Auslöser von Migräneattacken. In stressigen Phasen benötigt der Körper mehr Magnesium, doch häufig wird in dieser Zeit vermehrt auf Fast Food und Fertiggerichte zurückgegriffen, die eher weniger Magnesium enthalten.
- Schlafmangel: Unregelmäßiger Schlaf oder Schlafmangel können Migräneattacken begünstigen.
- Hormonelle Veränderungen: Hormonelle Schwankungen, beispielsweise während des Menstruationszyklus, können bei Frauen Migräne auslösen.
- Ernährung: Stark histamin- oder tyraminhaltige Lebensmittel (Käse, Sauerkraut, Wein) können bei manchen Menschen Migräneattacken auslösen.
- Chronische Erkrankungen: Chronische Erkrankungen wie Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Zöliakie, Morbus Crohn) oder Diabetes können einen Magnesiummangel begünstigen.
Tipps zur Vorbeugung von Magnesiummangel
Um einem Magnesiummangel vorzubeugen, können Sie folgende Tipps beachten:
- Ausgewogene Ernährung: Achten Sie auf eine magnesiumreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Nüssen.
- Magnesiumpräparate: Bei erhöhtem Bedarf oder chronischen Erkrankungen kann die Einnahme von Magnesiumpräparaten sinnvoll sein. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Magnerot® CLASSIC N kann helfen, einem erhöhten Magnesiumbedarf gezielt entgegenzuwirken.
- Stressmanagement: Versuchen Sie, Stress zu reduzieren, beispielsweise durch Entspannungsübungen oder Sport.
- Ausreichend Schlaf: Achten Sie auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus und ausreichend Schlaf.
- Vermeiden Sie Risikofaktoren: Identifizieren Sie Ihre persönlichen Migräneauslöser und vermeiden Sie diese so gut wie möglich.
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