Aspirin Migräne: Dosierung, Wirkung und Anwendung

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, oft sehr starke Kopfschmerzen gekennzeichnet ist. Diese Kopfschmerzen können von weiteren Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet sein. Aspirin Migräne Brausetabletten sind ein rezeptfreies Arzneimittel zur Behandlung von Migräneanfällen.

Was ist Aspirin Migräne?

Aspirin Migräne Brausetabletten enthalten den Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS). ASS wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und entzündungshemmend. Bei Migräneanfällen hemmt ASS die übermäßige Bildung von Schmerz-Botenstoffen, den sogenannten Prostaglandinen. Dadurch wird die Schmerzempfindlichkeit herabgesetzt und die Migränekopfschmerzen werden gelindert.

Die Brausetabletten enthalten zusätzlich Pufferstoffe. Diese sorgen für eine schnelle Auflösung der Tablette und eine rasche Aufnahme des Wirkstoffs ASS im Körper.

Aspirin Migräne Brausetabletten sind geeignet für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren zur akuten Behandlung der Kopfschmerzphase von Migräneanfällen mit und ohne Aura.

Wirkweise von Aspirin Migräne

Bei migränebedingten Kopfschmerzen, mit oder ohne Aura, und den dazugehörigen Begleitsymptomen ist die Aspirin® Migräne Brausetablette eine Option. Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) lindert Migränekopfschmerzen, indem er die übermäßige Bildung von Schmerz-Botenstoffen (Prostaglandine) hemmt - dies setzt die Schmerzempfindlichkeit herab. Dank der Pufferstoffe wird die Löslichkeit des Wirkstoffs verbessert. Durch die Linderung der Migränekopfschmerzen können auch Begleitsymptome wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit gebessert werden. Jede Brausetablette enthält 500 mg ASS neben den Pufferstoffen.

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Dosierung und Anwendung

Die empfohlene Dosis für Jugendliche über 16 Jahren und Erwachsene beträgt:

  • Einzeldosis: 2 Brausetabletten
  • Tagesgesamtdosis: maximal 6 Brausetabletten

Die Einzeldosis kann, falls erforderlich, in Abständen von 4-8 Stunden bis zu 3-mal täglich eingenommen werden. Die Tagesgesamtdosis darf dabei nicht überschritten werden.

Die Brausetabletten werden in einem Glas Wasser aufgelöst und getrunken.

Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn sich die Symptome verschlechtern oder länger als 3 Tage andauern.

Wichtige Hinweise zur Einnahme

  • Einnahme: Die Einnahme sollte vorzugsweise nach einer Mahlzeit erfolgen, um Magenreizungen zu minimieren.
  • Dauer der Anwendung: Ohne ärztliche Anweisung sollte Aspirin Migräne nicht länger als 3 Tage eingenommen werden.
  • Hinweis: Aspirin Migräne enthält Natriumverbindungen. Die Packungsbeilage ist zu beachten!

Gegenanzeigen

Aspirin Migräne darf nicht eingenommen werden:

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  • bei Allergie gegen Acetylsalicylsäure, andere Salicylate oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels
  • wenn in der Vergangenheit Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Asthmaanfälle) auf Schmerzmittel, Fiebermittel oder Entzündungshemmer (Salicylate oder andere nichtsteroidale Entzündungshemmer) aufgetreten sind
  • bei akuten Magen- und Darmgeschwüren
  • bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung
  • bei Leber- und Nierenversagen
  • bei schwerer, nicht durch Medikamente eingestellter Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
  • wenn gleichzeitig 15 mg oder mehr Methotrexat pro Woche eingenommen werden
  • in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Aspirin Migräne einnehmen:

  • bei Überempfindlichkeit gegen andere Schmerzmittel (Analgetika) / Entzündungshemmer (Antiphlogistika) / bestimmte Arzneimittel gegen Rheuma (Antirheumatika) oder andere Allergie auslösende Stoffe
  • bei Bestehen von Allergien (z. B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber), Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) oder chronischen Atemwegserkrankungen
  • bei gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln
  • bei Magen- oder Darmgeschwüren oder Magen-Darmblutungen in der Vorgeschichte
  • bei eingeschränkter Leberfunktion
  • bei eingeschränkter Nierenfunktion oder verminderter Herz- und Gefäßdurchblutung
  • vor Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. Ziehen eines Zahnes)
  • bei Patienten mit schwerem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel

Acetylsalicylsäure kann das Risiko einer Nierenfunktionsstörung und eines akuten Nierenversagens weiter erhöhen. Vor Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. Ziehen eines Zahnes) kann es zur verstärkten Blutungsneigung kommen. Bei Patienten mit schwerem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel kann Acetylsalicylsäure einen beschleunigten Abbau bzw. Zerfall der roten Blutkörperchen oder eine bestimmte Form von Blutarmut bewirken.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Die Wirkung der nachfolgend genannten Arzneistoffe bzw. Präparate-Gruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Aspirin Migräne beeinflusst werden.

  • Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:
    • Blutgerinnungshemmende Arzneimittel
    • Arzneimittel, die das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen hemmen (Thrombozytenaggregationshemmer)
    • Andere schmerz- und entzündungshemmende Arzneimittel (nichtsteroidale Analgetika / Antiphlogistika) mit Salicylsäure
    • Arzneimittel, die Kortison oder kortisonähnliche Substanzen enthalten
    • Alkohol
    • Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft)
    • Blutzuckersenkende Arzneimittel (Antidiabetika)
    • Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten rheumatischen Erkrankungen)
    • Valproinsäure (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen des Gehirns [Epilepsie])
    • Selektive-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen)
  • Abschwächung der Wirkung:
    • Diuretika (Arzneimittel zur Förderung der Harnausscheidung) bei Dosierungen ab 6 Brausetabletten pro Tag und mehr
    • ACE-Hemmer (bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel) bei Dosierungen ab 6 Brausetabletten pro Tag und mehr
    • Harnsäureausscheidende Gichtmittel (z. B. Probenecid, Benzbromaron)

Aspirin Migräne in Schwangerschaft und Stillzeit

Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel sollte Aspirin Migräne nicht eingenommen werden. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft darf Acetylsalicylsäure wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind vor und während der Geburt nicht eingenommen werden.

Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Bei gelegentlicher Anwendung der empfohlenen Dosis ist eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderlich. Bei längerer Anwendung bzw. Einnahme hoher Dosen sollte jedoch abgestillt werden.

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Mögliche Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann Aspirin Migräne Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Magenreizungen, Übelkeit, Sodbrennen
  • Magen-Darm-Geschwüre und -Blutungen
  • Allergische Reaktionen (z. B. Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber, Asthmaanfälle)
  • Verlängerung der Blutungszeit
  • Ohrensausen (Tinnitus), Hörstörungen, Schwindel (insbesondere bei Überdosierung)

Bei Auftreten von Nebenwirkungen sollte ein Arzt oder Apotheker informiert werden.

Was ist bei Überdosierung zu tun?

Ohrensausen (Tinnitus), Hörstörungen, Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel können, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten, Zeichen einer schweren Vergiftung sein. Bei Verdacht auf eine Überdosierung sollte sofort ein Arzt benachrichtigt werden.

Weitere Informationen

  • Packungsgrößen: Aspirin Migräne Brausetabletten sind in Packungsgrößen mit 2, 10, 20, 24, 180 Stück erhältlich.
  • Apothekenpflicht: Aspirin Migräne Brausetabletten sind apothekenpflichtig und können ohne Rezept erworben werden.

Alternativen zu Aspirin Migräne

Es gibt verschiedene Alternativen zur Behandlung von Migräne, sowohl rezeptfreie als auch verschreibungspflichtige. Zu den rezeptfreien Alternativen gehören andere Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol. Bei stärkeren Migräneanfällen oder wenn rezeptfreie Schmerzmittel nicht ausreichend wirken, kann der Arzt Triptane oder andere spezifische Migränemittel verschreiben.

Zusätzlich zu Medikamenten können auch nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Entspannungsübungen, Stressmanagement und eine Anpassung des Lebensstils helfen, Migräneanfälle zu reduzieren.

Migräne: Ursachen und Behandlung

Migräne ist mehr als nur ein starker Kopfschmerz. Die Ursachen der Migräne sind komplex und noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren eine Rolle spielt.

Phasen eines Migräneanfalls

Der Verlauf von Migräneanfällen kann unterschiedlich sein und in mehrere Phasen unterteilt werden:

  1. Vorbotenphase (Prodromalphase): Diese Phase kann Stunden oder Tage vor dem eigentlichen Kopfschmerz auftreten und äußert sich durch Symptome wie Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Heißhunger oder Nackensteifigkeit.
  2. Aura: Bei manchen Menschen geht dem Kopfschmerz eine Aura voraus. Diese Phase ist durch neurologische Symptome wie Sehstörungen (z.B. Flimmern, Blitze), sensorische Störungen (z.B. Kribbeln) oder Sprachstörungen gekennzeichnet.
  3. Kopfschmerzphase: In dieser Phase treten die typischen Migränekopfschmerzen auf. Diese sind oft pulsierend, einseitig und werden von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet.
  4. Rückbildungsphase (Postdromalphase): Nach dem Kopfschmerz kann eine Rückbildungsphase folgen, in der man sich erschöpft und ausgelaugt fühlt.

Medikamentöse Behandlung von Migräne

Die medikamentöse Behandlung von Migräne zielt darauf ab, die akuten Symptome zu lindern und die Häufigkeit und Intensität der Anfälle zu reduzieren.

  • Akuttherapie: Bei der Akuttherapie werden Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen, Paracetamol oder Triptane eingesetzt, um die Kopfschmerzen und Begleitsymptome während eines Anfalls zu lindern.
  • Prophylaxe: Wenn Migräneanfälle häufig auftreten oder sehr stark sind, kann eine Migräneprophylaxe sinnvoll sein. Dabei werden Medikamente eingesetzt, um die Häufigkeit und Intensität der Anfälle zu reduzieren. Zu den Medikamenten, die zur Migräneprophylaxe eingesetzt werden, gehören Betablocker, Antidepressiva, Antiepileptika und CGRP-Antikörper.

Nicht-medikamentöse Behandlung von Migräne

Neben Medikamenten können auch nicht-medikamentöse Maßnahmen helfen, Migräneanfälle zu reduzieren:

  • Entspannungstechniken: Entspannungsübungen wie progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder Yoga können helfen, Stress abzubauen und Migräneanfälle zu reduzieren.
  • Stressmanagement: Stress ist ein häufiger Auslöser für Migräneanfälle. Stressmanagement-Techniken wie Achtsamkeitstraining oder kognitive Verhaltenstherapie können helfen, Stress zu reduzieren und besser mit ihm umzugehen.
  • Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus: Ein unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus kann Migräneanfälle begünstigen. Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus kann helfen, die Häufigkeit von Anfällen zu reduzieren.
  • Ausreichend Flüssigkeit: Dehydration kann Migräneanfälle auslösen. Es ist wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu trinken, um den Körper hydriert zu halten.
  • Vermeidung von Triggerfaktoren: Bestimmte Faktoren können Migräneanfälle auslösen. Es ist hilfreich, diese Triggerfaktoren zu identifizieren und zu vermeiden. Zu den häufigsten Triggerfaktoren gehören Stress, Schlafmangel, bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Käse, Schokolade, Rotwein), Wetterveränderungen und hormonelle Veränderungen.

Pflanzliche Mittel gegen Migräne

Auch pflanzliche Arzneimittel können gegen Migräne zur Anwendung gelangen. So ließ sich nachweisen, dass Pestwurz die Migräne-Beschwerden wirksam zurückdrängt. Mutterkraut hat zudem einen beruhigenden Effekt und lindert Übelkeit. Bei der Anwendung der pflanzlichen Mittel muss sich der Patient jedoch unbedingt an die Anweisungen seines Arztes halten.

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