Die Kampfsportwelt und seine zahlreichen Fans waren erschüttert, als die Nachricht von Michael Smoliks Hirntumor-Diagnose bekannt wurde. Der ehemalige Kickbox-Weltmeister und jetzige MMA-Kämpfer, bekannt auch durch seine Auftritte in der "Ruhrpottwache", musste kurz vor einem wichtigen Kampf eine Zwangspause einlegen. Doch Smolik bewies Kämpferherz und kehrte nach erfolgreicher Operation und Rehabilitation in den Ring zurück.
Die Diagnose und ihre Folgen
Michael Smolik, geboren am 28. Juli 1991 in Crailsheim, ist seit seiner Kindheit im Kampfsport aktiv. Er feierte Erfolge im Kickboxen, wo er Europa- und Weltmeistertitel in verschiedenen Klassen errang. Im Jahr 2020 wechselte er zum MMA. Seine Fans hält der 32-Jährige über seinen YouTube-Kanal auf dem Laufenden, der mittlerweile über 800.000 Follower hat.
Die ersten Anzeichen bemerkte Smolik vor etwa zwei Monaten, als ihm beim Joggen schwindelig und schlecht wurde. Auch während des Trainings traten diese Symptome auf. Ein MRT brachte schließlich die erschreckende Diagnose: ein Hirntumor. Ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelte, war zunächst unklar.
Die Diagnose kam kurz vor der "Legacy Crossover Fight Night" in Oberhausen am 14. Oktober, wo Smolik im Schwergewicht gegen den Kampfsport-Influencer Edmon "Ringlife" Avagyan antreten sollte. Dieser Kampf, der von vielen Fans erwartet wurde, musste abgesagt werden. Smolik befand sich in einer Klinik bei Heidelberg, wo er operiert wurde.
Die Operation und der Weg zurück
Die Operation, die am Klinikum in Heidelberg durchgeführt wurde, dauerte rund zwölf Stunden. Smoliks Lebensgefährtin, Salome Thürigen, teilte mit, dass die Operation komplikationslos verlaufen sei und sein Zustand stabil sei. Smolik meldete sich kurz nach der OP über Instagram bei seinen Fans und bedankte sich für die Unterstützung.
Lesen Sie auch: Erfahrungen mit Dr. med. Michael Kraus: Eine Analyse
Nach der Operation musste sich Smolik einer intensiven Rehabilitation unterziehen. Die Ärzte hatten ihm zunächst gesagt, dass er nie wieder kämpfen dürfe. Doch Smolik gab nicht auf und kämpfte sich zurück. Er überwand Nebenwirkungen wie epileptische Anfälle und arbeitete hart an seiner Fitness.
Das Comeback im Ring
Im September kehrte Smolik in den Ring zurück. Sein Comeback-Kampf fand in Bonn statt, wo er gegen Mo Abdallah antrat. Die beiden hatten bereits 2019 im Kickboxen gegeneinander gekämpft, wobei Smolik nach Punkten gewann.
Die Geschichte zwischen Smolik und Abdallah ist jedoch mehr als nur eine sportliche Rivalität. Abdallah war es, der Smolik nach einem gemeinsamen Training auf Zypern dazu drängte, sich untersuchen zu lassen, nachdem Smolik immer wieder Ausfälle hatte. So rettete Abdallah Smolik praktisch das Leben.
Der Kampf gegen Abdallah fand im klassischen Boxen statt. Smolik gewann den Kampf und bewies damit, dass er nach seiner schweren Erkrankung wieder in Topform ist.
Der Kampf gegen "Ringlife"
Nach seinem Comeback-Kampf gegen Abdallah stand Smolik im Oktober bei "The Ultimate Hype" erneut gegen Edmon "Ringlife" Avagyan im Ring. Der Kampf, der ursprünglich bereits 2023 stattfinden sollte, war aufgrund von Smoliks Erkrankung verschoben worden.
Lesen Sie auch: Alzheimer aus neuer Sicht: Die Forschung von Michael Nehls
Smolik gewann den Kampf gegen "Ringlife" nach sechs Runden. Damit setzte er ein Zeichen und zeigte, dass er auch nach seiner schweren Erkrankung zu Höchstleistungen fähig ist.
Smoliks Karriere und seine Bedeutung für den Kampfsport
Michael Smolik ist nicht nur ein erfolgreicher Kampfsportler, sondern auch eine wichtige Figur in der deutschen Kampfsportszene. Er hat zahlreiche Fans, die ihn für seine sportlichen Leistungen, seine offene Art und seinen Kampfgeist schätzen.
Smolik ist ein Vorbild für viele junge Kampfsportler. Er zeigt, dass man auch nach schweren Rückschlägen wieder aufstehen und seine Ziele erreichen kann. Seine Geschichte ist ein Beweis für die Kraft des Willens und die Bedeutung von Freundschaft und Unterstützung.
Lesen Sie auch: Schlaganfall-Überlebender Michael Hartl erzählt seine Geschichte