Kreisende Negativ-Gedanken, Zukunftsangst und Einschlafstörungen - Stress im Alltag hat viele Gesichter. Mehr als zwei Drittel der Deutschen fühlen sich häufig gestresst, besonders die 30- bis 49-Jährigen. Die Ursachen sind vielfältig: Männer finden häufig den Druck im Job belastend, während Frauen mit dem Anspruch hadern, Familie und Karriere zu koordinieren. Entspannungstechniken und pflanzliche Beruhigungsmittel können dabei helfen, Alltagsstress, Ängste und Anspannung abzubauen.
Was passiert bei Dauerstress im Körper?
Was Stress anbelangt, spult unser Organismus dieselben hormonellen Muster ab, die uns schon in der Steinzeit vor gefährlichen Tieren und Gegnern schützen sollten. Nimmt das Gehirn einen Stressreiz wahr, wird der gesamte Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Blitzschnell sorgen Botenstoffe dafür, dass Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol freigesetzt werden, um den Gestressten auf die adäquate Reaktion vorzubereiten: Kampf oder Flucht. Cortisol sorgt etwa dafür, dass Glucose ins Blut freigesetzt wird, damit schnell Energie bereitsteht, falls der gestresste Organismus weglaufen oder sich zur Wehr setzen muss. Auf der anderen Seite bremst das Stresshormon andere Abläufe im Körper, die Energie benötigen, beispielsweise das Immunsystem, die Verdauung und die Libido. Ein Problem unserer Zeit: Bei einer Tätigkeit im Büro folgen die wenigsten Menschen ihrem Kampf- oder Fluchtreflex, wenn es etwa einen Konflikt mit dem Vorgesetzten gibt. tragen dazu bei, dass Stresshormone im Körper nicht gut abgebaut werden und teilweise chronisch erhöht bleiben - mit schwerwiegenden Folgen.
Wann ist Stress behandlungsbedürftig?
Wer im Alltag Stress empfindet, sollte ihm unmittelbar entgegenwirken, zum Beispiel mit Sport, Yoga oder Entspannungstechniken wie Autogenem Training oder Meditation. Sollte dies nicht helfen, können pflanzliche Beruhigungsmittel zum Einsatz kommen. Gegenüber Schlaf- und Beruhigungsmitteln hegen viele Menschen verständlicherweise Vorbehalte, da sie abhängig machen, die Fahrtüchtigkeit einschränken und auch die Leistungsfähigkeit mindern können. Aus Angst vor Nebenwirkungen einer medikamentösen Therapie meiden stressgeplagte Berufstätige es oft, bei den ersten Anzeichen einer Überbelastung zum Arzt zu gehen. Abhilfe können hier rezeptfreie pflanzliche Beruhigungsmittel schaffen, die einfach in Apotheken und Online Apotheken erhältlich sind. Für ihre Inhaltsstoffe konnten Studien eine beruhigende Wirkung nachweisen, ohne dass die typischen Nebenwirkungen auftreten, die starke und meist verschreibungspflichtige Beruhigungsmittel mitbringen. Lässt der Stress nach vier bis sechs Wochen nicht nach, sollten Betroffene in jedem Fall mit ihrem Hausarzt und gegebenenfalls einem Psychiater und/ oder Psychotherapeuten sprechen. Ärztliche Hilfe ist auch dann geboten, wenn der Stress von somatischen Beschwerden begleitet wird, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder Rückenproblemen. Auch Kinder können Stresssymptome zeigen, wenn es Probleme in der Schule oder im familiären Umfeld gibt. Zeigt sich hier über Wochen keine Besserung, sollten Eltern bei einem Kinderpsychiater bzw. -neurologen abklären, ob vielleicht eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) vorliegt. Sie muss nämlich deutlich anders behandelt werden als eine allgemeine Stressbelastung.
Welche pflanzlichen Beruhigungsmittel sind bei Stress geeignet?
Pflanzliche Beruhigungsmittel genießen heutzutage selbst unter Medizinern einen guten Ruf. Diverse wissenschaftliche Studien konnten ihre Wirksamkeit demonstrieren und deutliche Vorteile aufzeigen: Im Gegensatz zu starken Beruhigungsmitteln besteht bei pflanzlichen Beruhigungsmitteln keine Gefahr der Abhängigkeit. Des Weiteren schränken sie die Leistungsfähigkeit nicht ein und bringen kaum Nebenwirkungen mit sich. Die sogenannten „Phytopharmaka“ wirken nicht einschläfernd (hypnotisch), sondern reduzieren die nervöse Anspannung bei den Studienteilnehmern.
Lavendel
Das ätherische Öl des Lavendels ist aus der Aromatherapie bekannt für seine entspannende Wirkung auf Geist und Körper. Speziell zum Einnehmen entwickelt wurden Weichkapseln mit den Wirkstoffen aus Arzneilavendel wie die Lasea Kapseln (56 Stk.). Für sie bestehen gute Erfahrungen bei innerer Unruhe, Angstgefühlen und daraus entstehenden Schlafstörungen.
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Johanniskraut
Die getrockneten Triebspitzen des Johanniskrauts (Hypericum perforatum L.) nutzt man zur Behandlung leichter bis mittelschwerer Depressionen, von Ängsten und nervöser Unruhe. Inhaltsstoffe wie das Hyperforin hemmen die Wiederaufnahme bestimmter Botenstoffe (Serotonin, Dopamin und Noradrenalin) und zeigen damit einen ähnlichen Wirkmechanismus wie moderne synthetische Antidepressiva. Johanniskraut wirkt in Studien genauso effektiv wie entsprechende Medikamente und übertrifft deutlich die Wirkung von Placebos. Dabei zeigt das Kraut eine höhere Verträglichkeit und verursacht weniger Nebenwirkungen als chemische Antidepressiva. Als übliche Dosierung empfehlen Fachleute 900 mg Johanniskraut-Extrakt pro Tag. Johanniskrautextrakt erhalten Anwender rezeptfrei - entweder pur in Tablettenform oder in der Kombination mit weiteren pflanzlichen Wirkstoffen wie Passionsblume und Baldrian wie bei den NEURAPAS balance Filmtabletten (100 Stk.).
Baldrian
Die Wurzel der Baldrianpflanze (Valeriana officinalis L.) hat eine lange Tradition als Beruhigungsmittel, wobei auch moderne wissenschaftliche Forschungsergebnisse diese Wirkung bestätigen. Aktuelle Studien demonstrieren, dass der Inhaltsstoff 6-Methylapigenin an dieselben Rezeptoren anbindet, wie etwa das Beruhigungsmittel Valium und dabei eine angstlösende Wirkung entfaltet. Fachleute empfehlen zur Beruhigung eine Dosierung zwischen 200 mg und 600 mg Baldrianextrakt wie etwa in Baldriparan Stark für die Nacht (30 Stk.). Auch höhere Dosierungen wie bei den Kneipp Baldrian Nacht 700 mg überzogenen Tabletten (30 Stk.) sind gut verträglich.
Passionsblume
Experten der Europäischen Gesellschaft für Phytotherapie (ESCOP) raten zur Einnahme von Passionsblumenkraut bei Reizbarkeit, Ruhelosigkeit und Einschlafstörungen. Grundlage der Empfehlung sind auch hier die Ergebnisse randomisierter Doppelblindstudien, die eine angstlösende Wirkung nahelegen. Passionsblumenextrakt erhalten Anwender rezeptfrei unter anderem als Monopräparat wie beispielsweise mit den Lioran die Passionsblume Kapseln (80 Stk.) oder den PASCOFLAIR Tabletten (30 Stk.).
Hopfen
Diese uralte Kulturpflanze verleiht nicht nur dem Bier sein charakteristisches Aroma, sie dient auch zur Beruhigung, wenn man sie in Form von Tee oder Extrakt zu sich nimmt. Besonders günstig ist die Kombination von Hopfen und Baldrian: Hier zeigen Studien, dass das Wirkstoff-Duo deutlich besser den Schlaf fördert als Baldrian allein. Bei nervös bedingten Einschlafstörungen können die Baldrian-Dispert Nacht Tabletten zum Einschlafen (50 Stk) weiterhelfen. Sie sind für Personen ab 12 Jahren geeignet.
Melisse
Seit Jahrhunderten nutzt man die Melisse (Melissa officinalis) bei Unruhezuständen, doch bis heute sind die wirksamen Inhaltsstoffe der Pflanze noch nicht identifiziert worden. Wissenschaftler konnten jedoch in einer Doppelblindstudie ihren beruhigenden Effekt beobachten, der die Wirkung eines Placebos deutlich übertreffen konnte. Anwender finden den Trockenextrakt der Melisse zum Beispiel in Kombipräparaten wie den Sedacur forte Beruhigungsdragees (100 Stk.) oder Melissenauszüge im Klosterfrau Melissengeist Konzentrat (475 ml).
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Rosenwurz
Den Rosenwurz (Rhodiola rosea) setzt man in Russland und im Baltikum bereits seit Jahrhunderten als Volksheilmittel ein. Aktuelle Studienergebnisse liegen bislang kaum vor, doch ist eine beruhigende Wirkung aufgrund der langen Erfahrung mit Rhodiola plausibel. Der Extrakt ist rezeptfrei in Apotheken und Online Apotheken erhältlich - zum Beispiel in Tablettenform wie den Rhodiologes 200 mg Filmtabletten (120 Stk.).
Bachblüten
Weitere alternative Naturheilmittel setzen auf die Kombination verschiedener natürlicher Wirkstoffe. Sie können bei nervösen Unruhezuständen und Schlafstörungen eingesetzt werden. Die guten Erfahrungen zahlreicher Anwender sprechen für alternative Naturheilmittel wie die bekannten Bachblüten Original Rescura Tropfen alkoholfrei (20 ml). Die Lösung vereint fünf Pflanzen: Rock Rose (Gelbes Sonnenröschen), Clematis (Weiße Waldrebe), Impatiens (Drüsentragendes Springkraut), Cherry Plum (Kirschpflaume) und Star of Bethlehem (Doldiger Milchstern). Ebenfalls auf homöopathischen Prinzipien basieren bekannte pflanzliche Beruhigungsmittel wie die Neurexan Tabletten (100 Stk.) oder die Neurodoron Tabletten (80 Stk.).
Was ist bei der Anwendung von pflanzlichen Beruhigungsmitteln zu beachten?
Die Präparate sind in der Regel nebenwirkungsarm. Spezielle Pflanzen, wie zum Beispiel Johanniskraut, können in hoher Dosierung jedoch unerwünschte Wirkungen entfalten. Manche Menschen entwickeln eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut unter der Johanniskraut-Einnahme; in anderen Fällen kann der Extrakt die Wirkung hormoneller Verhütungsmittel herabsetzen. Ob Risiken für bestimmte Personengruppen bestehen, erfahren Anwender in der Packungsbeilage des gewählten Präparates. Davon abgesehen lassen sich pflanzliche Beruhigungsmittel sehr gut einsetzen, um das eigene Wohlbefinden bei Stress und Überlastung zu verbessern.
Bei vielen pflanzlichen Beruhigungsmitteln setzt der gewünschte Effekt erst nach zwei bis vierwöchiger Anwendung ein. Diese Zeit können Betroffene mit allgemeinen Änderungen des Lebensstils, etwa einer gesünderen Ernährung, Sport und Entspannungstechniken teilweise überbrücken. Nach dieser Zeitspanne dürfte sich das Wohlbefinden deutlich steigern.
Einschlafhilfen und Melatonin
Leiden auch Sie unter Schlafstörungen? Mit diesem Problem sind Sie nicht allein, denn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Ein- oder Durchschlafstörungen. Stress scheint ein unvermeidlicher Alltagsbegleiter zu sein und kostet uns Nerven und raubt uns den Schlaf. Rasch folgt der Griff zu Tabletten, die beim Schlafen helfen sollen. Medikamente, wie verschreibungspflichtige Schlafmittel, sind kurzfristig sicher gut, sie verändern jedoch das Schlafmuster, können mit der Zeit zur Abhängigkeit führen, und die Tabletten oder andere Arzneiformen sind trotz eingehaltener Dosierung nicht frei von Nebenwirkungen.
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Was ist Melatonin?
Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das als Zwischenprodukt des Stoffwechsels entsteht. Melatonin wird auch als „Schlafhormon“ oder „Sandmännchen-Hormon“ bezeichnet. Es wird hauptsächlich in der erbsengroßen Zirbeldrüse unseres Zwischenhirns ausgeschüttet. Für die Steuerung des Tag- und Nacht-Rhythmus ist allerdings vorrangig das Melatonin aus der Zirbeldrüse des Gehirns zuständig. Sie wandelt das bei Tageslicht gebildete, stimmungsaufhellende Serotonin im Dunkeln zum Schlafhormon Melatonin um. Somit ist Melatonin das zentrale Hormon für die Steuerung des Wach-Schlaf- und Traumrhythmus. Es ist beteiligt an der Steuerung der „inneren Uhr“, auch zirkadianer Rhythmus genannt. In den Abendstunden steigt der Melatoningehalt an. Es kommt zu einer Erweiterung der peripheren Blutgefäße. Diese Erweiterung wirkt als Einschlafsignal, wir werden müde. Melatonin sendet den Organen das Signal, sich auf ihre Aufgaben und Funktionen einzustellen, die sie zum entsprechenden Zeitpunkt auszuüben haben.
Die Wirkung von Melatonin
Melatonin besitzt eine schlafanstoßende Wirkung und die Schlafneigung wird erhöht. Das Einschlafen wird gefördert, somit wird die Einschlafzeit verkürzt. Melatonin hat nicht nur eine Auswirkung auf die innere Uhr des Menschen, es besitzt noch viele weitere Aufgaben. Neben dem Einsatz als Schlafmittel beeinflusst Melatonin den Stoffwechsel, es reguliert unterschiedliche biologische Funktionen, die mit dem Tag-Nacht-Rhythmus in Verbindung stehen. Melatonin beeinflusst verschiedene Hormone beim Menschen. Es hat eine hemmende Wirkung auf die Produktion von Magensäure. Es kann bei der Gewichtskontrolle helfen. Durch die Hemmung von Leptin, einem appetitzügelnden Hormon, steuert Melatonin den Appetit. Untersuchungen legen nahe, dass Melatonin auch bei einer Diät helfen könnte. Durch Melatonin werden manche Körpervorgänge gedrosselt, andere wiederum werden aktiviert. Die Körpertemperatur wird durch Melatonin gesenkt, und gleichzeitig wird das Immunsystem stimuliert. Melatonin ist also unerlässlich für ein gut funktionierendes Immunsystem. Es übt außerdem eine schützende Wirkung auf unser Immunsystem aus, bewahrt uns vor viralen Erkrankungen und Stress. Durch Melatonin wird auch die Ausschüttung von Sexualhormonen beeinflusst und der Energieverbrauch gesenkt.
Melatonin als Anti-Aging-Hormon
Melatonin gilt als Anti-Aging-Hormon, da es eine Verlangsamung des Alterungsprozesses bewirken kann. Es besitzt eine antioxidative Wirkung und soll die Körperzellen vor Verschleiß schützen und die im Stoffwechsel entstehenden, aggressiven Sauerstoffradikale unschädlich machen. Studien haben ergeben, dass Melatonin oxidativen Stress reduzieren kann. Durch seine antioxidative Wirkung fängt Melatonin die freien Radikale im Körper und ist somit deren Gegenspieler.
Faktoren, die die Melatoninproduktion beeinflussen
Verschiedene Faktoren können dazu beitragen, dass die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin nicht hoch genug ist. Medikamente wie Betablocker, ASS oder Kortison-Derivate, nicht-steroidale Antirheumatika und Benzodiazepine können eine hemmende Wirkung auf die nächtliche Melatoninproduktion ausüben. Dieses gilt auch für den Konsum von koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee, schwarzem oder grünem Tee und Energydrinks. Intensiver Sport, also intensives (Fitness-)Training und beispielsweise sportliche Übungen zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit in den Abendstunden sollten vermieden werden. Hektik und chronischer Stress schwächen nicht nur das Immunsystem, es wird auch die Melatoninausschüttung reduziert. Ein weiterer Störfaktor ist Licht in den Nachtstunden. Schon kleine Lichtreize können das Einschlafen und das Durchschlafen negativ beeinflussen. Von daher ist es für eine ausreichende Schlafqualität wichtig, dass kein störendes Licht vorhanden ist. Es sollte für absolute Dunkelheit im Schlafzimmer gesorgt werden, indem während der Nacht alle Lichtquellen wie eingeschaltete Fernseher vermieden werden. Selbst gedämpftes Licht und Standby-Beleuchtungen von Elektrogeräten können den Schlaf und somit die Melatoninproduktion negativ beeinflussen. Die Rezeptoren in der Netzhaut unserer Augen, reagieren besonders auf Blautöne im Licht. Dieses Licht hat eine besonders hohe Signalwirkung auf die Zirbeldrüse. Durch den Einfluss dieser Blautöne, ist die Zirbeldrüse im Glauben, es sei taghell und stoppt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Die Folgen sind mangelndes Schlafbedürfnis und Einschlafstörungen. Es ist ratsam, zwei Stunden vor dem Schlafen gehen, Smartphones, Computer und Flachbildschirme zu meiden, da diese Geräte einen hohen Blaulichtanteil besitzen, die das Gehirn wieder munter machen und somit zu Schlafstörungen führen können.
Melatonin-Präparate
In Deutschland wurde bisher nur ein Medikament mit Melatonin zugelassen. Dies ausschließlich zur kurzfristigen Einnahme von Patienten über 55, bei denen eine (auf keiner Krankheit beruhende) Schlafstörung besteht. Hochdosierte Melatonin-Präparate sind zudem verschreibungspflichtig. Ungeachtet dessen wird das Hormon in Form von Nahrungsergänzungsmitteln und Sprays vertrieben.
Melatonin-Präparate können zu unterschiedlichen allergischen Reaktionen führen, außerdem zu Rachenentzündungen, Bronchitis, Rückenschmerzen sowie in seltenen Fällen zu Gelenkschmerzen. Diese Nebenwirkungen werden unter Melatonin häufiger gemeldet als unter Placebo. Melatonin kann das Immunsystem beeinflussen und eigne sich daher nicht für Patienten mit Autoimmunerkrankungen. Als schwere Nebenwirkungen werden auch Bewusstlosigkeit, Stürze, Frakturen sowie Störungen der Blutversorgung des Herzens und des Gehirns angesehen. Aus Tierstudien ergeben sich zudem Risikosignale hinsichtlich Schäden an der Netzhaut im Auge, Tumore der Schilddrüse und Vergiftungen der Leber.
Green Doc bei Übelkeit Ingwer Lutschtabletten
Im Zusammenhang mit Reiseübelkeit hat Öko-Test 20 Mittel unter die Lupe genommen. Dabei fielen die „Green Doc bei Übelkeit Ingwer Lutschtabletten“ mit dem Testurteil „mangelhaft“ durch. Laut Öko-Test sei die Zusammensetzung des Ingwerextraktes unklar und die enthaltenen Mengen im Vergleich zu klinisch geprüften Arzneien zu gering dosiert.