Migräne: Magnesium, Spurenelemente, Vitamine und Prophylaxe – Ein umfassender Überblick

Die Migräne ist eine häufige neurologische Erkrankung, von der etwa 14 Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Sie tritt bei Frauen etwa dreimal so häufig auf wie bei Männern. Zu den Schlüsselsymptomen der Migräne gehören pochende Kopfschmerzen, die bei moderater bis starker Schmerzintensität typischerweise einseitig auftreten. Die Kopfschmerzen werden von Übelkeit und Erbrechen und/oder Überempfindlichkeit gegen Licht und Geräusche begleitet. Aktivität führt zu einer Verschlechterung der Symptome. Wesentlich für die Diagnose Migräne ist die Kombination der Schmerzen mit vegetativen Symptomen und der für Migränekopfschmerzen typischen Zeiteinheit von 4 bis 72 Stunden.

Die Kopfschmerzforschung hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt, dennoch glauben viele Betroffene, es gäbe gegen ihre Erkrankung keine medizinische Hilfe.

Ursachen und Auslöser von Migräne

Die Auslöser für Migräne sind unterschiedlich. Bei einem Migräneanfall besteht meist eine deutlich erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Gerüchen. Bei etwa 20 Prozent der Patienten geht einem Migräneanfall eine Migräneaura voraus, während der insbesondere optische oder sensible Wahrnehmungsstörungen auftreten. Es gibt verschiedene Einflussfaktoren, sogenannte Trigger, die eine Migräneattacke begünstigen können. Dazu zählen zum Beispiel helles Licht, Zigaretten oder Zigarettenrauch, Wetterwechsel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Gerüche und Geräusche, aber auch Reisen, Anstrengungen beim Sport und oftmals auch Ernährungsfaktoren. Glutamat als Geschmacksverstärker in vielen Nahrungsmitteln kann häufig mit Migräne in Verbindung gebracht werden. Auch Koffein, Nitrite und Nitrate, Amine (Histamin, Tyramin, Phenylethylamin), Rotwein, Schokolade etc. können einen Migräneanfall triggern.

Es ist noch nicht vollständig geklärt, wie ein Migräneanfall zustande kommt. Es gibt verschiedene Hypothesen zur Pathophysiologie der Erkrankung. Die sogenannte vaskuläre Hypothese beruht auf der Beobachtung, dass Blutgefäße des Kopfes während eines Migräneanfalls erweitert sind. Die Übererregbarkeithypothese beruht darauf, dass Migränepatienten häufig eine erhöhte Erregbarkeit der Hirnrinde zeigen. In der Pathophysiologie der Migräne spielen auch Störungen des Energiestoffwechsels eine wichtige Rolle. Bei Migränepatienten besteht wohl eine Einschränkung der Energieproduktion bei gleichzeitiger Steigerung des Energieverbrauchs. Dieses Missverhältnis begünstigt die Entstehung von Migräneanfällen.

Mikronährstoffe und ihre Rolle bei Migräne

Grundsätzlich ist eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen von zentraler Bedeutung für die Hirnfunktion. Bei allen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen ist es also zweckmäßig, den Mikronährstoffstatus zu überprüfen und bestehende Defizite auszugleichen. Studien zeigten dass bei Migränepatienten eine Störung des Energiestoffwechsels der Nervenzellen vorliegt. Diese Störung kann zu Migräneanfällen führen. Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Migränepatienten unter einem Mangel an diesen Spurenelementen leiden. Aufgrund dieser Beobachtung liegt es nahe, dass Migräneanfälle durch die Zufuhr dieser Spurenelemente reduziert bzw. substituiert werden können.

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Magnesium

Magnesium ist ein Mineralstoff mit zentraler Bedeutung für die Funktionsfähigkeit des Nervensystems. Magnesium ist erforderlich für die Aufrechterhaltung des elektrischen Potenzials der Nervenzellen und ist ein wichtiger Antagonist der glutamatergen NMDA-Rezeptoren. Bei Migränepatienten besteht häufig ein Magnesiummangel. Wissenschaftler aus Brasilien untersuchten bei Migränepatienten und gesunden Kontrollpersonen die Magnesiumkonzentrationen im Plasma und in den Erythrozyten.

Regelmäßige Entspannungsübungen und Stressbewältigungstraining sind erfolgreiche Methoden gegen Migräne. Bei vielen Patienten hat sich Magnesium bereits vorbeugend bewährt. Studien zufolge kann man von einer etwa 25-prozentigen Attacken-Reduktion ausgehen. Da Magnesium sehr gut vertragen wird und außer von Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion genommen werden kann, lohnt sich ein Versuch durchaus.

Magnesiumchelat-Kapseln von ZeinPharma® enthalten in der Tagesportion 90% des Tagesbedarfs am Magnesium. Sie wirken sich auch positiv bei Krämpfen aus, denn sie blockieren die Calciumkanäle, die eine Daueranspannung des Muskels hervorrufen können.

Calcium

Calcium und Magnesium sind essenzielle Mineralstoffe und wichtig für die Nervenfunktion. Chinesische Wissenschaftler untersuchen anhand von NHANES-Daten einen möglichen Zusammenhang zwischen den Konzentrationen von Magnesium und Calcium und Migräne. Eine höhere Zufuhr von Calcium und Magnesium als Einzelsubstanz oder in Kombination war invers mit Migräne bei Frauen assoziiert.

Calcium ist das häufigste Mineral im menschlichen Körper. Mehr als 99 Prozent liegen chemisch gebunden als Hydroxylapatit vor. Erwachsene sollten laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) pro Tag etwa 1000 Milligramm Calcium aufnehmen. Besonders viel Calcium ist in Nüssen und Samen (Mohn: 2500 Milligramm, Sesam: 850 Milligramm, Mandeln und Haselnüsse: 250 Milligramm pro 100 Gramm), Milchprodukten (Joghurt: 150 Milligramm, Hartkäse: 1300 Milli­gramm pro 100 Gramm) und Salatsorten (Rucola: 200 Milligramm) enthalten.

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Von Magnesium-Präparaten profitieren Frauen ab der Menopause, deren Osteoporoserisiko hoch ist. Ihr Körper baut durch Osteoklasten mehr Knochenmasse ab, als durch Osteoblasten gebildet werden kann. Schließlich sinkt die Knochendichte, und die Frauen erleiden häufig Frakturen. Zur Prävention reicht in diesen Fällen 1000 Milligramm Calcium pro Tag aus.

Eisen

Eisen ist ein wichtiges Spurenelement im Stoffwechsel des Gehirns. Es spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel der Nervenzellen, ist beteiligt an der Neurotransmission und an der Bildung der Myelinscheiden. Ein Eisenmangel ist ein sehr häufig vorkommender Mikronährstoffmangel und muss sich nicht zwangsläufig in Form einer Eisenmangelanämie zeigen. Ein normales rotes Blutbild schließt einen Eisenmangel keinesfalls aus. Türkische Wissenschaftler publizierten 2016 eine Studie, in der sie 127 Patienten mit Eisenmangelanämie auf das Vorhandensein von Kopfschmerzen oder Migräne befragten. 36,2 Prozent der Patienten erfüllten die Kriterien für eine Migräne. Die Patienten mit Eisenmangelanämie und Migräne hatten häufiger Ängstlichkeitssymptome sowie kopfschmerzassoziierte Beeinträchtigungen der Lebensqualität als Anämie-Patienten ohne Migräne. Forscher aus dem Iran untersuchten in einer Fall-Kontroll-Studie eine mögliche Assoziation zwischen Eisenmangelanämie und Migräne. Bei Frauen zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Eisenmangelanämie, Hämoglobin, Serumferritinspiegel und dem Auftreten von Migräne. Die Wissenschaftler vermuteten, dass insbesondere bei Frauen ein Zusammenhang zwischen dem Eisenspeicher und Migräne besteht. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen fünf und 15 Jahren mit Eisenmangelanämie und Migräne führte eine Therapie mit Eisensulfat zu einer deutlichen Besserung hinsichtlich der Häufigkeit, wie auch der Schwere der Kopfschmerzen. Chinesische Wissenschaftler publizierten 2021 einen Fachartikel über den Zusammenhang zwischen der Eisenaufnahme und schwere Kopfschmerzen oder Migräne. Dazu wurden die Daten von 7.880 Erwachsenen von NHANES 1999 - 2004 verwendet. Bei Frauen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren bestand ein erhöhtes Risiko für eine Eisenmangelanämie. Nach Empfehlung der Autoren der Studie sollten Frauen zwischen 20 und 50 auf eine vermehrte Eisenzufuhr achten, auch zur Vorbeugung gegen schwere Kopfschmerzen oder Migräne.

Zink

60 Frauen mit Migräne erhielten über einen Zeitraum von zwölf Wochen 15 mg Zinkgluconat täglich oder ein entsprechendes Placebopräparat.

Zink-haltige Enzyme spielen eine Rolle bei wichtigen Stoffwechselprozessen. Darüber hinaus moduliert das Spurenelement das Immunsystem und hilft, überschießende Reaktionen zu vermeiden. Als Tagesdosis empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO 5 Milli­gramm für Säuglinge, 10 Milligramm für Kinder, 12 Milligramm für Frauen und 15 Milligramm für Männer. In bestimmten Situationen, beispielsweise nach Verletzungen oder Operationen, ist der Zinkbedarf erhöht, sodass eine Supplementation des Spurenelements angebracht ist. Wissenschaftler beschäftigt nach wie vor die physiologische Bedeutung des Spurenelements, wie die nachfolgenden Beispiele zeigen. Eine amerikanische Studie zum Lernverhalten von Kindern ergab folgendes: Erhielten die Kinder pro Tag 20 Milligramm Zink, verbesserte sich ihre Gedächtnisleistung deutlich im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Supplementation. Eine Metaanalyse der Cochrane Collaboration bescheinigt, dass Erkältungserkrankungen unter der Einnahme von Zink kürzer und milder verlaufen - allerdings muss es innerhalb der ersten 24 Stunden nach Einsetzen der Symptome eingenommen werden. Nicht zuletzt profitieren Patienten mit Morbus Wilson, einer seltenen erblichen Speichererkrankung des Elements Kupfer, von einer Zink-Supplementation. Unbehandelt reichert sich bei diesen Patienten Kupfer in der Leber, im zentralen Nervensystem und in den Augen an. Zinksalze beeinflussen den Stoffwechsel von Darmzellen, sodass per se weniger Kupfer resorbiert wird. Andererseits nimmt der Körper weniger Zink auf, wenn die Calciummengen im Darm hoch sind.

Selen

In einer iranischen Studie erhielten 72 Migränepatienten über einen Zeitraum von zwölf Wochen 200 µg Selen pro Tag oder ein entsprechendes Placebopräparat. Durch die Selen-Supplementierung wurden verschiedene Parameter des oxidativen Stresses reduziert. Außerdem war die Selenaufnahme mit einer geringeren Häufigkeit und einem geringeren Schweregrad von Kopfschmerzen assoziiert.

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Selen fängt als wichtiges Spurenelement im menschlichen Organismus freie Radikale ab und wird dabei selbst oxidiert. In zahlreichen Enzymen kommt Selen gebunden an die Aminosäure Cystein als Selenocystein vor. Bei gesunden Erwachsenen liegt die Selenkonzentration im Blut zwischen 60 und 80 µG/l. Werte unter 50 µg/l gelten als kritisch, da wichtige Enzyme nicht mehr richtig arbeiten. Besonders große Mengen des Spurenelements sind in Fisch, Fleisch, Eiern, Getreide und Milchprodukten enthalten. Untersuchungen ergaben, dass Männer in Deutschland durchschnittlich 47 Mikrogramm aufnehmen, Frauen 38 Mikrogramm. Diese Werte liegen zwar im unteren Bereich der DGE-Empfehlung, rechtfertigen aber noch keine Supplementation. Als Arzneistoff kommt Natriumselenit zum Einsatz. Da das Enzym Thyroxin-5‹-Deiodase die Bildung von Triiodthyronin aus Thyroxin katalysiert, entsteht bei Selenmangel weniger Triiodthyronin, und es kommt zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Daher erhalten Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis, einer Autoimmunerkrankung mit Entzündung der Schilddrüse, das Spurenelement. Inwieweit sich das Spurenelement zur Prävention von Krebserkrankungen eignet, ist umstritten. Es gibt Hinweise, dass Selengaben bei Menschen mit niedrigen Selenkonzentrationen im Blut das Risiko für eine Tumorerkrankung senken. Bei Patienten mit HIV-Infektion kann Selen die Viruslast verringern und in Absprache mit dem behandelnden Arzt die antiretrovirale Therapie unterstützen. Natriumselenit sollten Patienten nicht mit Frucht- oder Gemüsesäften einnehmen und auch nicht gemeinsam mit Ascorbinsäure.

Vitamin B-Komplex

Vitamin B1, besonders in Form von intravenösen Injektionen, kann bei der Behandlung der Migräne vorteilhaft sein, so jedenfalls die Erkenntnisse indischer Wissenschaftler, die 2016 publiziert wurden. Chinesische Wissenschaftler publizierten 2022 einen Fachartikel über den Einfluss der Aufnahme von Vitamin B1 und Vitamin B2 auf schwere Kopfschmerzen oder Migräne. Dazu wurden Daten von 13.439 Teilnehmern von NHANES 1999 - 2004 verwendet. Es ist schon länger bekannt, dass eine Hochdosistherapie mit Vitamin B2 einen günstigen Effekt bei der Prävention und Behandlung der Migräne hat. Vitamin B2 hat eine wichtige Bedeutung im Energiestoffwechsel und kann die Mitochondrienfunktion verbessern. Wissenschaftler aus Griechenland publizierten einen systematischen Übersichtsartikel und eine Metaanalyse über mögliche Zusammenhänge zwischen Homocystein, Vitamin B6, Vitamin B12, Folsäure und Migräne.

Riboflavin spielt als Precursor für die Coenzyme FMN und FAD eine wichtige Rolle in der Atmungskette.

Migräneärzten aus Deutschland ist es gelungen, die Wirksamkeit einer 3er Kombination aus hochdosiertem Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 bei Migräne nachzuweisen.

Vitamin D

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für die Funktion des Gehirns. Vitamin-D-Rezeptoren sind im Gehirn weitverbreitet. Bei verschiedenen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen besteht ein Zusammenhang mit einem Vitamin-D-Mangel. In den letzten Jahren wurden verschiedene Fachartikel zur Bedeutung des Vitamin-D-Status bei Migräne publiziert. Wissenschaftler aus Griechenland publizierten 2020 eine Metaanalyse über Vitamin-D-Serumspiegel bei Patienten mit Migräne. In die Auswertung wurden acht Studien einbezogen. Dabei zeigte sich, dass die 25(OH)-Vitamin-D-Konzentrationen bei Patienten mit Migräne niedriger waren als bei gesunden Personen. Forscher aus der Türkei untersuchen unter anderem die 25(OH)-Vitamin-D-Spiegel bei 92 Kindern mit Migräne und fanden einen ausgeprägten Zusammenhang zwischen der Migräne und Vitamin-D-Spiegeln. Nach einer sechsmonatigen Vitamin-D-Therapie wurde eine deutliche Besserung der Migränesymptomatik nachgewiesen, d. h. Eine Metaanalyse indischer Wissenschaftler aus dem Jahr 2023 ergab, dass die 25(OH)D-Spiegel bei Migränepatienten signifikant niedriger waren als bei Personen ohne Migräne. Verminderte Vitamin-D-Spiegel waren signifikant mit Migräne assoziiert.

Coenzym Q10

Wie bereits erwähnt, ist eine Verbesserung des zellulären Energiestoffwechsels ein wichtiger Therapieansatz in der Prävention der Migräne. Coenzym Q10 ist Bestandteil der mitochondrialen Atmungskette. Eine Q10-Supplementierung kann die Mitochondrienfunktion verbessern. Wissenschaftler aus dem Iran konnten auch nachweisen, dass eine Supplementierung von Coenzym Q10 bei Migränepatienten die Konzentration der Entzündungsmarker TNF-alpha und CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide) reduzieren konnte. Coenzym Q10 hat also auch einen wünschenswerten antientzündlichen Effekt. Eine Metaanalyse chinesischer Wissenschaftler hat ergeben, dass Coenzym Q10 hinsichtlich einer Verminderung der Migränedauer und der Migränehäufigkeit eine wirksame therapeutische Substanz ist. 2021 publizierten Wissenschaftler aus Malaysia eine Metaanalyse über den Stellenwert einer Coenzym-Q10-Supplementierung für die Prävention von Migräne bei Erwachsenen. In die Metaanalyse wurden sechs Studien mit insgesamt 371 Teilnehmern einbezogen.

Coenzym Q10, das sich frei in der inneren Mitochondri-enmembran bewegen kann, transportiert Elektronen vom Komplex I und Komplex II auf Cytochrome C. Damit nehmen die Mikronährstoffe Magnesium, Riboflavin und Q10 eine zentrale Rolle im mitochondrialen Energiestoffwechsel ein.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Bestandteile der Nervenzellmembranen. Die Einnahme dieser Fettsäuren führt zu verminderten Konzentrationen von CRP sowie verschiedener proinflammatorischer Biomoleküle.

Antioxidantien

Bei der Migräne bestehen ein erhöhter oxidativer Stress und eine neurogene Entzündung im Gehirn. Aus diesem Grund kann man davon ausgehen, dass Antioxidantien in der Prävention und Behandlung der Migräne von Nutzen sind. Wissenschaftler aus Australien konnten nachweisen, dass eine Kombination aus Antioxidantien (N-Acetylcystein, Vitamin E und Vitamin C) die Häufigkeit von Migräneanfällen verminderte.

Migravent®: Ein Nahrungsergänzungsmittel zur Migräneprophylaxe

Klinische Studien mit jeweils 600 mg Magnesium oder 400 mg Riboflavin oder 150 mg Q10 als Monosubstanzen konnten die Wirksamkeit bei der Attackenreduktion in der generellen Migräne-Prophylaxe belegen. In dieser prospektiven, kontrollierten Parallelgruppenstudie zur Prüfung der Überlegenheit der ergänzenden bilanzierten Diät Migravent® zur Prävention von Migräneattacken soll geprüft werden, ob eine ergänzende Diät, die sowohl Magnesium wie Riboflavin und Q10 (zusammen mit anderen Mikronährstoffen) enthält, einen therapeutischen Effekt auf Migräneattacken ausübt.

Für die Studie geeignete Patienten werden anschließend in die Behandlungsgruppe Migravent® oder Plazebo randomisiert und 3 Monate lang behandelt. Die Beobachtungszeit pro Patient beträgt insgesamt 4 Monate.

Migravent; 2 Kapseln / Tag p.o. Wirkstoffe in 2 Kapseln: 400 mg Riboflavin (Vitamin B2), 600 mg Magnesium, 150 mg Coenzym Q10 pro 4 Kapseln. Placebo; 2 Kapseln / Tag p.o.

Weitere Therapieansätze bei Migräne

Spezielle Migränemittel, die Triptane, sollen die Ursache des Schmerzes im Hirn bekämpfen, nämlich die Entzündungen in den Blutgefäßen. Wer Triptane prophylaktisch einnimmt, kann nicht mit einer sofortigen Wirkung rechnen. Der Effekt tritt frühestens nach 8-12 Wochen ein. Außerdem sorgt die Migräneprophylaxe nicht für eine komplette Migränefreiheit. Auch mit Biofeedback-Verfahren kann man vorbeugen. Abwarten und gar nichts tun ist sicher die falsche Vorgehensweise. Denn schon die Angst vor einem neuen Migräneanfall kann den nächsten auslösen.

Beim akuten Clusterkopfschmerzanfall sollte 100 % Sauerstoff inhaliert werden (normobar, 8-15 l/min; über 15 (-20) min); Verwendung von Inhalationsmasken mit Reservoirbeutel und Rückschlagventilen (non-rebreather Gesichtsmaske); die Inhalation soll im Sitzen geschehen [Standardtherapie/Mittel der ersten Wahl; führt bei ca. Verapamil (Calciumantagonisten) (Mittel der ersten Wahl) bzw. Durch die Gabe von Ketamin i.v. Galcanezumab (CGRP-Antikörper; Dosierung 300 mg, s. Bei Vorliegen einer Insomnie (Schlafstörung) infolge eines Clusterkopfschmerzes s. u.

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