Migräne-Tabletten in Spanien rezeptfrei: Ein Überblick

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, starke Kopfschmerzen gekennzeichnet ist, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Die Behandlung von Migräne kann eine Herausforderung sein, und viele Patienten greifen auf rezeptfreie Medikamente zurück, um ihre Symptome zu lindern. In Spanien, wie auch in anderen Ländern, gibt es eine Reihe von Migräne-Tabletten, die ohne Rezept erhältlich sind. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die rezeptfreien Optionen in Spanien, die Vor- und Nachteile der Selbstmedikation und wichtige Überlegungen zur Sicherheit und Wirksamkeit.

Selbstmedikation bei Migräne: Möglichkeiten und Grenzen

Die Selbstmedikation bietet Migränepatienten die Möglichkeit, ihre Beschwerden zu behandeln, ohne jedes Mal einen Arzt aufsuchen zu müssen. Da Migräneattacken sehr plötzlich auftreten können und bei vielen Patienten die Schmerzen oft von Beginn an stark sind, ist eine schnelle Wirkung der Migräne-Tabletten essenziell. Die Behandlung in Eigenregie ist jedoch nur sinnvoll, wenn bereits eine Diagnose gestellt und das richtige Mittel gefunden wurde.

Es besteht Grund zur Vorsicht: Nur weil das verschriebene Triptan wirkt und die Schmerzen abklingen, ist dies kein Nachweis dafür, dass es sich bei den Kopfschmerzen tatsächlich um Migräne handelt. Nur ein Arzt kann anhand eines Beratungsgesprächs und einer Untersuchung feststellen, ob der Patient wirklich an Migräne leidet.

Werden die Kopfschmerzen von weiteren Symptomen wie Bewegungseinschränkungen, Bewusstseinsstörungen oder Doppeltsehen begleitet, deutet dies unter Umständen auf schwere neurologische Erkrankungen hin, zum Beispiel:

  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Schlaganfall
  • Hirnblutungen
  • Gehirntumore
  • Multiple Sklerose

Auch starke Spannungskopfschmerzen, die immer wieder mit Migräne verwechselt werden, sollten ernst genommen werden: Möglicherweise stecken eine schädliche Körperhaltung oder nächtliches Kieferpressen dahinter, das auf Dauer die Zähne schädigen kann. Daher ist es angebracht, bei wiederkehrenden Kopfschmerzen immer medizinisch zu prüfen, welche Erkrankung dafür verantwortlich ist.

Lesen Sie auch: Vergleichende Analyse: Migräne vs. Epilepsie

Rezeptfreie Migräne-Tabletten in Spanien: Eine Übersicht

In Spanien sind verschiedene Arten von Migräne-Tabletten ohne Rezept erhältlich. Dazu gehören:

  • Analgetika: Schmerzmittel wie Paracetamol und Ibuprofen sind weit verbreitet und können bei leichten bis mittelschweren Migräneattacken helfen. Dolormin® Extra Wirkstoff: Ibuprofen als Ibuprofen-DL-Lysin (1:1). Anwendungsgebiete: Symptomatische Kurzzeitbehandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen - wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen; Fieber. Für Kinder ab 20 kg Körpergewicht (6 Jahre und älter), Jugendliche und Erwachsene. Warnhinweise: Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! Kenvue Germany GmbH, 41470 Neuss. Stand: 05/2025Dolormin® Schmerztabletten Wirkstoff: Ibuprofen als Ibuprofen-DL-Lysin (1:1). Anwendungsgebiete: Leichte bis mäßig starke Schmerzen - wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen; Fieber. Für Kinder ab 20 kg Körpergewicht (6 Jahre und älter), Jugendliche und Erwachsene. Warnhinweise: Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! Kenvue Germany GmbH, 41470 Neuss. Stand: 05/2025 Dolormin® Migräne Filmtabletten Wirkstoff: Ibuprofen als Ibuprofen-DL-Lysin (1:1). Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit und ohne Aura. Für Kinder ab 20 kg Körpergewicht (6 Jahre und älter), Jugendliche und Erwachsene. Warnhinweise: Ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! Kenvue Germany GmbH, 41470 Neuss. Stand: 05/2025
  • Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR): NSAR wie Naproxen können ebenfalls bei Migräne helfen, indem sie Entzündungen reduzieren und Schmerzen lindern. Dolormin® für Frauen bei Menstruationsbeschwerden mit Naproxen Wirkstoff: Naproxen. Anwendungsgebiete: Schmerzhafte Beschwerden während der Regelblutung. Warnhinweise: Enthält Lactose. Ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! Kenvue Germany GmbH, 41470 Neuss. Stand: 05/2025 Dolormin® GS mit Naproxen Wirkstoff: Naproxen. Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen z. B. bei bekannter Arthrose (Gelenkverschleiß). Warnhinweise: Enthält Lactose. Ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! Kenvue Germany GmbH, 41470 Neuss. Stand: 05/2025
  • Kombinationspräparate: Einige rezeptfreie Medikamente enthalten eine Kombination aus Analgetika und anderen Wirkstoffen wie Koffein, um die Wirkung zu verstärken.
  • Triptane: Seit 2011 und 2020 ergänzen Almotriptan (Dolortriptan®) und Sumatriptan die Migräne-Selbstmedikation. Nun soll mit Rizatriptan (Maxalt® und Generika) ein vierter Vertreter aus der Verschreibungspflicht entlassen werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Verfügbarkeit bestimmter Medikamente und Dosierungen je nach Apotheke variieren kann.

Rezeptfreie Triptane: Für wen ist welches geeignet?

Reichen Analgetika und NSAR nicht aus, um eine Migräneattacke zu lindern, können Migränepatienten Triptane anwenden. Seit 2011 und 2020 ergänzen Almotriptan (Dolortriptan®) und Sumatriptan die Migräne-Selbstmedikation. Nun soll mit Rizatriptan (Maxalt® und Generika) ein vierter Vertreter aus der Verschreibungspflicht entlassen werden. Doch welches Triptan eignet sich für welchen Migränepatienten?

Grundvoraussetzung für die Selbstmedikation mit Triptanen ist, dass ein Arzt die Migräne bereits diagnostiziert hat - so schreibt es die Anlage 1 der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) vor. Daher darf das Apothekenpersonal Triptane in der Selbstmedikation nur dann abgeben, wenn die Diagnose Migräne bereits steht und Kontraindikationen - wie z. B. unzureichend behandelter Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung (KHK), Angina pectoris, Herzinfarkt in der Vorgeschichte, M. Raynaud, pAVK, TIA oder Schlaganfall, Schwangerschaft, Stillzeit, schwere Leber- oder Niereninsuffizienz - ausgeschlossen sind.

Bei leichten Migräneanfällen sind zunächst Schmerzmittel und NSAR die Arzneimittel der Wahl. Triptane kommen hingegen erst bei starken Kopfschmerzen zum Einsatz oder wenn Schmerzmittel - auch in Kombination mit Koffein - bzw. NSAR nicht ausreichen, um die akute Migräneattacke zu lindern. Wichtig ist zudem zu wissen, dass schwere Migräneanfälle Analgetika und NSAR als Therapeutika nicht grundsätzlich ausschließen. Manche Migränepatienten mit schweren akuten Attacken sprechen auch auf diese Arzneimittel ausreichend an.

Lesen Sie auch: Neurologische Expertise bei Migräne

Wie schnell wirken die Triptane?

Der Leitlinie zufolge ist Rizatriptan (neben dem rezeptpflichtigen Eletriptan) das am schnellsten wirksame orale Triptan. Die Wirkung setzt bereits 30 Minuten nach Einnahme ein. Almotriptan und Sumatriptan wirken ebenfalls rasch, jedoch erst nach 45 bis 60 Minuten (die Fachinformationen nennen 30 Minuten). Naratriptan ist von den rezeptfreien Triptanen das „langsamste“, es benötigt bis zu vier Stunden bis zum Wirkungseintritt. Wichtig ist in diesem Kontext auch der Hinweis, dass Triptane so rasch wie möglich - d. h. zu Beginn der Migräneattacke - angewendet werden sollen. Denn die Wirksamkeit ist höher, wenn diese „früh in der Kopfschmerzphase der Migräne eingenommen werden“, erklärt die Leitlinie.

Ist also eine besonders rasche Wirkung gewünscht, was vor allem bei Kunden mit schweren Attacken der Fall sein dürfte, könnte Rizatriptan vorteilhaft sein. Doch auch Naratriptan bringt für manche Migräniker Vorzüge mit sich.

Naratriptan - bei längeren Attacken

Die Wirkung von Naratriptan setzt zwar verzögert ein, doch hält sie besonders lange: Die Halbwertszeit liegt bei 6 Stunden. Almotriptan hat hingegen eine Halbwertszeit von 3,5 Stunden, Rizatriptan von 2-3 Stunden, und bei Sumatriptan liegt die Eliminationshalbwertszeit bei 2 Stunden. Die lange Halbwertszeit beeinflusst auch die Wirkdauer: Naratriptan (und das verschreibungspflichtige Frovatriptan) wirkt am längsten und eignet sich deswegen vor allem für Migränepatienten mit lang anhaltenden Attacken.

Ein weiterer Vorteil von langwirksamen Triptanen wie Naratriptan ist, dass sie „tendenziell etwas geringere Recurrence-Raten als solche mit kurzer Halbwertszeit“ haben. Immerhin 15-40 Prozent der Patienten berichten über wiederauftretende Kopfschmerzen („Headache Recurrence“), nachdem sie ein Triptan eingenommen haben. Dann kann eine zweite Dosis wirksam sein.

Das pharmazeutische Personal sollte in der Beratung darauf hinweisen, dass bei Almotriptan, Rizatriptan und Sumatriptan eine zweite Dosis frühestens zwei Stunden nach der ersten Tablette eingenommen werden darf. Bei Naratriptan müssen sogar vier Stunden bis zur Einnahme einer zweiten Dosis vergehen. Dadurch soll verhindert werden, dass bereits nachdosiert wird, bevor die Wirkung der ersten Tablette überhaupt einsetzen konnte.

Lesen Sie auch: Migräne als Risikofaktor für Demenz?

Welches Triptan wirkt am „besten“?

Triptane sind die derzeit bei akuten Migräneattacken am besten wirksamen Arzneimittel und sowohl Analgetika, NSAR als auch Mutterkornalkaloiden überlegen. In Studien wird die Wirksamkeit anhand der Schmerzfreiheit oder Schmerzreduktion zwei Stunden nach Anwendung bewertet. Betrachtet man die OTC-Triptane, bessern Rizatriptan und Sumatriptan die Kopfschmerzen zwei Stunden nach Einnahme wirksamer als Naratriptan. Die Wirksamkeit von Naratriptan ist erst vier Stunden nach Anwendung mit der von Sumatriptan vergleichbar. Generell kommen die Leitlinienautoren zu dem Schluss, dass zwischen den einzelnen oralen Triptanen „nur geringe Unterschiede in der Wirksamkeit“ bestehen, jedoch können diese individuell erheblich variieren. Das bedeutet: Sollte ein Triptan bei einem Migränepatienten nicht wirken - und das bei drei aufeinanderfolgenden Migräneattacken -, kann ein anderes Triptan dennoch wirksam sein.

Welches Triptan ist am besten verträglich?

Almotriptan bescheinigen die Leitlinienautoren (gemeinsam mit dem verschreibungspflichtigen Eletriptan) „das beste Nebenwirkungsprofil“. Auch Naratriptan zeigt weniger Nebenwirkungen als Rizatriptan oder Sumatriptan. Zu den typischen Nebenwirkungen einer Triptanbehandlung zählt ein Engegefühl in der Brust - bei Rizatriptan und Sumatriptan tritt diese unerwünschte Wirkung „häufig“ auf (also bei 1 bis < 10 Prozent der Behandelten), bei Almotriptan und Naratriptan „gelegentlich“ (bei 0,1 bis < 1 Prozent).

Zusammenfassung: Wann welches Triptan?

Almotriptan, Naratriptan, Rizatriptan (bald) und Sumatriptan dürfen in der Selbstmedikation bei mittelschweren und schweren Migräneattacken abgegeben werden. Eine ärztliche Erstdiagnose der Migräne muss gestellt sein. Bei starken Attacken und dem Wunsch nach schnellem Wirkeintritt eignet sich vor allem Rizatriptan, die Wirkung setzt nach 30 Minuten ein. Almotriptan und Sumatriptan wirken ebenfalls rasch.

Risiken und Nebenwirkungen

Generell gelten Triptane als gut verträglich. Allerdings sollte der Patient über die möglichen unerwünschten Begleiterscheinungen bei den jeweiligen Präparaten vom Arzt oder in der Apotheke aufgeklärt werden. Nebenwirkungen sind zum Beispiel:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Engegefühl in Brust- und Halsbereich
  • Missempfindungen (Parästhesien) und herabgesetzte Empfindlichkeit der Haut (Hypästhesie)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Benommenheit
  • Schwächegefühl

Zudem können Triptane verschiedene Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auslösen, die in einem Beratungsgespräch überprüft werden müssen. Aber auch Vorerkrankungen spielen bei der Wahl der Medikation eine große Rolle. Gegenanzeigen bei der Einnahme vieler Triptane sind zum Beispiel:

  • fehlende ärztliche Voruntersuchung inklusive Blutdruckmessung
  • durch Medikamente hervorgerufener Dauerkopfschmerz
  • vorausgegangener Herzinfarkt, Schlaganfall oder andere Gefäßerkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Leber- oder Nierenerkrankungen
  • Schwangerschaft und Stillen

Auch bei bestimmten kardiovaskulären Vorerkrankungen (Herz-Kreislauf-System betreffend) sollten Betroffene keine Triptane einnehmen, da durch den speziellen Wirkmechanismus (die Verengung der Blutgefäße) die Krankheit verschlimmert werden könnte. In seltenen Fällen können Triptane auf diese Weise einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.

Deshalb gilt: Ob die Therapie mit Triptanen für Sie geeignet ist, kann nur ein Arzt entscheiden! Der Mediziner wird Sie zudem über die richtige Einnahme und die Dosierung des Medikaments aufklären.

Spanien als "Pillenparadies"?

Spanien hat den Ruf als "Pillenparadies" zu Recht. Viele Medikamente, darunter auch einige Schmerzmittel, sind in Spanien rezeptfrei erhältlich. Im internationalen Vergleich liegt Spanien beim Konsum in vielen Medikamentengruppen ganz weit vorne. Wie eine Statistik der OECD-Länder zeigt, wird Spanien beispielsweise beim Verbrauch von angstlösenden Beruhigungsmitteln nur von Portugal übertroffen. Laut einer Studie der Stiftung Atenea konsumieren spanische Frauen doppelt so oft Psychopharmaka wie spanische Männer.

Es gibt Bedenken, dass diese liberale Haltung zu Medikamentenmissbrauch und Abhängigkeit führen kann. Einige Experten fordern daher strengere Kontrollen und eine bessere Aufklärung der Bevölkerung über die Risiken der Selbstmedikation. Es wird argumentiert, dass eine Rezeptpflicht für bestimmte Medikamente dazu beitragen könnte, den Medikamentenkonsum zu senken und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.

Medikamentenkonsum bei Frauen: Geschlechterspezifische Unterschiede

Studien zeigen, dass Frauen in vielen Ländern, einschließlich Spanien und Deutschland, mehr Medikamente einnehmen als Männer. Dies kann verschiedene Gründe haben, darunter hormonelle Unterschiede, eine höhere Lebenserwartung und eine größere Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen wie Migräne und chronische Schmerzen.

In Deutschland sterben Schätzungen des Deutschen Ärztinnenbundes (DÄB) zufolge jährlich rund 25.000 Menschen an falsch oder überdosierten Arzneimitteln - erheblich mehr als bei Verkehrsunfällen. Gerade ältere Patient*innen nehmen dem DÄB zufolge oft acht und mehr Medikamente täglich ein. Weil Frauen eine höhere Lebenserwartung als Männer haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie stärker von Falsch- und Überdosierung betroffen sind.

Es ist wichtig, die geschlechterspezifischen Unterschiede im Medikamentenkonsum zu berücksichtigen und sicherzustellen, dass Frauen die richtige Dosierung und die am besten geeigneten Medikamente für ihre individuellen Bedürfnisse erhalten.

Fallbeispiel: Petra Scheurer

Petra Scheurer aus Hamm in Westfalen leidet seit ihrem 20. Lebensjahr unter Migräne. "Ich kann nie sagen, wann ein Anfall kommt", erzählt Scheurer. "Ich könnte jetzt ins Bett gehen - und morgen sind die Schmerzen da." Bei schweren Anfällen wird ihr auch übel, dann sackt der Kreislauf zusammen, sie muss sich übergeben, bekommt Durchfall. "Früher", sagt sie, "war ich manchmal zwei, drei oder vier Tage außer Gefecht. Die Kinder sind damit aufgewachsen."

Erst Ende der neunziger Jahre fand sie einen Anästhesisten, der auf Schmerztherapie spezialisiert war. Der verschrieb Scheurer ein sogenanntes Triptan. Auch Petra Scheurer verschaffte das Triptan endlich Linderung. "Sobald ich merkte: 'Aha, da kommt was', habe ich eine Tablette genommen und mich vielleicht eine halbe Stunde lang hingelegt", erzählt sie. "Danach war der Schmerz weg.

Vergangenes Jahr ging sie deshalb in die Schmerzklinik Kiel, die auf Kopfschmerzen spezialisiert ist. "Ich hatte in den letzten drei Monaten 26 Migräneanfälle, bei denen ich immer sofort eine Pille eingeschmissen habe", berichtet sie dort. Die Klinikärzte setzten alle Schmerzmedikamente bei ihr ab. Um jene schlimmen Kopfschmerzen zu lindern, die daraufhin zunächst auftraten, bekam sie sechs Tage lang Kortison.

Jetzt wird ihr Bluthochdruck behandelt, der erst in der Klinik festgestellt wurde. Vor allem aber lernte Scheurer, wie sie selbst dazu beitragen kann, die Zahl der Attacken zu verringern: Durch regelmäßigen Schlaf etwa. Und durch Entspannungstechniken. "Ständig stand ich unter Strom", erzählt Scheurer. "Ständig habe ich mir gesagt: 'Du musst funktionieren!' Aber das ist gar nicht so.

Wichtige Hinweise zur Anwendung von Dolortriptan bei Migräne®

Dolortriptan bei Migräne® enthält den Wirkstoff Almotriptan (in Form von Almotriptan[(RS)-hydroxysuccinat]). Es wird angewendet zur akuten Behandlung von Kopfschmerzen bei Migräneanfällen mit oder ohne Aura. Es ist zur Anwendung bei Erwachsenen von 18 bis 65 Jahren geeignet.

Wichtige Hinweise:

  • Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in der Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
  • Dolortriptan bei Migräne sollte beim ersten Auftreten eines Migränekopfschmerzes angewendet werden.
  • Dolortriptan bei Migräne darf nicht eingenommen werden, um einer Migräne vorzubeugen.

Gegenanzeigen:

Dolortriptan bei Migräne darf nicht eingenommen werden, wenn:

  • Sie allergisch gegen Almotriptan oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • Sie an Krankheiten leiden oder gelitten haben, welche die Blutzufuhr zum Herzen einschränken.
  • Sie einen Schlaganfall oder eine Einschränkung des Blutflusses zum Gehirn hatten.
  • Sie einen Verschluss der großen Arterien der Beine oder Arme (periphere Gefäßkrankheit) hatten.
  • Sie andere Arzneimittel gegen die Migräne einnehmen, einschließlich Ergotamin, Dihydroergotamin und Methysergid oder andere Serotonin-Agonisten (z. B. Sumatriptan).
  • Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Dolortriptan bei Migräne einnehmen:

  • wenn Ihr Migränetyp nicht von einem Arzt festgestellt wurde.
  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen antibakterielle Arzneimittel sind, die vorwiegend zur Behandlung von Harnwegsinfektionen angewendet werden (Sulfonamide).
  • wenn sich Ihre Kopfschmerz-Beschwerden von Ihren gewöhnlichen Anfällen unterscheiden.
  • wenn bei Ihnen Risikofaktoren für eine Herzkrankheit vorliegen.
  • wenn Sie eine leichte bis mäßig ausgeprägte Lebererkrankung haben.
  • wenn Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden.
  • wenn plötzlich Hautausschlag, in Verbindung mit heftigen Kopfschmerzen auftritt.
  • wenn der Kopfschmerz länger als 24 Stunden andauert oder häufiger auftritt.
  • wenn bei Ihnen vier oder mehr als vier Migräneattacken pro Monat auftreten.
  • wenn Sie sich zwischen den Migräneattacken nicht vollständig erholen.
  • wenn Sie über 50 Jahre alt sind und diese Art von Kopfschmerz zum ersten Mal auftritt.
  • wenn sich die Migräneattacke verstärkt oder häufiger auftritt oder die damit verbundenen Anzeichen/Symptome sich ändern.
  • wenn Sie rauchen viel (mehr als 10 Zigaretten pro Tag) oder wenden nicotinhaltige Präparate zur Raucherentwöhnung an.
  • wenn Sie Antidepressiva wie SSRIs (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) oder SNRIs (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer) einnehmen.

Dosierung:

Die empfohlene Dosis ist eine Tablette zu 12,5 mg, die so früh wie möglich nach Einsetzen des Migräneanfalls eingenommen werden soll. Falls Ihr Migräneanfall nicht abklingt, nehmen Sie nicht mehr als eine Tablette für denselben Anfall. Wenn innerhalb von 24 Stunden ein zweiter Migräneanfall einsetzt, kann eine zweite Tablette zu 12,5 mg eingenommen werden, allerdings müssen zwischen Ihrer ersten und Ihrer zweiten Tablette mindestens 2 Stunden vergangen sein. Die maximale Tagesdosis beträgt zwei (12,5 mg) Tabletten innerhalb von 24 Stunden.

Nebenwirkungen:

Häufige Nebenwirkungen (1 bis 10 Behandelte von 100):

  • Schwindel
  • Schläfrigkeit (Somnolenz)
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Müdigkeit

Gelegentliche Nebenwirkungen (1 bis 10 Behandelte von 1.000):

  • prickelndes, kribbelndes oder taubes Gefühl auf der Haut (Parästhesien)
  • Kopfschmerzen
  • Ohrensausen oder Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Herzklopfen (Palpitationen)
  • Engegefühl im Hals
  • Durchfall
  • Verdauungsstörungen (Dyspepsie)
  • Mundtrockenheit
  • Muskelschmerzen (Myalgie)
  • Knochenschmerzen
  • Schmerzen in der Brust
  • Schwächegefühl (Asthenie)

tags: #migrane #tabletten #spanien