Der Mönchspfeffer, auch bekannt als Keuschlamm oder Agnus Castus (Vitex agnus-castus), ist eine Pflanze mit einer faszinierenden Geschichte und vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Seine traditionelle Nutzung reicht bis in die Antike zurück, insbesondere im Zusammenhang mit der weiblichen Gesundheit. In den letzten Jahren hat das Interesse an den potenziellen Wirkungen des Mönchspfeffers zugenommen, insbesondere im Hinblick auf Menstruationsbeschwerden, hormonelle Ungleichgewichte und sogar mögliche Auswirkungen auf neurologische Erkrankungen wie Parkinson.
Herkunft und Geschichte des Mönchspfeffers
Es gibt Pflanzen, bei denen man sofort zu rätseln beginnt, wie ihr Name wohl entstanden sein könnte. Der Mönchspfeffer ist eine davon. Bei ihm sind sogar die umgangssprachlichen Namen spannend: „Keuschlamm“ oder „Keuschbaum“. Die Mythologie sagt, dass die Göttin Hera auf der Insel Samos unter einem Keuschbaum geboren wurde. Und sie vereinigte sich später einmal im Jahr mit ihrem Mann Zeus unter einem solchen Gewächs. Für die Griechen war der Mönchspfeffer deshalb ein Symbol der Keuschheit. Der Arzt Dioskurides nannte ihn ein Anaphrodisiakum - das Gegenteil eines Aphrodisiakums. Auch das zweite und dritte Wort des botanischen Namens des Keuschbaums „Vitex agnus-castus“ zeigt das: „agnus“ bedeutet „Lamm“ und „castus“ steht für „keusch“. Abgeleitet ist das vom Lamm Gottes, das als Symbol der Unschuld und Reinheit gilt. Und wenn wir schon mal beim botanischen Namen sind: „Vitex“ kommt vom lateinischen Wort „viere“ (binden). Tatsächlich kann man die Zweige des Mönchspfeffer-Strauches gut als Flechtmaterial nutzen.
Der Name „Mönchspfeffer“ stammt aus der klösterlichen Tradition. Im Mittelalter nutzten Mönche und Nonnen die Früchte des Keuschbaums (Vitex agnus-castus), um ihre Keuschheit zu bewahren. Man glaubte, dass der Verzehr dieser Früchte das sexuelle Verlangen dämpfen würde. Der Name „Pfeffer“ rührt von den kleinen, schwarzen Früchten her, die optisch und geschmacklich an echten Pfeffer erinnern und früher auch als Gewürz verwendet wurden. Ein weiteres kurioses Detail: Der wissenschaftliche Name „agnus-castus“ bedeutet wörtlich übersetzt „keusches Lamm“ - ein passender Verweis auf die historische Nutzung dieser vielseitigen Heilpflanze!
Der zur Familie der Lippenblütler gehörende Mönchspfeffer ist ein etwa drei Meter hoher Strauch. Seine länglichen Blätter sind meist handförmig angeordnet. Die violetten, lilafarbenen, hellblauen oder rosafarbenen Blüten erinnern auf den ersten Blick denen des Schmetterlingsflieders. Sie sind allerdings etwas kleiner. Blütezeit ist im Juli und August - die Blüten verströmen einen sehr angenehmen Duft. Zweige und Blätter duften ein bisschen pfeffrig-würzig, ebenso die Samen. Letztere sehen ein bisschen aus wie Pfefferkörner und man kann sie essen. In Italien tragen sie den Namen „piperella“.
Inhaltsstoffe und Wirkmechanismus
Zur Arzneipflanze des Jahres gekürt wurde das Gewächs wegen seiner Einsatzmöglichkeiten in der Medizin. Die Samen enthalten ätherisches Öl, Flavonoide und Gerbstoffe. Es ist erwiesen, dass der Mönchspfeffer tatsächlich Einfluss auf die Sexualhormone hat. Er senkt die Bildung von Prolaktin, einem Hormon, das die Milchbildung anregt. Außerdem hat es eine dämpfende Wirkung auf das sexuelle Verlangen. Zudem ist er hilfreich bei Brustschmerzen im Zusammenhang mit der Menstruation und bei einer unregelmäßigen Monatsblutung.
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Mönchspfeffer enthält wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und ätherische Öle. Besonders interessant sind Verbindungen wie Casticin und Linolsäure, die in Studien vielversprechende Effekte zeigen und traditionell mit der Unterstützung des hormonellen Gleichgewichts in Verbindung gebracht werden.
Die positiven Effekte von Mönchspfeffer auf hormonell bedingte Symptome bei Frauen erklärt sich durch Inhaltsstoffe, die auf die Hormonregulierung wirken. Ganz genau geklärt sind die Prozesse nicht. Wahrscheinlich aber ist folgender Zusammenhang: Die Früchte des Mönchspfeffers, auch Keuschlammfrüchte genannt, enthalten sogenannte Diterpene. Diese Stoffe wirken einerseits auf den Dopaminhaushalt. Dopamin ist einer der wichtigsten Botenstoffe im Gehirn und gilt als Wohlfühlhormon. Andererseits hemmen Diterpene allem Anschein nach die Bildung des Hormons Prolaktin.
Schmerzen in den Brüsten (Mastodynie) gehen bei vielen Frauen mit einer erhöhten Prolaktinkonzentration Blut einher. Da Mönchspfeffer den Prolaktinspiegel senkt, könnte das die positive Wirkung bei Brustschmerzen, auch während der Regel oder in den Wechseljahren, erklären. Prolaktin ist Teil des fein ausgeklügelten Zusammenspiels der Hormone, das den weiblichen Zyklus steuert. Allem Anschein nach kann Mönchspfeffer hier helfen, Unregelmäßigkeiten gewissermaßen zu glätten. Deshalb wird Mönchspfeffer bei unregelmäßigen Monatsblutungen (Dysmenorrhoe), prämenstruellem Syndrom und Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. Zuweilen empfehlen Gynäkologen und Heilpraktiker eine Behandlung mit Mönchspfeffer bei unerfülltem Kinderwunsch. Denn die Heilpflanze wirkt eventuell auch auf das sogenannte Gelbkörperhormon, das die Einnistung von Eizellen in die Gebärmutterschleimhaut fördert.
Traditionelle Anwendungen von Mönchspfeffer
Bereits in der Antike nutzten Menschen Mönchspfeffer, um das Wohlbefinden zu fördern. Mönche und Nonnen setzten die Pflanze ein, um ihre Keuschheit zu bewahren, weshalb sie auch als „Keuschlamm“ bekannt ist. Heute wird der Strauch vor allem für seine potenziellen positiven Eigenschaften im Bereich der hormonellen Balance geschätzt.
Mönchspfeffer wird häufig traditionell angewendet, um das allgemeine Wohlbefinden während des Menstruationszyklus zu unterstützen. Studien und Erfahrungsberichte legen nahe, dass die Inhaltsstoffe eine regulierende Wirkung auf den Hormonhaushalt haben können.
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Prämenstruelles Syndrom (PMS)
Das prämenstruelle Syndrom (PMS) beschreibt eine Vielzahl von körperlichen und emotionalen Beschwerden, die typischerweise in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus auftreten - also nach dem Eisprung und vor Beginn der Periode.
Häufige Symptome von PMS:
- Körperliche Beschwerden: Kopfschmerzen, Brustspannen, Müdigkeit, Wassereinlagerungen oder Krämpfe.
- Emotionale Symptome: Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, innere Unruhe oder depressive Verstimmungen.
Mönchspfeffer Tabletten werden vorwiegend zur Behandlung von Beschwerden verwendet, die im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus stehen. Besonders häufig finden sie Anwendung bei Symptomen des prämenstruellen Syndroms (PMS), wie Stimmungsschwankungen, Brustspannen und Kopfschmerzen. Auch zur Unterstützung bei Unregelmäßigkeiten des Zyklus und zur Förderung der Fruchtbarkeit kann Mönchspfeffer zum Einsatz kommen, da er zur Regulierung des Hormonhaushalts beitragen soll. Darüber hinaus nutzen einige Frauen die Tabletten bei Beschwerden des Zyklus in der Menopause.
Produkte und Präparate
Es dauert allerdings einige Zeit, bis Medikamente mit Mönchspfeffer wirken. Nebenwirkungen sind selten, Sie sollten aber mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin sprechen, wenn Sie die Pille nehmen, schwanger oder stillend sind oder eine Hormonersatztherapie machen. Das gilt auch, wenn Sie Medikamente mit Inhaltsstoffen einnehmen, die sich auf die Bildung von Dopamin auswirken (z.B.
Dr. Dr. Böhm Mönchspfeffer Filmtabletten sind ein bekanntes Mönchspfeffer-Präparat. Sie enthalten einen standardisierten Extrakt aus der Frucht des Mönchspfeffer-Strauches, der eine hohe Konzentration an bestimmten Wirkstoffen aufweist. Diese Filmtablette ist vor allem für die Frauen geeignet, die unter dem PMS -Syndrom leiden. Ihre Wirksamkeit wurde in mehreren klinischen Studien bestätigt und sie sind gut verträglich, sofern die empfohlene Dosierung eingehalten wird. Die Filmtabletten von Dr. Böhm sind ausschließlich in Apotheken erhältlich. Der Preis der Mönchspfeffer-Tabletten liegt im mittleren Segment.
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Agnus Castus Filmtabletten sind ein weiteres Präparat, das in der Behandlung von Menstruations- und Hormonstörungen Verwendung findet. Sie enthalten ebenso wie die Dr. Böhm Tabletten Extrakte des Mönchspfeffers, die sich durch ihre standardisiertes Einheitsverhältnis auszeichnen. Der spezielle Extraktionsprozess, der bei der Herstellung angewendet wird, ermöglicht eine hohe Konzentration an Wirkstoffen und gewährleistet so die Wirksamkeit des Produktes. Es wird empfohlen, dass Patientinnen vor Beginn der Einnahme ihre individuelle Situation und mögliche Kontraindikationen mit einem Arzt abklären. Durch die filmbeschichtete Form sind die Tabletten leicht einzunehmen und schützen die enthaltenen Wirkstoffe vor schnellem Abbau, wodurch die therapeutische Effizienz gesteigert wird. Preislich liegen die Agnus Castus Filmtabletten im mittleren Segment. Eine Packung mit 60 Filmtabletten kostet je nach Hersteller und Apotheke zwischen 10-20 Euro. Bitte beachte stets die Verpackungsbeilage damit das Arzneimittel richtig dosiert wird! Achte auf eventuelle Hinweise zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen oder Kontraindikationen!
Mönchspfeffer Kapseln 20 mg Nahrungsergänzungsmittel:
- Hochkonzentrierter 10:1-Extrakt: Enthält 20 mg reinen Trockenextrakt aus Mönchspfefferfrüchten - eine hochwertige Konzentration, die einem Verhältnis von 10:1 entspricht.
- Speziell für Frauen: Entwickelt, um Frauen in unterschiedlichen Phasen ihres Zyklus gezielt zu unterstützen.
- Traditionell bewährt bei PMS: Mönchspfeffer wird seit Jahrhunderten traditionell genutzt, um das allgemeine Wohlbefinden während des Menstruationszyklus zu fördern.
Die wichtigsten Vorteile:
- Hochkonzentrierter 10:1-Extrakt - Jede Kapsel enthält 20 mg Trockenextrakt aus den Früchten des Mönchspfeffers (Vitex agnus-castus) - das entspricht 200 mg getrockneter Pflanze.
- Traditionelle Heilpflanze - Seit der Antike geschätzt, wird Mönchspfeffer bis heute zur Unterstützung des weiblichen Zyklus verwendet.
- Natürlich wirksam durch Pflanzenstoffe - Enthält wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Casticin und Linolsäure, die traditionell mit hormonellem Gleichgewicht in Verbindung gebracht werden.
- Hormonsensibler Einsatzbereich - Mönchspfeffer eignet sich nicht für Schwangere, Stillende oder Mädchen vor der ersten Menstruation - bitte nur gezielt anwenden.
- Empfohlen für: - Frauen mit zyklusbedingten Beschwerden (PMS)* - Frauen mit hormonellen Ungleichgewichten* (*nur nach ärztlicher Rücksprache)
- Rein pflanzlich & vegan - Frei von tierischen Bestandteilen, Gluten, Laktose und Soja - ideal auch bei speziellen Ernährungsformen.
- Ohne überflüssige Zusätze - Frei von Magnesiumstearat, Farb- und Konservierungsstoffen.
- Sorgfältig hergestellt - Aus hochwertigen Rohstoffen, in deutschen Laboren auf Reinheit geprüft.
- Verantwortung mit Tradition - Entwickelt und produziert in Nauheim, Hessen - von ZeinPharma®, einem Familienunternehmen seit 1999.
Verzehrempfehlung: Täglich 1 Kapsel unzerkaut mit ausreichend Wasser, optimal zu einer Mahlzeit. Alternative Einnahme: Die Kapsel kann geöffnet und das Pulver direkt eingenommen werden.
Hinweis: Die empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Dieses Produkt ist kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und gesunde Lebensweise. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht geeignet für Schwangere, Stillende und junge Frauen vor der ersten Menstruation.
Mönchspfeffer und Parkinson: Gibt es einen Zusammenhang?
Wer Medikamente einnimmt, die sich auf den körpereigenen Botenstoff Dopamin auswirken, darf Mönchspfeffer nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin anwenden. Dazu gehören zum Beispiel Mittel gegen Parkinson und psychische Probleme.
Die Frage, ob Mönchspfeffer bei Parkinson eine Rolle spielen könnte, ist komplex und bedarf weiterer Forschung. Da Mönchspfeffer den Dopaminhaushalt beeinflussen kann, ist Vorsicht geboten, insbesondere bei Personen, die bereits Medikamente zur Behandlung von Parkinson einnehmen. Es ist unerlässlich, vor der Anwendung von Mönchspfeffer einen Arzt zu konsultieren, um mögliche Wechselwirkungen und Risiken zu besprechen.
Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Obgleich Mönchspfeffer für viele Anwenderinnen eine hilfreiche Unterstützung darstellen kann, ist es wichtig, auch mögliche Nebenwirkungen zu betrachten. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören leichte Kopfschmerzen, Schwindelgefühle sowie Magen-Darm-Beschwerden. Einige Personen berichten auch über eine Zunahme von Akne oder Hautausschlägen. Es ist ferner zu beachten, dass Mönchspfeffer aufgrund seiner hormonellen Wirkungen potenziell die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen kann. Dazu zählen beispielsweise orale Kontrazeptiva oder Hormonersatztherapien.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind ein wichtiger Aspekt, der bei der Einnahme von Mönchspfeffer-Tabletten Beachtung finden sollte. Aufgrund der Einflüsse von Mönchspfeffer auf den Hormonhaushalt ist besondere Vorsicht geboten, wenn gleichzeitig hormonelle Präparate wie orale Kontrazeptiva oder Hormonersatztherapien verwendet werden. Auch die Kombination mit Dopamin-Agonisten oder -Antagonisten kann zu unerwünschten Effekten führen, da Mönchspfeffer die Prolaktinsekretion beeinflussen kann. Es ist daher unerlässlich, die potenziellen Interaktionen mit allen verschreibungspflichtigen oder frei verkäuflichen Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln zu besprechen, um mögliche unerwünschte Wechselwirkungen zu verhindern.
Obwohl Mönchspfeffer Tabletten von vielen Frauen positiv aufgenommen werden, gibt es bestimmte Umstände, unter denen die Einnahme nicht ratsam ist. Sie sind kontraindiziert für Personen, die allergisch auf einen der Inhaltsstoffe reagieren. Schwangere und stillende Mütter sollten von der Einnahme absehen, da Auswirkungen auf das Baby nicht umfassend erforscht sind. Des Weiteren sollten Frauen, die hormonell bedingte Krebserkrankungen haben oder hatten, wie Brustkrebs oder Gebärmutterkrebs, vor der Einnahme Rücksprache mit deinem behandelnden Arzt halten.
Kein Mönchspfeffer in Schwangerschaft und Stillzeit. Da Mönchspfeffer in den Hormonhaushalt eingreift, verbietet sich jede Anwendung in der Schwangerschaft. Stillende dürfen die Heilpflanze nicht anwenden, weil Mönchspfeffer die Milchbildung unterdrücken kann.
Muss ich Wechselwirkungen mit Medikamenten beachten? Wer Medikamente einnimmt, die sich auf den körpereigenen Botenstoff Dopamin auswirken, darf Mönchspfeffer nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin anwenden. Dazu gehören zum Beispiel Mittel gegen Parkinson und psychische Probleme.
Wann darf ich die Mönchspfeffer-Extrakt-Kapseln nicht einnehmen? Schwangere, stillende oder heranwachsende Frauen und auch Mädchen dürfen das Produkt nicht anwenden. Außerdem ausgeschlossen sind Frauen mit hormonabhängigen Krankheiten wie Brustkrebs oder Tumoren der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse).
Bei Prolaktinbildenden Hormonen der Hirnanhangsdrüse könnte die Einnahme von Mönchspfeffer die Symptome verschleiern und so die Diagnose erschweren. Sind bereits Störungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophysenstörungen) in der Krankengeschichte bekannt, sollte vor der Einnahme von Mönchspfeffer ein Arzt befragt werden.
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