Umfassende Rückenversorgung in Günzburg: Das MVZ für Neurologie und Neurochirurgie im Fokus

Die Botschaft ist klar: Wer Rückenprobleme hat, ist im Bezirkskrankenhaus (BKH) Günzburg gut aufgehoben. Beim ersten "Tag der Rückengesundheit" im vollbesetzten Hörsaal des BKH wurde den Besuchern vermittelt, dass sie im Bedarfsfall nicht nach Ulm, Augsburg oder noch weiter reisen müssen, sondern umfassende und professionelle Hilfe in Günzburg erhalten. Medizinische Fachleute bieten hier das gesamte Spektrum an - von konservativen Methoden wie Physiotherapie oder Ohr-Akupunktur bei Rückenschmerzen bis hin zu chirurgischen Eingriffen wie dem Einsetzen von Elektroden oder Bandscheibenoperationen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Die Veranstaltung, die vom Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) für Neurologie und Neurochirurgie am BKH erstmals ausgerichtet wurde, stieß auf großes Interesse.

Das MVZ Günzburg: Eine Ergänzung zur ambulanten Versorgung

Das im Juli 2015 in Betrieb genommene Medizinische Versorgungszentrum versteht sich nicht als Konkurrenz zu niedergelassenen Ärzten, sondern als Ergänzung zur bisher angebotenen Versorgungssituation. Es ähnelt einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis und bietet ambulante Sprechstunden an. Pro Quartal werden etwa 3000 Patienten, hauptsächlich aus den Landkreisen Günzburg, Dillingen, Neu-Ulm und Augsburg, behandelt - sowohl Kassen- als auch Privatpatienten. Stephan Graf, der kaufmännische Geschäftsführer des MVZ, ermutigt Interessierte, einfach anzurufen und einen Termin zu vereinbaren.

Ohr-Akupunktur bei Rückenschmerzen: Eine wissenschaftlich anerkannte Methode

Dr. Evangelos Lasos bietet die Ohr-Akupunktur bei Rückenschmerzen an. Er erklärt, dass der Körper ein komplexes Netz von Energiebahnen besitzt. Störherde wie Entzündungen, schlechte Zähne oder Narben können die Selbstregulation des Körpers behindern. Durch das Setzen von goldenen oder silbernen Nadeln an bestimmten Stellen am Ohr wird versucht, das energetische Gleichgewicht des Organismus wiederherzustellen. Dr. Lasos betont, dass diese Methode keine esoterische Praktik ist, sondern eine wissenschaftlich anerkannte Methode. Oftmals gelingt es so, Schmerzen am und im Rücken zu lindern.

Schmerztherapie im BKH Günzburg: Individuelle Behandlung chronischer Schmerzen

Timo Müller, Facharzt für Neurologie, spezielle Schmerztherapie und Geriatrie, leitet das Schmerzzentrum, das Teil der Klinik für Neurologie und Neurologische Rehabilitation am BKH Günzburg ist. Er betont die Wichtigkeit einer genauen Diagnose: Ist der Schmerz akut oder chronisch? Wo genau schmerzt es - im Körpergewebe, den Gelenken, den Muskeln oder den Faszien? Basierend auf der Diagnose wird eine individuelle Therapie entwickelt. Diese kann eine medikamentöse Schmerztherapie umfassen, wobei die Medikamentenzusammensetzung sich nach Symptomen und Dauer richtet. Weitere Therapieformen sind aktive Physiotherapie, Entspannungsverfahren, regelmäßige Eigenübungen sowie Fitness und Sport wie Schwimmen und Nordic Walking. Ziel ist es, das Schmerzsystem und das Schmerzgedächtnis zu desensibilisieren und zu normalisieren, da chronische Schmerzen psychische Auswirkungen haben können.

Neuromodulation: Wenn konservative Maßnahmen nicht helfen

Wenn konservative Maßnahmen bei chronischen Rücken- oder Beinschmerzen keine Wirkung zeigen, kann die Neuromodulation eine Option sein. Dr. Ute Bäzner, Fachärztin für Neurochirurgie, erläutert, dass dabei Elektroden in das Unterhautfettgewebe platziert werden, während der Patient wach ist und mitarbeitet. Durch Stromimpulse, die ein leichtes Kribbeln verursachen, soll der Schmerz reduziert werden. Die Neuromodulation verspricht keine Heilung, aber eine deutliche und nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität durch lokale Schmerzfreiheit.

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Keine unnötigen Operationen: Wirtschaftliche Interessen spielen keine Rolle

Dr. Jens Engelke, Facharzt für Neurochirurgie und Leiter des MVZ Günzburg, tritt dem Vorurteil entgegen, dass Kliniken bestimmte Eingriffe aus wirtschaftlichen Gründen vornehmen würden. Er betont, dass keine wirtschaftliche Notwendigkeit besteht, mehr zu operieren. Jede Abnutzung an der Wirbelsäule hat eine individuelle Ursache, wobei Risikofaktoren Überbeanspruchung, fehlende Unterstützung durch Bewegung und Training oder Übergewicht sein können. Eine persönliche Beratung ist daher wichtig. Dr. Engelke räumt auch mit dem Vorurteil auf, dass körperliche Beschwerden mit zunehmendem Alter automatisch zunehmen würden und betont, dass die Entwicklung nicht linear verläuft.

Tipps und Tricks aus der Physiotherapie: Vorbeugung ist besser als Heilung

Julia Miller und Stefano Coco, Physiotherapeuten am BKH, gaben praktische Tipps und Tricks zur Vorbeugung von Rückenschmerzen. Sie betonten, dass wir zu oft, zu lange und falsch sitzen. Regelmäßige Positionswechsel am Arbeitsplatz, häufigeres Aufstehen und Bewegung sowie Training der lokalen Muskulatur können Rückenschmerzen am Ende des Tages verhindern. Beim Heben schwerer Gegenstände sollte man die Beine nutzen und das Gewicht nah am Körper halten, um die Last gleichmäßig zu verteilen. Gesunde Ernährung, ein gesunder Lebensstil und die richtige Balance aus Bücken, Tragen und Heben können Erkrankungen im Nacken und Rücken verhindern.

Die Klinik für Neurochirurgie: Hightech-Medizin auf höchstem Niveau

Die Klinik für Neurochirurgie ist an zwei Standorten organisiert: am BKH Günzburg und am Universitätsklinikum Ulm. Damit gehört sie zu den größten neurochirurgischen Kliniken Deutschlands. In Günzburg steht einer der modernsten Operationssäle Europas zur Verfügung, die Brain-Suite, in der komplizierte Eingriffe am Gehirn durchgeführt werden. Ein hochspezialisiertes Team aus Neurochirurgen, Neuroanästhesisten, Neuroradiologen, Pflegekräften und Therapeuten deckt auf medizinischem Hightech-Niveau das gesamte Spektrum neurochirurgischer Erkrankungen ab. Die Klinik ist zudem akademisches Krankenhaus der Universität Ulm und betreibt Forschung und Lehre.

Leistungsspektrum der Neurochirurgie: Umfassende Behandlung neurologischer Erkrankungen

Die Klinik bietet ein breites Spektrum an neurochirurgischen Leistungen, darunter:

  • Stereotaxie und Funktionelle Neurochirurgie: Prof. Dr. PD Dr. Dr.
  • Spezielle neurochirurgische Verfahren: Prof. Dr. Dr. Dr. Prof. Dr. PD Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. med. Prof. Dr. Prof. Dr. Prof. Dr. Dr. Dr. Dr.

Logopädische Therapie: Wiederherstellung der Kommunikationsfähigkeit

Durch Schlaganfälle und andere neurologische Erkrankungen können Störungen der Sprache (Aphasie) und des Sprechens (Dysarthrie, Sprechapraxie) auftreten. Ziel der logopädischen Therapie ist die bestmögliche Wiederherstellung und Erhaltung der Kommunikationsfähigkeit im Alltag.

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Behandlung von Schluckstörungen (Dysphagie)

Eine Dysphagie ist eine Störung im Ablauf des Schluckaktes, bei der es zu Eindringen von Flüssigkeit, Nahrungsresten oder Speichel in die Lunge kommen kann (Aspiration). Dies kann eine Lungenentzündung zur Folge haben. Zur Diagnostik werden videoendoskopische Schluckuntersuchungen (FEES) durch den zuständigen Arzt durchgeführt. In der Therapie werden unter anderem Schlucktechniken, Haltungsänderungen, Kostanpassungen oder den Schluckakt kräftigende Übungen durchgeführt.

Therapie von Facialisparesen

Bei Facialisparesen handelt es sich meist um eine einseitige Gesichtslähmung, deren Ursache entweder im zentralen oder peripheren Nervensystem liegt.

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