MVZ Hellersen Neurochirurgie: Informationen zu Wirbelsäulenerkrankungen und Behandlungsmethoden

Die moderne Gesellschaft ist durch unausgewogene Körperhaltungen und Bewegungsarmut geprägt, was zu einer Zunahme degenerativer Krankheitsbilder der Wirbelsäule führt. Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Hellersen bietet umfassende Informationen und Behandlungen im Bereich der Neurochirurgie, insbesondere für Wirbelsäulenerkrankungen.

Die Wirbelsäule: Ein zentrales Element des Körpers

Die Wirbelsäule ist mit ihren 33 bis 35 einzelnen Wirbelknochen das tragende Konstruktionselement unseres Körpers. Degenerative Veränderungen, die oft in der Hals- und Lendenwirbelsäule auftreten, können isoliert oder kombiniert vorkommen und sind häufig mit Schmerzen, Lähmungen oder Taubheitsgefühlen verbunden.

Diagnostik und Therapie von Wirbelsäulenerkrankungen

Dank moderner diagnostischer und klinischer Verfahren können Wirbelsäulenerkrankungen heute sicher erkannt und entsprechend ihrem Ursprung und Umfang behandelt werden. Primär sollten fast alle Wirbelsäulenerkrankungen durch umfangreiche konservative (nicht operative) Therapiemaßnahmen behandelt werden.

Konservative Behandlungsmethoden

Im Vordergrund steht zunächst die konservative Therapie. Diese umfasst ein breites Spektrum an nicht-operativen Maßnahmen, wie beispielsweise:

  • Physikalische Therapie (Wärme-, Kälte-, Ultraschall-, Elektro- und Vakuumtherapie)
  • Akupunktur
  • Chirotherapie
  • Fasziendistorsionsmodell
  • Hyaluronsäuretherapie
  • Infusionstherapie
  • Kinesiotaping
  • Naturheilverfahren
  • Stoßwellentherapie
  • Spinale Injektionen unter Bildwandler-Kontrolle (Facetteninfiltrationen, ISG-Infiltrationen, Periradikuläre Therapie (PRT))

Operative Therapie

Bei Nichtansprechen dieser Maßnahmen oder gar Verschlimmerung der Beschwerden sollte eine operative Therapie angestrebt werden. Das operative Spektrum der Wirbelsäulenchirurgie der Sportklinik Hellersen umfasst annähernd alle auf den Patienten individuell abgestimmten modernen Eingriffsmöglichkeiten. Wenn die konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind und eine Operation notwendig ist, stehen die Rückenspezialisten eng mit den Neurochirurgen der Wirbelsäulenchirurgie im Austausch. Mit ihrer langjährigen Erfahrung behandeln die Chirurgen die breitgefächerten Krankheitsbilder des Nervensystems minimalinvasiv und mikrochirurgisch - von akuten Bandscheibenvorfällen bis zu Spinalkanalverengungen.

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Häufige Wirbelsäulenerkrankungen und ihre Behandlung

Die Neurochirurgen des MVZ Hellersen sind auf die Behandlung verschiedener Wirbelsäulenerkrankungen spezialisiert. Zu den häufigsten gehören:

Bandscheibenvorfall

Ein Bandscheibenvorfall entsteht, wenn sich Teile einer Bandscheibe in den Wirbelkanal verlagern und Nervenstrukturen komprimieren. Dies kann zu Schmerzen, Lähmungen und Taubheitsgefühlen führen, im schlimmsten Fall sogar zu Blasenentleerungsstörungen als Zeichen einer Querschnittslähmung. Bandscheibenvorfälle treten am häufigsten im Hals- und Lendenwirbelbereich auf, kommen selten aber auch im Brustwirbelabschnitt vor.

Therapie:

  • Lumbaler Bandscheibenvorfall: Die Therapie der lumbalen Bandscheibenvorfälle (Bandscheibenvorfälle der Lendenwirbel) besteht aus einem mikrochirurgischen (also minimal invasiven) Zugang in die Wirbelsäule mit Entfernung des Sequesters (Bandscheibenstück) und ggf. weiteren Teilen von degeneriertem (verschlissenen) Bandscheibengewebe (Nukleotomie).
  • Halswirbelsäulen-Bandscheibenvorfall: Bei Bandscheibenvorfällen im Halswirbelsäulenbereich erfolgt der minimal-invasive mikrochirurgische Zugangsweg von vorne und erfordert einen Bandscheibenersatz - entweder durch eine Prothese oder ein Carbon „Körbchen" (Cage). Stabilisierung der Halswirbelsäule kann durch intercorporalem Cage oder intercorporaler Bandscheibenprothese erfolgen.

Spinalkanalstenose (Wirbelkanalstenose)

Bei der Spinalkanalstenose handelt es sich um eine Verengung des Wirbelkanals mit Kompression der darin verlaufenden Nervenfasern. Bei Patienten mit dieser Erkrankung kommt es klinisch zum Bild der „Schaufensterkrankheit“, die Beschwerden treten nur unter Belastung auf und reduzieren fortschreitend die Gehstrecke bzw. Belastbarkeit. Unter Entlastung kommt es in der Regel zu einem Beschwerdenachlaß.

Therapie: Die Wirbelkanalstenose behandelt man in einem unter mikrochirurgischer Sicht unterstütztem Abtragen und Abfräsen von Knochen- und Bandstrukturen (Osteo-ligamentäre Dekompression), die aufgrund einer Überbelastung zu kräftig (hypertrophiert) gewachsen sind und Druck auf die Nervenstrukturen ausüben. Die Bandscheibe wird bei einer isolierten Wirbelkanalstenose nicht entfernt. Eine Osteoligamentäre Dekompression kann durchgeführt werden.

Facettensyndrom

Das Facettensyndrom ist eine durch Arthrose der kleinen Wirbelgelenke hervorgerufene Erkrankung, die sich mit lokalen Rückenschmerzen, je nach betroffenem Wirbelsäulen-Abschnitt, manifestiert. Es sind nur lokale Nerven der Gelenke betroffen, so dass es zu keiner Schmerzausstrahlung in Arme und Beine kommt.

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Therapie: Die Therapie besteht aus einer radiologisch kontrollierten Punktion der Gelenke und lokalen Injektion von Medikamenten oder durch eine Thermafacettendenervation („Kryofacettendenervation“), einem Verfahren mit dem die lokalen Nerven des Gelenks durch Kälte ausgeschaltet werden. Spinale Injektionen unter Bildwandler-Kontrolle - Facetteninfiltrationen an der Halswirbel- und Lendenwirbelsäule können durchgeführt werden.

Weitere Behandlungen im MVZ Hellersen

Neben den genannten Erkrankungen werden im MVZ Hellersen auch weitere neurochirurgische Eingriffe durchgeführt, darunter:

  • Degenerative Spondyloisthesis
  • Interspinöser Spreizer
  • Foraminotomie ohne Implantat (OP nach „Frykholm“)
  • Laminektomie
  • Neurolyse bei peripheren Nervenkompressionssyndromen
  • Spinale Injektionen unter Bildwandler-Kontrolle - Facetteninfiltrationen an der Halswirbel- und Lendenwirbelsäule - ISG-Infiltrationen - Periradikuläre Therapie (PRT)

Das Neurochirurgische Team der Sportklinik Hellersen

Das neurochirurgische Team des Medizinischen Versorgungszentrums der Sportklinik Hellersen berät Patienten ambulant über alle fachspezifischen Krankheitsbilder. Falls eine operative Versorgung notwendig ist, wird diese unter stationären Bedingungen in der Sportklinik Hellersen mit modernster Operationstechnik durchgeführt. Die Ärzte sind langjährig tätige Neurochirurgen, die eine große operative Erfahrung in der Gehirn-, Nerven- und Wirbelsäulenchirurgie haben. Ihren Schwerpunkt setzen sie im MVZ auf die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen. Dabei bietet sich ein breites Behandlungsfeld sowohl in den Abschnitten der Hals- als auch der Lendenwirbelsäule.

Weitere Standorte des MVZ Hellersen

Das MVZ Hellersen verfügt über mehrere Standorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten:

  • Sportklinik Hellersen: Praxis für Neurochirurgie und Praxis für Orthopädie mit Röntgen- und Ultraschalldiagnostik, Fußdruckmessung, ACP, Akupunktur, Chirotherapie, Fasziendistorsionsmodell, Hyaluronsäuretherapie, Infusionstherapie, Kinesiotaping, Naturheilverfahren, Stoßwellentherapie, Physikalische Therapie und spinale Injektionen.
  • Lüdenscheid-Mitte: Praxis für Orthopädie mit volldigitalem Röntgen, Durchleuchtung, strahlungsfreier 3D-/4D-Wirbelsäulenvermessung, Ultraschall, Osteoporose-Risikobestimmung, Akupunktur, Atlastherapie, Chirotherapie, manuelle Behandlung, Arthrosetherapie, Neuraltherapie, Kinesiotaping, ESWT-fokussierte Stoßwelle, repetitive periphere Magnetstimulation (rPMS), Hydrojet-Anwendungen und Mikrowellen- und computerassistierte Traktionsliegen-Behandlung. Zudem gibt es eine Praxis für Chirurgie und Unfallchirurgie mit Unfallarzt für Schul- und Arbeitsunfälle, septischer Chirurgie, Kinderchirurgie, Tumorchirurgie, Nervenkompression an Hand und Ellenbogen, Handchirurgie und Metallentfernungen. Eine Praxis für Anästhesiologie ist ebenfalls vorhanden.
  • Iserlohn Nord: Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Ultraschall- und Labordiagnostik, Triggerpunkte, Akupunktur, Kinesiotaping, Stoßwellentherapie und Hyaluronsäuretherapie.
  • Iserlohn (Mitte): Praxis für Orthopädie und Sportmedizin mit ambulanter Durchführung von Operationen, postoperativer Schmerztherapie, Arthroskopien des Kniegelenkes und der Schulter, vordere Kreuzbandersatz-Plastik, Arthroskopie OSG, Schmerzreduktion durch Schmerzblockaden und lokale Schmerzblockaden.

Neurochirurgie: Ein Überblick

Die Neurochirurgie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit operativ zu behandelnden Erkrankungen des Nervensystems befasst. Dazu zählen Krankheitsbilder des Gehirns und der peripheren Nerven - die zahlenmäßig bedeutendste Körperregion für Neurochirurgen ist allerdings die Wirbelsäule mit ihren breitgefächerten Krankheitsbildern.

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