Eingeklemmter Nerv und Nabelbruch: Ursachen, Symptome und Behandlung

Ein eingeklemmter Nerv und ein Nabelbruch können sehr unangenehme Beschwerden verursachen. Während ein eingeklemmter Nerv oft mit plötzlichen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einhergeht, äußert sich ein Nabelbruch durch eine sichtbare Vorwölbung im Bereich des Bauchnabels. Beide Zustände können verschiedene Ursachen haben und unterschiedliche Behandlungsansätze erfordern.

Eingeklemmter Nerv: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Ein "eingeklemmter Nerv" ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für eine Nervenkompression. Dabei üben umliegende Strukturen wie Muskeln, Sehnen oder Gewebe Druck auf einen Nerv aus. Dieser Druck stört die Signalübertragung und führt zu Symptomen wie Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit. Es fühlt sich oft so an, als wäre der Nerv buchstäblich eingeklemmt.

Ursachen eines eingeklemmten Nervs

Häufige Ursachen sind Verspannungen durch Fehlhaltungen, degenerative Erkrankungen wie Bandscheibenvorfälle oder Arthrose sowie Verletzungen durch Stürze oder Überlastung. Auch systemische Erkrankungen wie Diabetes oder Engpasssyndrome wie das Karpaltunnelsyndrom können Nervenkompressionen auslösen.

Ein eingeklemmter Nerv entsteht, wenn Druck auf den Nerv ausgeübt wird. Dadurch kann er nicht mehr richtig funktionieren, was zu schmerzhaften oder unangenehmen Symptomen führen kann. Tatsächlich entsteht diese Art von Schmerz häufig durch eine vorübergehende Reizung des Nervs. Stattdessen üben meist weiche Strukturen wie Muskeln, Sehnen oder Gewebe Druck auf den Nerv aus, wodurch dessen Funktion beeinträchtigt wird. Dieser Druck kann Reizungen und Entzündungen hervorrufen, die zu Symptomen wie Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder Bewegungseinschränkungen führen.

Symptome eines eingeklemmten Nervs

Typische Symptome sind stechende oder brennende Schmerzen, Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen. Je nach betroffener Stelle können auch Bewegungseinschränkungen oder eine verminderte Berührungsempfindlichkeit auftreten. Die Beschwerden reichen von leicht störend bis stark einschränkend.

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Eine Nervenkompression kann sich auf unterschiedliche Art und Weise bemerkbar machen: Bei manchen Betroffenen sind die Beschwerden so stark, dass sie sich kaum noch bewegen können, andere nehmen die Einschränkung nur als leichte Muskelverspannung wahr. Schmerzen: Das Spektrum reicht von einem dumpfen, langsam zunehmenden Druckgefühl bis hin zu plötzlich einschießenden, brennenden oder stechenden Schmerzen. Empfindungsstörungen (Parästhesien): Kribbeln, Taubheitsgefühle oder das bekannte „Einschlafen“ von Gliedmaßen sind typische Anzeichen. Funktionsausfälle: Bleibt ein Nerv über längere Zeit unter Druck, kann die Signalübertragung zur Muskulatur gestört sein. Die Folge: Muskelschwäche oder vorübergehende Lähmungserscheinungen oder Muskelschwäche, die sich meist wieder zurückbilden, sobald sich der Nerv erholt. Sind besonders empfindliche Nerven - beispielsweise im Bereich der Halswirbelsäule - eingeklemmt, können durch die gestörte Signalübertragung zum Gehirn zusätzliche Symptome wie Schwindel oder Erbrechen auftreten.

Provokationstests wie das Hoffmann-Tinel-Zeichen oder der Phalen-Test helfen dabei, einen eingeklemmten Nerv zu diagnostizieren. Durch gezielte Bewegungen oder leichten Druck auf den betroffenen Bereich können typische Symptome wie Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle ausgelöst oder verstärkt werden.

Behandlung eines eingeklemmten Nervs

Wärmeanwendungen, sanfte Dehnübungen und gezielte Bewegungen lockern verspannte Muskeln und entlasten den Nerv. Physiotherapie oder Massagen können den Heilungsprozess unterstützen. Wenn die Beschwerden länger anhalten, können entzündungshemmende Medikamente helfen. Bei starken Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Bei stark verspannter Muskulatur hilft häufig eine sanfte Gymnastik, Yoga oder eine Massage. Darüber hinaus kann auch schonende Wärme helfen, die Verspannung zu lösen und den eingeklemmten Nerv im Nacken oder den Schultern zu entlasten. Schmerzstillende oder entzündungshemmende Medikamente können darüber hinaus helfen, wenn Sie sich einen Nerv im Rücken geklemmt haben. Um sicherzustellen, dass kein anderes Problem vorliegt, kann eine Röntgenaufnahme bzw. ein MRT (Magnetresonanztomographie) Klarheit schaffen. Auch einen leichten Bandscheibenvorfall können Sie mit vorsichtiger Bewegung lindern. Ob Medikamente oder gar eine Operation notwendig sind, wird individuell entschieden. Eine schonende Physiotherapie kann helfen, die Symptome zu lindern und eine OP zu verhindern. Ist der Bandscheibenvorfall bereits schwerer, kann eine OP beispielsweise durch minimalinvasive Verfahren erfolgen. Wurde bei Ihnen eine Spinalkanalstenose festgestellt, können ebenfalls physiotherapeutische Maßnahmen, Rückenschule oder Schmerztherapie zur Linderung der Symptome beitragen.

Die Behandlung, wenn Sie sich einen Nerv eingeklemmt haben, kann so vielfältig sein wie die Ursachen. Daher ist es wichtig, dass wir in unseren Praxen in Düsseldorf und Ratingen mit Ihnen persönlich sprechen und die betroffenen Stellen eingehend untersuchen. Wissen wir mehr über das Auftreten der Symptome, können wir besser einschätzen, warum Sie sich den Nerv eingeklemmt haben. Ob die Schmerzen in Rücken, Nacken oder Schultern auftreten: Meist sind sie harmlos und klingen innerhalb einer Woche wieder ab. Durch Abtasten, Prüfen der Bewegungsfähigkeit und Röntgenaufnahmen entscheiden wir, welche Behandlung für Sie infrage kommt und sinnvoll ist. In der Regel wird die Behandlung eines eingeklemmten Nervs ambulant und ohne Narkose oder lokale Betäubung in unserer Praxis durchgeführt. Falls eine Physiotherapie notwendig ist, verweisen wir Sie gerne an Spezialisten, um Ihnen die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen.

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In einigen Fällen, besonders bei schwer­wie­genden oder chro­nischen Nerven­kom­pres­sionen, kann eine Operation zur Dekompression notwendig werden. Bei einem Bandscheibenvorfall kann beispielsweise ein minimalinvasiver Eingriff durchgeführt werden, um den Druck auf den betroffenen Nerv zu verringern und die Nervenwurzeln zu entlasten.

Prävention eines eingeklemmten Nervs

Ergonomie am Arbeitsplatz: Eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes hilft, eingeklemmten Nerven vorzubeugen. Bei sitzenden Tätigkeiten im Büro sind eine aufrechte Haltung, passende Stühle und Tische sowie Hilfsmittel wie Handauflagen sinnvoll. Wer überwiegend steht, profitiert von gut gedämpften Schuhen und regelmäßigen Pausen zur Entlastung der Gelenke. Beim Heben schwerer Lasten sollte die Kraft aus den Beinen kommen, um den Rücken zu schonen. Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität beugt Verspannungen vor und stärkt die Muskulatur. Stressmanagement: Muskelverspannungen können durch Stress begünstigt werden. Übergewicht reduzieren: Ein gesundes Körpergewicht entlastet die Wirbelsäule und verhindert zusätzlichen Druck auf Nerven.

Nabelbruch (Nabelhernie): Ursachen, Symptome und Behandlung

Ein Nabelbruch (Nabelhernie) zeigt sich oft als Vorwölbung im Bereich des Bauchnabels. Die Wölbung ist bei Druck deutlicher zu sehen. Viele Nabelbrüche verursachen keine Beschwerden, können aber starke Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen auslösen, wenn es zum Beispiel eine Darmschlinge eingeklemmt wird. Ein eingeklemmter Nabelbruch ist ein medizinischer Notfall, der sofort behandelt werden muss.

Bei einer Hernie treten Eingeweide oder das Bauchfell durch eine Lücke in der Bauchwand hervor. Die häufigsten Hernien sind Leistenbrüche. Davon betroffen sind vor allem Männer. Eine Hernie wird auch Eingeweidebruch oder Bruch genannt. Dabei treten meistens Eingeweide oder das Bauchfell durch eine Lücke in der Bauchwand hervor. Das Bauchfell ist eine Haut, die den Bauchraum auskleidet. Es umschließt die meisten Organe im Bauch ganz oder teilweise. Eine Hernie ist meist von außen an der Wölbung zu erkennen. Der Inhalt der Wölbung wird Bruchsack genannt. Innere Organe wie der Darm oder der Magen können in ihn hineinragen. Ob eine Hernie Probleme bereitet, hängt davon ab, wie groß sie ist und wo sie auftritt.

Ursachen eines Nabelbruchs

Ein Nabelbruch kann angeboren oder erworben sein. Die Studienlage zu möglichen Risikofaktoren ist noch schwach, es wird bislang von folgenden Ursachen und Risikofaktoren ausgegangen:

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Bei Kindern: Frühgeburt

Bei Erwachsenen: Vorangegangene Operationen im Bauchraum, höheres Alter, Schwangerschaft, Übergewicht, Heben schwerer Lasten, Bindegewebsschwäche, Rauchen, Kolondivertikulitis (Ausstülpungen im Dickdarm), Aszites (wie etwa Bauchwasser bei Lebererkrankungen)

Menschen mit schwacher Bauchmuskulatur oder schwachem Bindegewebe sind anfälliger für Hernien. Manche Menschen haben von Geburt an ein schwaches Bindegewebe, andere erst in höherem Alter. Zudem können Krankheiten oder Operationen das Gewebe und die Muskeln schwächen. Stark übergewichtige Menschen haben einen höheren Druck im Bauchinnenraum. Zudem können Wasseransammlungen oder Tumore im Bauch den Druck auf die Bauchwand erhöhen. Auch Schwangere sind anfälliger für Bauchwandbrüche. Husten, Pressen oder auch schweres Heben können vorhandene Hernien vergrößern.

Symptome eines Nabelbruchs

Eines der wichtigsten Nabelbruch-Symptome ist eine Schwellung oder Vorwölbung in der Nabelgegend. Allerdings sind kleine Nabelbrüche manchmal gar nicht sichtbar - erst unter steigendem Bauchdruck, zum Beispiel durch Husten, Pressen oder schweres Heben, entsteht die typische Beule. Meist verursacht ein (kleiner) Nabelbruch keine Beschwerden. Das ist dann ein sogenannter asymptomatischer Nabelbruch. Treten dagegen Beschwerden auf, handelt es sich um einen symptomatischen Nabelbruch.

Wird die Ausstülpung im Nabelbereich größer, liegt das möglicherweise daran, dass sich Teile der Bauchorgane, wie zum Beispiel eine Darmschlinge, in die Nabelbruch-Spalte geschoben haben. Manchmal lässt sich der Bruchsackinhalt in die Bauchhöhle zurückschieben (reponieren). Wenn nicht, liegt ein nicht-reponibler Nabelbruch vor. Der Bruchsackinhalt ist eingeklemmt. Mediziner sprechen dann von einer inkarzerierten Hernie. Plötzliche heftige Schmerzen und eine druckempfindliche Bauchdecke (Peritonismus) kommen dann als Nabelbruch-Symptome hinzu. Die kolikartigen Schmerzen treten meist in der Gegend des Bauchnabelbruchs auf und halten lange an. Oft sind sie mit Übelkeit und Erbrechen verbunden. Auch Fieber, Herzrasen und Schweißausbrüche sind möglich. Eventuell tritt Stuhlverhalt auf. Manchmal ist zudem die Haut über dem Nabelbruch gerötet.

Verursacht ein Nabelbruch plötzlich starke Schmerzen mit Übelkeit und Erbrechen, kann es gefährlich werden. Bei einigen Betroffenen rutschen im Laufe des Nabelbruchs Teile des Darms in die Bruchlücke. Schmerzen und eine verhärtete Bauchdecke können die Folge sein. Hier ist eine schnelle Untersuchung durch einen Arzt oder eine Ärztin nötig. Verengt sich die Bruchlücke dann so, dass der Darm abgeklemmt wird, entsteht eine sogenannte Inkarzeration (eingeklemmter Bruch). Wenn jetzt nicht sofort operiert wird, können betroffene Teile des Darm in kurzer Zeit absterben.

Diagnose eines Nabelbruchs

Meist lässt sich ein Nabelbruch bereits durch sorgfältiges Abtasten im Stehen und Liegen feststellen. Hierbei wird der Patient oder die Patientin gebeten, zu husten oder zu pressen. Dadurch erhöht sich der Druck im Bauchraum, sodass sich auch kleine Brüche ertasten lassen. Mithilfe eines Stethoskops hört der Arzt oder die Ärztin zudem die Darmgeräusche ab, um festzustellen, ob sich ein Stück Darm in den Bruchsack verlagert hat. Bei unklaren Befunden kann eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) Klarheit schaffen. Selten werden bei großen Nabelbrüchen oder vor der Operation auch eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt.

Behandlung eines Nabelbruchs

Eine Hernie kann nur durch eine Operation beseitigt werden. Dabei schiebt die Ärztin oder der Arzt den Bruchsack zurück oder entfernt ihn. Die Lücke in der Bauchwand wird zugenäht. Meistens wird zusätzlich ein feines Kunststoffnetz eingesetzt, das die Bauchwand verstärkt und einem Rückfall vorbeugt.

Offene Operationen erfolgen durch einen größeren Schnitt im Bereich der Hernie. Bei einer sogenannten minimalinvasiven Operation (Laparoskopie) setzt die Ärztin oder der Arzt nur einige kleine Schnitte. Danach werden hier die chirurgischen Instrumente und ein feines Rohr mit einer Kamera (Laparoskop) in den Bauchraum oder die Bauchdecke eingeführt. Welches Verfahren die Ärztin oder der Arzt anwendet, hängt unter anderem davon ab, um was für einen Bruch es sich handelt und wie groß er ist.

Nicht jeder Bruch muss operiert werden. Treten keine Beschwerden auf und ist das Risiko für Komplikationen gering, kann die Ärztin oder der Arzt auf eine Operation verzichten. Auch bei sehr alten, schwachen oder schwer kranken Menschen wird oft nicht operiert, wenn von der Hernie kein akutes Risiko ausgeht. Bei Leistenbrüchen hingegen raten Ärztinnen und Ärzte meistens zu einer Operation. Früher wurden oft Bruchbänder verwendet. Von diesen festen gürtelartigen Bändern, die den Bruch im Bauchraum halten sollen, raten Mediziner heute ab.

Bei Kindern bildet sich der Nabelbruch in rund 90 Prozent aller Fälle innerhalb der ersten drei Lebensjahre von selbst zurück. Sollte er bis zum Vorschulalter noch bestehen, ist ein chirurgischer Eingriff (operativer Bauchpfortenverschluss) erforderlich. Das hat bestimmte Gründe: Bei Mädchen kann ein Nabelbruch bei einer späteren Schwangerschaft Probleme verursachen. Zudem besteht sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen die Gefahr, dass sich Organe (zum Beispiel der Darm) im Bruchsack einklemmen. In einem solchen Fall erscheint der Nabel prall gefüllt und reagiert bei Druck schmerzempfindlich. Eine Operation ist spätestens dann unumgänglich.

Eine Nabelbruch-OP bei Kindern wird mittlerweile auch ambulant durchgeführt, der Bauchnabel wird dabei erhalten. Den Nabelbruch operieren Nabelbruch-Operationen sind Routineeingriffe, das heißt, die werden sehr häufig durchgeführt. Bei der Operation schiebt der Chirurg oder die Chirurgin den Bruchsack in die Bauchhöhle zurück und verschließt die Lücke mit einer speziellen Naht oder einem Kunststoffnetz. Nach einer Nabelbruchoperation ist meist nur ein kurzer Aufenthalt im Krankenhaus notwendig. In vielen Fällen kann die betroffene Person noch am Tag der Operation nach Hause gehen. Kinder werden in der Regel unter Vollnarkose operiert. Die OP selbst dauert rund 20 bis 30 Minuten.

Die Operationsmethode richtet sich meist nach der Größe des Nabelbruchs: Bei kleineren Brüchen setzt der Operateur oder die Operateurin eine Naht unterhalb des Nabels und verlegt die Ausstülpung zurück in den Bauchraum. Anschließend wird die Operationswunde mit einer Naht verschlossen. Bei größerer Wölbung kann es nötig werden, einen Teil (beispielsweise Fettgewebe) zu entfernen oder Verwachsungen (etwa verwachsene Darmschlingen) zu lösen. Anschließend verschließt die Chirurgin oder der Chirurg sowohl die Bruchlücke als auch die Haut mit einer Naht. Bei größeren Nabelbrüchen ab rund zwei Zentimetern wird ein Kunststoffnetz über der Bruchlücke ausgebreitet und mit stabilen Nähten dauerhaft von innen an der Bauchwand festgenäht. Das Netz trägt zur Verstärkung der Bauchdecke bei und soll so erneuten Nabelbrüchen vorbeugen.

Auch bei den Operationsverfahren gibt es mehrere Möglichkeiten - eine „klassische OP“ oder die Schlüssellochtechnik. Welche davon der Arzt oder die Ärztin wählt, hängt von bestimmten Faktoren ab: Art des Nabelbruchs, Ausdehnung und genaue Lage des Bruchs, Hautverhältnisse, individuelle Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen oder Zuckerkrankheit.

Bei der klassischen Operation macht der Operateur oder die Operateurin einen Schnitt in die Bauchwand. Eine andere Möglichkeit ist die Schlüssellochtechnik (endoskopisch). Hier werden kleine Schnitte seitlich am Bauch gesetzt, durch die der Chirurg oder die Chirurgin eine Videokamera und die Operationsinstrumente in die Bauchhöhle einführt. Die Eingriffe finden in der Regel unter Vollnarkose statt, manchmal reicht auch eine lokale Betäubung aus.

Nachsorge nach einer Nabelbruch-OP

Um Schmerzen nach der Operation zu lindern, kommen Schmerzmittel und kühlende Auflagen zum Einsatz. Wie lange die Schmerzen andauern und wie stark sie sind, ist von Patient zu Patient verschieden. Spätestens wenn die Wunde vollständig verheilt ist, sind auch die Schmerzen abgeklungen.

Meist ist es möglich, dass Sie bereits einige Stunden nach der Operation wieder aufstehen - das wird auch empfohlen, um einer Thrombose vorzubeugen. Beugen Sie Verstopfung vor und achten Sie darauf, dass der Stuhl ausreichend weich ist, um zu starkes Pressen auf der Toilette zu vermeiden. In der Regel starten Sie nach ein paar Tagen wieder in den Alltag. Vermeiden Sie starke körperliche Belastung, und reizen Sie nie ihre Schmerzgrenze aus. Heben Sie in den ersten zwei Wochen nach der Operation keine Lasten, die schwerer als zehn Kilogramm sind, in den ersten sechs Wochen nicht schwerer als 30 Kilogramm.

Wie lange Sie krankgeschrieben werden müssen und wann Sie wieder arbeitsfähig sind, ist abhängig von Ihrem Zustand, aber auch von Ihrem Beruf. Körperlich anstrengende Tätigkeiten bleiben besser noch etwas länger ruhen. Im Durchschnitt sind Patienten nach einer offenen Hernien-Operation nach zwei bis sechs Wochen wieder im Einsatz. Grundsätzlich gilt, dass Patienten nach endoskopischen Eingriffen schneller wieder mobil sind als nach offenen Operationen. Auch die Frage, wie schnell jemand nach einer Nabelbruch-OP wieder körperlich belastbar ist, hängt vom Einzelfall ab. Der behandelnde Arzt wird dem Patienten hierzu individuelle Tipps geben. Im Allgemeinen ist es so, dass eine verheilende Naht erst nach drei bis vier Monaten stabil ist. Bei kleinen Nabelbrüchen sind leichte körperliche Aktivitäten etwa drei Wochen nach der Nabelbruch-OP möglich. Wenn bei der Nabelbruch-OP ein Kunststoffnetz eingenäht wurde, ist dieses nach 24 bis 72 Stunden weitgehend stabil und nicht mehr verschiebbar.

In den ersten Tagen nach der OP sollte man auf die Ernährung achten, um eine Verstopfung und starkes Pressen beim Stuhlgang zu vermeiden.

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