Gereizter Nerv im Fuß: Ursachen, Symptome und Behandlung

Ein gereizter Nerv im Fuß kann eine Vielzahl von unangenehmen Symptomen verursachen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten eines gereizten Nervs im Fuß, um Betroffenen ein umfassendes Verständnis dieser Erkrankung zu ermöglichen.

Nerven im Fuß

Im Fuß gibt es hauptsächlich zwei Nerven: den tiefen Wadenbeinnerv und den inneren Fußsohlennerv. Der innere Fußsohlennerv verzweigt sich etwa auf Höhe der Ferse und verläuft entlang der Fußsohle. Er ist für die Weiterleitung aller Empfindungen im Bereich der Fußsohle zum Gehirn zuständig. Der tiefe Wadenbeinnerv, auch Schienbeinnerv (Nervus tibialis) genannt, ist einer der beiden Äste des Ischiasnervs, welcher vom Oberschenkel über die Kniekehle und Wade am Sprunggelenk vorbei bis in die Füße verläuft. Er dient der sensiblen Versorgung der Wade und der Steuerung der Muskulatur in den Fußsohlen und ist für die Bewegung der Füße verantwortlich. Oft ist er die Ursache für Schmerzen oder Kribbeln in den Füßen.

Ursachen eines gereizten Nervs im Fuß

Ein gereizter Nerv im Fuß kann verschiedene Ursachen haben. Häufige Ursachen sind:

  • Tarsaltunnelsyndrom: Durch die tägliche Belastung und Einengung durch schmale Schuhe wird der Schienbeinnerv im Fuß dauerhaft strapaziert. Des Weiteren können Muskelschwellungen, Zerrungen, Knochen- oder Gelenkfehlstellungen oder ein falscher Laufstil dazu führen, dass er durch ein Band, welches zwischen Innenknöchel und Fersenbein liegt, eingeklemmt wird. Diese Stelle wird auch Tarsaltunnel genannt. Beim Laufen wird der Nerv daher immer weiter gereizt und unter Druck gesetzt. Das sogenannte Tarsaltunnelsyndrom, auch tarsales Engpasssyndrom oder Nervenkompressionssyndrom, führt infolgedessen zu Schmerzen und Missempfindungen wie einem Kribbelgefühl und dauerhaften Nervenreizungen.
  • Anatomische Veränderungen: Zysten, Tumoren oder Knochensporne können im Tarsaltunnel wachsen, was zu einer Einengung und Kompression des Nervs führt.
  • Verletzungen: Prellungen oder Verstauchungen des Sprunggelenks können Schwellungen hervorrufen, die den Druck im Tarsaltunnel erhöhen und den Nerv reizen.
  • Überlastung: Sportarten mit hoher Belastung der Füße und Sprunggelenke können das Risiko einer Nervenschädigung erhöhen.
  • Systemische Erkrankungen: Erkrankungen wie Diabetes oder rheumatoide Arthritis können zu Entzündungen oder Schwellungen im Fuß führen, die den Druck auf den Nerv erhöhen. Diabetes mellitus kann zu Nervenschäden führen, bekannt als diabetische Neuropathie, die Kribbeln oder Taubheitsgefühle im Fuß verursacht. Hohe Blutzuckerspiegel über längere Zeit können die Nerven schädigen.
  • Fehlstellungen des Fußes: Senk-, Knick- und Spreizfüße oder andere Fehlstellungen können die natürliche Position der Strukturen im Tarsaltunnel verändern und auf den Nervus tibialis drücken.
  • Morton Neurom: Eine besondere Ausprägungsform des Spreizfußes ist die Morton Neuralgie bzw. das Morton Neurom. Hierbei handelt es sich um eine Dauerreizung der Nerven, die zwischen den Köpfchen der Mittelfußknochen verlaufen. Langfristig entsteht eine knotenartige Verdickung. In der Regel entsteht eine Morton Neuralgie als Folge eines Spreizfußes oder einer anderen krankhaften Veränderung des Fußgewölbes. Ist dadurch die Statik des gesamten Fußes beeinträchtigt, werden die Nerven aufgrund des dauerhaft zu großen Drucks zwischen Fußsohle und Mittelköpfchen regelrecht eingeklemmt und bilden schließlich eine knotenartige Verdickung. Begünstigt werden ein Spreizfuß und somit auch das Morton Neurom durch das regelmäßige Tragen von zu engen Schuhen oder zu harten Sohlen.
  • Vaskuläre Erkrankungen: Vaskuläre Erkrankungen, die die Blutgefäße beeinflussen, können Nervenschmerzen im Fuß verursachen, indem sie die Blutversorgung der Nerven beeinträchtigen.
  • Vitamin B Mangel: Ein Mangel an Vitamin B kann tatsächlich Nervenschmerzen im Fuß verursachen. Insbesondere Vitamin B12 ist für die Gesundheit des Nervensystems von entscheidender Bedeutung. Ein Mangel dieses Vitamins kann zu peripherer Neuropathie führen, was Schäden an den peripheren Nerven verursacht.
  • Verletzungen: Verletzungen können definitiv zu Nervenschmerzen im Fuß führen. Wenn der Fuß oder die umliegenden Bereiche durch einen Unfall, einen Sturz, eine Überlastung, eine Verstauchung oder einen Bruch verletzt werden, können Nerven geschädigt oder gequetscht werden, was zu Schmerzen und anderen neurologischen Symptomen führt.
  • Spinalkanalstenose: Eine Spinalkanalstenose oder Neuroforamenstenose der Lendenwirbelsäule (LWS) kann definitiv zu Nervenschmerzen im Fuß führen. Diese Zustände beziehen sich auf Verengungen im Wirbelkanal oder den Nervenöffnungen der Wirbel, was zu Druck auf die Nervenwurzeln führt, die von der Wirbelsäule zum Fuß verlaufen.

Symptome eines gereizten Nervs im Fuß

Neben starken Schmerzen im Fuß können Brennen oder Taubheitsgefühle auftreten. Auch kribbelnde Empfindungen, die sich wie Ameisenlaufen anfühlen, sind mögliche Anzeichen auf eine Reizung des Schienbeinnervs. Diese Schmerzen treten häufig nachts auf. Manchmal wandern die Gefühle auch bis in die Waden und die Innenknöchel und stellen sich auf Dauer als sehr unangenehm dar. Langes Laufen und Stehen ist für die Betroffenen oft anstrengend und kann zu dauerhaften Schmerzen und Schäden führen.

Die Symptome des Tarsaltunnelsyndroms sind vielfältig und können einzeln oder kombiniert auftreten:

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  • Schmerzen: Die Schmerzen können sich als brennend, stechend oder dumpf äußern und im Bereich der Fußsohle, Ferse, Innenknöchel oder sogar im Unterschenkel auftreten. Manche haben auch das Gefühl, das ihr Fuß "einschläft". Patienten mit Tarsaltunnelsyndrom leiden teilweise auch unter Schmerzen am Fußrücken.
  • Missempfindungen: Kribbeln, Taubheitsgefühle, Ameisenlaufen oder ein Gefühl von Wärme oder Kälte in der Fußsohle oder den Zehen sind typische Symptome. Das „Einschlafen des Fußes“ ist eine typische Beschwerde beim Tarsaltunnelsyndrom. Das Gefühl entsteht dadurch, dass der Schienbeinnerv durch Druck gereizt und geschädigt wird und es zu Missempfindungen kommt. Kribbeln, Ameisenlaufen und Taubheitsgefühl werden von den Betroffenen oft mit einem Gefühl des eingeschlafenen Fußes verglichen.
  • Nachtschmerzen: Die Beschwerden treten oft nachts auf. Vor allem aber sind sie in der Nacht und in Ruhe zu spüren.
  • Belastungsabhängigkeit: Die Schmerzen können sich unter Belastung oder durch längere Zwangshaltung mit gebeugtem oberen Sprunggelenk verstärken. Eine Zunahme der Schmerzen bei Belastung, insbesondere bei einem Trainingsstart nach langer Ruhephase, ist kennzeichnend.
  • Anlaufschmerzen: Häufig werden auch ausgeprägte Anlaufschmerzen am Morgen angegeben.
  • Chronischer Verlauf: Typisch für das Tarsaltunnelsyndrom ist ein chronischer, langsam zunehmender Verlauf über Monate und Jahre. Teilweise sind auch wechselnde Beschwerden in Abhängigkeit von der Belastung vorhanden.
  • Veränderungen der Fußform
  • Empfindlichkeit gegenüber Berührung
  • Muskelschwäche

Diagnose eines gereizten Nervs im Fuß

Wenn Sie selbst feststellen wollen, ob Ihr Nerv gereizt ist, können Sie ihn vorsichtig beklopfen. Verspüren Sie ein elektrisierendes oder schmerzhaftes Gefühl, so kann dies ein Anzeichen auf das Tarsaltunnelsyndrom sein. Im Zweifel empfiehlt es sich jedoch immer, einen Arzt Ihres Vertrauens zu kontaktieren und die Schmerzen abchecken zu lassen. Der Arzt oder Orthopäde kann durch verschiedene Fragen und ähnliche wie den bereits genannten Test das Tarsaltunnelsyndrom feststellen. Dazu wird die Diagnose oft durch die Elektroneurographie (ENG), ein Röntgenbild oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) unterstützt und bestätigt.

Die Diagnose des Tarsaltunnelsyndroms gestaltet sich oft herausfordernd, da die Symptome leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden können. Wichtig ist, dass man erst einmal alle Differentialdiagnosen ausschließt. Häufige Fehlinterpretationen seien beispielsweise Probleme im Bereich der Lendenwirbelsäule, eine Entzündung im Fersenbein oder eine periphere Neuropathie, eine Erkrankung der Nerven.

Zur Diagnosestellung werden folgende Verfahren eingesetzt:

  • Anamnese: Der Orthopäde stellt eine Verdachtsdiagnose durch intensive Patientenbefragung. Dies ist der wichtigste Schritt: Bereits die Schilderung der Schmerzen durch den Patienten mit Brennen und Gefühlsstörungen an den Füßen weisen den Spezialisten eindeutig auf ein Tarsaltunnelsyndrom hin.
  • Klinische Untersuchung: Durch Druck mit dem Daumen untersucht der Fußspezialist die im Tarsaltunnel verlaufenden Beugesehnen. Druckschmerzen an einer typischen Stelle über dem Nervenverlauf des Nervus tibialis bestätigen den Verdacht während der klinischen Untersuchung durch den Fußspezialisten. Ein wichtiges Ziel der Diagnose ist, nicht nur das Tarsaltunnelsyndrom eindeutig festzustellen, sondern auch den Verlauf, das Stadium und den Schweregrad der Nervenschädigung einzuschätzen. Der untersuchende Arzt kann durch Beklopfen des Nerven bei der klinischen Untersuchung ein elektrisierendes, in die Fußsohle ausstrahlendes Gefühl auslösen (Tinel-Zeichen). Teilweise verstärken sich dabei die Schmerzen bei plötzlicher Bewegung des Fußes in Richtung Schienbein. Beim Dorsalflexions-Eversions-Test bewegt der Arzt den Fuß des Patienten maximal nach oben (Dorsalflexion) und außen (Eversion), während die Zehen gestreckt werden.
  • Elektrophysiologische Untersuchung: Eine Elektromyographie oder Messung der Nervenleitgeschwindigkeit kann vorgenommen werden, um die Funktionsfähigkeit des Nervs und den Grad der Nervenschädigung zu beurteilen. Ist die Nervenleitfähigkeit verlangsamt, ist dies ein typischer Befund für das Tarsaltunnelsyndrom.
  • Bildgebende Verfahren: Bildgebende Verfahren wie Ultraschall und Magnetresonanztomografie (MRT) werden eingesetzt, um die genaue Ursache der Beschwerden zu identifizieren. Mit dem Röntgen lassen sich Fehlstellungen und knöcherne Veränderungen erkennen. Ultraschall und MRT zeigen die Nervenkompression, Raumforderungen und Weichteilveränderungen. Ein MRT (Magnetresonanztomographie) des Fußes wird in verschiedenen Situationen angefordert, um spezifische Probleme genauer zu untersuchen. Es ist auch nützlich bei der Beurteilung von Entzündungen, Infektionen, Tumoren oder Geschwülsten im Fuß und kann helfen, die Ursache für Nerven- oder Gefäßprobleme zu identifizieren.
  • Lokalanästhesie: Steht das Krankheitsbild des Tarsaltunnelsyndroms im Raum, kann eine Einspritzung im Nervenbereich mit einem Lokalanästhetikum (schmerzstillendes Mittel) und einem kortisonhaltigen Präparat Aufschluss darüber geben, inwieweit der Nerv bereits Schaden durch die Nerveneinengung und -reizung genommen hat. Wohingegen möglicherweise ein entzündeter Nerv vorliegt, wenn die Schmerzen über einen längeren Zeitraum hinweg gelindert werden können.

Behandlung eines gereizten Nervs im Fuß

Wird das Syndrom nicht frühzeitig behandelt, treten die Schmerzen meist mit der Zeit vermehrt und verstärkt auf. Sind sie zu Beginn noch unregelmäßig, werden sie mit der Zeit heftiger. Im schlimmsten Fall wird der Schienbeinnerv dauerhaft geschädigt. Daher sind eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung wichtig und empfehlenswert. Bereits entstandene bleibende Schäden können meist nicht einmal durch eine Operation wieder geheilt werden.

Die Behandlung des Tarsaltunnelsyndroms richtet sich nach der Schwere der Symptome und der zugrunde liegenden Ursache. Behandelt werden muss in jedem Fall, sonst drohen dauerhafte Nervenschäden mit chronischen Schmerzen und Taubheitsgefühlen.

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Konservative Behandlung

Den gereizten Nerv im Fuß kann man zunächst dadurch behandeln, dass man die Belastung und den Druck auf den Nerven reduziert. Der Arzt verordnet daher oft die Ruhigstellung des Fußgelenks und mehr Erholung im Alltag. Orthopädische Schuheinlagen können außerdem dabei helfen, die Last auf dem Fuß beim Laufen korrekt zu verteilen und so für mehr Wohlbefinden zu sorgen. Gezielte Trainingstherapie und Physiotherapie werden eingesetzt, um eventuelle Fehlstellungen zu korrigieren und den Fuß dadurch beim Laufen zu entlasten. Wichtig ist es, die möglichen Ursachen zu beheben, um für eine nachhaltige Genesung zu sorgen.

In der Regel wird zunächst konservativ behandelt. Ist beispielsweise eine Fußfehlstellung wie ein Knick-Senkfuß die Ursache, kann mithilfe von Dehnungsübungen und speziellen Techniken zur Mobilisation das Fußgewölbe aufgerichtet und so der Druck auf den Nerv gemindert werden. Physiotherapeutische Übungen müssen meist für lange Zeit in den Alltag integriert werden.

Weitere konservative Maßnahmen sind:

  • Medikamentöse Behandlung: Neben einer Behandlung durch Therapie können auch schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente durch den Arzt verabreicht oder injiziert werden. Diese lassen das einengende Gewebe abschwellen und nehmen den Druck vom Nerv. Kortison ist eines der Mittel, welches für diese Zwecke oft verwendet wird. Entzündungshemmende Medikamente sowie Injektionen mit Kortison können zum Einsatz kommen, um akute Entzündungen und Schwellungen im Tarsaltunnel zu lindern. Dadurch schwillt die Entzündung ab und der Druck auf den Nerv lässt nach.
  • Physikalische Therapie: Darüber hinaus kommen bei der Behandlung des Tarsaltunnelsyndroms auch physikalische Maßnahmen wie Kälte- und Physiotherapie in Frage.
  • Orthesen und Bandagen: Auch Schienen (Orthesen) eignen sich zur konservativen Behandlung des Tarsaltunnelsyndroms. Sie reduzieren den Druck und die Beweglichkeit, die beide den Tibialisnerven zusätzlich komprimieren. Sind Knick-Senkfüße die Ursache für das Tarsaltunnelsyndrom, können auch Schuheinlagen helfen. Langfristig nach Abklingen der akuten Beschwerden sollte durch ein spezifisches Training der Fuß- und Beinmuskulatur die Fußfehlstellung reduziert werden. Es ist außerdem möglich, das Fußgelenk zu "tapen", um eine bessere Stabilität und eine Entlastung des Fußgelenks zu bewirken.
  • Injektionen: Der Arzt therapiert die schmerzhafte Nervenveränderung am Tarsaltunnel primär durch Einspritzungen von lokalen Betäubungsmitteln. Bei starken Entzündungen als Auslöser des Tarsaltunnelsyndroms sind schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente erforderlich. Bei schweren Entzündungen und Schwellung des Nerven ist zudem eine Kortisoninjektion möglich.

Operative Behandlung

Wenn auch nach mehreren Wochen die genannten Therapieformen nicht helfen und keine Besserung der Beschwerden eintritt, ist oft eine operative Behandlung erforderlich. Dabei wird das für die Reizung verantwortliche straffe Band um den Tarsaltunnel vom Chirurgen durchtrennt. Wenn Knochenauswüchse oder Tumoren die Ursache sind, müssen diese ebenfalls chirurgisch entfernt werden. Nach einer solchen Operation ist die Entlastung des Fußes allerdings besonders wichtig.

Ziel ist, den Druck auf den Nervus tibialis posterior zu reduzieren, indem der Tarsaltunnel entlastet wird. Bei dieser sogenannten Dekompressionsoperation wird das Halteband der Beugesehnen gespalten, um mehr Platz für den Nerv zu schaffen. Auch wenn Tumoren oder knöcherne Veränderungen auf den Nerv drücken, erfolgt eine Operation, um die Wucherung zu entfernen.

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Wie beim Karpaltunnelsyndrom durchtrennt der Arzt die über dem Kanal liegende bindegewebige Struktur, das Retinakulum. Dies befreit den Nerv operativ vom Druck, was unmittelbar die Schmerzen reduziert. Nach Durchtrennung des Retinakulums (Haltebandes) tritt der Tibialisnerv häufig aus dem Tarsaltunnel hervor. Die Schwellung des Nerven vor dem Retinakulum verschwindet in der Regel nach wenigen Minuten. Eine Naht des Retinakulums ist nicht notwendig.

Alternative Behandlungen

Wer keiner Operation zugeneigt ist, kann die Symptome weiterhin mit physiotherapeutischen und entspannenden Übungen angehen. Halten Sie in diesen Fällen immer Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten.

Übungen gegen Nervenschmerzen in den Füßen

Es gibt verschiedene Übungen, die bei der Linderung von Nervenschmerzen in den Füßen helfen können. Dehnübungen für die Wadenmuskulatur, wie das Wall-Stretching oder Yoga-Posen wie der Herabschauende Hund, können Spannungen reduzieren und die Flexibilität verbessern. Fußrollen mit einem Massageball oder einer Flasche können die Muskeln entspannen und die Durchblutung fördern. Fußgymnastik wie Greifübungen oder das Aufnehmen eines Handtuchs mit den Zehen kann die Muskeln stärken und die Beweglichkeit verbessern. Gleichgewichtsübungen und leichte aerobe Aktivitäten wie Gehen, Schwimmen oder Radfahren können auch hilfreich sein, um die Fuß- und Beinmuskulatur zu stärken sowie die allgemeine Durchblutung zu fördern.

Folgende Übungen dienen einer schmerzfreien sanften Mobilisation des Sprunggelenks und verbessern die Körperwahrnehmung. Wichtig: Diese Übungen ergänzen lediglich die oben beschriebenen Maßnahmen. Sollten Sie bei der Durchführung der Übungen eine Verstärkung der Symptome (z. B. Belastungsverteilung der Fußsohle nach hinten gebeugt. Belastungsverteilung der Fußsohle nach vorne gebeugt. Belastungsverteilung der Fußsohle nach links gebeugt. Belastungsverteilung der Fußsohle nach rechts gebeugt. Hinweise: Vergleichen sie die Änderungen der Druckverteilung zwischen rechtem und linkem Vorfuß und Rückfuß, Außen- und Innenseite. Erspüren Sie die Hauptbelastungszonen, Auflageflächen, Hohlräume und den Spannungszustand der Zehen. Nehmen Sie wahr, in welcher Position Sie eine Entlastung der Symptome verspüren. Ausgangsstellung: Sitz. Das betroffene Bein ist leicht auf dem Ball abgestellt. Ausführung: Rollen Sie mit dem Ball die verschiedenen Bereiche der Fußsohle aus. Achten Sie dabei auf einen sanften Druck. Durchblutungsförderung mit Igelball. Sanfte Massage der Fußsohle. Übungsziel: Bewusste Regulierung der Fersenbeinstellung. Ausführung: Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf beide Fersenbeine. Führen Sie abwechselnd eine rhythmische Gewichtsverlagerung des Rückfußes (Ferse) auf die Außenkante der Ferse und wieder in die Ausgangsposition durch. Werden Sie langsam mit den Pendelbewegungen kleiner, bis die Achillessehne gerade/senkrecht eingestellt ist. Spüren Sie nach, ob sich die Symptome unter dieser Position verbessern. Bewusste Regulierung der Fersenstellung.

Hausmittel gegen Nervenschmerzen im Fuß

Einige Hausmittel können bei manchen Menschen Schmerzlinderung bieten, jedoch ist ihre Wirksamkeit je nach individueller Situation unterschiedlich. Gelsemium ist eine Pflanze, aus der ein homöopathisches Mittel hergestellt wird, das gelegentlich zur Linderung von Schmerzen und Stress eingesetzt wird. Aconit ist ein homöopathisches Mittel, das aus der Pflanze Aconitum napellus (Eisenhut) gewonnen wird. Es wird in der Homöopathie zur Behandlung verschiedener Beschwerden verwendet, jedoch gibt es begrenzte wissenschaftliche Beweise für seine Wirksamkeit bei Nervenschmerzen im Fuß. Johanniskrautöl wird manchmal als pflanzliches Mittel zur Schmerzlinderung verwendet.

Medikamente gegen Nervenschmerzen im Fuß

Zur Behandlung von Nervenschmerzen werden verschiedene Medikamente eingesetzt. Zudem gibt es topische Behandlungen wie Cremes und Salben mit Capsaicinoder Lidocain für direkte Schmerzlinderung. Die Auswahl des Medikaments sollte individuell angepasst werden und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen zu berücksichtigen und die bestmögliche Wirkung zu erzielen. Gabapentin ist ein Medikament, das häufig zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen eingesetzt wird, einschließlich Nervenschmerzen im Fuß. Pregabalin ist ein weiteres Medikament aus der Gruppe der Antikonvulsiva, das zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen, einschließlich Nervenschmerzen im Fuß, eingesetzt wird. Carbamazepin ist ein Medikament, das ursprünglich zur Behandlung von Epilepsie entwickelt wurde, jedoch auch bei neuropathischen Schmerzen, einschließlich Nervenschmerzen im Fuß, eingesetzt wird.

Verlauf und Prognose

Die Heilungsdauer und Prognose von Nervenschmerzen im Fuß variieren je nach Ursache und Schweregrad der Schädigung. In einigen Fällen können die Beschwerden vorübergehend sein und sich innerhalb weniger Wochen oder Monate verbessern. Bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Polyneuropathie können die Schmerzen jedoch langfristig bestehen bleiben. Die Behandlung kann Symptome lindern und die Lebensqualität verbessern, aber eine vollständige Heilung ist möglicherweise nicht immer möglich.

Nach einem operativen Eingriff erfahren Betroffene eine Besserung der Schmerzen um etwa 70 % bei entsprechend gesicherter Diagnose. Eine frühzeitige Therapie kann diese Rate deutlich erhöhen. Das bedeutet: Je früher die Behandlung des Tarsaltunnelsyndroms stattfindet, umso aussichtsreicher ist sie.

Vorsorge und Prävention

Um gereizte Nerven im Fuß frühzeitig zu vermeiden, können Sie etwas für Ihre Fußgesundheit tun. Denn Schmerzen sind bereits die Warnzeichen für eine Überbelastung. Für die Prävention haben Sie verschiedene, sich ergänzende Möglichkeiten:

  • Fußgymnastik und -massage: Leichte gymnastische Übungen für die Fußmuskulatur und Fußmassagen fördern nachweislich die Durchblutung und sorgen dafür, dass Nervenschmerzen gar nicht erst entstehen.
  • Passendes Schuhwerk: Auch passende und bequeme Schuhe entlasten Ihre Füße. Oft empfiehlt es sich auch, den Körper durch die korrekte Ernährung und die richtige Bewegung fit zu halten und zu regenerieren.
  • Ernährung: Genügend Gemüse und viele Eiweiße, welche Sie zum Beispiel in Form von Hülsenfrüchten, Milch, Fisch oder Nüssen zu sich nehmen können, sind für den Blutzucker und die Vermeidung von Nervenschmerzen besonders wichtig. Auch ein Vitamin B1 Mangel fördert Nervenschäden und -schmerzen und sollte rechtzeitig ausgeglichen werden.
  • Entspannung: Entspannung führt ebenfalls zu Fußentlastung.
  • Vermeiden Sie Haltungen oder wiederholende Tätigkeiten, bei denen es zu solchen Druckschäden kommen kann.

So ist Prävention oft sinnvoll und kann unangenehme Schmerzen wegen gereizter Nerven im Fuß und langwierige folgende Therapien vorbeugen oder gar verhindern.

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