Nerventropfen sind ein beliebtes Mittel zur Behandlung von Nervosität, Unruhe und Schlafstörungen. Es gibt verschiedene Präparate auf dem Markt, die sich in ihrer Zusammensetzung und Wirkweise unterscheiden. Dieser Artikel beleuchtet die Inhaltsstoffe, Wirkungen und Anwendungsgebiete verschiedener Nerventropfen, um eine umfassende Übersicht zu bieten.
Pasconal® Nerventropfen
Pasconal® Nerventropfen sind ein homöopathisches Arzneimittel, das speziell für die Behandlung von Nervosität und Schlafstörungen entwickelt wurde. Sie sind für Kinder ab 1 Jahr und Erwachsene geeignet.
Inhaltsstoffe
10 g (= 10,6 ml) Pasconal® Nerventropfen enthalten:
- Avena sativa Ø 2,50 g
- Valeriana Ø 2,50 g
- Ignatia Dil. D4 2,50 g
- Tarantula Dil. D5 0,25 g
Die Tropfen enthalten ca. 87 mg Alkohol (Ethanol) pro 10 Tropfen.
Wirkung und Anwendungsgebiete
Die Anwendungsgebiete von Pasconal® Nerventropfen leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören:
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- Schlafstörungen bei Nervosität
- Nervosität
- Innere Unruhe
- Erregbarkeit
- Reizbarkeit
- Einschlafstörungen
In einer Beobachtungsstudie berichteten Ärzte über den erfolgreichen Einsatz von Pasconal® Nerventropfen bei Patienten mit diesen Beschwerden. Die Verträglichkeit der Tropfen wurde von über 90 % der Patienten (Kinder und Erwachsene) mit „sehr gut“ beurteilt.
Dosierung und Anwendung
- Bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 12-mal täglich 5-10 Tropfen einnehmen.
- Bei chronischen Verlaufsformen 1- bis 3-mal täglich 5-10 Tropfen einnehmen.
- Kinder vom 1. bis 6. Lebensjahr erhalten nicht mehr als die Hälfte (entspr. je 3-5 Tropfen).
- Kinder zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr erhalten nicht mehr als zwei Drittel der Erwachsenendosis (entspr. je 4-8 Tropfen).
Pasconal Nerventropfen sollten außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Die täglich empfohlene Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden. Nicht über 25 °C aufbewahren. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Packungsgrößen
Pasconal® Nerventropfen sind in folgenden Packungsgrößen erhältlich:
- 20 ml (PZN 05487610)
- 50 ml (PZN 00667158)
- 100 ml (PZN 00667193)
Hinweise
Hinweise für Schwangere und Stillende entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber einem der oben genannten Inhaltsstoffe sollte dieses Produkt nicht angewendet werden.
Restaxil® Tropfen
Restaxil® Tropfen sind ein homöopathisches Arzneimittel zur Behandlung von Neuralgien (Nervenschmerzen).
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Inhaltsstoffe
Restaxil® Tropfen enthalten einen einzigartigen Wirkkomplex aus 5 speziellen Arzneipflanzen:
- Gelsemium sempervirens Dil. D2
- Spigelia anthelmia Dil. D2
- Iris versicolor Dil. D2
- Cyclamen purpurascens Dil. D3
- Cimicifuga racemosa Dil. D2
Wirkung und Anwendungsgebiete
Die in Restaxil® Tropfen enthaltenen natürlichen Wirkstoffe wurden gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip auf die zu behandelnden Nervenschmerzen abgestimmt. Sie setzen laut Arzneimittelbild an unterschiedlichen Nervenschmerzen und deren Symptomen an und bekämpfen diese.
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab.
Dosierung und Anwendung
Die Restaxil® Tropfen werden unabhängig von den Mahlzeiten und unverdünnt eingenommen. Die Dauer der Anwendung sowie die Dosierung der Tropfen hängt von der Art der Beschwerden ab. Bei akuten Beschwerden kann die Dosierung auf bis zu 6x täglich 5 Restaxil® Tropfen erhöht werden. Das Produkt sollte nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen einen der Inhaltsstoffe sind.
Wichtige Hinweise
Restaxil® Tropfen ist eine klare, farblose Flüssigkeit. Restaxil® Tropfen darf nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden werden. Außerhalb der Reichweite von Kindern lagern.
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Der Unterschied zwischen "normalen" Schmerzmitteln und Restaxil
Die meisten Schmerzpatienten wissen nicht, dass herkömmliche Schmerzmittel bei Nervenschmerzen nur wenig wirken, da herkömmliche Schmerzmittel Entzündungen bekämpfen, bei Nervenschmerzen liegt die Ursache aber häufig in geschädigten oder gereizten Nerven. Anders als bei vielen chemischen Präparaten sind bei Restaxil® Tropfen keine Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.
Gelsemium comp. Hevert Tropfen
Gelsemium comp. Hevert Tropfen sind ein weiteres homöopathisches Arzneimittel zur Behandlung von Nervenschmerzen (Neuralgien).
Inhaltsstoffe
Die gut verträglichen naturheilkundlichen Wirkstoffe in Gelsemium comp. Hevert Tropfen sind unter anderem:
- Aconitum (Eisenhut)
- Cocculus (Kockelskörner)
- Colocynthis (Koloquinte)
- Rhus toxicodendron (Giftsumach)
- Gelsemium (wilder Jasmin)
Enthält 52 Vol.-% Alkohol.
Wirkung und Anwendungsgebiete
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Nervenschmerzen.
Gelsemium comp. Hevert Tropfen enthalten eine Kombination naturheilkundlicher Wirkstoffe, die speziell für die Behandlung von Nervenschmerzen zusammengestellt wurde. Die Wirkstoffe reduzieren eine erhöhte Schmerzempfindung und Druckempfindlichkeit. Wenn Sie unter nervenbedingten Schmerzen in den Beinen leiden, einen Schmerz in der Fußsohle spüren oder Nervenschmerzen im Gesicht haben, dann können Gelsemium comp. Hevert Tropfen mit der Kraft der Natur unterstützen.
Dosierung und Anwendung
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. - Bei zunehmenden, neu auftretenden oder anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden, da es sich um Erkrankungen handeln kann, die einer ärztlichen Abklärung bedürfen.
Wichtige Hinweise
Überempfindlichkeit gegen Giftsumachgewächse. Da keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vorliegen, soll das Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden. Zur Anwendung des Arzneimittels bei Kindern liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vor.
Anwendungsgebiete im Detail
Nervenschmerzen (Neuralgien) entstehen durch eine Schädigung einzelner Nervenbahnen. Neben einer mechanischen Schädigung, wie sie zum Beispiel beim Bandscheibenvorfall vorkommt, kann eine Entzündung die Ursache sein, zum Beispiel durch eine Virusinfektion wie Herpes zoster (Gürtelrose). Nervenschmerzen können auch durch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes sowie chronischen Alkohol- oder Nikotinmissbrauch ausgelöst werden. Typischerweise äußern sich Nervenschmerzen in Form von plötzlich auftretenden, regelmäßig wiederkehrenden heftigen Schmerzanfällen im Gebiet eines oder mehrerer Nervenstränge. Selbst eine Berührung der betroffenen Körperregion kann zu einer Verstärkung des Schmerzes führen. Besonders häufig ist die Ischiasneuralgie, bei der die Schmerzen vom unteren Rücken über das Gesäß bis in das Bein ausstrahlen. Ebenfalls häufig tritt die Trigeminusneuralgie auf.
Zusätzliche Maßnahmen bei Nervenschmerzen
Häufig bessert die Anwendung von Wärme, zum Beispiel als Rotlicht, die Schmerzzustände. Neben der Anwendung spezieller Arzneimittel bietet die Naturheilkunde weitere Möglichkeiten, um hartnäckige Nervenschmerzen zu behandeln. Dazu gehören Methoden wie Akupunktur, Neuraltherapie oder Osteopathie.
Neuralgie und Neuropathie: Was ist der Unterschied?
Neuralgie ist der medizinische Fachbegriff für Nervenschmerz. Mit dem Begriff Neuropathie sind im Allgemeinen Erkrankungen des peripheren Nervensystems gemeint. Nervenschmerzen treten typischerweise plötzlich und periodisch wiederkehrend auf. Sie sind heftig und von kurzer Dauer. Leichte Berührung des Areals führt oft zu einer Verstärkung des Schmerzes. Schmerzende Störungen der Nerven können an unterschiedlichen Stellen im Körper auftreten: z.B. nach grippalen Infekten, nach Gürtelrose (Herpes Zoster), Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Gicht, aber auch durch Alkohol- und Nikotinmissbrauch.