Nervöser Harndrang: Ursachen, Symptome und Behandlungsansätze

Häufiger Harndrang, ein plötzlicher und starker Harndrang, der schwer zu kontrollieren ist, beeinträchtigt das Leben vieler Menschen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und verschiedenen Behandlungsansätze für nervösen Harndrang, auch bekannt als Reizblase oder überaktive Blase.

Was ist häufiger Harndrang?

Häufiger Harndrang bedeutet, dass man öfter als üblich Wasserlassen muss. Der Drang tritt plötzlich und unerwartet auf und kann dazu führen, dass die Kontrolle über die Blase verloren geht.

Nach Definition der Internationalen Kontinenzgesellschaft (ICS) liegt eine überaktive Blase vor, wenn:

  • sowohl tagsüber als auch nachts gehäufter Harndrang auftritt, der Betroffene belastet und einschränkt,
  • er in Kombination mit einem imperativen Harndrang auftritt, das bedeutet, dass nach Eintreten des Harndranges unmittelbar die Toilette aufgesucht werden muss, da die Blasenentleerung sonst unkontrolliert erfolgt,
  • keine anderen Ursachen (z.B. eine Harnwegsinfektion) zugrunde liegen.

Symptome einer überaktiven Blase

Die überaktive Blase, auch als Reizblase oder nervöse Blase bezeichnet, ist eine langfristige gesundheitliche Beeinträchtigung. Die auftretenden Symptome können vielfältig sein:

  • Starkes Dranggefühl: Der Drang, Wasser lassen zu müssen, tritt vehement und gehäuft auf, der Gang zur Toilette lässt sich nicht aufschieben.
  • Häufiges Wasserlassen (Pollakisurie): Menschen mit überaktiver Blase müssen 8-mal oder öfter innerhalb von 24 Stunden zur Toilette gehen, was sehr belastend sein kann. Als grobe Richtlinie versteht man unter häufigem Harndrang oder ständigem Harndrang im Zusammenhang mit einer Reizblase, dass Patientinnen und Patienten binnen 24 Stunden acht Mal oder öfter Wasserlassen müssen.
  • Nächtlicher Harndrang (Nykturie): Bei vielen Betroffenen tritt der Harndrang auch nachts, also im Liegen, auf. Sie wachen mehr als zweimal auf, weil sie Wasser lassen müssen. Typisch ist außerdem: Menschen mit einer Reizblase verspüren auch nachts regelmäßig Harndrang und können die Nächte nicht durchschlafen.
  • Ungewollter Urinverlust: Der Harndrang kann sehr plötzlich und ohne Vorwarnung einsetzen. Als Folge kann sich die Blase manchmal unwillkürlich entleeren, wobei nur wenige Tropfen Urin oder auch größere Mengen austreten können. Geben Betroffene den ersten Anzeichen des Harndrangs nicht nach, kann es zu einer unkontrollierten Entleerung der Blase kommen (Dranginkontinenz).
  • Schmerzen beim Wasserlassen, wie z.B. ein Brennen, sind eher selten. Manche Betroffene berichten von einem Schmerz gegen Ende des Wasserlassens, der wahrscheinlich von einer verkrampften Blasenmuskulatur beim Entleeren herrührt.
  • Auch krampfartige Beschwerden im Unterbauch sind typisch.

Man unterscheidet zwischen:

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  • trockener überaktiver Harnblase (ohne Dranginkontinenz)
  • nasser überaktiver Harnblase (mit Dranginkontinenz)

Ursachen für nervösen Harndrang

Die genauen Ursachen für häufigen Harndrang sind noch nicht eindeutig geklärt. Eine überaktive Blase ist gekennzeichnet durch ein Ungleichgewicht von hemmenden und stimulierenden Nervenimpulsen am Blasenmuskel (dem Detrusor). Dies führt zu einer Störung der Blasenentleerung.

Es gibt viele verschiedene Faktoren, die dazu führen können, dass sich der Blasenmuskel unkontrolliert zusammenzieht, obwohl die Blase nur ansatzweise gefüllt ist. Die Reizblase gilt dabei als Ausschlussdiagnose oder „Restkategorie“, wenn keine anderen naheliegenden organischen Ursachen für die Fehlfunktion des Blasenmuskels gefunden werden können.

Bei bestimmten Erkrankungen können Anzeichen und Symptome einer überaktiven Blase auftreten. Diese Erkrankungen müssen von einer idiopathischen Reizblase, also einer Reizblase ohne erkennbare Ursache, abgegrenzt werden. Dazu zählen:

  • Neurologische Erkrankungen, wie Schlaganfall oder Multiple Sklerose
  • Diabetes
  • Harnwegs- oder Blasenentzündung, die ähnliche Symptome wie eine überaktive Blase hervorrufen kann
  • Hormonelle Veränderungen während der Menopause bei Frauen
  • Erkrankungen, die die Blase betreffen, wie Tumore oder Blasensteine
  • Faktoren, die den Urinabgang aus der Blase behindern, wie z. B. eine vergrößerte Prostata, Verstopfung, oder eine Operation zur Behandlung von Inkontinenz
  • Veränderungen in der Anatomie der Harnwege können eine Reizblase auslösen. Solche Veränderungen entstehen etwa durch Tumore in der Blase oder im Harnleiter. Auch Blasensteine, Harnleitersteine, gutartige Prostatavergrößerungen oder Prostatakrebs sind mögliche Ursachen für die Beschwerden.

Psychosomatische Aspekte

Die Psyche kann bei der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Reizblase eine große Rolle spielen. Emotionaler Stress, Ängste, Sorgen, Partnerschaftsprobleme sowie vorangegangene Traumata durch Missbrauch können sich immer auch auf körperlicher Ebene zeigen und in Form einer Stressblase oder Reizblase sichtbar werden.

In der Folge entsteht oft ein Teufelskreis. Denn aus Angst davor, nicht rechtzeitig eine Toilette finden zu können, richten Betroffene all Ihre Unternehmungen danach aus, wie sicher ein akuter Toilettenbesuch möglich ist. Sie leben damit in ständiger psychischer und körperlicher Anspannung, was die Symptome der Reizblase weiter verstärkt und aufrechterhält.

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Hormonelle Einflüsse

So wirken sich der sinkende Östrogenspiegel bei Frauen in den Wechseljahren auch auf die Schleimhäute im Urogenitaltrakt aus und macht sie dünner und damit sensibler und anfälliger für das Reizblasensyndrom. Es ist bekannt, dass viele Frauen in dieser Zeit von Symptomen der Reizblase betroffen sind. Aber auch langanhaltender Druck auf die Blase während einer Schwangerschaft durch das Gewicht des Kindes sowie durch Übergewicht oder durch andauernde schwere körperliche Arbeit, oft gepaart mit einem schwachen Beckenboden, können die Blase stark belasten und zu entsprechenden Blasenreizungen führen. Bestimmte hormonelle Verhältnisse tragen dazu bei, dass Frauen viel häufiger als Männer von einer Reizblase betroffen sind. Die zyklusbedingten Hormonschwankungen beziehungsweise die Veränderungen im Zusammenspiel der Hormone während und nach den Wechseljahren sind ein wichtiger Faktor, der eine Reizblase mit beispielsweise ständigem Harndrang begünstigen kann.

Weitere Auslöser

  • Unterkühlung, Durchnässung
  • Entzündungen
  • Hormonmangel, insbesondere Östrogenmangel
  • Veränderungen des Harntrakts aufgrund des Alters
  • Fremdkörper
  • Nebenwirkung von harntreibenden Medikamenten und Mitteln

Auswirkungen und Begleiterscheinungen

Menschen mit einer überaktiven Blase erleben die Erkrankung überwiegend als sehr belastend. Ihre Lebensqualität ist eingeschränkt und die Auswirkungen machen sich im privaten wie auch im beruflichen Bereich bemerkbar:

  • Verlust des Selbstwertgefühls
  • Sozialer Rückzug aus Sorge, Urinverlust und Uringeruch können von Außenstehenden bemerkt werden
  • Entwicklung von Depressionen
  • Vermeidungsverhalten, um nicht in unangenehme Situationen zu geraten
  • Schlafstörungen
  • Probleme in der Partnerschaft / mit der Sexualität durch das Gefühl mangelnder Attraktivität und Scham

Diagnose einer Reizblase

Die überaktive Blase wird über eine sogenannte Ausschlussdiagnose festgestellt. Das heißt, die Diagnose ergibt sich aus dem schrittweisen Ausschluss aller anderen möglichen Erkrankungen mit den gleichen Symptomen. Dementsprechend sind Untersuchungen notwendig, um das Beschwerdebild abgrenzen zu können und die Diagnose zu sichern.

Wichtigster Punkt hierbei ist das Anamnesegespräch. In diesem erfährt der Arzt die Vorgeschichte des Patienten und kann sich ein umfassendes Bild zu seiner Krankheitsgeschichte machen.

Weiterführende Untersuchungen können sein:

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  • eine Urindiagnostik zum Ausschluss eines Harnwegsinfektes
  • eine Ultraschalluntersuchung der Harnwege (Blase, Nieren, Restharnmessung)
  • eine Tastuntersuchung bzw. Ultraschalluntersuchung der Prostata (bei Männern)
  • eine Blasenspiegelung, um z. B. entzündliche Veränderungen der Blasenschleimhaut zu erkennen
  • eine Urodynamik (Information über Blasenkapazität, Blasendruck und das Zusammenspiel zwischen Blasen- und Schließmuskel)
  • Um das Ausmaß der Beschwerden genau beurteilen zu können, führen Betroffene ein sogenanntes Miktionsprotokoll. Darin notieren sie, wie häufig sie die Toilette aufgesucht haben und wie häufig sie einen Harndrang verspürt haben. Außerdem dokumentieren sie, wie viel sie getrunken haben, wie viel Urin sie beim Toilettengang abgegeben haben und wieviel Urin womöglich unkontrolliert ausgeschieden wurde.

Behandlungsmöglichkeiten bei nervösem Harndrang

Die Therapie der Reizblase richtet sich in erster Linie nach den jeweiligen Ursachen der Erkrankung. Ist z.B. Östrogenmangel die Ursache, können Frauen in den Wechseljahren östrogenhaltige Zäpfchen oder Salben helfen. Eine gutartige Prostatavergrößerung kann mit Medikamenten oder auch mit einer Operation therapiert werden. Sind Blasensteine für die Reizblase verantwortlich, müssen diese entfernt werden. Gibt es viele Blasenentzündungen im Vorfeld, ist es wichtig diese gut auszuheilen und weiteren Ereignissen vorzubeugen. Wirken sich bestimmte Medikamente ungünstig aus, sollten diese umgestellt werden.

In vielen Fällen lässt sich eine genaue Ursache für die Reizblase aber nicht exakt ermitteln. Der Arzt spricht dann von einer sogenannten idiopathischen überaktiven Blase oder auch von einer funktionellen Störung der Blasenfunktion. Das heißt so viel, wie Reizblase mit unbekannter Ursache bzw., dass keine organische Ursache für die Blasenfunktionsstörung gefunden werden konnte.

Wenn Arzt oder Ärztin keine andere Erkrankung als Ursache für die Reizblase finden, können diese Maßnahmen und Medikamente die Symptome lindern und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern:

Verhaltenstherapie

  • Blasentraining: Beim Blasentraining wird versucht, dem Harndrang nicht sofort nachzugeben, sondern den Toilettengang gezielt hinauszuzögern, um die Reizblase zu trainieren. Das kann helfen, die Blasenkapazität allmählich wieder zu erhöhen. Indem sie die Zeiten unabhängig von der Stärke des Harndrangs einhalten, erfahren die Betroffenen, dass ihre Blase weit aufnahmefähiger ist, als angenommen. Sie lernen, ihrer Harnblase wieder zu vertrauen. Regelmäßiges Entleeren der Blase nach einem festen Zeitplan und längere Zeiträume zwischen den Toilettengängen einzubauen.
  • Beckenbodentraining: Ein gezieltes Beckenbodentraining bei Reizblase ist ebenfalls sehr hilfreich, um die oft geschwächte Beckenbodenmuskulatur zu kräftigen. Stärken Sie Ihren Beckenboden mit speziellen Gymnastikübungen.
  • Biofeedback: Unterstützend kann ein Biofeedback-Gerät bei den Beckenbodenübungen eingesetzt werden, das die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur misst und dem Patienten optisch oder akustisch anzeigt.
  • Elektrostimulation: Therapie mit schwachen elektrischen Impulsen, um die Überaktivität der Blasenmuskulatur zu dämpfen.
  • Psychotherapie: Wenn zurückliegende Traumata, Ängste oder Zwänge, Partnerschafts- oder andere Beziehungsprobleme vorliegen, die für die Reizblase verantwortlich sein können, macht es außerdem Sinn eine Psychotherapie durchzuführen. Gehen Sie mit stressigen Situationen bewusst um und versuchen Sie mit Entspannungstechniken mehr Ruhe und Gelassenheit zu erreichen.

Medikamentöse Therapie

  • Antimuskarinika (Anticholinergika): Auslöser für die Symptomatik der überaktiven Blase ist grundsätzlich ein übermäßiges Andocken von Nervenbotenstoffen (genauer dem Neurotransmitter Acetylcholin) an die Rezeptoren der Harnblase - besonders an denen der Harnblasenmuskulatur. Weil solche Rezeptoren an den Muskelzellen der Blasenwand Muskarin-Rezeptoren genannt werden, bezeichnet man eine zentrale Gruppe von Medikamenten, die hier wirken soll, als "Antimuskarinika" oder Muskarin-Rezeptor-Antagonisten (MRA). Diese Gruppe von Medikamenten wird am häufigsten gegen Symptome der überaktiven Blase verschrieben. Sie hemmt das Andocken der Botenstoffe und so überaktives Zusammenziehen der Muskeln an der Blasenwand, was zu häufigem Harndrang und häufiger Blasenentleerung führt.
  • Beta-3-Rezeptoragonisten: Schlagen Antimuskarinika (Anticholinergika) nicht an, gibt es seit rund einem Jahrzehnt eine Gruppe neuer Medikamente: die Beta-3-Rezeptoragonisten. Bisher ist in Deutschland nur der Beta-3-Rezeptoragonist Mirabegron zugelassen. Ein zweiter - Vibegron - ist im Zulassungsprozess (die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat die Zulassung im April 2024 empfohlen). Sie entspannen die Blasenmuskulatur und können verhindern, dass die Betroffenen aus Versehen Urin ausscheiden.
  • Botulinumtoxin (Botox): Alternativ kann auch Botulinumtoxin, kurz Botox, in die Blasenwand gespritzt werden, was die Blasenmuskulatur für einen gewissen Zeitraum quasi lähmt. Das Präparat wird an verschiedene Stellen der Blase gespritzt.

Operative Verfahren

  • Sakrale Neuromodulation (Blasenschrittmacher): Bei der sakralen Neuromodulation, wie der Blasenschrittmacher fachsprachlich auch genannt wird, ist eine Operation nötig, bei der Elektroden ins Kreuzbein implantiert werden, die die Kontrolle über den Blasenmuskel wieder möglich machen können.

Hausmittel und alternative Behandlungen

  • Pflanzliche Medikamente: Pflanzliche Medikamente mit denen sich eine Reizblase natürlich behandeln lässt, wie etwa Goldrutenkraut gegen Reizblase, Cranberry, Kürbiskerne oder Preiselbeersaft.
  • Wärme: Wärme (zum Beispiel mit der Wärmflasche) kann entspannend auf die Muskulatur des Unterleibs wirken und so Harndrang mindern. Wärme wirkt entspannend und beruhigend auf Muskulatur und Nerven. Von daher kann sie auch bei einer Reizblase als wohltuend empfunden werden. Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.
  • Entspannungstechniken: Entspannungstechniken, die akut angewendet werden können, um Stress abzubauen, z.B. autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobson, etc.

Ernährung und Trinkverhalten

  • Trinkmenge: Viele Betroffene neigen bei einer Reizblase dazu so wenig wie möglich zu trinken, um nicht so schnell wieder auf die Toilette zu müssen. Das ist jedoch ein Trugschluss, da bei zu wenig Flüssigkeitszufluss der Harn stark konzentriert, was die Blase zusätzlich reizt und den Harndrang weiter erhöht. Experten raten bei Reizblase deshalb täglich mindestens 1,5 Liter möglichst stilles Wasser oder ungezuckerten Tee zu trinken. Dabei sollte außerdem darauf geachtet die letzten beiden Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr oder nur noch sehr wenig zu trinken, um nachts nicht raus zu müssen. Viele trinken zu wenig, was die Nierentätigkeit verringert und das Blut dickflüssiger macht. Eine geringe Flüssigkeitszufuhr führt außerdem zu konzentriertem Urin, welcher die Blase zusätzlich reizt. Erhöhen Sie Ihre tägliche Trinkmenge langsam auf mindestens 2 Liter (Wasser, Kräutertee, Saftschorlen.
  • Vermeidung reizender Getränke: Ungünstig, da reizend auf Blase und Harnwege, wirken vor allem kohlensäurehaltige Getränke, Kaffee, schwarzer Tee, harntreibende Teesorten und Alkohol. Sie sollten bei Reizblase möglichst vermieden werden. Bei einer überaktiven Blase sollten harntreibende Getränke vermieden werden - erst Recht vor dem Schlafengehen. Verzichten Sie auf Kaffee, schwarzen Tee und Alkohol, diese Getränke können die Blase zusätzlich reizen.
  • Ernährung: Nehmen Sie vermehrt harntreibende Lebensmittel zu sich, zum Beispiel Kartoffeln, Reis und Spargel. Auch bestimmte Speisen können die Harnwege reizen und damit die Symptome einer Reizblase weiter verschlimmern.

Alltagstipps für Betroffene

  • Inkontinenzprodukte: Patienten mit Reizblase steht darüber hinaus ein großes Sortiment an speziellen Inkontinenzprodukten, wie Einlagen, Vorlagen, Windelhosen, etc. zur Verfügung.
  • Offene Kommunikation: Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt über Ihre Beschwerden, auch wenn es Ihnen womöglich schwerfällt.
  • Rechtzeitig Hilfe suchen: Ob Reizblase, überaktive Blase oder Blasenschwäche: Oft sind falsche Verhaltensweisen und Scheu, über die Beschwerden zu sprechen, die Ursache für ein Leiden, das länger andauert, als es nötig wäre.

Ist eine Reizblase heilbar?

Die Reizblase ist eine Erkrankung, die die Lebensqualität von Betroffenen stark einschränkt und einen hohen Leidensdruck erzeugt. Viele Patienten ziehen sich aus Angst, nicht rechtzeitig ein WC finden zu können, immer mehr aus dem Sozialleben zurück. Sie schämen sich oft für ihr Leiden und trauen sich nicht mal einem Arzt gegenüber, ihre Beschwerden anzusprechen. Dabei lässt sich eine Reizblase gut behandeln und in viele Fällen sogar heilen. Die Symptome einer Reizblase können sich mit der richtigen Behandlung und Lebensstiländerungen bessern. Während die Erkrankung chronisch sein kann und oft lange anhält, können viele Patienten durch diätetische Anpassungen, Blasentraining, Medikamente und Physiotherapie eine Linderung der Beschwerden erfahren.

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