Die Neurochirurgische Universitätsklinik Mannheim hat sich als ein Zentrum für hochspezialisierte neurochirurgische Versorgung etabliert. Mit einer langen Tradition und Expertise in der Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule und des gesamten Spektrums neurochirurgischer Eingriffe, bietet die KlinikPatienten eine umfassende und moderne medizinische Versorgung. Dieser Artikel beleuchtet die Schwerpunkte, Behandlungsmethoden und das Ärzteteam der Neurochirurgischen Universitätsklinik Mannheim, um einen Einblick in die angebotenen Leistungen und die Expertise der Klinik zu geben.
Expertise in der Wirbelsäulenchirurgie
Ein besonderer Schwerpunkt der Neurochirurgischen Universitätsklinik Mannheim liegt in der Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule. Die Klinik verfügt über eine langjährige Expertise in diesem Bereich und bietet ein breites Spektrum an operativen Verfahren an. Dies umfasst sowohl mikrochirurgische Eingriffe als auch komplexe Versteifungs- und Korrekturverfahren.
Bei Verletzungen oder Erkrankungen mit neurologischen Ausfallserscheinungen, wie z.B. Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen, ist eine schnelle und kompetente Behandlung entscheidend. Die Neurochirurgische Universitätsklinik Mannheim bietet als Maximalversorger das gesamte Spektrum operativer Verfahren an, um diese Patienten optimal zu versorgen.
Abhängig von der spezifischen Erkrankung und den individuellen Wünschen der Patienten werden verschiedene operative Techniken eingesetzt. Das Ziel ist es dabei, nach Möglichkeit gewebeschonende, minimalinvasive OP-Verfahren anzuwenden. Diese ermöglichen eine schnellere Genesung und reduzieren das Risiko von Komplikationen.
Moderne Technologien und postoperative Betreuung
Die Neurochirurgische Universitätsklinik Mannheim führt ihre Operationen auf dem höchsten Stand moderner Technologien durch. Dies ermöglicht präzisere Eingriffe und trägt zu besseren Behandlungsergebnissen bei.
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Nach einer Operation werden die Patienten von einem erfahrenen Pflegeteam auf der Station betreut. Gemeinsam mit den Kollegen der Schmerzmedizin wurde ein differenziertes Konzept zur postoperativen Schmerztherapie erarbeitet, um die rasche postoperative Mobilisierung und Genesung zu gewährleisten. Bereits während des stationären Aufenthaltes können die Patienten gemeinsam mit den Mitarbeitern der Physiotherapie erste krankengymnastische Übungen erlernen und durchführen.
Sollte im Anschluss eine Rehabilitationsbehandlung oder häusliche Unterstützung notwendig sein, unterstützt die Klinik die Patienten bei der Organisation und Koordination der weiteren Versorgung. Auch nach dem stationären Aufenthalt stehen die Ärzte und das Team der Neurochirurgischen Universitätsklinik Mannheim den Patienten als Ansprechpartner zur Verfügung.
Professor Dr. med. Nima Etminan: Ein Experte an der Spitze der Klinik
Professor Dr. med. Nima Etminan wurde im Februar 2021 auf die Professur für Neurochirurgie der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg berufen. Seitdem verantwortet er Forschung und Lehre in diesem anspruchsvollen operativen Fach. Zum gleichen Zeitpunkt wurde er zum Direktor der Neurochirurgischen Klinik an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) bestellt, die er bereits seit 2019 kommissarisch leitete.
Nima Etminan’s Leidenschaft für sein Fachgebiet wurde schon früh im Studium durch die Neuroanatomie geweckt. Mit der Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München verfolgte er sehr zielstrebig eine spätere Tätigkeit in der Neurochirurgie. Seine internationale wissenschaftliche Karriere und operative Spezialisierung in diesem Gebiet begann im Rahmen seines Fellowships an dem renommierten Neurovaskulären Zentrum der University of Toronto.
Die Medizinische Fakultät und das Universitätsklinikum luden am 14. Juli zur Antrittsvorlesung von Professor Dr. med. Nima Etminan ein, in der er sich und sein Fachgebiet der Öffentlichkeit vorstellte. Der Titel seiner Antrittsvorlesung lautete: „Neurochirurgie - Von der Faszination und der Demut“.
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Minimalinvasive Techniken in der Neurochirurgie
Die Neurochirurgische Universitätsklinik Mannheim setzt verstärkt auf minimalinvasive Techniken, um die Belastung für den Patienten während und nach der Operation zu minimieren. Diese Verfahren ermöglichen es,Operationen mit kleineren Schnitten und weniger Gewebetraumatisierung durchzuführen. Dies führt in der Regel zu einer schnelleren Genesung, weniger Schmerzen und einem kürzeren Krankenhausaufenthalt.
Minimalinvasive Techniken werden in der Neurochirurgie für eine Vielzahl von Eingriffen eingesetzt, darunter:
- Wirbelsäulenchirurgie: Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenosen und andere Wirbelsäulenerkrankungen können oft minimalinvasiv behandelt werden.
- Hirntumorchirurgie: Bestimmte Hirntumore können durch kleine Öffnungen im Schädel oder durch die Nase entfernt werden.
- Gefäßchirurgie: Aneurysmen und andere Gefäßerkrankungen im Gehirn können minimalinvasiv behandelt werden, indem Katheter durch die Blutgefäße geführt werden.
Die Entscheidung, ob ein minimalinvasives Verfahren geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Art und Lage der Erkrankung, dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten und der Erfahrung des Chirurgen. Die Neurochirurgische Universitätsklinik Mannheim verfügt über ein Team von erfahrenen Neurochirurgen, die Experten auf dem Gebiet der minimalinvasiven Chirurgie sind.
Forschung und Innovation
Die Neurochirurgische Universitätsklinik Mannheim engagiert sich aktiv in der Forschung und Innovation, um die Behandlung von neurochirurgischen Erkrankungen kontinuierlich zu verbessern. Die Klinik arbeitet eng mit anderen Forschungseinrichtungen und Universitäten zusammen, um neue Therapien und Technologien zu entwickeln.
Einige der aktuellen Forschungsschwerpunkte der Klinik sind:
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- Entwicklung neuer minimalinvasiver Techniken: Die Klinik forscht an neuen Wegen, um Operationen noch schonender und effektiver zu gestalten.
- Verbesserung der Behandlung von Hirntumoren: Die Klinik sucht nach neuen Wegen, um Hirntumore besser zu diagnostizieren und zu behandeln, einschließlich der Entwicklung neuer Medikamente und Therapien.
- Erforschung der Ursachen von Wirbelsäulenerkrankungen: Die Klinik untersucht die Ursachen von Wirbelsäulenerkrankungen, um neue Präventions- und Behandlungsstrategien zu entwickeln.
Die Forschungsergebnisse der Neurochirurgischen Universitätsklinik Mannheim werden regelmäßig in Fachzeitschriften veröffentlicht und auf internationalen Konferenzen vorgestellt. Dies trägt dazu bei, den Fortschritt in der Neurochirurgie weltweit voranzutreiben.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Die Neurochirurgische Universitätsklinik Mannheim legt großen Wert auf eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen des Universitätsklinikums. Dies ermöglicht eine umfassende und koordinierte Behandlung der Patienten.
Zu den wichtigsten Kooperationspartnern der Neurochirurgie gehören:
- Neurologie: Die enge Zusammenarbeit mit der Neurologie ermöglicht eine optimale Diagnose und Behandlung von neurologischen Erkrankungen, die eine neurochirurgische Intervention erfordern.
- Radiologie: Die Radiologie ist ein wichtiger Partner bei der Diagnose von neurochirurgischen Erkrankungen. Moderne bildgebende Verfahren wie MRT und CT ermöglichen eine präzise Darstellung von Gehirn, Rückenmark und Wirbelsäule.
- Onkologie: Bei der Behandlung von Hirntumoren ist eine enge Zusammenarbeit mit der Onkologie unerlässlich, um die bestmögliche Therapie zu gewährleisten.
- Schmerztherapie: Die Schmerztherapie spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von chronischen Schmerzen, die durch neurochirurgische Erkrankungen verursacht werden.
- Physiotherapie: Die Physiotherapie unterstützt die Patienten bei der Rehabilitation nach neurochirurgischen Eingriffen.
Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit kann die Neurochirurgische Universitätsklinik Mannheim eine umfassende und individuelle Behandlung anbieten, die auf die spezifischen Bedürfnisse jedes Patienten zugeschnitten ist.
Behandlungsspektrum im Detail
Die Neurochirurgische Universitätsklinik Mannheim bietet ein breites Spektrum an Behandlungen für Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der peripheren Nerven an. Hier eine detailliertere Übersicht über die angebotenen Leistungen:
1. Gehirnchirurgie:
- Tumorchirurgie: Entfernung von gutartigen und bösartigen Hirntumoren, einschließlich Gliomen, Meningeomen, Akustikusneurinomen und Hypophysentumoren. Einsatz modernster Techniken wie Neuronavigation, intraoperativem MRT und Fluoreszenzmarkierung zur präzisen Tumorlokalisation und -entfernung.
- Vaskuläre Neurochirurgie: Behandlung von Gefäßerkrankungen des Gehirns, wie Aneurysmen, arteriovenöse Malformationen (AVM) und Kavernome. Einsatz von mikrochirurgischen Techniken und endovaskulären Verfahren (z.B. Coiling, Stenting) zur Wiederherstellung der Blutversorgung und Vermeidung von Blutungen.
- Neurochirurgie bei Epilepsie: Chirurgische Behandlung von Epilepsie, wenn eine medikamentöse Therapie nicht ausreichend wirksam ist. Entfernung von epileptogenen Zonen im Gehirn oder Implantation von Vagusnervstimulatoren (VNS).
- Chirurgie bei Hydrocephalus: Behandlung von Hydrocephalus (Wasserkopf) durch Implantation eines Shunts zur Ableitung von Hirnwasser.
- Tiefe Hirnstimulation (THS): Implantation von Elektroden in bestimmte Hirnareale zur Behandlung von Bewegungsstörungen wie Parkinson-Krankheit, Tremor und Dystonie.
2. Wirbelsäulenchirurgie:
- Bandscheibenchirurgie: Mikrochirurgische Entfernung von Bandscheibenvorfällen im Bereich der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule.
- Spinalkanalstenose: Dekompression des Spinalkanals bei Verengung (Stenose) zur Entlastung des Rückenmarks und der Nervenwurzeln.
- Wirbelkörperersatz: Ersatz von zerstörten Wirbelkörpern durch Implantate nach Verletzungen, Tumoren oder Entzündungen.
- Spondylodese (Wirbelversteifung): Versteifung von Wirbelsäulenabschnitten bei Instabilität, Deformitäten oder chronischen Schmerzen. Einsatz von minimalinvasiven Techniken zur Reduzierung der Gewebetraumatisierung.
- Kyphoplastie/Vertebroplastie: Behandlung von Wirbelkörperbrüchen durch Injektion von Knochenzement zur Stabilisierung des Wirbels.
- Skoliosechirurgie: Korrektur von Wirbelsäulenverkrümmungen (Skoliose) bei Kindern und Erwachsenen.
3. Periphere Nervenchirurgie:
- Dekompression von Nerven: Entlastung von Nerven bei Engpasssyndromen wie Karpaltunnelsyndrom, Sulcus-ulnaris-Syndrom und Tarsaltunnelsyndrom.
- Nervenrekonstruktion: Rekonstruktion von verletzten Nerven durch Naht, Transplantation oder Nerventransfer.
- Tumorchirurgie: Entfernung von Tumoren, die von peripheren Nerven ausgehen (z.B. Schwannome, Neurofibrome).
4. Schmerztherapie:
- Rückenmarkstimulation (SCS): Implantation von Elektroden zur Stimulation des Rückenmarks zur Behandlung von chronischen Schmerzen.
- Periphere Nervenstimulation (PNS): Implantation von Elektroden zur Stimulation von peripheren Nerven zur Behandlung von lokalen Schmerzen.
- Intrathekale Medikamentenapplikation: Implantation einer Pumpe zur kontinuierlichen Abgabe von Schmerzmedikamenten in den Liquorraum.
Die Bedeutung der patientenzentrierten Versorgung
Die Neurochirurgische Universitätsklinik Mannheim legt großen Wert auf eine patientenzentrierte Versorgung. Das bedeutet, dass die Bedürfnisse und Wünsche der Patienten im Mittelpunkt der Behandlung stehen. Die Ärzte und das Pflegepersonal nehmen sich Zeit, um die Patienten umfassend zu informieren und zu beraten. Gemeinsam mit den Patienten wird ein individueller Behandlungsplan erstellt, der auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Die Klinik bietet auch eine Reihe von zusätzlichen Dienstleistungen an, um die Patienten während ihres Aufenthalts zu unterstützen, darunter:
- Psychologische Betreuung: Psychologen stehen den Patienten und ihren Angehörigen zur Seite, um sie bei der Bewältigung der emotionalen Belastung durch die Erkrankung und die Behandlung zu unterstützen.
- Sozialdienst: Der Sozialdienst unterstützt die Patienten bei der Organisation ihrerEntlassung und der Beantragung von Leistungen.
- Seelsorge: Die Klinik bietet auch seelsorgerische Betreuung für Patienten und ihre Angehörigen an.
Die Neurochirurgische Universitätsklinik Mannheim ist bestrebt, ihren Patienten eine bestmögliche medizinische Versorgung und eine umfassende Unterstützung zu bieten.
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