Offenes MRT in Friedrichshain: Moderne Bildgebung für Ihre Gesundheit

Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie genannt, ist ein bildgebendes Verfahren, das ohne schädliche Röntgenstrahlung auskommt. Stattdessen erzeugt sie mit Hilfe eines starken Magnetfeldes Schnittbilder des Körpers. Diese Bilder sind von hoher Qualität und Detailgenauigkeit und leisten einen wichtigen Beitrag zur Diagnostik von Erkrankungen. In Berlin Friedrichshain gibt es spezialisierte Einrichtungen, die diese moderne Technologie anbieten, darunter auch offene MRT-Geräte, die besonders für Patienten mit Platzangst geeignet sind.

Was ist ein offenes MRT?

Im Gegensatz zu herkömmlichen MRT-Geräten, bei denen der Patient in einer engen Röhre liegt, sind offene MRT-Geräte an den Seiten offen. Dies bietet mehrere Vorteile:

  • Komfort für Patienten mit Platzangst: Die offene Bauweise reduziert das Gefühl der Enge und ermöglicht es auch Patienten mit Klaustrophobie, die Untersuchung entspannt zu durchlaufen.
  • Bessere Zugänglichkeit: Offene MRT-Geräte sind oft besser zugänglich für Patienten mit körperlichen Einschränkungen oder Übergewicht.
  • Untersuchung von Kindern: Bei Kindern kann die offene Bauweise die Angst vor der Untersuchung reduzieren.

Wie funktioniert eine MRT-Untersuchung?

Die MRT nutzt die natürlichen magnetischen Eigenschaften des menschlichen Körpers, um Schnittbilder aus dem Körperinneren zu erzeugen. Für die Registrierung der Signale sind ein äußeres Magnetfeld und Radiowellen erforderlich.

  1. Vorbereitung: Vor der Untersuchung müssen alle metallischen Gegenstände abgelegt werden, da diese die Bildqualität beeinträchtigen können. Dazu zählen Schmuck, Brillen, Uhren, Handys, aber auch Kleidungsstücke mit Metallknöpfen oder Reißverschlüssen. In der Einrichtung stehen Schließfächer zur Verfügung, in denen persönliche Gegenstände sicher verstaut werden können. Patienten mit Herzschrittmachern, Defibrillatoren oder anderen Implantaten müssen dies vor der Untersuchung angeben, da besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen. Gegebenenfalls muss im Vorfeld der Untersuchung durch einen Neuroradiologen/eine Neuroradiologin überprüft werden, ob und unter welchen Bedingungen die Untersuchung möglich ist.
  2. Ablauf: Während der Untersuchung liegt der Patient auf einer Liege, die in das MRT-Gerät gefahren wird. Es ist wichtig, während der Untersuchung ruhig liegen zu bleiben, da Bewegungen die Bildqualität beeinträchtigen können. Je nach Umfang der Untersuchung dauert diese zwischen 10 und 45 Minuten. Während der Messungen erzeugt das MRT-Gerät laute Klopfgeräusche, weshalb der Patient einen Gehörschutz trägt. Über einen Kopfhörer kann man sich mit dem medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTRA) verständigen.
  3. Kontrastmittel: In manchen Fällen ist die Gabe eines Kontrastmittels notwendig, um bestimmte Strukturen oder Erkrankungen besser darzustellen. Die modernen MRT-Kontrastmittel sind in der Regel gut verträglich und verursachen selten Nebenwirkungen. Vor einer Kernspintomographie, bei der ggf. Kontrastmittel gegeben werden muss, werden 2 Blutwerte (Kreatinin, GFR), nicht älter als 4 Wochen, benötigt, welche Auskunft über die Nierenfunktion geben, da das Kontrastmittel nachfolgend über die Niere ausgeschieden wird. Nach der Untersuchung sollte man ausreichend Wasser trinken (2 bis 3 Liter), um die Ausscheidung des Kontrastmittels zu unterstützen.
  4. Auswertung: Nach der Untersuchung werden die Bilder von einem Radiologen ausgewertet. Der Befund wird in der Regel innerhalb von 1-2 Tagen an den behandelnden Arzt geschickt, der diesen dann mit dem Patienten bespricht.

Anwendungsbereiche der MRT

Die MRT ist ein vielseitiges bildgebendes Verfahren, das in vielen medizinischen Bereichen eingesetzt wird. Zu den häufigsten Anwendungsbereichen gehören:

  • Neurologie: Darstellung von Gehirn und Rückenmark zur Diagnose von Erkrankungen wieMultiple Sklerose, Schlaganfall, Tumoren oderEntzündungen. Das Institut für Neuroradiologie versorgt alle Kliniken mit MRT-Untersuchungen des Gehirns und Rückenmarks.
  • Orthopädie: Untersuchung von Gelenken, Muskeln und Knochen zur Diagnose von Verletzungen, Arthrose oderEntzündungen. Hierzu gehören beispielsweise MRT der Hüfte (zum Ausschluss von Gelenkschädigungen / Knorpelschäden / Sehnen-Muskelverletzungen, Entzündungen), MRT der Lendenwirbelsäule (LWS) oder ISG (zur Diagnose von Schädigungen der Lendenwirbelsäule, Bandscheibenvorfälle u.ä.), MRT der Schulter (bei Verdacht auf verschiedene Erkrankungen), MRT Knie (zum Erkennen möglicher Verletzungen des Kniegelenks oder Beschädigungen) und MRT Fuß/Ferse/OSG (oberes Sprunggelenk) (zur Diagnose möglicher Erkrankungen des Fußes bzw. des oberen Sprunggelenks).
  • Innere Medizin: Darstellung von Organen wie Herz, Leber, Nieren oder Bauchspeicheldrüse zur Diagnose von Tumoren, Entzündungen oder anderen Erkrankungen.
  • Onkologie: Beurteilung von Tumoren und Metastasen im gesamten Körper.
  • Urologie: Die MRT-Untersuchung der Prostata ist im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen leider nicht verankert und kann daher nur für Selbstzahler und privat krankenversicherte Personen angeboten werden.

MRT in Friedrichshain: Wo finde ich ein offenes MRT?

Auch im Institut für Radiologie und interventionelle Therapie am Vivantes Klinikum im Friedrichshain werden MRT-Untersuchungen angeboten. Das Institut verfügt über zwei MRT-Untersuchungsräume mit je einem 1,5 Tesla und einem 3 Tesla-Magnetresonanztomographen.

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Einige radiologische Praxen in Berlin, wie beispielsweise die Praxis am Studio in Berlin Adlershof, sind u.a. spezialisiert auf die Beantwortung neurologischer und orthopädischer Fragestellungen mittels MRT.

Bei der Wahl einer geeigneten Einrichtung sollten Patienten auf folgende Kriterien achten:

  • Erfahrung und Qualifikation der Ärzte und des Personals
  • Moderne Geräte und Technologie
  • Patientenorientierung und Komfort
  • Gute Erreichbarkeit und kurze Wartezeiten

Wichtige Hinweise für Patienten

  • Eine MRT-Untersuchung ist nur mit einer Überweisung des behandelnden Arztes möglich.
  • Vor der Untersuchung müssen alle relevanten Vorbefunde und Informationen über Implantate vorgelegt werden.
  • Patienten mit Platzangst sollten dies vor der Untersuchung angeben, um gegebenenfalls ein Beruhigungsmittel zu erhalten.
  • Termine sollten rechtzeitig abgesagt werden, falls sie nicht wahrgenommen werden können, da sonst Ausfallkosten entstehen können.

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